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Bericht: Astronautin beging möglicherweise Verbrechen vom All aus



Eine Nasa-Astronautin soll von der internationalen Raumstation ISS aus illegalerweise auf das Bankkonto ihrer Ex-Partnerin zugegriffen haben.

Wie die «New York Times» am Freitagabend (Ortszeit) berichtete, könnte es sich dabei um den ersten Vorwurf eines Verbrechens vom Weltraum aus handeln. Demnach gab Anne McClain, die im Juni nach einem sechsmonatigen Aufenthalt im All auf die Erde zurückgekehrt war, gegenüber Ermittlern zu, auf das Konto mit dem ihr bekannten Passwort zugegriffen zu haben.

Sie habe sich vergewissern wollen, dass mit den – noch immer miteinander verwobenen – Finanzen des Ex-Paares alles in Ordnung ist, schrieb das Blatt. Die Sache flog dann auf, weil die Bank auf Nachfrage der Ex-Partnerin herausfand, dass Zugriffe auf das Konto von einem Nasa-Netzwerk vorgenommen worden waren. Und zwar in der Zeit, in der McClain sich im All befunden hatte.

Der Zeitung zufolge gibt es keine Anhaltspunkte, dass Geld auf dem Konto abhanden gekommen ist. Die ehemalige Partnerin McClains aber beschuldigte die Astronautin den Behörden gegenüber dem Identitätsdiebstahl.

In einer anderen Beschwerde gegenüber der Nasa heisst es, dass McClains Zugriff auf das Konto vielmehr dazu gedient habe, Argumente dafür sammeln zu können, ihrer Ex das Sorgerecht für deren Sohn streitig zu machen. Die Untersuchungen dauern an. (sda/dpa)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sikki_nix 25.08.2019 13:12
    Highlight Highlight Anne McClain: Space Criminal
  • Paddiesli 25.08.2019 13:04
    Highlight Highlight Egal, wo der Mensch hinkommt, es ist bestimmt einer darunter, der versucht, irgendwie zu betrügen, wenn er nur ein Schlupfloch findet.
  • Firefly 25.08.2019 11:16
    Highlight Highlight Hm, wenn die sich zusammen einen Account teilen und der noch gültig ist, sehe ich das Verbrechen nicht!?
    • LouisvanGaal 25.08.2019 12:08
      Highlight Highlight In einem Rosenkrieg ist wohl gefühlt alles ein Verbrechen.
    • Schlumpfinchen 25.08.2019 16:20
      Highlight Highlight Im Text steht, dass sie die Zugangsdaten zum Konto der Ex gekannt hat, davon, dass es ein gemeinsames Konto ist, ist nirgends die Rede.
  • Nr 756 25.08.2019 10:25
    Highlight Highlight Und wer führt die Untersuchungen? Wer ist zuständig für interplanetare (hmm, oder interstellare?) Verbrechen? Trump hatte doch recht, wir brauchen eine Weltraumpolizei!
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 25.08.2019 12:35
      Highlight Highlight Eher Interorbital
  • Ueli_DeSchwert 25.08.2019 10:24
    Highlight Highlight Interessant. Wie ist die Rechtslage auf der ISS? Ist da jedes Modul Hoheitsgebiet des bauenden Staates? Oder ist es vergleichbar mit "Internationalen Gewässern"? Oder gibt es ganz generell überhaupt scho Überlegungen darüber?
    • Xiakit 25.08.2019 10:49
      Highlight Highlight Immer die Gesetze des Staates, der per Luftlinie am nächsten ist. Deshalb kiffen die Astronauten auf der ISS nicht, das ständige an und ausmachen des Joints ist ein zu grosser Stress.
    • Suigarah 25.08.2019 12:27
      Highlight Highlight Theoretisch wäre es wohl ersteres. Da sie es aus der ISS heraus gemacht hat und diese Besitz von jemandem ist. Wen sie es von der Oberfäche des Mondes gemacht hätte ausserhalb des "Transportmittels" sähe die Situation vermutlich anders aus.
    • Baruch de Spinoza 25.08.2019 13:49
      Highlight Highlight Die Rechtslage auf der ISS ist geregelt durch das "International Space Station Intergovernmental Agreement" (1). In Artikel 5 heisst es "[...] each Partner shall retain jurisdiction and control over the elements it registers [...] and over personnel in or on the Space Station who are its nationals".

      Also Ja, jedes Element unterliegt der jeweiligen Rechtssprechung des Staates, welcher das Element nur Verfügung stellt.

      (1) https://aerospace.org/sites/default/files/policy_archives/Space%20Station%20Intergovernmental%20Agreement%20Jan98.pdf
    Weitere Antworten anzeigen
  • Captainlvs 25.08.2019 10:20
    Highlight Highlight Deshalb immer Passwort wechseln!
  • Nickoseli 25.08.2019 07:40
    Highlight Highlight Hm, spannend. Unsere Raumfahrt ist so weit fortgeschritten. dass wir uns rechtliche Alltagsstrukturen überlegen müssen. Wie verhält sich das in internationalen Gewässer? Da kann man doch auch nicht wirklich belangt werden für den Verstoss gegen nationale Gesetze, oder? Nur für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit? Oder gibt es ein Seerecht oder so? Brauchen wir ein Spacerecht? Spannendes Thema, wie ich finde..
    • Ueli der Knecht 25.08.2019 17:11
      Highlight Highlight Ja, es gibt ein Seerecht.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Seerechts%C3%BCbereinkommen

      In der Regel gilt auf Schiffen auf Hoher See das Recht des Flaggenstaates, das heisst des Staates, in dem das Schiff registriert ist.

      In Küstennähe und in Häfen gilt das Recht des jeweiligen Anrainerstaates (subsidiär des Flaggenstaates).

      Viele Gesetze zahlreicher Staaten gelten ausserdem weltweilt (zB. der lange Arm der US-Rechtsprechung). Insofern leben wir in einer multijurisdiktionaler Welt.
  • Therealmonti 25.08.2019 05:04
    Highlight Highlight Also, Sachen gibts...

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