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«Verständnis eines Fünftklässlers»: Das sagen (Ex-)Mitarbeitende über Trump

Im neuesten Buch über Trump enthüllt die Reporterlegende Bob Woodward pikante Details über das Innenleben des Weissen Hauses. Das Verhältnis zwischen Trump und seinen Mitarbeitern ist schockierend. 



Das Buch erscheint zwar erst nächste Woche, erste Ausschnitte wurden jedoch bereits am Dienstag veröffentlicht. Was darin über das Arbeitsklima im Weissen Haus steht überrascht nicht wirklich. Es zeigt jedoch, dass selbst vertraute Mitarbeiter keine hohe Meinung von Trump haben.

Ehemaliger persönlicher Anwalt John Dowd

FILE - In this April 29, 2011, file photo, attorney John Dowd walks in New York. One of President Donald Trump’s attorneys floated the possibility of pardoning two of the president’s former advisers caught up in the Russia probe in discussions with their lawyers last year, The New York Times reported Wednesday, March 28, 2018. The newspaper, citing three anonymous people with knowledge of the discussions, says that then-Trump attorney, John Dowd, raised the idea with attorneys for former Trump campaign chairman Paul Manafort and former national security adviser Michael Flynn. (AP Photo/Richard Drew, File)

Trumps früherer persönlicher Anwalt John Dowd. Bild: AP/AP

Trump sagte in der Vergangenheit, dass er gerne unter Eid vor Mueller aussagen würde. Im Januar 2018 probten Trump und sein ehemaliger persönlicher Anwalt Dowd eine Aussage unter Eid. In dieser Probe verstrickte sich Trump angeblich in so viele Widersprüche und Lügen, dass Dowd die Aussage verhinderte. Zu Mueller sagte er angeblich über Trump:

«Er erfand schlicht Sachen. Das ist seine Natur. »

Weiter befürchtete er, dass die Transkripte der Proben an die Öffentlichkeit gelangen würden und Trump wie einen Idiot aussehen lassen würden. 

«Ich lasse nicht zu, dass er wie ein Idiot aussieht. Die Leute in Übersee werden denken: ‹Was für ein verdammter Idiot›.»

Nachdem Trump nicht einsah, dass er in einer Aussage unter Eid nicht gut aussehen würde, sagte ihm Dowd, dass er nicht helfen könne. Er kündigte am nächsten Tag

Verteidigungsminister James Mattis

epa06985765 US Secretary of Defense James Mattis arrives to pay his respects to the body of US Republican Senator from Arizona John McCain and his family at Joint Base Andrews, Maryland, USA, 30 August 2018. The senator died from brain cancer in Sedona, Arizona, USA on 25 August 2018. McCain will lie in state at the US Capitol and have a funeral service at the National Cathedral before being laid to rest at the US Naval Academy in Annapolis, Maryland.  EPA/ERIK S. LESSER

James Mattis, Verteidigungsminister. Bild: EPA/EPA

Im Buch beschreibt Woodward die Verzweiflung von Mattis, als es um die US-Aussenpolitik im Nahen Osten und Asien ging. So sagte Trump im April 2017 als im syrischen Bürgerkrieg chemische Waffen verwendet wurden:

«Töten wir ihn [ Baschar al-Assad], verdammt nochmal. Gehen wir nach Syrien! Töten wir verdammt viele von ihnen.» 

Mattis musste sich Mühe geben, um den Präsidenten zu beruhigen und von einer prompten Reaktion abzuhalten. In einem anderen Meeting im Januar 2018 hinterfragte Trump die Ausgaben des US-Militärs und fragte, wieso die USA eine Truppenpräsenz in Südkorea hätten. Ebenfalls hinterfragte er den Sinn von Raketenerkennungssystemen.

In der Folge sagte Mattis zu Kollegen: 

«... der Präsident verhält sich wie ein Kind und hat das Verständnis eines Fünft- oder Sechstklässlers.»

