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Hitlergrüsse in Washington: «Alt Right»-Bewegung feiert im Zentrum der Macht

Seit dem Wahlsieg Trumps gilt die «Alt Right» als wichtige Kraft in Amerika. In der Nähe des Weissen Hauses berauschten sich die weissen Nationalisten an ihrem Erfolg. Jetzt wollen sie Einfluss auf die Politik nehmen.

Fabian Reinbold, Washington



Ein Artikel von

Spiegel Online

Richard Spencer hat Kopfschmerzen. Seit Tagen schon, sagt er, es liege aber nicht am Alkohol, sondern «am ständigen Gewinnen». Zwar kennt die Schulmedizin keinen Zusammenhang zwischen Erfolgserlebnissen und Kopfweh, doch das stört niemanden von Spencers Anhängern. Sie johlen.

Der siegestrunkene Zustand hält bei Spencer, ein Anführer der amerikanischen «Alt Right»-Bewegung, und seinen Anhängern an, seit ihr Favorit die Präsidentschaftswahl gewonnen hat. An diesem Wochenende feierten Amerikas Ultrarechte im Zentrum Washingtons, drei Blocks vom Weissen Haus entfernt, und berauschten sich an Donald Trump und an sich selbst.

Die alternative Rechte Amerikas, kurz «Alt Right», vor wenigen Monaten nur Fachleuten ein Begriff, steht seit Trumps Wahlsieg plötzlich im Rampenlicht. Sie war der vielleicht wichtigste Wahlhelfer des künftigen Präsidenten im Netz. Das nur schwer zu fassende Sammelbecken Ultrarechter folgt keiner einheitlichen Ideologie und hat Populisten und Nationalisten, Antisemiten und Rassisten in seinen Reihen.

Fashy Burschen

Lange führten viele Mitglieder eine Existenz in dunklen Ecken des Internets, versteckt hinter Avataren und Pseudonymen. Auf der Konferenz von Spencers Thinktank National Policy Institute im Herzen der Hauptstadt zeigten sich nun manche Protagonisten, Eigenschaften und Ziele der Bewegung etwas deutlicher.

Taktgeber ist der 38-jährige Spencer, ein guter Redner mit strengem Scheitel, der seine Agenda mit der «Verteidigung des europäischen Erbes der Vereinigten Staaten» umschreibt. Am Samstag stand er im Dreiteiler auf der Bühne des Ballsaals im Kellergeschoss des Ronald Reagan Building und genoss die neue Aufmerksamkeit. «Die Medien sind besessen von uns», rief er in den Saal. Die «Alt Right» werde nicht mehr verschwinden und die Welt verändern.

250 Leute hörten ihm zu, es waren vor allem junge Männer in schicken Anzügen und mit akkuraten Frisuren, an den Seiten kurz geschoren. Es ist der «fashy» hairstyle, der einem hier so prominent gegenübertrat, dass man ihn nicht ignorieren konnten.

Fashy – ein Wort, das je nach Belieben zu «fashion» oder «fascist» ergänzt werden darf. Die «Alt Right» liebe solche Doppeldeutigkeiten. Neben den vielen fashy Burschen liessen sich rund zehn Frauen ausmachen, drei rote «Make America great again»- Kappen und eine Kippa.

Wir sind der Kopf, Trump ist der Körper

Spencer wählte eine Metapher, um die neuen Zeiten zu beschreiben: Die «Alt Right» sei lange ein Kopf ohne Körper gewesen – ein elitärer Zirkel, wenn man so will, ohne grosse Anhängerschaft. Das Trump-Phänomen hingegen sei ein Körper ohne Kopf gewesen, also eine diffuse Massenbewegung ohne klare Stossrichtung. Nun komme beides zusammen, eine Trump-right sozusagen.

Trumps Wahlkampf sei der erste Schritt zu identitärer Politik in den USA, sagte Spencer, und die «Alt Right» müsse die intellektuelle Vorhut des neuen Populismus sein, die Themen setzt und weiterspinnt. Es sei ein bisschen schade, dass der Kandidat nur über illegale Immigration gesprochen habe und nicht über Einwanderung als solche.

