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Actor Kevin Spacey sits in district court during arraignment on a charge of indecent assault and battery on Monday, Jan. 7, 2019, in Nantucket, Mass. The Oscar-winning actor is accused of groping the teenage son of a former Boston TV anchor in 2016 in the crowded bar at the Club Car in Nantucket. (Nicole Harnishfeger/The Inquirer and Mirror via AP, Pool)

Seit Herbst 2017 sind in mehr als 30 Fällen Vorwürfe von sexuellen Übergriffen und Belästigung gegen Kevin Spacey öffentlich vorgebracht worden. Bild: AP/Pool, The Inquirer and Mirror

Vorwürfe sexueller Übergriffe: Kevin Spacey vor Gericht erschienen



Nach Vorwürfen sexueller Übergriffe darf sich der US-Schauspieler Kevin Spacey einem angeblichen Opfer vorerst nicht mehr nähern. Spacey dürfe keinen «direkten oder indirekten Kontakt» zu dem Mann aufnehmen.

Das ordnete Richter Thomas Barrett am Montag bei einer Gerichtsanhörung auf der US-Insel Nantucket an. Der frühere «House of Cards»-Star Spacey, der über seine Anwälte zuvor schriftlich auf nicht schuldig plädiert hatte, nickte stumm und seine Anwälte stimmten zu.

Danach wurde die Anhörung nach nur rund sechs Minuten beendet und eine weitere für den 4. März angesetzt. Bei diesem nächsten Termin müsse Spacey nicht persönlich anwesend sein, aber für eventuelle Rückfragen beispielsweise per Telefon zur Verfügung stehen, ordnete Richter Barrett an.

Grosser Rummel auf kleiner Insel

Laut Medienberichten hatte der 59-jährige Spacey auch der ersten Anhörung am Montag fernbleiben wollen, Richter Barrett hatte sein Erscheinen aber angeordnet.

Daraufhin war auf der kleinen Insel Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts, die im Sommer als schicker Ferienort gilt, ein riesiger Rummel ausgebrochen: Dutzende Journalisten drängelten sich vor und in dem kleinen Gerichtshaus. Live-Fernsehbilder zeigten ausserdem einen landenden Privatjet und dann eine Limousine, die zum Gericht fuhr.

Spacey werden ein unsittlicher Angriff und Körperverletzung vorgeworfen. Er soll im Juli 2016 in einem Restaurant auf Nantucket einen damals 18 Jahre alten Mann betrunken gemacht und dann unsittlich berührt haben.

Der Schauspieler verfolgte die Anhörung gemeinsam mit zwei Anwälten, erst stehend, dann wieder sitzend, weitestgehend ausdruckslos, manchmal mit einem verwunderten Lächeln im Gesicht. Am Ende bedankte er sich beim Richter.

Vorwürfe in über 30 Fällen

Seit Herbst 2017 sind in mehr als 30 Fällen Vorwürfe von sexuellen Übergriffen und Belästigung gegen Spacey öffentlich vorgebracht worden. Der Streaming-Dienst Netflix hatte im Zuge der Enthüllungen die Zusammenarbeit mit dem Star der Serie «House of Cards» aufgekündigt, in der es um Intrigen und das politische Washington geht.

Spacey ist als Hollywood-Schauspieler weltbekannt und war auch ein Theaterstar. Er bekam viele Preise, darunter zwei Oscars.

Die Anschuldigungen gegen Spacey waren kurz nach den Missbrauchsvorwürfen gegen Filmmogul Harvey Weinstein bekanntgeworden. Beide haben sich seitdem öffentlich nicht geläutert gezeigt. Mehrere solcher Fälle in der Unterhaltungsbranche lösten unter dem Stichwort #MeToo eine breite gesellschaftliche Debatte über Belästigung und Missbrauch aus. (sda/dpa)

Warum Selbstliebe kein Fortschritt ist

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Video: watson/gunda windmüller, lia haubner

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    Alle Leser-Kommentare
  • Silent_Revolution 08.01.2019 11:15
    Highlight Highlight Wie muss man sich dieses "betrunken gemacht" vorstellen?

    Hat er dem Kläger einfach nur Drinks angeboten, die er dann freiwillig getrunken hat?
  • rundumeli 07.01.2019 21:59
    Highlight Highlight call me stupid ... aber ein 18jähriger bursche kann sich eines unsittlichen übergriffes eines älteren herrns sehr wohl erwehren ... gar im trunken zustand ... klar, das verhalten von spacey war widerlich ... und wenn er nun eine saftige busse kriegt, ok ... aber lassen wir die kirche mal im dorf ... die penetration einer schwächeren person ist doch eine ganz andere hausnummer als dieses gefummel hier !
    • River 07.01.2019 23:21
      Highlight Highlight Das ist pure Ignoranz! Unglaublich. Ich habe schon junge alkoholisierte Männer gesehen, die zu gar keiner Gegenwehr gegen gar nichts mehr fähig gewesen wären.

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