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Merkel: «Wir lassen uns nicht über den Tisch ziehen» – und Trump schiesst sogleich zurück

11.06.18, 08:20 11.06.18, 09:56


Wie der kanadische Premier Justin Trudeau hat auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel erneut Gegenmassnahmen gegen die US-Metallschutzzölle angekündigt. Sie kritisierte Trumps zurückgenommene Zustimmung zur G7-Gipfelerklärung als «ernüchternd» und «deprimierend».

«Wir lassen uns nicht eins ums andere Mal über den Tisch ziehen. Wir handeln dann auch», sagte Merkel in der ARD-Sendung «Anne Will» am Sonntagabend mit Blick auf die verhängten US-Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium. Die USA hätten rechtswidrig im Sinne der WTO-Regeln gehandelt, die EU werde nun wie angekündigt reagieren – aber im Rahmen der WTO-Regeln. Ausdrücklich verwies Merkel darauf, dass auch Kanada am 1. Juli Gegenmassnahmen ergreifen werde.

epa06788860 German Chancellor Angela Merkel answers a question during a Q&A session of the German parliament Bundestag in Berlin, Germany, 06 June 2018. The head of government has been questioned by members of the German parliament at the Bundestag for the first time in her 13-year tenure.  EPA/HAYOUNG JEON

Die deutsche Bundeskanzlerin zieht nach dem G7-Gipfel Konsequenzen. Die EU wird geschlossen am 1. Juli gegen die verhängten US-Schutzzölle handeln. Bild: EPA/EPA

Diese erneute Ankündigung Trudeaus hatte US-Präsident Donald Trump als Grund genannt, warum er sich von der bereits vereinbarten und veröffentlichen G7-Erklärung wieder distanziert hatte.

EU soll zusammenstehen

Auf die Frage, was die EU tun werde, wenn Trump weiter eskaliere, sagte Merkel: «Dann müssen wir uns wieder überlegen, was wir tun.» Derzeit versuche man noch, etwa Strafzölle auf Autoimporte zu verhindern. Falls die USA neue Zölle verhängen würden, «dann wird die EU hoffentlich wieder genauso gemeinsam agieren wie sie das jetzt auch getan hat». Die EU könne sich nur behaupten, wenn sie zusammenstehe.

Merkel betonte, sie sehe trotz des Verhaltens von Trump kein Ende der G7-Gipfel. Sie würde wieder zu solchen Treffen fahren, weil man reden müsse. «Aber danach die Rücknahme sozusagen per Tweet ist natürlich (...) ernüchternd und auch ein Stück deprimierend», sagte sie zu dem Schritt des US-Präsidenten.

Handelsstreit zwischen den USA und der EU erklärt in 4 Runde:

Video: srf

Merkel hält zu G7-Treffen

Sie sei weiterhin der Ansicht, dass Trump in «vielen Fragen» die Prinzipien und Werte der G7-Staaten teile. «Aber die Kündigung dieses Kommuniqués ist jetzt natürlich schon ein einschneidender Schritt», stellte die Kanzlerin klar. Gleichzeitig machte sie deutlich, an dem Format festhalten zu wollen. Trumps Entscheidung bedeute aus ihrer Sicht auch nicht das Ende der transatlantischen Partnerschaft, sagte Merkel, «aber wir können uns da nicht einfach drauf verlassen.»

Die Kanzlerin äusserte sich zurückhaltend zu dem Vorschlag Trumps, in der G7 alle Zölle und Handelsbeschränkungen abzuschaffen. «Das wäre als Idealfall natürlich toll», sagte sie, aber keine schnelle Lösung des aktuellen Konflikts. Dafür seien «umfangreiche Verhandlungen» erforderlich.

Distanz zu Trumps Politikstil

Deutlich distanzierte sich Merkel von Trumps Politikstil des «America first» ohne Rücksicht auf internationale Bündnisse und Verträge. Sie glaube an «Win-Win-Situationen» durch Zusammenarbeit, betonte Merkel. «Manchmal habe ich den Eindruck, der amerikanische Präsident glaubt daran, dass immer nur einer gewinnt und der andere verliert.»

Merkel warnte zudem vor einem immer weiteren «Anheizen» der Sprache in internationalen Konflikten: «Ich wünsche mir, dass wir sprachlich nicht immer uns weiter aufpumpen.»

Trump poltert weiter

Währenddessen schiesst Trump weiter in alle Richtungen. Nach Kanadas Justin Trudeau trifft es nun Angela Merkel.

