International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Venezuela's self-declared interim leader Juan Guaido speaks to supporters in a public plaza in Las Mercedes neighborhood of Caracas, Venezuela, Saturday, Jan. 29, 2019. Venezuela's political showdown moves to the United Nations where a Security Council meeting called by the United States will pit backers of President Nicolas Maduro against the Trump administration and supporters of Guaido. (AP Photo/Rodrigo Abd)

Juan Guaidó darf Venezuela nicht verlassen – doch der selbsternannte Übergangspräsident zeigt sich unbeeindruckt. Bild: AP/AP

Guaidó ruft EU zu Sanktionen auf – Oberstes Gericht verhängt Ausreisesperre gegen ihn



Venezuelas Oberster Gerichtshof hat eine Ausreisesperre gegen den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó verhängt. Das Gericht fror am Dienstag auch die Konten des Oppositionsführers und Parlamentspräsidenten ein.

Das Gericht folgte damit einem Antrag des venezolanische Generalstaatsanwalts. Guaidó hatte sich zuvor unbeeindruckt gezeigt. Das Vorgehen des Generalstaatsanwalts reihe sich ein in die Drohgebärden gegen ihn und das Parlament, das von der Opposition dominiert wird, sagte der 35-Jährige.

Juan Guaidó erklärt sich zum Staatschef Venezuelas

abspielen

Video: srf

In Venezuela tobt ein Machtkampf zwischen Staatschef Nicolás Maduro und Guaidó, der sich am Mittwoch zum Übergangspräsidenten erklärt hatte. Die USA und mehrere andere Staaten erkannten Guaidó an. Russland und China unterstützen aber weiterhin Maduro.

Der Präsident kann sich bislang auch auf den Rückhalt der Armee und der Justiz verlassen. Generalstaatsanwalt Saab ist ein Anhänger Maduros und auch der Oberste Gerichtshof unterstützt die Regierung des Linksnationalisten.

Guaidó ruft EU zu Sanktionen auf

Guaidó rief derweil die EU zu Sanktionen gegen Staatschef Nicolás Maduro auf. «Wir brauchen weitere Sanktionen aus der EU, so wie sie ja auch von den USA beschlossen wurden», sagte er der «Bild»-Zeitung.

epa06950075 Venezuela's Attorney General, Tarek Saab, speaks during a press conference in Caracas, Venezuela, 14 August 2018. Saab announced that a Venezuelan General and another high ranking military officer has been arrested in connection in the drone attack during a speech by President Nicolas Maduro earlier this month.  EPA/MIGUEL GUTIERREZ

Generalstaatsanwalt Saab steht auf Maduros Seite. Bild: EPA/EFE

«Wir sind hier in einer Diktatur und es muss Druck geben. Es werden immer mehr Menschen ermordet. Ausserdem ist es eindeutig, dass das Regime absolut korrupt ist.»

Er setze darauf, dass Europa mit dem Ultimatum gegen Maduro ernst mache «und dann die Konsequenzen zieht», sagte der oppositionelle Parlamentspräsident weiter. Mehrere EU-Staaten, darunter Deutschland, haben Guaidó Unterstützung zugesagt und Maduro ein Ultimatum gestellt, innerhalb von acht Tagen Neuwahlen auszurufen. Andernfalls wollen auch sie Guaidó offiziell anerkennen.

Maduro hat die Frist zurückgewiesen. Zu Wochenbeginn verhängten die USA neue Sanktionen gegen Venezuelas staatlichen Ölkonzern PDVSA und dessen in den USA tätige Tochterfirma Citgo, um Druck auf den Sozialisten auszuüben.

Gegenüber der «Bild»-Zeitung zeichnete Guaidó ein düsteres Bild von der Lage in dem südamerikanischen Krisenstaat: «Es gab allein in den vergangenen Wochen 700 Menschen, die bei Protesten verhaftet wurden. In den Gefängnissen sind 300 politisch Gefangene», sagte der 35-Jährige. «Wir alle leben immer am Rande der Inhaftierung oder sogar der Ermordung.» (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben das erste 5G-Handy der Schweiz ausprobiert – und es ist ziemlich spektakulär

Link zum Artikel

16 Fakten, die wir viel zu spät (ODER ERST JETZT!) gecheckt haben 🤯

Link zum Artikel

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

25 geniale Erfindungen, die beweisen, dass wir schon in der Zukunft leben

Link zum Artikel

Über Nacht blind – die Geschichte vom Aushängeschild des Zürich Marathons

Link zum Artikel

Tödlicher Hefepilz – warum Candida auris so gefährlich ist

Link zum Artikel

«Die unendliche Geschichte» wird 35 – das wurde aus den Darstellern

Link zum Artikel

Stell dir vor, du bist Anwältin für Menschenrechte und die «Bunte» schreibt über deine Haare

Link zum Artikel

Samsung will nicht, dass du diesen Bericht zum Galaxy Fold siehst

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Die Venezuela-Krise im Januar 2019:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Umstrittene Gebiete, Teil II – 12 Territorialkonflikte plus 1 Bonus

Zahlreiche Kommentarschreiber haben im ersten Teil dieser Übersicht über umstrittene Gebiete weitere territoriale Konflikte genannt, die sie im Artikel vermissten. Des Users Wunsch ist uns Befehl: Hier folgt der zweite Teil – allerdings ist auch dieser weit davon entfernt, vollständig zu sein.

• Konfliktparteien: USA und Kuba • Hintergrund: Der Marinestützpunkt Guantánamo Bay wurde von den USA 1903 zunächst für 99 Jahre gepachtet, 1934 dann auf unbestimmte Zeit. Nach der Revolution 1959 …

Artikel lesen
Link zum Artikel