International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Putin: «Wir sind nicht an einer Konfrontation mit den USA interessiert»



abspielen

Putins Rede in voller Länge. Video: YouTube/RT

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die USA in seiner Rede an die Nation vor einem weiteren Konfrontationskurs gegenüber Russland und vor einem Rüstungswettlauf gewarnt. «Wir sind nicht an einer Konfrontation mit den USA interessiert», sagte er am Mittwoch.

Washington solle sich gut genug die Schnelligkeit und die Reichweiten russischer Waffensysteme ansehen, ehe es über neue Rüstungsschritte entscheide, die Moskau als Bedrohung auffassen müsse, ergänzte Putin vor Hunderten Politikern und Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und Religion in Moskau.

Russland werde mit seinen Raketen nicht nur mögliche Stationierungspunkte etwa in Polen oder Rumänien ins Visier nehmen, sondern auch die Zentralen jener Länder, in denen die Entscheidungen getroffen würden. «Die Antwort unseres Landes wird immer wirksam und effektiv sein», sagte er.

Kritik an INF-Ausstieg bekräftigt

Putin kritisierte erneut den Ausstieg der USA aus dem INF-Abrüstungsvertrag, der den Besitz landgestützter atomarer Mittelstreckenwaffen mit Reichweiten zwischen 500 und 5500 Kilometern untersagt. «Das spitzt die internationale Sicherheitslage stark zu und führt zu ernsten Bedrohungen für Russland», sagte er.

Dabei betonte Putin, dass sein Land gerüstet sei. Schon in diesem Frühjahr werde Russland das erste Atom-U-Boot mit dem unbemannten Waffensystem «Poseidon» zu Wasser lassen. «Die Arbeit läuft nach Plan», sagte er.

Putin macht eine Instastory

abspielen

Video: watson/Emily Engkent

Es war Putins 15. Rede an die Nation, die sich zu einem kurzen Teil am Ende um die internationale Politik drehte. Schwerpunkte lagen in der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes.

Lebensbedingungen verbessern

Putin versprach seinen Landsleuten eine steigende Lebensqualität in den kommenden Jahren. «Wir können nicht warten, die Situation muss sich jetzt bessern», sagte er. «Noch in diesem Jahr sollten die Verbesserungen zu spüren sein.»

Putin nannte eine Reihe von Massnahmen, mit denen der Lebensstandard in Russland verbessert werden soll, und sprach dabei auch die sinkende Geburtenrate an. Unter anderem soll es Zuschüsse für Kinder und Steuersenkungen für grosse Familien geben. «Das Prinzip sollte sein: Je mehr Kinder, desto weniger Steuern», sagte Putin.

«Die Einkommen der russischen Familien sollten natürlich steigen», sagte Putin. Viele Russen sind verärgert über die wachsende Armut im Land. Eine von Putin vorangetriebene Rentenreform, mit der das Renteneintrittsalter angehoben wurde, liess die Zustimmungsraten für den Präsidenten sinken.

Beliebtheit sinkt

In einer Meinungsumfrage des unabhängigen Levada Center im Januar lag die Zustimmung für Putin bei 64 Prozent, die niedrigste in den vergangenen fünf Jahren. Putin war im März mit knapp 77 Prozent wiedergewählt worden. Seine vorherige Amtszeit war von einer Verschlechterung der Lebensbedingungen für viele Russen geprägt. (sda/dpa/afp)

Gebt Putin Mädels und er strahlt wie ein Maienkäfer

Alles rund um Putin

Wie Putin den Nationalismus entdeckte – und was das für den Westen bedeutet

Link zum Artikel

7 Gründe, weshalb er der gefährlichste Mann der Welt ist

Link zum Artikel

Cold War reloaded: Wenn Blicke töten könnten

Link zum Artikel

Putin und Trump haben je einen Neuen – und mit denen wird's jetzt richtig gefährlich

Link zum Artikel

Wirtschaftskrieg mit Russland: Wie stark ist Putins neue Rote Armee?

Link zum Artikel

Können wir uns die Amerika-Hasser noch leisten?

Link zum Artikel

Warum gibt es immer noch Linke, die Putin feiern?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Alles rund um Putin

Wie Putin den Nationalismus entdeckte – und was das für den Westen bedeutet

97
Link zum Artikel

7 Gründe, weshalb er der gefährlichste Mann der Welt ist

268
Link zum Artikel

Cold War reloaded: Wenn Blicke töten könnten

19
Link zum Artikel

Putin und Trump haben je einen Neuen – und mit denen wird's jetzt richtig gefährlich

74
Link zum Artikel

Wirtschaftskrieg mit Russland: Wie stark ist Putins neue Rote Armee?