"Deutschland zahlt ein Prozent des Bruttoinlandsproduktes (langsam) in Richtung Nato, während wir vier Prozent von einer weit größeren Wirtschaftsleitung zahlen."

Donald Trump auf Twitter

(sda/reu/vom/bal)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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77
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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Slavoj Žižek 11.06.2018 17:29
    Highlight Warum spricht Merkel im Namen der EU? Die EU hat keine offiziellen Vertreter bei den G7.
    6 2 Melden
    • Fabio74 11.06.2018 19:13
      Highlight und? aber die EU ist ein Staatenbund der in dieser Sache gemeinsam handelt
      0 2 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 11.06.2018 14:45
    Highlight Merkels absolues Vasallentum gegenüber der USA hat sich wohl nicht ausgezahlt..
    5 2 Melden
    • Fabio74 11.06.2018 19:13
      Highlight hast ausser diesem Merkel-Hass auch mal was mit Hand und Fuss?
      0 0 Melden
  • Jaspar Stupan 11.06.2018 12:03
    Highlight Wieso kommen die USA immer mit den Rüstungsausgaben von 4% BIP? Wieso will die NATO das alle NATO Länder mehr ausgeben? Nur an diesem Bespiel sieht man das es bei der NATO und bei den USA nicht um "Sicherheit" geht sonder nur um Wirtschaft! Wieso sollen die mehr ausgeben, weil die grössten Waffenproduzenten in den USA sitzen und sich kaputt lachen wie die USA jeden Monat einen neuen Konflikt lostritt und alle dann sagen: "Wir brauchen mehr Sicherherheit, wir brauchen mehr Waffen!" Es würde sicher besser werden würde die USA auch nur 1% ausgeben.
    7 0 Melden
  • JasCar 11.06.2018 11:10
    Highlight Mir tut ja der zukünftige Präsident der USA jetzt schon leid.
    Was der alles wieder gerade biegen muss....
    9 0 Melden
  • Husar 11.06.2018 10:51
    Highlight Die EU haben 2017 für 151 Mia. Dollar mehr Waren in die USA exportiert als von dort importiert. D. h. durch den Handel mit den USA flossen 151 Mia. Dollar in die EU. Deutschland exportierte 65 Mia. Dollar mehr in die USA, als sie von dort importierte.
    Das macht die USA zu einem wichtigen Wirtschaftsmotor der EU.
    D. h. dass die EU 151 Mia. und davon Deutschland 65 Mia. Dollar verlieren könnten durch Einfuhrzölle der USA. Auf der anderen Seite haben die USA nichts zu verlieren, und können nur gewinnen, mindesten 151 Mia. Dollar.
    Trump wäre blöd, wenn er die Einfuhrzölle nicht erheben würde.
    3 5 Melden
    • Fabio74 11.06.2018 19:16
      Highlight im Gegensatz zu Trumps Slalom sind die Zölle der EU WTO-konform und vertraglich fixiert.
      Zweitens Die USA könnten mit Qualität gewinnen und neuen Produkten. Aber nicht mit Strafzöllen was erzwingen
      1 0 Melden
    • Husar 12.06.2018 08:42
      Highlight @Fabio
      Was interessiert die USA die WTO? Die USA können die Vereinbarungen mit der WTO einhalten oder brechen, ganz wie es ihnen gefällt, ohne dass sie schmerzhafte Konsequenzen befürchten müssten. Ganz einfach, weil die Mehrheit der WTO-Mitglieder Vasallenstaaten der USA sind und in der WTO nie gegen die Interessen der USA stimmen würden.