Ehemaliger Chefwirtschaftsberater Gary Cohn

epaselect epa06233081 Director of the National Economic Council Gary Cohn (R) responds to a question from the news media watched by White House Press Secretary Sarah Huckabee Sanders during the White House daily briefing at the White House in Washington, DC, USA, 28 September 2017. Director Cohn responded to questions on the administrations tax reform plan.  EPA/SHAWN THEW

Gary Cohn, ehemaliger Chefwirtschaftsberater. Bild: EPA/EPA

Zu Arbeitskollegen sagte der ehemalige Chefwirtschaftsberater Cohn, dass er einmal einen Brief vom Schreibtisch des Präsidenten verschwinden liess. Der Brief hätte unter Umständen einen grossen Handelsvertrag mit Südkorea gefährdet. Während einem Treffen bezüglich der politischen Lage auf der Koreanischen Halbinsel fragte Cohn, was Trump brauchen würde, damit er ruhig schlafen könnte. Trump antwortete:

«Ich brauche verdammt nochmal gar nichts und schlafe trotzdem wie ein Baby.»

Dieses Treffen war für den ehemaligen Verteidigungsminister Rex Tillerson zu viel und verleitete ihn zur Aussage, dass Trump ein «f**king moron» sei. Für Cohn selbst war dieses Treffen mit ein Grund, dass er von seinem Posten zurücktrat.

Stabschef John Kelly

In this June 6, 2018, photo, President Donald Trump's Chief of Staff John Kelly attends a briefing on this year's hurricane season at the Federal Emergency Management Agency Headquarters in Washington. Speculation over Kelly's departure has become a routine Washington parlor game, but rumors swirled about Kelly’s fate again on Thursday, June 28, as Trump prepares to overhaul his communications team amid a slew of departures. (AP Photo/Andrew Harnik)

John Kelly, Stabschef. Bild: AP/AP

Laut Woodward ist der Stabschef bald Geschichte. Angeblich sagte Kelly zu Mitgliedern des Stabes: 

«Er ist ein Idiot. Es ist sinnlos ihn von irgendwas zu überzeugen. Ich weiss nicht einmal wieso wir alle hier sind, das ist der schlechteste Beruf, jemals.»

Als John Kelly mitbekam, wie Trump Cohn behandelte, sagte er anscheinend: 

«Wenn ich das gewesen wäre, hätte ich das Rücktrittsgesuch ihm auf sechs verschiedene Weisen in den Arsch geschoben. »

Ehemaliger Stabssekretär Rob Porter

FILE - In this Jan. 20, 2017 file photo, White House Staff Secretary Rob Porter, center, hands President Donald Trump a confirmation order for James Mattis as defense secretary, in the Oval Office of the White House in Washington, as White House Chief of Staff Reince Priebus, right, watches.  Porter is stepping down following allegations of domestic abuse by his two ex-wives.   (AP Photo/Evan Vucci)

Rob Porter, hier in der Mitte. Bild: AP/AP

Angeblich half Porter dem ehemaligen Wirtschaftsberater Cohn um Dokumente vom Schreibtisch des Präsidenten verschwinden zu lassen. Zum Arbeitsklima sagte er:

«Ein Drittel des Jobs beinhaltete das Überzeugen von Trump, dass seine sehr gefährlichen Ideen wahrscheinlich keine guten Ideen seien.»

Zum Arbeitsklima sagte er:

«Der Job fühlte sich an, als würde man konstant der Kante einer Klippe entlanglaufen.»

Generalstaatsanwalt Jeff Sessions

Attorney General Jeff Sessions speaks during a round table discussion with the Joint Interagency Task Force - South's (JIATF-S) Foreign Liaison Officers at the Department of Justice building in Washington, Wednesday, Aug. 29, 2018. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta)

Jeff Sessions, Generalstaatsanwalt. Bild: AP/AP

Sessions wurde in der Öffentlichkeit bereits oft von Trump gedemütigt. Im Privaten sei er jedoch noch viel grausamer, so sagte er angeblich zu Porter:

«Dieser Typ ist geistig zurückgeblieben. Er ist dieser dumme Südstaatler, er könnte nicht mal ein Landanwalt in Alabama sein.»

