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President Donald Trump arrives at the White House in Washington, Sunday, July 21, 2019, after spending the weekend at his golf club in Bedminster, N.J. (AP Photo/Patrick Semansky)
Donald Trump

Donald Trump gestern vor dem Weissen Haus. Bild: AP

Trump: Sprengung von CIA-Spionagering im Iran ist eine Lüge



Der Iran hat nach eigenen Angaben ein Netzwerk des US-Geheimdienstes CIA im Land aufgedeckt. US-Präsident Donald Trump wies die Angaben zurück. Es handele sich um Lügen und Propaganda eines «religiösen Regimes», schrieb Trump auf Twitter.

In Zusammenhang mit der Aufdeckung seien 17 Agenten verhaftet worden, sagte der Leiter der Spionageabwehr des iranischen Geheimdienstes am Montag. Alle seien Iraner. Einigen von ihnen droht die Todesstrafe.

US-Präsident Donald Trump twitterte umgehend, es handle sich um Propaganda eines Regimes, das versage und keine Ahnung habe, was es machen solle. «Ihre Wirtschaft ist tot, und es wird noch viel schlimmer werden. Der Iran ist ein totales Chaos!»

Den Angaben aus Teheran zufolge sollen auch einige europäische und asiatische Länder bei den CIA-Einsätzen gegen den Iran mitgewirkt haben. Mehr Details zu dem Fall sollten demnächst öffentlich gemacht werden, sagte der Offizielle in einem Presse-Briefing im Kultusministerium.

Bewusst Iraner gewählt

Die CIA habe bewusst Iraner gewählt, weil sie die Landessprache beherrschten und auch Zugang zu verschieden Organisationen hätten, so der Offizielle. Mit gefälschten Dokumenten sollten sie nicht in den Fokus der iranischen Sicherheitsbeamten rücken.

Den angeblichen Agenten seien im Gegenzug US-Visa, Greencards, die amerikanische Staatsangehörigkeit und lukrative Jobs in den Staaten versprochen worden. Diese Versprechen seien jedoch nicht eingehalten worden, fügte der Iraner hinzu.

Wie vielen der 17 Verhafteten die Todesstrafe droht, wurde nicht gesagt. Unklar war zudem, ob es sich bei den angeblichen Agenten auch um Regierungsangestellte handelt. Letzten Monat wurde ein Angestellter der Raumfahrtabteilung im iranischen Verteidigungsministerium wegen angeblicher Spionage für die CIA hingerichtet. Seine Frau wurde zu einer 15-jährigen Haftstrafe verurteilt.

Eines der seltenen Presse-Briefings

Presse-Briefings des Geheimdienstes finden im Iran sehr selten statt. Diesmal wurden überraschenderweise sogar ausländische Medien eingeladen. Der Offizielle gab jedoch weder seinen Namen an noch durfte das Briefing gefilmt oder aufgenommen werden.

Den Medien wurden am Ende Dokumente in verschieden Sprachen sowie eine Video-CD über angebliche Operationen der CIA im Iran mitgegeben. Die Aussagen sowie die Dokumente können jedoch nicht unabhängig verifiziert werden.

Die EU äusserte sich zunächst nicht zu den Angaben des iranischen Geheimdienstes. Ein Sprecher wies lediglich auf eine Stellungnahme vom Wochenende hin. In dieser war das iranische Vorgehen gegen einen unter britischer Flagge fahrenden Öltanker scharf verurteilt worden.

Das Festsetzen des Schiffes berge die Gefahr einer weiteren Eskalation und untergrabe die derzeitigen Bemühungen um einen Abbau der Spannungen, hiess es dort. Die EU fordere die sofortige Freigabe des Schiffes und der Besatzung und rufe zur Zurückhaltung auf, um weitere Spannungen zu vermeiden. Die aktuelle Situation bereite grosse Sorgen.