Amerika, sagt Spencer, sei natürlich ein Einwanderungsland, habe sich aber auch immer Pausen von Immigration gegönnt. Das brauche das Land auch jetzt. Er erträumt sich deshalb von der Regierung einen Einwanderungsstopp, der gleich 50 Jahre dauern soll. Es dürften nur so viele kommen wie das Land verlassen, und diese wenigen dürften nur aus Europa stammen.

Unrealistisch sei das im neu aufziehenden Populismus nicht, sagte Spencer. Man werde jetzt alle zwei Monate einen Vorschlag vorlegen. Direkten Zugang zur kommenden Regierung gebe es allerdings nicht. Auch dem Chefberater Trumps, Steve Bannon, dessen Website «Breitbart News» zur zentralen Plattform für rechte Publizistik wurde, will er nur einmal die Hand geschüttelt haben.

A general view of the National Mall is seen from the rebuilt cast-iron dome of the U.S. Capitol, which was formally completed on Tuesday on time for the inauguration of President-elect Donald Trump during a media tour in Washington, U.S., November 15, 2016. REUTERS/Carlos Barria

Bild: CARLOS BARRIA/REUTERS

«Es gibt nur ein weisses Amerika»

Neben Spencer und seinen Anhängern im Saal dominierten auf dem Podium aber doch die alten Herren. Da ist der Publizist Peter Brimelow, der von einem weissen Erdrutschsieg bei der Wahl 2020 träumt und der in der Episode, die Trump-Vize Mike Pence im Musical «Hamilton» wiederfuhr, alles sah, was falsch läuft im Land. «Es gibt kein vielfältiges Amerika», sagte der 69-Jährige in Anspielung auf die Ansprache des Ensembles an Pence, «es gibt nur ein weisses Amerika». Alle anderen seien nur vorübergehend mit an Bord.

Das Problem für die «Alt Right» ist nur, dass die anderen mehr werden. 2050 könnten Amerikas Weisse in der Minderheit sein. Deshalb fügte, rechts von Brimelow, der Psychologe Kevin MacDonald hinzu: «Jede Politik, die unser Schmelzen zu einer Minderheit verlangsamt, ist willkommen.»

Wer fühlt sich davon angesprochen? Spricht man mit den Menschen im Publikum, lässt sich niemand fotografieren und verrät keiner seinen vollen Namen. Nennen wir den 18-Jährigen BWL-Studenten aus Phoenix also Jake. Jake sagte, er leide unter dem «kulturellen Marxismus», der auf dem Campus regiere – es gehe dort stets nur um Rechte von Minderheiten.

Trumps Sieg sei für ihn eine Erleichterung: «Weisse haben endlich wieder für weisse Interessen gestimmt.» Darunter fallen für ihn: «keine Sozialhilfe für Einwanderer, die eigene Kultur beschützen, keine Jobs ins Ausland verschieben».

Umsiedeln, aber friedlich

Jake sagte, in Phoenix gebe es nur noch «ungefähr 63 Prozent Weisse», doch der Anteil sinke und sinke. Er schob noch hinterher, dass er sich natürlich auch mit einem Schwarzen unterhalten könne und sich dabei «total okay» fühle.

Wie Jake ist auch der 30-jährige Ken, fashy-Haarschnitt und im blauen Anzug, über das Internet zur «Alt Right» gekommen. Er habe historische Wahrheiten über die Sklaverei und den Zweiten Weltkrieg gesucht, sagte er, weil er das Gefühl hatte, dass immer nur den Weissen die Schuld an schlimmen Ereignissen zugeschrieben werde.

Ken schwebt eine Trennung der Rassen vor, weil Stadtviertel erst durch Zuzug von Schwarzen und Latinos unsicher geworden seien (die Idee, andere Ethnien «auf friedlichem Wege umzusiedeln» wurde auf der Konferenz mehrfach diskutiert). «Ihr habt ja keine Schwarzen in Deutschland, oder?», erkundigte er sich.

Man kann also die Haltung, die auf dem «Alt Right»-Treffen aufblitzte, so zusammenfassen: Wir haben nichts gegen Schwarze – sie sollen nur verschwinden.

Hitlergrüsse in Washington

Keine grosse Überraschung, dass diese Positionen auch Protest hervorriefen. Vor dem Tagungsgebäude gab es Demonstrationen und Rangeleien, einer der «Alt Right»-Leute kam mit blutender Stirn zurück in den Tagungssaal gelaufen.

