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«Geh zurück in dein Land» –Twitter-User erzählen von eigenen Erlebnissen nach Trump-Tweet



Trumps rassistischen Tweets, in denen er mehrere Demokratinnen dazu auffordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen, schockieren nicht nur Politiker.

Die Aussagen des US-Präsidenten sorgten dafür, dass sich viele User an eigene schmerzliche Begegnungen erinnerten, bei denen sie von anderen Menschen aufgefordert wurden aus den USA zu verschwinden.

«Trumps Tweet traf mich heute Morgen besonders hart. In der Schule hörte ich von meinen Peinigern oft ‹Geh zurück nach Mexiko›. Ich musste danach die Schule wechseln», schreibt ein Twitter-User.

Der Twitter-User «celestino» fühlte sich nach Trumps Tweet zurück in seine Jugend versetzt:

«Ich habe die Worte ‹geh zurück in dein eigenes Land› das letzte Mal in der Mittelschule gehört. Aber ich erinnere mich daran, wie sehr meine Seele darunter gelitten hat. Es tut weh und du weisst nicht einmal ganz warum, weil du erst 13 Jahre alt bist. »

Und auch Twitter-Userin «chairmanchen» erinnert sich zurück:

«Das erste Mal, als jemand sagte ‹geh zurück in dein eigenes Land› war in der Primarschule. Es war das Kind unserer Nachbarn. Sie sagte es, während sie ihre Augenwinkel hochzog.»

Marcia Chong Rosado erlebte ähnliches und wurde in der Schule wegen ihrer Herkunft angegriffen:

«Normalerweise verschwende ich meine Zeit nicht mit Tweets von Trump, aber das kann ich nicht unkommentiert lassen. Als ich in die USA zog, sagt mir eine Gruppe weisser Mädchen in der Schule: Geh zurück in dein Land. Niemand hat etwas dagegen gesagt. Trump muss gehen. Wir werden uns weiterhin dagegen wehren und diese zerbrochene Ideologie»

Nebst vielen weiteren Usern wehrte sich auch der demokratische Politiker Ted Lieu gegen die Anfeindungen Trumps:

«Aufgewachsen in Amerika, gab es viele Leute, die mir sagten, ich solle zurück nach China. Diese Leute verstehen Amerika nicht. Was Amerika gross macht, sind Immigranten wie ich, die den Militärdienst absolvierten und nun dem Kongress dienen, wo ich Mueller über die von Trump begangenen Kapitalverbrechen befragen werde.»

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Blitzesammler 16.07.2019 09:26
    Highlight Highlight es sollte mal ein landesweiter Streiktag organisiert werden an dem ALLE die irgend welche Wurzeln im Aus and haben die Arbeit ausfallen lassen. Mal sehen was dann in diesem Land noch funktionieren würde.
  • Frances Ryder 16.07.2019 09:00
    Highlight Highlight Das beste ist, dass Trumps Grossvater in sein Heimatland "Deutschland" zurückkehren wollte, man ihm aber die Wiedereinbürgerung verwehrte weil er kein Militärdienst geleistet hat.
  • Xiakit 16.07.2019 08:21
    Highlight Highlight Ich wusste nicht mal das ich ein Kind von Secondos war, da beide Eltern Teile Schweizerdeutsch sprachen und ich nicht wie ein Italiener aussehe trotz drei Grosseltern aus Italien. Das erste mal habe ich es gemerkt als ich Donald Duck Paperino genannt habe und keiner verstand was ich damit meinte. Probleme gab es dadurch nicht, nur meine Eltern erzählten mir oft von Problemen, die sie früher erlebt haben.
  • Scalina58 16.07.2019 08:08
    Highlight Highlight ich bin 1963 als fünfjähriges Kind in die Schweiz gekommen, seit 42 Jahren bin ich eine sogenannte Papierli-Schweizerin und ich muss mir heute noch Sprüche anhören wie:

    “meinen Sie in Italien gehts schneller oder besser?” oder “wenns dir hier nicht passt, dann geh wieder zurück!”