      Klar kann man mit Strafzöllen etwas erzwingen. Das tut z. B. auch die Schweiz ganz fleissig, z. B. zu Gunsten der Bauern.
      0 0 Melden
  • SocialisticCapitalist 11.06.2018 10:29
    Highlight Amerika wurde Wirtschaftlich über den Tisch gezogen
    Es kann durchaus sein das Trump über die Fairnes linie sein Land jetzt anhebt in den Verhandlungen
    Aber wenn die Verhandlungen so Positive verlaufen wie mit China
    Supi
    1 3 Melden
    • Fabio74 11.06.2018 19:18
      Highlight Die grösste Volkswirtschaft der Welt, god's own country liess sich über den Tisch ziehen?
      Danke für den LAcher des Tages
      Verhandeln tut man nicht in dem man andere beleidigt und vor den Kopf stösst
      Aber dein Super-Trump ging als Geschäftsmann mehr als einmal pleite, das heisst er kann den Karren jetzt ja noch mal an die Wand fahren
      2 0 Melden
  • Rumbel the Sumbel 11.06.2018 10:12
    Highlight Frau Merkel. Das ist richtig so, lassen sie sich nicht von Herrn Trump über den Tisch ziehen. Aber leider ist es anderswo schon passiert. Dafür sind sie verantwortlich.
    2 3 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.06.2018 09:58
    Highlight Ich denke Trump und Merkel reden völlig aneinander verbei. Trump ziehlt offensichtlich auf die Zahlungen vieler Europäischer Länder, die weit unter den vertraglich vereinbarten 2% des BIPs sind (hat Obama schon mockiert), gleichzeitig mimmt er den harten Dealmaker für die innenpolitische Stimmung.
    Merkel und die EU fürchten um den regelbassierten Freihandel, den die USA zur Deposition stellt, im Wissen das alle viel zu verlieren haben, die USA aber rein wirtschaftlich besser zugangen kommen würde, weil sie nicht nur die Summe von einzelnen Mitgliedsstaaten ist.
    4 0 Melden
  • Herbert Anneler 11.06.2018 09:33
    Highlight EUROPE FIRST!
    1 5 Melden
  • SeKu 11.06.2018 09:21
    Highlight Wieso wird Merkel hier als Leaderin dargestellt? Sie trotten nur Trudeau hinterher, und auch nur in Worten.
    5 2 Melden
  • durrrr 11.06.2018 09:17
    Highlight Was wir alle nie vergessen dürfen: für die beteiligten Staaten und Regierung wäre ein sogenannter "Handelskrieg" äusserst LUKRATIV! Er spühlt Abermilliarden an Schotter in die Staatskassen. Dass dabei schlussendlich die Verbraucher die Zeche zahlen müssen, interessiert die Spitzenpolitiker etwa so viel wie ein Betonpfeiler. Warum senkt die EU nichtmal die massiven Importzölle für Agrarprodukte? Trumps Gebärden wäre dann kaum noch legitimiert. Damit könnte der Konflikt entschärft werden und die dritte Welt würde nebenbei sehr davon profitieren! Aber lieber Harleys und Bourbon mehr besteuern.^^
    4 0 Melden
  • My Senf 11.06.2018 09:01
    Highlight Nun, das kommt davon wenn man Trump unterschätzt und denkt der ist nach einem Jahr nicht mehr im Amt!