Ehemaliger Stabschef Reince Priebus

FILE - In this Monday, June 5, 2017, file photo, President Donald Trump's then-Chief of Staff Reince Priebus attends an Air Traffic Control Reform Initiative event in the East Room at the White House, in Washington. Trump's fired former chief of staff, Reince Priebus, is starting a three-day stint as a visiting fellow at Harvard University's Institute of Politics, beginning Monday, April 23, 2018. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Reince Priebus, ehemaliger Stabschef. Bild: AP/AP

Priebus sagte über die Trump-Mitarbeiter im Weissen Haus, dass sie «geborene Raubtiere» seien. Er beschrieb die Situation als folgende:

«Wenn du eine Schlange, eine Ratte, einen Falken, einen Hasen, einen Haifisch und eine Robbe im Zoo ohne Gehege lässt, dann wird es böse und blutig.»

Die persönlichen Quartiere des Präsidenten bezeichnete er als «Teufelswerkstatt» und Sonntagnacht (in der Trump jeweils seine «produktivste» Zeit auf Twitter hat) als «Geisterstunde»

Handelsminister Wilbur Ross

In this June 22, 2018, photo, Commerce Secretary Wilbur Ross, testifies before a House Committee on Science, Space, and Technology Space Subcommittee and House Armed Services Committee Strategic Forces Subcommittee joint hearing on Capitol Hill in Washington. Ross says he is selling off all his vast stock holdings after news reports raised questions about the timing of some of his stock transactions and he received a sharp reprimand from the chief federal ethics officer. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta)

Wilbur Ross, aktueller Handelsminister. Bild: AP/AP

Über den aktuellen Handelsminister Wilbur Ross sagte Trump angeblich, dass er ihm nicht mehr vertraue und er nicht wolle, dass Ross weiter Verhandlungen führt. Dass Trump alles bestreitet, war natürlich klar. 

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Herren 05.09.2018 18:50
    Highlight Highlight «Er ist ein Idiot. Es ist sinnlos ihn von irgendwas zu überzeugen. Ich weiss nicht einmal wieso wir alle hier sind, das ist der schlechteste Beruf, jemals.»
    Google Translate?
    23 1 Melden
  • Politikinteressierter 05.09.2018 18:47
    Highlight Highlight Tillerson war ehemaliger Aussenminister nicht Verteidigungsminister. Watson bitte kontrolliert jeden Text nochmals bevor Ihr ihn publiziert.
    18 0 Melden
  • Steckenpferd 05.09.2018 16:42
    Highlight Highlight Buch über Buch, Enthüllung über Enthüllung, Schlagzeile über Schlagzeile. Und was bringt es? Selbst als Trump die Ami Flagge falsch angemalt hatte, fanden seine Anhänger noch Ausreden dafür und nahmen ihn in Schutz. Es ist zum Verzweifeln..
    39 8 Melden
  • COLD AS ICE 05.09.2018 16:05
    Highlight Highlight wahrheitsgehalt des buches max 10%.
    solche bücher kann ich nicht ernst nehmen. das gehts nur ums geld. richtige enthüllung werden anders publik gemacht.
    12 64 Melden
    • dan2016 05.09.2018 16:48
      Highlight Highlight Wie möchtest Du den noch Enthüllungen?
      31 5 Melden
    • Heinz Nacht 05.09.2018 17:12
      Highlight Highlight Und wenn davon nur 10% stimmt, reicht das um aufzuzeigen, was für eine unglaublich hohle Matschbirne die wirtschaftlich und militärisch bedeutendste Macht unserer Zeit regiert. Da war Rom mit Nero noch sehr gut bedient...
      40 3 Melden
    • COLD AS ICE 05.09.2018 17:22
      Highlight Highlight @heinz nacht: wenn du daran glaubst das trump wirklich die zügel in der hand hat in den usa dann irrst du dich gewaltig. er ist eine marionette welche die welt ablenkt während die wahren mächte im hintergrund die strippen ziehen.
      6 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rhabarber 05.09.2018 15:56
    Highlight Highlight Man weiss gar nicht, was man noch sagen soll oder was man noch sagen könnte. Dieser Typ ist der absolute Tiefpunkt der westlichen Demokratien. Nach ihm kommen nur noch Diktatur, Zerfall oder Untergang.

