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epa07213567 US President Donald J. Trump gestures as he speaks during a Hanukkah reception in the East Room of the White House in Washington, DC, USA, 06 December 2018.  EPA/Oliver Contreras / POOL

Bild: EPA/SIPA USA POOL

Der Iran feiert 40 Jahre Revolution – oder wie Trump es nennt: «40 Jahre des Versagens»



Zum 40. Jahrestag der Islamischen Revolution im Iran hat US-Präsident Donald Trump die Führung in Teheran harsch kritisiert. «40 Jahre Korruption. 40 Jahre Unterdrückung. 40 Jahre Terror», schrieb Trump am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

«Das Regime im Iran hat nur 40 Jahre des Versagens hervorgebracht.» Das seit Langem leidende iranische Volk verdiene eine «bessere Zukunft». Die Botschaft wurde auch auf Persisch veröffentlicht.

Ähnlich hatte sich zuvor bereits Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton geäussert. Bolton sprach auf Twitter von «vier Jahrzehnten des Versagens und der gebrochenen Versprechen». Die iranische Führung habe sich nicht an ihre Zusagen gehalten, die Rechte der Bürger zu schützen.

Das «iranische Regime» müsse sein Verhalten ändern, forderte Bolton. Letztlich liege es aber «am iranischen Volk, über die Richtung seines Landes zu entscheiden». Die US-Regierung unterstütze den «Willen» der iranischen Bevölkerung und wolle dafür sorgen, dass ihre «Stimmen» gehört würden, erklärte der Trump-Berater.

Trump zog Schraube an

Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind in den 40 Jahren seit der Revolution konfliktreich verlaufen. Seit 1980 unterhalten die beiden Staaten keine diplomatischen Beziehungen mehr.

Unter dem früheren US-Präsidenten Barack Obama war eine gewisse Entspannung eingetreten, als 2015 nach langen Verhandlungen das internationale Abkommen zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms geschlossen wurde. Trump kündigte das Abkommen dann aber im vergangenen Mai einseitig auf und zog seither die Schraube der Sanktionen gegen den Iran wieder kräftig an.

In die Rezession gerutscht

Damit will der US-Präsident Teheran zu weiteren Zugeständnissen bei seinem Atomprogramm und zum Rückzug aus Syrien, dem Jemen und dem Irak zu zwingen. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) war der Iran im vergangenen Jahr in die Rezession abgerutscht.

FILE - In this Feb. 18, 1979 file photo, Palestinian Liberation Organization leader Yasser Arafat, right, kisses Ayatollah Ruhollah Khomeini, left, during a meeting in Tehran, Iran. Forty years ago, Iran's ruling shah left his nation for the last time and an Islamic Revolution overthrew the vestiges of his caretaker government. The effects of the 1979 revolution, including the takeover of the U.S. Embassy in Tehran and ensuing hostage crisis, reverberate through decades of tense relations between Iran and America. (AP Photo, File)

Ayatollah Khomeini mit Jassir Arafat im Februar 1979. Bild: AP/AP

Der 11. Februar 1979 markiert nach offizieller iranischer Lesart den Triumph der Revolution unter Führung von Ayatollah Khomeini, da an diesem Tag die Streitkräfte nach tagelangen Strassenkämpfen mit den Revolutionären kapituliert hatten. Der 40. Jahrestag ist von besonderer symbolischer Bedeutung, da in der islamischen Kultur 40 Jahre als Alter der Reife gelten. Der Jahrestag wurde in Teheran und anderen Städten des Landes gross gefeiert. (sda/afp)

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Leider Geil 12.02.2019 09:49
    Highlight Highlight Naja, der Iran hat wohl zumindest weniger Schaden angerichtet in 40 Jahren als die USA, denen selbst der Schaden im Iran angerechnet werden kann.
  • Butzdi 12.02.2019 09:42
    Highlight Highlight Tja, hätten die Amis 1953 den demokratisch gewählten Präsidenten Mossadeq nicht von einem durch den CIA inszenierten Aufstand geputscht, wäre der diktatorische Shah nie passiert und die Mullahs hätten nie an die Macht kommen können. Und das alles, weil die USA nicht verstehen konnten, dass der Iran sein Öl selber fördern und verkaufen wollte.
    Dass Ignorant Trump nun das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt hat bestätigt, dass die aktuelle Regierung kein Interesse an einer Lösung im Nahen Osten hat und dies ist kein gutes Zeichen. Schurkenstaten wie Saudi Arabien werden dagegen unterstützt. Sad!
  • 3klang 12.02.2019 08:54
    Highlight Highlight Diesen Artikel zu kommentieren scheint nicht so attraktiv zu sein. Obs wohl daran liegt, dass man Trump ausnamsweise nicht kritisieren kann?
  • JJ17 12.02.2019 07:45
    Highlight Highlight Naja ganz ehrlich, da muss ich Trump recht geben.
  • MitchMossad 12.02.2019 06:55
    Highlight Highlight Da gebe ich Ihm recht!
  • AquaeHelveticae 12.02.2019 06:16
    Highlight Highlight Die Aussage wird wohl nicht ganz falsch sein. Aber hätten die Amerikaner ein paar Jahre früher nicht den Schah unterstützt wäre es eventuell nie zu diesem gewaltigen Rückschritt für das Iranische Volk gekommen.
  • Olmabrotwurst 12.02.2019 06:12
    Highlight Highlight Naja selber schuld wenn die USA den Demokratisch gewählten Präsidenten des Iran durch einen tyrannischen Diktator ersetzten und es dem Volk halt nicht passte
  • Muselbert Qrate 12.02.2019 05:44
    Highlight Highlight 40 Jahre Unterdrückung der Frauen!
    40 Jahre religiöser Wahn!

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