    Jetzt ist fertig gemerkelt!

    Mit der (insbesondere deutschen) Politik der letzten Jahre (NATO Beitrag, Exportüberschuss und schwarze 0) hat sie ganz Europa an die wand gefahren.

    Jetzt muss ganz Europa für die Fehler der deutschen bezahlen 💰 auch die Schweiz!

    Danke 🙏

    Ach ja in Trump ist übrigens immer noch Präsident!
    5 6 Melden
  • Skip Bo 11.06.2018 07:34
    Highlight EU: 10% Zoll auf Importautos
    USA: 2,5% Zoll auf Importautos
    Lösung: Die EU senkt die Zölle.
    Damit könnte Trump eine gewaltige Menge Wind aus den Segeln genommen werden.
    65 94 Melden
    • Hierundjetzt 11.06.2018 07:55
      Highlight Bei den Autos? Also welchen? Lastwagen, Lieferwagen, Personenwagen, Diesel, Benziner oder Elektro?

      Wie sieht es den bei den Dienstleistungen aus?

      Güter des täglichen Bedarfs?

      WTO Ausschreibungen?

      Also...

      Du kannst nicht trumpisch einfach 1 Zoll 1 Produktes rauspicken!
      79 15 Melden
    • Der Rückbauer 11.06.2018 08:16
      Highlight Dann hätte Trump, was er wollte. Und verschone uns vor den monströsen Benzinfressern, die jeweils zwei Parkfelder in Anspruch nehmen.
      62 21 Melden
    • Skip Bo 11.06.2018 08:16
      Highlight Frage an Blitzer: Warum sind hohe EU Zölle besser als hohe US Zölle?
      46 36 Melden
    • DerTaran 11.06.2018 08:29
      Highlight Die Zölle waren insgesamt ausgewogen. Die Unterschiede bei Autos werden mit tieferen Abgaben bei anderen Produkten kompensiert. Das System ist einigermassen in Balance.
      62 21 Melden
    • Astrogator 11.06.2018 08:51
      Highlight 1. Sind alle Zölle bisher WTO-Konform nach Regeln denen auch die USA zugestimmt haben.
      2. Man kann Trump nicht "Den Wind aus den Segeln" nehmen. Trump ist dumm wie geschnitten Brot und Argumenten nicht zugänglich.
      3. Der grösste Teil "deutscher" Autos die in den USA rumfahren werden in den USA gebaut. Wie z.B. auch bei Spuhler und seiner Stadler Rail, er darf zwar Züge für Kalifornien bauen, aber nur wenn er ein Werk in Kalifornien auf die Beine stellt.
      5 1 Melden
    • Domino 11.06.2018 09:11
      Highlight 67% erhebt die EU auf Rindfleisch aus den USA...
      7 0 Melden
    • Fabio74 11.06.2018 09:41
      Highlight Warum? Die Zölle der EU sind vertraglich vereinbart. Warum soll die EU nachgeben?
      2 1 Melden
    • Klaus07 11.06.2018 09:43
      Highlight Die USA und die EU Staaten sind Gründungsmitglieder der WTO 1995. Die von Ihnen ausgeführten Zölle wurden von beiden Länder akzeptiert. Eine einseitige Änderung wiederspricht den Verträgen der WTO. Trump interessieren Verträge nicht. Nur mit einem Zollabbau auf seitens der EU ist das Problem nicht behoben. Trumps strategie ist zuerst zerstören und dann wieder aufbauen, natürlich mit besseren Bedingungen für die USA. Nur so funktioniert Welthandel nicht und wird das ganze System abstürzen lassen ohne dass jemand wirklich einen Vorteil dabei hat. Stoppt diesen Idioten.
      5 2 Melden
    • FrancoL 11.06.2018 09:54
      Highlight Auch schon mal etwas von WTO Vertragen gehört? Das Ganze ist ja nicht ein Selbstbestimmungsladen, der jeden Tag neu eingerichtet werden kann.

      Ich frage mich immer für wie dumm hält man (Du inklusive) die Politiker eigentlich? Denkt man die können sich alle bewegen wie sie wollen, als hätten sie nicht vertragliche Bindungen?

      Es wäre an der Zeit dass man sich etwas mehr über die Themen erkundigt, dann würde es wohl auch logischere Kommentare geben.
      5 3 Melden
    • Klaus07 11.06.2018 10:04
      Highlight Was Trump nie sagt, ist die Tatsache das es ein Handelsdefizit auf wahren gibt, aber auf Dienstleistungen ein Handelsüberschuss von 20 Milliarden.
      3 2 Melden
    • glüngi 11.06.2018 10:51
      Highlight @der rückbauer

      die amerikanischen autos sind wenigstends ehrlich. wenn das 10 liter verbrauch steht dann hat der auch 10 liter verbrauch. nicht wie bei VW, Audio, Porsche welche einem das blaue vom himmel herablügen.
      5 3 Melden
    • PVJ 11.06.2018 11:16
      Highlight Es sind ja nicht die Zölle, warum in D keine US Autos verkauft werden.
      Bei Pickups sieht es übrigens gerade anders herum aus: 25% Importzoll in die USA.:
      https://global.handelsblatt.com/companies/american-cars-dont-sell-germany-hint-not-tariffs-917427
      Die Zölle wiederspiegeln halt die aus Sicht der jeweiligen Länder besonders schützenswerten Industrien. Über alles gesehen haben aber alle Beteiligten einmal ja dazu gesagt.
      4 2 Melden
    • durrrr 11.06.2018 11:29
      Highlight @Hierundjetzt
      Die EU ist um ein VIELFACHES protektionistischer unterwegs! Agrarprodukte (110% über weltmarktpreis), Industrieprodukte, Rohstoffe, Süsstoffe, etc.. pp. So werden zB Solarpanels aus China mit über 50% besteurt! Danach heisst es dann wieder man will auf erneuerbare Energie umsteigen. Völlig Irre! Die EU macht es einfach geschickter als Trump. Man spricht von "Anti-Dumping Massnahmen" und "Umweltvorschriften". Das moralische Gebärden der EU ist unglaubwürdig.