Am Freitagabend sagte eines der schicksten Restaurants im Zentrum Washingtons das Konferenzessen ab, aus Sorge vor gewaltsamen Protesten. Auch das Ausweichlokal wurde dann von teils vermummten Gegendemonstranten, die sich als Antifaschisten bezeichneten, gestürmt und Anführer Spencer mit einer nach Fäkalien stinkenden Flüssigkeit besprüht.

Ebenfalls aus dem Restaurant twitterte eine der wenigen «Alt Right»-Frauen, die ehemalige Reality-TV-Darstellerin und vehemente Trump-Unterstützerin Tila Tequila, noch ein Dreierselfie mit Hitlergruss und dem fast richtig geschriebenen Kommentar «Seig heil!». Ansonsten: keine besonderen Vorkommnisse in Amerikas Hauptstadt am zweiten Wochenende der Ära Trump.

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87
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    Alle Leser-Kommentare
  • Nick Name 21.11.2016 00:09
    Highlight Highlight Eine Ire hat das kürzlich klar benennt:
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    21 0 Melden
  • JonSerious 20.11.2016 20:35
    Highlight Highlight ..kennt jemand einen coolen haarschnitt? will jetzt meinen irgendwie nicht mehr.. 😐
    30 3 Melden
  • Fubie 20.11.2016 20:28
    Highlight Highlight Tila Tequila 😂 sollte echt zurück ins reality tv.
    24 3 Melden
  • Kookaburra 20.11.2016 18:55
    Highlight Highlight Da ihr scheinbar nicht in der Lage seid es zu erkennen:

    Um Rassismus zu bekämpfen, sollte man nicht Nationalismus und schon gar nicht Patriotismus verfolgen und ausrotten wollen.

    Ihr bekämpft Faschismus mit Faschismus. Ihr fordert jeden individuell zu betrachten (wenn es euch nützt) aber andererseits ist jeder Patriot für euch gleich ein Nazi.

    Jeder, der nicht für "keine Grenzen" ist, ist Abschaum und gehört auf den Müll.

    Dadurch treibt ihr automatisch jeden, der nicht radikal links ist weiter nach rechts.

