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Military forces work on a van in Winterslow, England, Monday, March 12, 2018, as investigations continue into the nerve-agent poisoning of Russian ex-spy Sergei Skripal and his daughter Yulia, in Salisbury, England, on Sunday March 4, 2018. British Prime Minister Theresa May is set to update lawmakers Monday on the nerve-agent poisoning of ex-spy Sergei Skripal and his daughter. (AP Photo/Frank Augstein)

Spezialisten untersuchen den Tatort bei Salisbury. Bild: AP/AP

Gift-Attentat auf Ex-Spion: Jetzt drohen die USA Russland mit «ernsthaften Konsequenzen»



Nach Einschätzung der US-Regierung ist Russland «wahrscheinlich» verantwortlich für den Giftanschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal in Grossbritannien. Dies sagte US-Aussenminister Rex Tillerson am Dienstag.

Die USA stimmten mit ihrem Verbündeten Grossbritannien überein, dass Russland «wahrscheinlich» hinter der versuchten Ermordung des ehemaligen Doppelagenten stehe, sagte Tillerson. Den Verantwortlichen - «sowohl denen, die das Verbrechen begangen haben als auch denen, die es in Auftrag gegeben haben» - müssten «angemessene, ernsthafte Konsequenzen» drohen.

epa06584601 A photo dated 09 August 2006 shows Sergei Skripal talking from a defendants cage to his lawyer during a hearing at the Moscow District Military Court in Moscow, Russia (issued 06 March 2018). Sergei Skripal, a former Russian intelligence officer, who had been sentenced to 13 years in prison on charges of spying for the the United Kingdom and later in 2010 was exchanged in a spy swap, and a woman were found unconscious on a bench in Salisbury shopping mall in the UK.  EPA/YURY SENATOROV RUSSIA OUT / BEST QUALITY AVAILABLE

Doppelagent Sergei Skripal wurde vergiftet.  Bild: EPA/KOMMERSANT

«Russland bleibt von der Ukraine über Syrien und nun Grossbritannien eine unverantwortliche Kraft der Instabilität in der Welt, die mit offener Verachtung der Souveränität anderer Staaten und dem Leben derer Bürger agiert»

Rex Tillerson

Tillerson erklärte, es könne für eine solche Attacke, die versuchte Ermordung eines Privatbürgers auf dem Boden einer souveränen Nation, keinerlei Rechtfertigung geben. «Wir sind schockiert, dass Russland sich erneut in derlei Verhalten engagiert zu haben scheint», fügte er hinzu. «Russland bleibt von der Ukraine über Syrien und nun Grossbritannien eine unverantwortliche Kraft der Instabilität in der Welt, die mit offener Verachtung der Souveränität anderer Staaten und dem Leben derer Bürger agiert», so Tillerson.

Dutzende Agenten verraten

Der Anfang März südlich von London zusammen mit seiner Tochter vergiftete Skripal hatte Dutzende russische Agenten an den britischen Geheimdienst verraten, bevor er 2004 im Moskau inhaftiert wurde. 2006 wurde er zu 13 Jahren Haft verurteilt. 2010 fand er dann in Grossbritannien Zuflucht, nachdem er im Austausch gegen russische Spione auf freien Fuss kam.

Aus US-Geheimdienstkreisen hiess es zuletzt, die Hauptannahme der Ermittler sei, dass das Nervengift von russischer Seite eingesetzt worden sei, um Skripal für seinen Verrat als russisch-britischer Doppelagent zu bestrafen.

epa06598986 (FILE) - British Prime Minister Theresa May leaves Downing Street to attend Prime Minister Questions in the House of Commons, Central London, Britain, 07 March 2018 (reissued 12 March 2018). The Prime Minister said in an statement in parliament in London on 12 March 2018, that 'the government has concluded that it is highly likely that Russia was responsible' for the nerve agent attack on Russian former spy Sergei Skripal and his daughter in Salisbury on 04 March 2018.  EPA/WILL OLIVER

Theresa May stellt Ultimatum an Russland Bild: EPA/EPA

Zuvor hatte die britische Premierministerin Theresa May erklärt, Russland sei «sehr wahrscheinlich» für die Vergiftung verantwortlich. Entweder sei Moskau bei der Attacke federführend gewesen oder habe zugelassen, dass das Gift in andere Hände gelangt sei. Russlands Militär habe des Mittel aus der Gruppe der Nowitschok-Nervengifte in den 1970er und -80er Jahren entwickelt.

Ultimatum an Russland

May setzte Russland ein Ultimatum bis Dienstagabend zur Erklärung des Nervengift-Einsatzes. Eine Sprecherin des russischen Aussenministeriums wies die Anschuldigungen zurück. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte nach Angaben eines BBC-Reporters vor Mays Ultimatum gesagt, Grossbritannien müsse dem Vorfall erst auf den Grund gehen. «Dann werden wir darüber sprechen.»