      www.welt.de%2Fwirtschaft%2Fbilanz%2Farticle174697532%2FEuropa-hat-in-vielen-Bereichen-mehr-Zollschranken-als-die-USA.html
      5 2 Melden
    • Fabio74 11.06.2018 11:39
      Highlight Weil die Zölle der EU und Kanada vertraglich definiert und WTO-Konform sind.
      Und weil, wer Verträge ändern will, nicht mit der Keule dreinschlägt
      4 3 Melden
    • Skip Bo 11.06.2018 12:17
      Highlight Danke für die fundierten Antworten. Aber warum sollen die Tarife nicht neu diskutiert werden können, wenn sich allmählich ein Ungleichgewicht zeigt oder aufgrund neuer Technologien sich neue Märkte eröffnen?
      Zum Beispiel die 10% Steuern auf Teslas schützen die deutschen Verbrennerautos.
      5 1 Melden
    • dmark 11.06.2018 12:54
      Highlight @Der Rückbauer:
      Wieso Spritfresser? Der Tesla wäre dann ja auch günstiger. Oder sind das etwa keine Autos?
      3 0 Melden
    • Hierundjetzt 11.06.2018 17:57
      Highlight Durrr: selbstverständlich. Und das ist auch gut so. Nehmen wir doch den Schweizerischen Landwirtschaftssektor. Die USA können aufgrund der riesigen Flächen viel günstiger produzieren. Wenn die Schweiz nun sämtlich Zölle abschafft, haben wir keine Bauern mehr und 15% Arbeitslosigkeit.

      Nur damit Deine Milch neu -.40 / Liter kostet? Nö.

      Der VW Schaden wäre imens.

      Man kann eben nicht nur die Zahlen isoliert betrachten...
      1 1 Melden
    • durrrr 11.06.2018 18:17
      Highlight Leute bleibt doch einfach bei den Fakten. Trump zieht schlicht und einfach nach, was Importzölle betrifft. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist zwar nicht besonders klug, aber es existiert ein Ungleichgewicht ist fast jeder Handelssparte zwischen EU/USA. Dabei lassen sich WTO-Regeln sowieso kinderleicht umgehen mit nicht-tarifären Handelsschranken. Bildet euch nicht ein, Merkel und Co wären in diesem Kindertheater die besseren Engel. Empfehle diesen sachlichen Artikel:

      https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article174697532/Europa-hat-in-vielen-Bereichen-mehr-Zollschranken-als-die-USA.html
      1 2 Melden
    • Fabio74 11.06.2018 19:21
      Highlight @skip Bo man kann immer diskutieren, aber nicht in dem man andere beleidigt und indem man Strafzölle durchdrückt.
      Aber da Trump als Geschäftsmann scheiterte kann er so was banales ja nicht wissen
      4 1 Melden
    • Hierundjetzt 12.06.2018 08:06
      Highlight Merci Fabio74.
      2 1 Melden
    • FrancoL 12.06.2018 09:11
      Highlight @durr; Ich glaube kaum dass man Trump Handlung einfach als "nachziehen" betiteln kann. Es gibt Verträge und die können sicherlich nachverhandelt werden, aber dazu braucht es keine Ein-Mann-Show, sondern 2 Vertragspartner.
      2 0 Melden
    • durrrr 12.06.2018 09:36
      Highlight @Hierundjetzt
      Eine Landwirtschaft kann man auch sinnvoll subventionieren ohne den ganzen Weltmarkt zu verzerren. ZB durch Direktzahlungen, welche an Leistungen gebunden werden, wie in der CH oder über staatliche Versicherungen, wie in den USA. Dafür braucht man nicht den ganzen Markt durch hohe Zölle abzuschotten.
      Aber ich lese raus: Europas Protektionismus ist "gut so" und natürlich völlig "WTO-Konform", aber die doofen Amis sollen ja nicht auf die Idee kommen ihre Zölle auch zu erhöhen um ihre Arbeitslosigkeit zu mindern. Das grenzt implizit fast schon an Ressentiments.
      0 0 Melden
  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 11.06.2018 06:52
    Highlight Trudeau trägt falsche Augenbrauen 😂🤣🤭🤭

    http://www.20min.ch/panorama/news/story/14405581

    Team Trump oder Trudeau??? Sollte nun für die meisten wohl auch klar sein!
    19 211 Melden
    • Ichiban 11.06.2018 07:47
      Highlight Augenbrauen gegen toupet - go eyebrows
      113 11 Melden
    • INVKR 11.06.2018 08:20
      Highlight Und Trump trägt ein Toupet. So what?
      77 11 Melden
    • swisskiss 11.06.2018 08:23
      Highlight Goldjunge: Dümmliches Groupietum und Fanverhalten zeigt Deine unglaubliche geistige Grösse. Bei einem solchen Thema über Augenbrauen diskutieren zu wollen, ist nur noch grenzdebil.

      Damit hast Du Dich endgültig aus dem Kreis der Kommentatoren rausgekegelt, die eine Replik verdienen.

      Das ist die letzte Antwort von mir auf einer Deiner Kommentare.