    Mir tut sein Nachfolger einerseits leid, weil er die grösste Aufräumaktion der US-Geschichte bewerkstelligen muss. Andererseits wird es aber auch ein dankbarer Job, denn er wird so oder so zum Retter oder Helden stilisiert werden.
    47 5 Melden
    • reconquista's creed 05.09.2018 18:49
      Highlight Highlight Jep.
      Und ich bin schon riesig gespannt auf den Wahlkampfslogan des demokratischen Kandidaten im 2020:
      “end this shit“
      “erase the disgrace“
      “no shame no more“
      “make america adult again“
      ???
      21 1 Melden
    • Ueli der Knecht 05.09.2018 20:27
      Highlight Highlight reconquista's creed: Mein Favorit wäre:

      MAKE AMERICA AMERICAN AGAIN.
      4 0 Melden
  • E7#9 05.09.2018 15:41
    Highlight Highlight „Im neuesten Buch über Trump enthüllt die Reporterlegende Bob Woodward pikante Details über das Innenleben des Weisen Hauses.“

    Hahaha ...des Weisen Hauses. Der war gut.
    92 0 Melden
    • Herren 05.09.2018 18:44
      Highlight Highlight Und im Januar kommen dann die drei Weissen aus dem Morgenland ...
      11 0 Melden
    • CASSIO 05.09.2018 20:06
      Highlight Highlight freudscher?
      1 0 Melden
  • Juliet Bravo 05.09.2018 15:39
    Highlight Highlight @watson, die Übersetzungen sind teilweise nicht gerade gut gelungen. So wird beim Abschnitt über Session „Southener“ als Südländer übersetzt. Korrekt wäre Südstaatler (doch nicht ganz das gleiche). Und Kelly hat wohl nicht gemeint, es sei der „schlechteste Beruf“ sondern eher ein „Scheissjob“ oder der „mieseste Job“.
    93 3 Melden
  • Erba 05.09.2018 15:35
    Highlight Highlight Nichts wirklich Neues: Nur schon wenn man seine Tweets liest muss man denken, da sitzt ein 10 Jähriger Rotzlöffel hinter der Tastatur.
    Dass Trump Null Ahnung von was auch immer hat, wird immer klarer
    77 5 Melden
  • DerSimu 05.09.2018 15:24
    Highlight Highlight Echt jetzt.. 4 Trump-Beiträge an einem Tag?
    16 23 Melden

«Trump wird die Macht teilen müssen – und dann sterben»

Eine politische Analyse der etwas anderen Art: Martin Zoller kann anhand der Analyse der Aura eines Menschen seine Zukunft sehen. So hat er die Wahl von Donald Trump richtig vorausgesagt. Jetzt allerdings scheint sich das Blatt zu wenden: Die Demokraten werden gemäss Zoller die Midterms gewinnen – und Trump wird noch vor Ablauf seiner ersten Amtszeit sterben.

Sie haben die Wahl von Donald Trump vorausgesagt. Wie ist Ihnen das gelungen? Schon 2014 wusste ich, dass Hillary Clinton keine Chance haben wird. Ich sah im Sommer dieses Jahres einen Mann als kommenden Präsidenten. Als Trump von den Republikanern zum Präsidentschaftskandidat erkoren wurde, war mir klar, dass er auch gewählt werden wird. Ich habe das damals schon in verschiedenen TV-Interviews ausgeführt.

Wie kommen Sie zu solchen Aussagen? Machen Sie politische Analysen und verbinden diese …

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