5
Link zum Artikel

Können wir uns die Amerika-Hasser noch leisten?

6
Link zum Artikel

Warum gibt es immer noch Linke, die Putin feiern?

13
Link zum Artikel

Alles rund um Putin

Wie Putin den Nationalismus entdeckte – und was das für den Westen bedeutet

97
Link zum Artikel

7 Gründe, weshalb er der gefährlichste Mann der Welt ist

268
Link zum Artikel

Cold War reloaded: Wenn Blicke töten könnten

19
Link zum Artikel

Putin und Trump haben je einen Neuen – und mit denen wird's jetzt richtig gefährlich

74
Link zum Artikel

Wirtschaftskrieg mit Russland: Wie stark ist Putins neue Rote Armee?

5
Link zum Artikel

Können wir uns die Amerika-Hasser noch leisten?

6
Link zum Artikel

Warum gibt es immer noch Linke, die Putin feiern?

13
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

31
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Flexon 20.02.2019 20:01
    Highlight Highlight Putin, ein Mann ein Wort.
  • JackMac 20.02.2019 19:44
    Highlight Highlight Er markiert zumindest Stärke. Genau das, was seine Leute hören wollen.
    Sein Gegenspieler vraucht in der selben Zeit 2 Liter Haarspray und baut eine Mauer.

    Europa sollte sich auf die gemeinsamen Wurzeln mit Russland besinnen und die Versöhnung und Annäherung suchen.
    Ein grosser Teil von russland gehört zu Europa.

    Die EU und Resteuropa müssen sich von den USA emanzipieren. Schmeisst die Bodentruppen und Rakteten raus. Dann klappt es auch wieder mit dem Nachbarn!
    • Stormrider 21.02.2019 03:37
      Highlight Highlight Gemeinsame Wurzeln mit einem autokratischen Staat in dem die korrupte Staatsmafia um einen Diktator herrscht?
  • Idiot 20.02.2019 19:06
    Highlight Highlight Also ich wäre dafür, dass die westschweiz russland einlädt einen raketenstandort zu bauen. Aus neutralitäts gründen, muss die ostschweiz, natürlich einen amerikanischen stützpunkt bekommen!

    Nur um den fnord aufrecht zu halten... und natürlich for the lulz!1!!!
    • Wander Kern 20.02.2019 22:56
      Highlight Highlight Endlich mal ein vernünftiger Lösungsansatz. Die Chinesen könnten sich im Tessin breit machen, Nordkorea darf im Engadin weiterwursteln und Herrliberg wird zur demilitarisierten Zone. während die Ruag unter Frau Gössi biogasbetriebene Raketentriebwerke an alle verkauft.
  • Mr. Spock 20.02.2019 16:29
    Highlight Highlight Wahlen!?
    Benutzer Bild
  • Snegurotschka 20.02.2019 15:11
    Highlight Highlight Putin spielt immer die gleiche langweilige Platte ab: Militärische Abschreckung und in Aussicht gestellte Verbesserung des Lebensstandards. Ohne tiefgreifende Reformen und mehr Demokratie kommt Russland wirtschaftlich nie auf einen grünen Zweig.
    • _kokolorix 20.02.2019 17:37
      Highlight Highlight Das militärische Säbelrasseln soll ja auch nur vom wirtschaftlichen Versagen ablenken und die Oligarchie in die nächste Runde retten. Aber mit Trump als Mitspieler könnte trotzdem mal ein Schuss abgehen...
    • Wander Kern 20.02.2019 22:50
      Highlight Highlight Das hat man auch mal über China behauptet...
    • Stormrider 21.02.2019 03:55
      Highlight Highlight Ja, aber Russland hat weder Erfahrung mit der Demokratie noch mit einer freien Marktwirtschaft. Und bei anhaltend tiefen Oelpreisen wird es ihnen nicht besser gehen. Das heisst für Putin er muss mit einem externen Feind von den internen Problemen ablenken um das Wichtigste für sich zu erreichen: Machterhalt und mafiöse Bereicherung. Das hat schon Macciavelli begriffen und das hat sich nicht geändert.
  • _kokolorix 20.02.2019 15:01
    Highlight Highlight Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, dass Donald Trump genau nach Kreml-Drehbuch agiert. Russland bedauert den Ausstieg aus dem Vertrag und gibt im gleiche Satz zu gegen ihn verstossen zu haben.
    Putin droht unverhohlen damit Europa und die USA mit Raketen zu beschiessen. Und all seine Follower bejubeln ihn als Friedenstaube, WtF. Wer zum Geier hat die letzten 40 Jahre damit gedroht Russland anzugreifen? Niemand. Nur der Obermafiosi im Kreml sieht sich alle Jahre genötigt uns offen mit Krieg zu drohen und seine unmittelbaren Nachbarn damit zu überziehen
    • DerTaran 20.02.2019 16:25
      Highlight Highlight «Russland bedauert den Ausstieg aus dem Vertrag und gibt im gleiche Satz zu gegen ihn verstossen zu haben.» Das habe ich genau gleich interpretiert.
    • Liselote Meier 20.02.2019 16:29
      Highlight Highlight Du weisst aber schon was ein U-Boot ist?
      Das ist so ein Vehikel, welches im Meer unter Wasser schwimmt. Der INF-Vertrag verbietet landgestützte Flugkörper mit bestimmter Reichweite, so wie es die Pershing II war oder RSD-10 waren. Erste Falschaussage von dir.