      Schlichte Trolle zu füttern, ist nicht meine Intention.

      Du und der andere ,,,junge werden ab sofort ignoriert.
      152 20 Melden
    • Jein 11.06.2018 08:29
      Highlight Trump hat ja gar keine Schönheitsoperationen gehabt oder, sieht ganz naturlich aus.

      Nur etwas ist sicher, Team Goldjunge bin ich sicher nicht.

      68 10 Melden
    • Saraina 11.06.2018 08:46
      Highlight Ja wenn einem sonst nichts mehr einfällt....
      75 8 Melden
    • Herbert Anneler 11.06.2018 09:35
      Highlight Lieber falsche Augenbrauen statt ein Ersatzhirn aus Stroh!
      57 8 Melden
    • Fabio74 11.06.2018 09:42
      Highlight Mehr bietest nicht. Die Welt ist nicht schwarz weiss. Überlass dir deine Feuchten Trump-Träume
      43 11 Melden
  • BeatBox 11.06.2018 06:32
    Highlight Aha, komplett Abschaffen will sie die Handelsbeschränkungen auch nicht, da hat die EU halt auch schon zu viele Strafzölle ;-)

    Deutschland verteidigt seinen Exportüberschuss bis ins Letzte, aber es ist klar kommt da irgendwann mal Druck!
    73 124 Melden
    • swisskiss 11.06.2018 07:44
      Highlight Beat Box: Ein Strafzoll ist nicht per se verboten oder negativ. Damit sanktioniert ein Land Importe aus Ländern, die gegen die Anti Dumping- und Anti Subventionsregeln der WTO verstossen. Es ist laut WTO verboten, dass ein Land seine Industrie mit versteckten oder offenen Subventionen unterstützt und das Produkte zu Dumpingpreisen verkauft werden um Kokurrenz zu schädigen.

      Alles Andere ist Verhandlungssache auf bilateraler oder multilateraler Ebene.

      67 3 Melden
    • Hierundjetzt 11.06.2018 07:59
      Highlight „Deutschland“ aha. Die Zölle gelten für 47 EU Länder.

      Und wer ist den einer der grösste Autozulieferer? Hmmm? Richtig, die Schweiz. Und wir sind dann also gar nicht voms US Zoll betroffen? Naaaain. Iwooo. Weil Schwiz? 😂😂😂😂😂

      Bitte nicht immer reflexartig einfach was schreiben
      65 8 Melden
    • rodolofo 11.06.2018 10:48
      Highlight Wie hart diese Deutschen mit Merkel und ihren CDU/CSU-Hardlinern jeweils verhandeln, wissen die "Südländer", v.a. die Griechen und ... Italiener(!) nur allzu gut...
      Und mit den Italienern ist auch der Spaltpilz angesprochen, welcher den von Deutschland und Frankreich angeführten EU-Einheits-Block sprengen wird.
      Noch interessanter ist die wieder entdeckte Liebe zwischen Trump und Putin, die ein gemeinsames Interesse haben, die Europäische Union zu schwächen.
      Die USA haben bereits Gross Britannien und Italien "herausgelöst", und Russland hat Ungarn, Polen und Tschechien "herausgelöst".
      1 1 Melden
    • BeatBox 11.06.2018 11:11
      Highlight @Hierundjetzt: Einer der grössten Autozulieferer für die USA? Zahlen bitte! Wir sind grosser Autozulieferer für Deutschland, das ist klar. Und wir sind somit auch von den Strafzöllen betroffen. Mir ist nicht klar, wo ich irgendetwas dazu geschrieben habe, was die Strafzölle für die Schweiz bedeuten, also nicht immer reflexartig einfach was schreiben...

      1 1 Melden
    • BeatBox 11.06.2018 11:13
      Highlight @swisskiss: Das ist eben Verhandlungssache und so "verhandelt" der Trumpel nunmal, wird sich nicht mehr ändern. Der Handelskrieg ist entfesselt, ich weis nicht ob das irgendwie gut ausgehen kann!

