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Die Zerstörung eines Flugzeugträgers auf Iranisch. Bild: AP/Tasnim News Agency

Grosses Seemanöver

Iran versenkt nachgebauten US-Flugzeugträger – Amerikaner so: «Als hätte Iran die Kulisse eines Hollywoodfilms zerstört»

Dutzende Schnellboote feuern mit Raketen – dann ist das Ziel versenkt: Für ein Seemanöver baute Iran einen amerikanischen Flugzeugträger in Originalgrösse nach. US-Militärs geben sich unbeeindruckt.

25.02.15, 20:10 26.02.15, 10:19

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Iranische Raketen schwirren durch die Luft und treffen einen US-Flugzeugträger. Das Schiff geht in Flammen auf, eine riesige Rauchwolke breitet sich über der Strasse von Hormus aus. Rund ein Dutzend Schnellboote rasen heran. Am Ufer beobachten Zuschauer das Spektakel durch ihre Ferngläser.

youtube/zaptime

Das Kriegsszenario war in Wirklichkeit eine grosse Militärübung Irans. Für das Seemanöver baute Iran eigens einen amerikanischen Flugzeugträger in Originalgrösse nach. Medienberichten zufolge gehörte auch das Minenlegen zur aktuellen Übung der Revolutionsgarde.

Teheran bereitete sich mit dem Manöver auf einen möglichen US-Angriff vor – und liess dabei die Muskeln spielen. Die Übung sollte die Militärmacht demonstrieren. Die Botschaft: Teheran beugt sich den USA nicht – egal wie die Verhandlungen um das Atomprogramm ausgehen. Iran habe seinen Verteidigungshaushalt aufgestockt, «um die Stabilität in der Region zu sichern», sagte Parlamentspräsident Ali Larijani.

«Es sieht so aus, als hätte Iran die Kulisse eines Hollywoodfilms zerstört.»

Es ist nicht das erste Mal, dass Iran mit einem Manöver versucht, andere Staaten einzuschüchtern. Schon im Dezember hatte die Armee sechs Tage lang ein Grossmanöver durchgeführt. Rund 13'000 Soldaten testeten Raketen und Drohnen.

Amerikaner nicht eingeschüchtert

Doch nun hielt das Militär erstmals ein Manöver mit einem originalgetreu nachgebauten US-Ziel ab. «Amerikanische Flugzeugträger haben ein grosses Munitionslager an Bord», sagt der Kommandeur der iranischen Marine. Wenn ein solches Schiff von einer Rakete getroffen werde, könne dadurch eine zweite, grössere Explosion ausgelöst werden. Zuvor hatte der Kommandeur bekannt gegeben, dass Flugzeugträger einfache Ziele seien, die man versenken wolle.

Kommandeur der iranischen Marine: «Amerikanische Flugzeugträger haben ein grosses Munitionslager an Bord.» Bild: AP/Iranian State TV

Ein Sprecher der US-Navy teilte mit, dass die Amerikaner die Übung beobachtet hätten und von dem Manöver nicht eingeschüchtert seien. «Wir vertrauen in unsere Marinekräfte», sagte er. «Es sieht so aus, als hätte Iran die Kulisse eines Hollywoodfilms zerstört.»

Das Manöver wurde in der strategisch wichtigen Strasse von Hormus abgehalten: Nach US-Schätzungen wird etwa ein Drittel des weltweit in Tankern beförderten Öls durch die Wasserstrasse transportiert, die auf dem Weg vom Persischen Golf in den Indischen Ozean liegt. Der Ölstaat hatte schon mit einer Blockade gedroht, sollte es wegen seines Atomprogramms angegriffen werden. Auch westliche Staaten halten in der Golfregion Manöver ab.

kry/Reuters/AP



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gman 25.02.2015 21:00
    Highlight Hoffentlich war die Schiffsattrappe aus biologisch abbaubaren Material.
    13 2 Melden
    • goschi 25.02.2015 23:34
      Highlight Eisen und Stahl sind durchaus biologisch abbaubar, in irgendeiner Form. ;-)
      0 0 Melden

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