    Ihr denk nur grenzenlose Migration sei Vernunft, aber Vernunft ist nie Masslos...
    41 158 Melden
    • Sapere Aude 20.11.2016 19:18
      Highlight Highlight Dasypoda, mit wem sprichst du überhaupt? Deine Kommentare wirken langsam wirklich wie Selbstgespräche um sich sein eigenes Weltbild ständig zu versichern.
      138 24 Melden
    • Ratchet 20.11.2016 19:56
      Highlight Highlight Ich kann diese Vorwürfe nicht mehr hören:
      "Für euch ist jeder Patriot, der die Migration kritisiert, gleich ein Nazi"
      "Für euch ist jeder Linke, der den Kapitalismus kritisiert, gleich ein Kommunist"
      "Für euch ist jeder gläubige Muslim gleich Terrorist"
      Ich habe es satt, egal was man tut, irgendein Extremist fühlt sich sowieso ausgegrenzt, dabei grenzt er sich selbst mit seiner extremen Ideologie aus.
      Würde man euch wirklich mit Faschismus bekämpfen, dann hättet ihr "Abschaum" gar keine Wahlstimme.
      79 13 Melden
    • Kookaburra 20.11.2016 21:02
      Highlight Highlight Tja. Ihr seid die intolerantesten, borniertesten und kritikunfähigsten Menschen, die ich kenne, obwohl ihr denkt das Gegenteil zu sein. Ein Paradebeispiel von linker Mentalität und genau der Grund, wieso Trump gewählt wurde und wieso der Faschismus und Rassismus nun halt Aufwind hat.
      20 113 Melden
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  • pamayer 20.11.2016 18:25
    Highlight Highlight Dieser backlash ist ein gewaltiger Dampfhammer, der UBS noch eine Weile beschäftigen wird.
    5 10 Melden
  • zombie woof 20.11.2016 18:22
    Highlight Highlight 1919 trat ein Österreicher in die Deutsche Arbeiterpartei ein und 14 Jahre später wurde er Deutscher Reichskanzler, der Rest ist bekannt. Das zeigt, die Nazis sind nicht über Nacht an die Macht gekommen, sondern es war erst ein schleichender Prozess, welcher später immer mehr an Fahrt aufnahm. Die Nazis waren sehr lange in der Minderheit, sie hatten viele Gegner aber auch viele, welche wegschauten und damit still akzeptierten. Ist es heute anders? Nein, und wenn wir weiterhin wegschauen, haben wir die braune Brut schneller wieder am Hals als uns lieb ist!
    167 20 Melden
    • Jason84 20.11.2016 19:00
      Highlight Highlight Das ist ganz richtig. Die meisten haben vergessen das auch Adolf Hitler demokratisch gewählt wurde. Und der hat auch erst nach und nach seine Gesinnung gezeigt.
      87 12 Melden
    • Fabio74 20.11.2016 20:33
      Highlight Highlight @Jason84: Hitlers Gesinnung war bekannt. Seine Brandreden in München Anfang der 20er Jahre, der missglückte Putsch 23 und das Farce-Urteil danach. Man glaubte damals man könne Hitler an der Macht in die Enge treiben, was misslang.
      Der grosse Teil der Verantwortlichen inkl. Hindenburg waren Antidemokraten.
      45 4 Melden
  • Chrüsh 20.11.2016 18:03
    Highlight Highlight Wir leben im 21. Jahrhundert. Vor bald 50 Jahren schossen wir Menschen zum Mond. Die letzten Jahrzehnte waren Jahre voller Entdeckungen und neuem Verstehen.
    Allerdings nicht auf menschlicher Ebene.
    Immer noch werden Menschen auf Ihre Hautfarbe und Herkunft reduziert. Immer noch werden Sie wegen diesen unbedeutenden Dingen diskriminiert, verurteilt umd in Schubladen gesteckt.
    Wir als gesamte Menschheit müssen uns dem endlich stellen und diese ganze Scheisse wie Rassismus, Nationalismus umd Patriotismus konsequent bekämpfen. Für eine Welt ohne Grenzen, weder auf Karten noch in Köpfen!
    132 26 Melden
    • Hochen 21.11.2016 05:33
      Highlight Highlight @ Libertas auf sowas auch noch Stolz sein! Ist wohl so weil man sonnst nicht viel hat auf das man stolz sein kann!
      34 4 Melden
    • Lord_ICO 21.11.2016 07:22
      Highlight Highlight @Libertas

      Ich hab deine Kommentare jetzt schon mehrfach gelesen und frage mich immer wieder, ob du das ernst meinst, oder ob du ein Troll bist.

      Leider hast du mir noch nie eine meiner Fragen beantwortet. Was mir zeigt dass du keine Lust auf eine konstruktive Diskussion hast.

      Deshalb frage ich dich erneut:

      Was würdest du meiner Freundin halb CH, halb Nigerianerin, die in der CH geboren und aufgewachsen ist ins Gesicht sagen?
      Hältst du dich als Weisser für etwas besseres als unsere dunkelhäutigen Mitmenschen?