      Deutschland weis aber auch nur zu gut wie fragil ihr Billiglohnsystem geworden ist, wenn sie ihren Exportüberschuss einschränken müssen wirds haarig und die sozialen Unruhen werden schwer zu handeln werden.
      2 0 Melden
    • Fabio74 11.06.2018 19:22
      Highlight dumm dass die EU sich diesen "VERhandlungsstil" nicht bieten lässt.
      0 0 Melden
  • N0pe 11.06.2018 06:22
    Highlight «Manchmal habe ich den Eindruck, der amerikanische Präsident glaubt daran, dass immer nur einer gewinnt und der andere verliert.» - Sehr treffend auf den Pubkt gebracht.
    329 25 Melden
    • Astrogator 11.06.2018 06:38
      Highlight Stimmt ja auch so wie er Dinge angeht. Die Weltwirtschaft wird sich neue Märkte suchen und den Handel ausbauen, die USA verlieren.
      Mexiko und Kanada hsben bereits angekündigt im schlimmsten Fall ohne die USA weiter zu verhandeln. Nach dem Austritt der aus dem pazifischen Handelsabkommen haben die Staaten angekündigt dann eben die Beziehungen zu China auszubauen. Die EU, spezifisch Österreich hat mit China erstaunlich unkommentiert von der Presse die neue Seidenstrasse, eine direkte Güterzugverbindung China-Österreich gebaut und vor wenigen Wochen in Betrieb genommen.
      Die Welt dreht sich weiter
      133 8 Melden
    • yanoi 11.06.2018 09:33
      Highlight die weltwirtschaft wird sich neue märkte suchen 😂😂😂...
      15 5 Melden
  • Bivio 11.06.2018 01:34
    Highlight Man kann Trumps Politstil missbilligen, jedoch muss man sagen, dass er in dieser Frage Recht hat. Mehrer Ökonomen (u.a. Prof Sinn) haben klar dargelegt, dass die EU im Falle der Schutzzölle der "Bösewicht" ist. Die EU erhebt viel stärkere Zölle auf amerik. Produkte. Der Streit wäre sehr schnell beigelegt, falls die EU ihre Zölle auf das selbe Niveau wie die USA senken.
    Aber wie gesagt, die EU profitiert von Zöllen, da diese direkt in den EU-Haushalt fliessen. Von daher hat die EU durchaus ein gewisses Interesse an einer Eskalation.
    71 163 Melden
    • Astrogator 11.06.2018 06:39
      Highlight Alle bisherigen Zölle sind WTO-konform und entsprechen den Regeln denen auch die USA zugestimmt haben.
      136 18 Melden
    • BeatBox 11.06.2018 07:08
      Highlight Blitzen geht halt einfacher als argumentieren. EU-Protektionismus ist eben nicht dasselbe wie America First 😉 Wenn zwei das gleiche tun...
      46 122 Melden
    • reconquista's creed 11.06.2018 07:25
      Highlight Und was sagen diese Experten dazu dass Trump das Ganze mit der nationalen Sicherheit der USA begründet? Oder dass sein Vorgehen gegen intern. Recht verstösst? Man muss ein Thema schon gesamtheitlich analysieren und nicht einen Punkt/eine Zahl isoliert bewerten.
      Was ist mit Branchen bei denen die USA höhere Zölle hat?
      Wir sind nicht im Wilden Westen.
      137 10 Melden
    • swisskiss 11.06.2018 07:57
      Highlight BeatBox: Gegen Protektionismus sind Freihandlsabkommen angedacht, die gegenseitige Marktbeschränkungen abschaffen.

      Das Trump nicht auf gleich lange Spiesse setzt, sondren klar einen Vorteil für die USA durchdrücken will, zeigt die Aufkündigung von TPP, der Stillstand bei TTIP und bei NAFTA.

      Wer auf gleichwertige Rahmenbedingungen beim Handel pocht, hat zu verhandeln und nicht zu erpressen.

      Das Trump dies immer noch nicht begriffen hat, erstaunt schon sehr, da er in seiner 40 jährigen Berufstätigkeit mit diesen Erpressungsversuchen in mehr als 2 Dutzend Fällen grandios gescheitert ist.
      73 3 Melden
    • FrancoL 11.06.2018 08:19
      Highlight Das scheint Gefallen zu finden.
      Es scheint vielen zu passen dass Verträge als Makulatur betrachtet werden. Bedenkliche Entwicklung.
      65 6 Melden
    • Astrogator 11.06.2018 08:45
      Highlight @BeatBox: Die EU und Kanada halten sich an WTO-Regeln, die USA nicht. Inwiefern ist es dasselbe?
      Argumentieren sie bitte 😉
      68 5 Melden
    • FrancoL 11.06.2018 08:55
      Highlight @swisskiss: die die scheitern suchen den Fehler meistens bei den anderen und da leider unsere Rechtssprechung gerade bei Konkursen fast nur die monetäre Seite aufarbeitet und weniger die Verantwortlichkeiten, habe Individuen wie Trump kaum Bedenken zu ihrer Unfehlbarkeit.
      27 5 Melden
    • Fabio74 11.06.2018 09:44
      Highlight Ihr rechts aussen seid faktenresistent. Die Zölle der EU sind WTO-Konform und vertragluch geregelt. Die Zölle Kanadas im NAFTA-Abkommen geregelt.
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    • Bivio 11.06.2018 09:49
      Highlight Ich finde es witzig, wie hier geblitzt wird. Es darf einfach nicht sein, dass Trump Recht hat. Selbst das Trump-kritische SRF hat einen lesenswerten Artikel dazu verfasst.