Aggressivere Politik gegenüber Westen

Der Iran verfolgt nach dem Ausstieg der USA aus dem Wiener Atomabkommen 2018 und besonders nach der Verhängung neuer Sanktionen eine aggressivere Politik gegenüber dem Westen. Der Teilausstieg des Irans aus dem Atomdeal, das Vorgehen gegen britische Öltanker im Persischen Golf und nun die Verhaftung angeblicher CIA-Agenten sind Teil dieser neuen Politik.

Teheran weist auch internationale Kritik vehement zurück. Nicht der Iran sei schuld an den Spannungen, sondern die USA mit ihrem Ausstieg aus dem internationalen Atomdeal von 2015. Die Islamische Republik werde diesen Weg auch konsequent fortsetzen, bis die USA zum Atomdeal zurückkehren und die Sanktionen aufheben.

«Das iranische Regime hat ein lange Geschichte von Lügen»

Mike Pompeo sda/dpa

Opfer des Konflikts sind unter anderem die 23 Besatzungsmitglieder des beschlagnahmten britischen Öltankers «Stena Impero». Ihnen geht es nach iranischen Angaben zwar gut, aber sie dürfen bis Ende der Untersuchungen das Schiff nicht verlassen. Die iranischen Revolutionsgarden hatten den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker am Freitag in der Strasse von Hormus mit der Begründung gestoppt, dass er nach einer Kollision mit einem Fischereischiff einfach weitergefahren sei.

Pompeo spricht von «Piraterie»

US-Aussenminister Mike Pompeo machte am Montag deutlich, dass er andere Länder in der Pflicht sieht, für die Sicherheit ihrer Schiffe im Persischen Golf zu sorgen. «Die Vereinigten Staaten tragen eine Verantwortung für unseren Teil, aber die Welt muss auch einen grossen Beitrag dazu leisten, dass diese Seewege offen bleiben», sagte Pompeo in einem Interview des Senders Fox News. Was der Iran mache, komme Piraterie gleich. (mim/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 22.07.2019 21:00
    Highlight Highlight Das erinnert mich an folgendes Rätsel: Einer lügt immer, der andere sagt immer die Wahrheit. Du weisst aber nicht, wer welcher ist. Du darfst eine einzige Frage an einen von beiden stellen. Kannst du herausfinden, wer von den beiden der Lügner ist?

    Oder an die seltsame Geschichte des ehrenhaften Kreters, der behauptete, dass alle Kreter lügen.
  • Berner_in 22.07.2019 20:38
    Highlight Highlight Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners...
  • Dr. Evil 22.07.2019 20:29
    Highlight Highlight Das Gute an so dummen Politikern ist immerhin, dass man sie leicht durchschauen kann. Die US-Aussenpolitik war unter Obama auch nicht "great", aber sie war viel cleverer verpackt...
  • Imfall 22.07.2019 19:22
    Highlight Highlight die usa sind auch ziemlich religiös geführt 😅
  • RicoH 22.07.2019 18:52
    Highlight Highlight Was mich am Bericht am meisten beunruhigt, ist die von der EU ausgesprochene scharfe Verurteilung der Festsetzung des englischen Tankers.

    Aus meiner Sicht sollte die EU endlich eine scharfe Verurteilung der einseitigen Sanktionen durch die USA aussprechen und Massnahmen zur Aufhebung derselben beschliessen.

    Damit wäre dem Frieden viel eher gedient, als dem Kriegstreiber noch Rückendeckung zu geben.
  • Toerpe Zwerg 22.07.2019 18:48
    Highlight Highlight Meine lieben Sportfreunde, egal was man von den USA und von Lügenbaron Trump hält, das Iranische Regime ist nun auch nicht wirklich berühmt für Faktentreue.

    Nun wird eine geheimdienstliche Operation mit einem Briefing für die internationale Presse breitgewalzt - das ist genau das, was Gegenspionage nicht tut, wenn es sich vermeiden lässt. Das lässt sich nur dann nicht vermeiden, wenn Ausländer festgesetzt werden.