      Danke für deine Antwort. http://??
      21 1 Melden
    • Fabio74 21.11.2016 22:19
      Highlight Highlight @Lord_ICO: Libertas ist ein billiger Provokateur. Einer der mit der vielen heissen Luft nur das Klima anheizt.
      4 1 Melden
  • leu84 20.11.2016 17:44
    Highlight Highlight Eine Mischung aus Ex-Briten, Ex-Franzosen usw. würde nicht einmal AH gut heissen ;)
    35 7 Melden
  • Soli Dar 20.11.2016 17:28
    Highlight Highlight Na toll, wir werden die rechtspopulistischen bis rechtsextreme Geister wohl nicht so schnell wieder los werden... Warum wählen do viele aus fremdenfeindlichen und islamophoben Reflex heraus, statt die Vernunft walten zu lassen.
    89 9 Melden
    • Firefly 20.11.2016 20:55
      Highlight Highlight Und was, wenn die gescheiteren Affen die sind, die auf den Bäumen blieben?
      5 7 Melden
  • solani 20.11.2016 17:17
    Highlight Highlight Denen wird eine zu grosse Plattform gegeben...
    45 4 Melden
    • roger.schmid 20.11.2016 19:02
      Highlight Highlight ja, ein Platz in der amerikanischen Regierung ist wirklich eine zu grosse Plattform. Aber Bannon ist nun Chefstratege.. sehr bedenklich.
      40 3 Melden
  • Amadeus 20.11.2016 17:08
    Highlight Highlight Da die Alt Right gegen Einwanderung sind, müssten sie konsequenterweise Amerika wieder den amerikanischen Ureinwohnern überlassen.
    159 10 Melden
    • deheld 20.11.2016 18:19
      Highlight Highlight @H.L. Mencken Wow du kannst also recherchieren? Dann frag doch mal Google von wo aus sich die ersten Homo sapiens, also Urmenschen, verbreitet haben!
      66 7 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 20.11.2016 18:19
      Highlight Highlight @Mencken: Und die Europäer waren zuerst Afrikaner...Aber schon klar, 22'000 Jahre (Die Welt ist in deren Weltbild sowieso erst 6000 Jahre alt) rechtfertigen natürlich die Vertreibung der "Ureinwohner" Amerikas, oder wie?
      71 7 Melden
    • Gianini92 20.11.2016 18:31
      Highlight Highlight @Mencken: Genau und die europäische Kultur gibt es ja auch mindestens seit 22'000 Jahren...
      Geschweige den das "Europa" damals überhaupt ein Begriff war.
      Die ersten Europäer waren übrigens Afrikaner, die vor ca. 50'000 Jahren einwanderten... Deshalb gehört Europa ja eigentlich den Afrikanern, stimmts?
      55 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lord_ICO 20.11.2016 16:39
    Highlight Highlight Noch nie passte det Satz:
    "Aus der Geschichte nichts gelernt" besser.
    Geradezu schockierend, dass dieses Gedankengut auch in Europa und der Schweiz auf dem Vormarsch ist. Ethnische Trennung, weisses Übermenschentum und sich selbst immer als Opfer zu profilieren zeichnen diese Hohlköpfe aus.
    Jetzt ist die Zeit gekommen um eine positive Gegenbewegung zu starten und diesen Funken im Keim zu ersticken.
    175 7 Melden
    • Schneiderlein 20.11.2016 16:51
      Highlight Highlight Die Zeit ist leider schon längst da!
      53 4 Melden
    • Maett 20.11.2016 16:52
      Highlight Highlight @Lord_ICO: ist ja nicht verwunderlich. Wo Menschen unzufrieden sind, gibt es eine Basis für gesellschaftlich mitgetragenen Extremismus.

      Für die Unzufriedenheit wiederum sind die bisherigen Politiker verantwortlich. Wer ganze Bevölkerungsschichten abhängt und sie beschimpft oder ignoriert, wenn sie ihren Unmut äussern, muss sich nicht fragen, weshalb unschöne Alternativen Zulauf finden.

      Da Merkel heute ihre erneute Kandidatur angekündigt hatte, steht uns das Schlimmste sowieso noch bevor. Jemand aufzustellen, der Deutschland so gespalten hat, wird den Populisten starken Zulauf bescheren.
      19 81 Melden
    • Fabio74 20.11.2016 17:51
      Highlight Highlight @Maett Fürs eigene Leben ist immer noch jeder selber verantwortlich. Das eigene Scheitern den Politikern in die Schuhe zu schieben ist zu billig. Passt in die Zeit wo man Sündenböcke braucht, um nicht über sich nachzudenken.
      Was hat Merkel denn alles falsch gemacht? Faktisch gehts Deutschland gut. Ist gut durch alle Stürme gekommen
      69 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • CASSIO 20.11.2016 16:29
    Highlight Highlight "Wir sind der Kopf, Trump ist der Körper". Viel deutlicher kann man nicht sagen, was 80% der Welt denkt.
    38 8 Melden
    • Aged 20.11.2016 18:14
      Highlight Highlight "Körper"? Eher "Unterleib" doch.😂
      16 1 Melden
  • Markus86 20.11.2016 16:07
    Highlight Highlight Ein Schlag ins Gesicht aller amerikanischen Familien, die ihre Väter und Grossväter im Kampf gegen die Nazis verloren haben.
    177 5 Melden
  • Jason84 20.11.2016 16:02
    Highlight Highlight Wie der Abschaum überall aus den Löchern gekrochen kommt. Ekelhaft! Man kann förmlich zusehen wie solche Rassismus und Hass gegen Minderheiten wieder salonfähig wird. Traurige Welt!
    136 9 Melden
    • Maett 20.11.2016 16:56
      Highlight Highlight @Jason84: und statt zu reflektieren und entsprechend zu reagieren, reagiert man in den entsprechenden Ländern auf diese Tendenzen so, dass sich diese nur noch mehr verstärken.