      https://www.srf.ch/news/wirtschaft/importzoelle-im-vergleich-trump-hat-nicht-ganz-unrecht

      Aber wie gesagt, es ist einfacher "Fuck Trump" zu rufen als die Dinge zu hinterfragen und vertieft zu analysieren. Und das von Leuten, welche sonst immer alles hinterfragen wollen.
      Vermutlich ist es zu gefährlich, da man sonst herausfinden würde, dass Trump und/oder andere "Schurken" hie und da Recht haben.
      20 48 Melden
    • reconquista's creed 11.06.2018 09:53
      Highlight Beatbox, wenn sie von andern Argumente fordern, sollten sie selbst welche liefern.
      Und nein, Schlagworte aufzählen gehört nicht dazu.
      Und nein, eine blosse Zolldifferenz ist auch kein Argument für einen erneuten Vertragsbruch.
      Denn es geht nicht, nach Lust und Laune Strafzölle mit der Begründung/Ausrede der nat. Sicherheit zu erheben und dabei gegen intern. Recht zu verstossen. Was wenn das alle machen?
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    • FrancoL 11.06.2018 10:00
      Highlight @Bivio: Es geht nicht um "fuck Trump" es geht um geregelte Zölle, die in den WTO Verträgen oder NAFTA-Verträgen geregelt sind.
      Wen wir alle Verträge die existieren stilllegen wollen dann sind wir wohl schnell einmal in einem grösseren Konflikt eingebunden.
      Aber es scheint ja Mode zu sein Verträge nicht einhalten zu wollen oder die Verträge die der Vorgänger abgeschlossen hat als nichtig zu erklären.
      27 5 Melden
    • reconquista's creed 11.06.2018 10:05
      Highlight Bivio, ich rate ihnen, sich den Unterschied zwischen "Trump hat Recht" (ihre Aussage) und "Trump hat nicht ganz Unrecht" (Aussage SRF und alle anderen Kommentatoren hier) zu überlegen.
      Dabei können die vorhandenen und inhaltlich reichhaltigen Antworten auf ihren Kommentar helfen.
      26 4 Melden
    • swisskiss 11.06.2018 10:18
      Highlight Bivio: Schon erstaunlich, dass du der Diskussion offensichtlich nicht ganz folgen kannst.

      Es geht doch nicht um den Fakt, dass es viele Handelsprodukte gibt, die eine Harmonisierung von Zöllen erfordern, sondern das Handeln Trumps.

      Kannst Du vestehen und begreifen, dass für solche Probleme eine Verhandlung zu erfolgen hat und nicht eine Erpressung mit Strafzöllen?

      Kannst Du den Unterschied erkennen, wie man auf internationaler Ebene solche Probleme angeht und den Massnahmen Trumps?

      Vertiefete Analyse von Anderen zu fordern, bei Deiner Schlussfolgerung der Kritik an Trump ist nur absurd.
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    • BeatBox 11.06.2018 10:49
      Highlight Meine Argumente werden im oben verlinkten srf link eigentlich gut wiedergegeben. EU-Fans haben daran eben keine Freude. Der Hanelskrieg hat begonnen, und wir werden darunter alle leiden, wie alle anderen, die nicht unter den 1% sind.

      Ob die Schutzzölle (oder anti-dumping Massnahmen, je nach sprech) irgendeinem Land guttun, das kann ich nicht sagen. Dass die Absicht bei der USA und der EU die gleiche ist, nämlich einheimische Arbeitsplätze zu sichern, kann doch bei bestem Willen niemand bestreiten. Dies ist nunmal Protektionismus, egal ob von irgendeiner Organisation bestätigt oder nicht.
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    • Fabio74 11.06.2018 11:41
      Highlight @bivio Mich nervt dein Gejammer. Es gibt hier viele die erklären warum die EU- Zölle legitim sind. Und WTO-konform
      Anstatt rumzujammern, solltest du dich damit auseinanderzusetzen
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