    Smelly story. Die Kommentatoren hier sollten sich überlegen, ob sie ihren Geruchssinn wirklich ausschalten wollen, weil es in ihren ideologischen Kram passt.
  • J. 22.07.2019 18:45
    Highlight Highlight Stellt euch das Szenario umgekehrt vor! Ein Revolutionsgarden Spionagering wurde in New York ausgehoben!

    Das hätte wahrscheinlich direkt zum Krieg geführt. Hach, dieses Pokern der Mächte ist schon fast traurig. Vor allem für diejenigen die ihren Kopf dafür hinhalten müssen!
  • ujay 22.07.2019 18:44
    Highlight Highlight Jaaaa....in Lügen kennt sich der Donald aus, als Grossmeister in dieser Disziplin😂😂😂
  • RicoH 22.07.2019 18:33
    Highlight Highlight "Ihre Wirtschaft ist tot, und es wird noch viel schlimmer werden. Der Iran ist ein totales Chaos!"

    Der liebe Onkel verhängt Sanktionen bis zum Abwinken und stellt das Ganze so dar, als ob die Iraner allesamt Nulpen wären.

    Wahrlich wieder mal eine Reife Leistung Doni. Bravo!
  • Lowend 22.07.2019 17:51
    Highlight Highlight Ich hätte nie gedacht, dass mal eine Zeit kommt, wo die Iranischen Angaben glaubwürdiger wirken, als die Unschuldsbeteuerungen der US-Administration!
  • roger.schmid 22.07.2019 17:33
    Highlight Highlight "Der Iran verfolgt nach dem Ausstieg der USA aus dem Wiener Atomabkommen 2018 und besonders nach der Verhängung neuer Sanktionen eine aggressivere Politik gegenüber dem Westen."

    Trump hat das Abkommen einseitig gekündigt, extrem scharfe Sanktionen verhängt und lässt Kriegsschiffe auffahren und Iran ist der Aggressor!?
  • Yorik2010 22.07.2019 17:27
    Highlight Highlight Betreffend Lügen hat Trump ja grosse Erfahrung! Auch er ist ein Meister im Lügengeschichten verbreiten!
    • Kruk 22.07.2019 18:46
      Highlight Highlight Nur wird das bei ihm anders genannt.
  • zombie woof 22.07.2019 16:55
    Highlight Highlight Das iranische Regime hat ein lange Geschichte von Lügen...sagt der Oberspeichellecker von Trump
  • wasps 22.07.2019 16:55
    Highlight Highlight Lustiger Märchenonkel. Wenn der Westen und besonders die USA im Iran keine Spione angeworben hätte, könnten die Geheimdienst gleich ihre Tore schliessen.
  • Therealmonti 22.07.2019 16:45
    Highlight Highlight Wenn Trump von einer Lüge spricht ist es ganz sicher 100% wahr..
  • TanookiStormtrooper 22.07.2019 16:38
    Highlight Highlight "Das iranische Regime hat ein lange Geschichte von Lügen"

    Ganz im Gegensatz zu den USA im Allgemeinen und Donald Trump im Speziellen...
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 22.07.2019 16:49
      Highlight Highlight Danke sehr. Du nimmst mir die Worte aus dem Mund.
    • Ueli der Knecht 22.07.2019 21:15
      Highlight Highlight Es stimmt schon, dass in der persischen Kultur das Lügen eine lange Tradition hat. Es gibt dafür sogar ein persisches Wort:

      Tharoof, تعارف:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Taarof

      Zu beachten:
      "Taarof kann zu Missverständnissen und Problemen führen, aber auch sehr dienlich beim Knüpfen von Bekanntschaften und dem Schlichten von Konflikten sein."
    • Grabeskaelte 23.07.2019 01:00
      Highlight Highlight Jetzt habe ich das Ding kopiert um zu lesen, dass so ziemlich wortgenau genau das bei den Kommentaren steht, was ich schreiben wollte ;-)

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