      Hochgradig idiotisch das Ganze. Das britische und amerikanische Establishment haben ihre Quittung für diese Form von Politik bereits erhalten, Frankreich und Deutschland werden wohl noch folgen.

      Ich stelle wieder mal fest, dass die direkte Demokratie das einzige Modell ist, einen Staat langfristig stabil zu betreiben.
      29 17 Melden
    • Fabio74 20.11.2016 17:53
      Highlight Highlight @Rendel Der Abschaum gehört konsequent verfolgt und auf dem Müll der Geschichte geworfen. Dort woHitler auch liegt
      43 6 Melden
    • Fabio74 20.11.2016 20:41
      Highlight Highlight Die Ursachen? Menschen die scheitern, die sich benachteiligt fühlen, die glauben allen anderen würde geholfen, nur ihnen nicht.
      Dazu gehört, dass nur noch wahr ist, was ins Weltbild passt, und alle anderen Fakten falsch und gelogen sind.
      DIe springen auf solche Züge auf. Politiker die Sündenböcke suchen und finden. Vor 80 Jahren warens die Juden die Schuld an der Finanzkrise, am verlorenen Krieg etc Schuld.
      Heute sinds Muslime bzw Flüchtlinge die es angeblich besser haben als Einheimische.
      15 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Exodus4 20.11.2016 16:01
    Highlight Highlight Wirklich sehr bedenklich diese Entwicklungen...
    User Image
    46 6 Melden
    • Hoppla! 20.11.2016 17:04
      Highlight Highlight Fun Fact am Rande: Frau Tequila (ich habe extra gegoogelt :-) ) wurde als Thien Thanh Thi Nguyen in Singapur als Tochter vietnamesischer Eltern geboren. Die Auswirkungen der "Hitler Jugend" würde sie insofern selbst treffen.

      Mit einem funktionierendem Gehirn wäre dies einfach erkennbar. Aber das wäre in dieser Bewegung ja wohl auch die Ausnahme.
      92 2 Melden
    • wololowarlord 20.11.2016 17:28
      Highlight Highlight schaut mal auf twitter was die tila alles so verbreitet, wäre lustig wenn es nicht so traurig wäre..
      28 1 Melden
    • Fabio74 20.11.2016 20:43
      Highlight Highlight @Hoppla: Nur so auch am Rand. Ein grosser Teil der NSDAP-Führung entsprach nicht dem verbreiteten Weltbild...
      8 0 Melden
  • AlteSchachtel 20.11.2016 16:01
    Highlight Highlight Wurde in den Industriestaaten in den letzten Jahrzehnten zu Gunsten der "heiligen" Wirtschaft und deren Lehren in der Schule vielleicht zu viel Geschichtsstoff gestrichen? Oder wie ist es möglich, dass sich Dummheit und historische Ignoranz global derart verbreiten.
    75 2 Melden
    • Lord_ICO 20.11.2016 16:47
      Highlight Highlight Wir sind im postfaktischen Zeitalter, wen interessieren Fakten, es zählen nur Gefühle.
      Die schlechte Qualität der öffentlichen Schulen in den USA, befeuert diesen Trend. Was erwartest du von den Lehrern, wenn sie eine der am schlechtesten bezahlten Jobs des Landes ausüben, viel Qualität kann da nicht vorhanden sein.
      43 1 Melden
    • Maett 20.11.2016 17:00
      Highlight Highlight @AlteSchachtel: das interessiert die Menschen, die wirklich Probleme haben und sich von den nicht erfüllten Versprechen der vergangenen Politikern betrogen sehen doch nicht.

      Sie werden in diversen Ländern beschimpft und machen höchstens mit dem moralischen Zeigefinger Bekanntschaft.