This is an alleged  image of the daughter of former Russian Spy Sergei Skripal,  Yulia Skripal taken from Yulia Skipal's Facebook account on Tuesday March 6, 2018. British counterterrorism police said Tuesday that they are now leading the investigating into the unexplained illness of a former Russian spy Sergei Skripal and his daughter Yulia, although it hasn't been declared a terrorist incident. The Skripals were taken ill in Salisbury southwest England on Sunday. (Yulia Skripal/Facebook via AP)

Die Tochter des Ex-Spions wurde ebenfalls vergiftet. Bild: AP/Facebook/Yulia Skripal

Der 66-jährige russische Ex-Spion Skripal und seine 33-jährige Tochter waren am 4. März vor einem Einkaufszentrum in der südenglischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Sie kämpfen seitdem in einer Klinik um ihr Leben. (sda/afp/reu)

Russischer Ingenieur ermöglicht Einblick in die Zukunft

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Valon Gut-Behrami 13.03.2018 08:02
    Highlight Highlight Gute Besserung den Opfern. Den Kommentar von Tillerson muss man sich unabhängig von diesem Vorfall einmal auf der Zunge zergehen lassen:
    "Tillerson erklärte, es könne für eine solche Attacke, die versuchte Ermordung eines Privatbürgers auf dem Boden einer souveränen Nation, keinerlei Rechtfertigung geben."

    Was machen die USA mit ihren Drohnen in mehreren Ländern?
    • walsi 13.03.2018 09:10
      Highlight Highlight Das habe ich mir auch gedacht. So eine Chuzpe hätte ich Tillerson nicht gegeben.
    • Lowend 13.03.2018 09:21
      Highlight Highlight Mimimimimi...
    • HabbyHab 13.03.2018 10:04
      Highlight Highlight Whataboutismn. Hier geht es um einen russischen Angriff in Grossbritannien.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Brett-vorm-Kopf 13.03.2018 07:49
    Highlight Highlight Zitat aus den USA: "Es könne für eine solche Attacke, die versuchte Ermordung eines Privatbürgers auf dem Boden einer souveränen Nation, keinerlei Rechtfertigung geben."

    Tja, die Rechtfertigung und Quasi- Legimitation sowas zu tun - inkl reichlich Kolateralschaden - haben die USA schon gepachtet (Drohnenkriege, Black-Ops, Spionage aus Botschaften heraus und befreundeter Länder, etc.).
    Oder frei nach Highlander "Es kann nur Einen geben"

    *Kann Spuren von Sarkasmus und Whataboutismus enthalten.
  • Gustav.s 13.03.2018 07:43
    Highlight Highlight Nach 7 Jahren im Westen hatte er wohl kaum mehr etwas zu verraten. Wieso sollte Russland also die Folgen einer solchen Tat auf sich nehmen und dazu auch noch eine Art wählen die geradezu nach Russland schreit?
    Er soll ja ziemlich viele Agenten verraten haben. Vielleicht gibt es da aus dem Umfeld jemand der sich rächen wollte und noch ein paar Mittelchen hatte.
    • HabbyHab 13.03.2018 10:05
      Highlight Highlight Als Abschreckung für andere Agenten, die vielleicht zu reden beginen könnten?
    • The Destiny // Team Telegram 13.03.2018 10:50
      Highlight Highlight @HabbyHab, Nach 7 Jahren? Das kommt aber reichlich spät.
  • rodolofo 13.03.2018 07:10
    Highlight Highlight "...Eine Sprecherin des russischen Aussenministeriums wies die Anschuldigungen zurück."
    Hat hier irgend jemand eine andere Antwort erwartet?
    Ähnliche Antworten sehen wir jeweils in der Rundschau, wenn Multinationale Konzerne auf Aufdeckungen durch Investigativ-Journalisten zu ihren skandalösen Geschäftspraktiken in Drittwelt-Ländern, oder zu ihren Steuer-"Optimierungen" reagieren.
    Ins Studio bequemt sich schon gar keiner dieser mit astronomisch hohen Gehältern fürstlich bezahlten Führungskräfte.
    Stattdessen schicken sie dürre Stellungnahmen im Stile der Putin-Regierung...
    • Jaspar Stupan 13.03.2018 10:09
      Highlight Highlight Du bist ein kleiner Putin hasser/hasserin :-)
      Oder eher im Prinzip - ich hasse die ganze Welt die nicht so ist wie ich es gern hätte - so süss!
    • roger.schmid 13.03.2018 10:56
      Highlight Highlight Niemand dem der Rechtsstaat und die Demokratie am Herzen liegt kann Putin mögen.
    • Sebastian Wendelspiess 13.03.2018 12:34
      Highlight Highlight @roger der kann kein Politiker mögen...
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