    es gab, es gibt und es wird immer solche ignorante Menschen geben!
  • ibims 16.07.2019 08:07
    Highlight Highlight Kann mir jemand sagen, was an Trumps Tweet genau rassistisch ist? (darüber scheinen sich ja alle einig zu sein) Persönlich finde ich es auch daneben auf diese Weise politische "Debatte" zu führen, den Rassismus in diesem Tweet habe ich trotzdem noch nicht gefunden.
  • Thinkdeeper 16.07.2019 07:56
    Highlight Highlight Die Schweiz ist systemischer und gründlicher im diskriminieren und bashing Schwacher. Sie führte den J Stempel im Pass ein, um die Bürger zu diskriminieren, besitzt noch heute keine Verfassunggerichtsbarkeit, stellt den Gesetzgeber über die Verfassung und lässt verfassungswidrige Gesetze zu.
    Zu Schwarzenbachs Zeiten mussten ich mir als Kind anhören "Am Montag musst Du wieder nach Hause".Bi Konfessionell Kinder wurden in Abfallcontainer gesteckt.
    Italiener, Spanier, Tamilen, Jugos, Flüchtlinge werden traumatiesiert, ohne deren billige Arbeit unsere Gesellschaft aber kollabieren würde.



  • Toerpe Zwerg 16.07.2019 07:49
    Highlight Highlight Catering his audience ...
  • Mr. Wayne 16.07.2019 07:34
    Highlight Highlight Wie kann man Kinder zu Hause so erziehen. In der Spielgruppe spielen alle Kinder schön miteinander. Da interessieet sich kein Kind dafür welche Hautfarbe das andere Kind hat. Erst später, wenn die Kinder von zu Hause beeinflusst worden sind, fangen diese an, such gegeneinander aufzuspielen.

    Da sich dann meist die gleichgesinnten zusammen tun, haben wir schon in der Schule das Problem geschaffen.
  • Janis Joplin 16.07.2019 07:31
    Highlight Highlight Nanana Donald - dasselbe Land in dem du dich glückselig suhlst sagte anno dazumal nicht dasselbe zu deinem Grossvater!
  • sheimers 16.07.2019 07:25
    Highlight Highlight Und wann geht Trump endlich?
    Benutzer Bild
    • Schäppecher 16.07.2019 08:11
      Highlight Highlight Genau das war auch nein erster Gedanke!
  • Ass 16.07.2019 06:54
    Highlight Highlight Ausländerfeindlichtkeit sieht man bei Ausländern noch häuftig. Von dem her ist Donald nicht der Einzige.
  • delCibao 16.07.2019 04:59
    Highlight Highlight Ach, ihr glaubt das passiere nur in den USA? Das habe ich in der Schweiz selber erlebt. In der Primarschule war ich einer der wenigen Ausländer, damals Ende der 80er. Lehrer erlaubten sich immer wieder, mich als minder darzustellen, weil halt aus Spanien, auch wenn in der CH geboren. Die Schüler organisierten in meinem Dorf Hetzjagden mit Stangen und Eisenketten gegen mich. In der Lehre sagte mir ein Ausbilder, warum ich nicht zurück nach Spanien ginge und Schweizern Platz machen würde.
    • rodolofo 16.07.2019 07:03
      Highlight Highlight Wir hatten damals auch einen Spanier: "Seet"!
      Er war auf dem Pausenplatz als Schläger gefürchtet, neben Beeler, dem "einheimischen Schläger".
      Beide besuchten die Sonderschule.
      Im Unterschied zu Beeler spielte Seet aber ausgezeichnet Fussball und sah toll Latin-mässig aus.
      Darum war Seet ein angehimmelter Star und Mädchenschwarm.
      Merkst Du, worauf ich hinaus will?
    • Maruel 16.07.2019 07:06
      Highlight Highlight Während ich die Primar diesbezüglich schadlos überstand, musste ich im Gymi täglich Sprüche wie "du stinksch, du Huaradrecksspanier!" hören. Ich bin in der Schweiz geboren und meine Mutter ist Schweizerin.

      Ich denke, nahezu jeder Mensch mit fremdländischen Wurzeln macht solche Erfahrungen.
    • Michaka 16.07.2019 07:34
      Highlight Highlight @rodolfo: nein, erklär doch bitte worauf du hinaus willst, ich kapier den Zusammenhang echt nicht...
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