      Die Geschichte hat schon oft gezeigt, dass dadurch Extremismus begründet wird. Da sich die politische Klasse im Recht fühlt wird aber nichts geändert, weswegen sich diese Tendenzen noch weiter verstärken werden. In vielen Ländern.
      10 11 Melden
    • SUP_2 20.11.2016 17:36
      Highlight Highlight @Maett: die entschuldigt Nazitum nicht. Ich bin einverstanden, dass die Verdummung der Menschen, gefördert durch Kürzungen von Schulgeldern und Förderung der sozialen Diskrepanzen zu dieser Entwicklung beiträgt. Aber den Politikern die Schuld zu geben, dass sich die Rechtsextremen wieder vermehren, greift etwas zu kurz und kann dem Verdacht, dass man diese Entwicklung gut findet, zu wenig entgegensetzen.
      20 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • stan1993 20.11.2016 15:54
    Highlight Highlight Krasse Verschwörungstheorie
    12 87 Melden
  • rodolofo 20.11.2016 15:52
    Highlight Highlight Ich glaube, wir und die Medien müssen jetzt aufpassen, dass wir diese Alt-Right-Faschisten durch übermässige Beachtung nicht in gleicher Weise gross machen, wie wir in Ballon-Man Trump Luft geblasen haben, indem wir auf seine Provokationen immer und immer wieder reagiert haben!
    Es ist tatsächlich so, dass wir uns dort hinbewegen, wo wir hin schauen.
    Vielleicht ist das die Lehre, welche wir vom unerwarteten Erfolg der Postfaktischen Bewegung ziehen können:
    Versuche, FÜR etwas zu sein und nicht GEGEN etwas.
    Dass wir gegen Trump und Faschisten sind, ist eh klar.
    Aber FÜR WAS sind wir eigentlich?
    118 4 Melden
    • stan1993 20.11.2016 15:58
      Highlight Highlight Trolle?
      4 30 Melden
    • Antwoord 20.11.2016 16:01
      Highlight Highlight Für eine extremistenfreie Welt.
      49 3 Melden
    • Starfox 20.11.2016 16:07
      Highlight Highlight Wir sind gegen Trump? Wer ist "wir"? Ich bin für Trump, das beste was Amerika passieren konnte. Du musst nicht von dir aus auf andere schliessen.
      17 125 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Moelal 20.11.2016 15:45
    Highlight Highlight Diese kranken Idioten sind das Sinnbild der total degenerierten Gesellschaft. Hier muss eine Null-Toleranz Politik betrieben werden. Das Risiko für eine neue Nazi-Gesellschaft ist am Steigen. Diese endete vor nicht allzu langer Zeit in der grössten humanitären Katastrophe. Leider schreitet wieder die Intelligenz-Degeneration in schnellen Schritten voran.
    94 7 Melden
    • CASSIO 20.11.2016 16:30
      Highlight Highlight Boycott Facebook!
      16 2 Melden
  • Acappucci Stefan Shabbes 20.11.2016 15:42
    Highlight Highlight Mensch sind die blöd!
    62 5 Melden
  • zombie woof 20.11.2016 15:41
    Highlight Highlight Die Braunen kommen
    64 9 Melden
    • Moelal 20.11.2016 16:29
      Highlight Highlight Schrecklich: hier gibt es jemand, der es gut findet, dass diese braunen Faschisten Idioten sich wieder organisieren ( meine den Blitz)
      38 9 Melden
    • SUP_2 20.11.2016 17:41
      Highlight Highlight Wird immer schlimmer, jetzt sinds schon vier
      10 6 Melden

Von wegen Tollwut! Dieser torkelnde Waschbär ist nur betrunken

Die Waschbären taumelten und torkelten – verängstigte Bewohner von Milton im US-Staat West Virginia befürchteten Tollwut und riefen die Polizei. Doch als die Beamten erschienen und einige der Tiere einfingen, entpuppte sich die Angelegenheit als Trunkenheit.

Die Tiere hatten gegorene Holzäpfel gegessen, die schon am Baum fermentiert waren. «Sie sind nun von den Holzäpfeln betrunken», zitierten die Medien am Mittwoch aus einer Mitteilung der Polizei an die Bevölkerung.

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