      2019 - 40 Jahre wären wir im Jahre 1979. Kalter Krieg schon mal davon gehört? Bis Ende der 80er, bedrohte man sich Gegenseitig mit der nuklearen Vernichtung. Zweite Falschaussage von dir.

      Die europäischen Staaten müssen sich von den USA militärisch Emanzipieren, damit Europa nicht bei dem Aufrüstungsspielchen mitmachen muss.
    • DerTaran 20.02.2019 17:05
      Highlight Highlight Wenn «Die europäischen Staaten müssen sich von den USA militärisch Emanzipieren, ...» eintreffen soll, dann muss Europa leider sein eigenes Aufrüstungsspielchen spielen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 20.02.2019 14:57
    Highlight Highlight Mir schwant übles.

    Die Rethorik, die Rahmenbedingungen. Hatten wir in Europa alles schon vor etwas mehr als 100 Jahren.
    • Stormrider 21.02.2019 03:48
      Highlight Highlight Genau, gewisse Muster wiederholen sich immer in der Geschichte. Nach der geschichtlich einmalig langen Friedenszeit seit dem 2.Weltkrieg glauben viele tatsächlich, das werde immer so bleiben.
  • Whitchface 20.02.2019 14:44
    Highlight Highlight Wirklich eine Schande, dass sich Trump aus dem INF zurückgezogen hat. Schlussendlich sind die ICBM wohl die effizienteste Friedensförderung (MAD-Effekt) die es gibt, aber dafür reichen ein paar- es braucht nicht tausende. Wiederum spielt es auch keine grosse Rolle- so etwas wie einen "kleinen" Atomkrieg gäbe es wohl sowieso nie.
    • Stormrider 21.02.2019 03:51
      Highlight Highlight Taktische Atomwaffen können durchaus für einen „kleinen“ Atomkrieg eingetzt werden. Das ist nie passiert weil die USA mit einem massiven vernichtenden Gegenschlag mit strategischen Atomwaffen drohte. Sobald diese Drohung weg oder nicht mehr glauwürdig ist, wird es den Einsatz von taktischen Atomwaffen geben, zum Beispiel zur Erpressung von anderen Staaten. Oder glaubt noch jemand, dass autokratische Länder wie Russland davor zurückschrecken würden, wenn Sie nicht wüssten, dass es sofort zurückschlägt?
    • Whitchface 21.02.2019 14:28
      Highlight Highlight Genau darum geht es ja beim mutual assured destruction, die Atomwaffen sind die allerletzte Rückversicherung. Und nein, es gibt keinen Grund davon auszugehen, dass Russland Atomwaffen einsetzen würde. Tatsache ist und bleibt: Die Amerikaner sind die einzige Nation, die jemals Atomwaffen gegen ein anderes Land eingesetzt hat, aber das wird gern übersehen. Vergleicht man die Kriege Russlands nach 1991 mit denen der USA, stellt man schnell fest, wer wirklich der Kriegstreiber ist. Natürlich ist Putin ein Despot, aber das gibt einem nicht das Recht die Fakten auszublenden.

«IS»-Terroristen nutzen Chaos nach türkischer Invasion

In Nordsyrien mehren sich seit Beginn der türkischen Offensive Berichte von Aktionen der Terrormiliz «IS». Mehrere Extremisten sollen aus einem Gefängnis ausgebrochen sein, zwei Bombenanschläge wurden gemeldet.

Experten und Beobachter hatten vor diesem Szenario gewarnt: Wenn die Amerikaner aus Nordsyrien abziehen und die Türkei gegen die syrischen Kurden vorrückt, droht die Terrormiliz «IS» wieder an Stärke zu gewinnen. Nun scheint es, als könnten diese Befürchtungen wahr werden.

Seit dem Beginn der türkischen Militäroffensive gegen die kurdische Miliz YPG im Nordosten Syriens mehren sich Berichte, wonach die Dschihadisten die Gunst der Stunde zu nutzen versuchen. In der Stadt Kamischli an der …

Artikel lesen
Link zum Artikel