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U.S. Republican presidential candidate Donald Trump waves as he walks offstage after delivering a campaign speech about national security in Manchester, New Hampshire, U.S. June 13, 2016 in response to the mass shooting at Orlando's Pulse nightclub.  REUTERS/Brian Snyder

Nein, Trump will die Muslime nicht in seinem Land.
Bild: BRIAN SNYDER/REUTERS

Trump nutzt die Gunst der Stunde und wettert einmal mehr über Muslime: «Sie versklaven Frauen und ermorden Schwule»

Donald Trump verschärft nach der Tat von Orlando seine antimuslimische Rhetorik. Präsident Obama wirft er vor, die Sicherheitskräfte zu behindern.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Nach dem Angriff auf den Homosexuellen-Nachtklub «Pulse» in Orlando erhebt der republikanische Präsidentschaftsanwärter Donald Trump schwere Vorwürfe gegen Barack Obama. Demnach würden Sicherheitskräfte, die Anschläge verhindern sollten, angeblich vom Weissen Haus zurückgehalten. Was er damit konkret meine, führte Trump nicht aus.

Auf einer Wahlveranstaltung in Manchester, New Hampshire, verlangte Trump die Generalüberholung der US-amerikanischen Einwanderungsgesetze und unterstrich erneut seine Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime. Dabei ging er noch über seine bisherige Position hinaus.

Bei einem Wahlsieg wolle er die Einreise aus allen Staaten stoppen, die unter Terrorverdacht stünden. Diese Forderung würde demnach nicht nur Angehörige muslimischen Glaubens betreffen, sondern alle Bürger bestimmter Staaten. Bis geklärt sei, wie die Terrorbedrohung beendet werden könne, werde er die Einreise aus Ländern «mit einer erwiesenen Geschichte des Terrorismus gegen die Vereinigten Staaten, Europa oder unsere Verbündeten» unterbinden, sagte Trump.

«Bessere, grössere Version des Trojanischen Pferdes»

«Viele Prinzipien des radikalen Islamismus sind nicht vereinbar mit westlichen Werten und Institutionen», erklärte Trump. «Sie versklaven Frauen und ermorden Schwule», sagte Trump. «Ich will sie nicht in unserem Land haben.» Bemerkenswert: Als ausgewiesener Schwulenfreund war Trump bisher nicht in Erscheinung getreten. Im Gegenteil – viele seiner Anhänger sprechen sich gegen Gleichstellungsgesetze aus. Auch Trumps Frauenbild ist – vorsichtig ausgedrückt – nicht gerade als liberal bekannt.

Besonders harsch äusserte sich Trump über Flüchtlinge aus Syrien, die in die USA kommen: Er nannte sie eine «bessere, grössere Version des Trojanischen Pferdes». Verallgemeinernd nannte Trump muslimische Flüchtlinge eine Gefahr für die amerikanische Jugend: «Sie ergreifen unsere Kinder und rekrutieren sie für den IS.»

Bereits wenige Stunden nach dem Anschlag auf die Schwulen- und Lesbenbar «Pulse» hatte Trump seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton sowie Präsident Obama vorgeworfen, es im Anti-Terror-Kampf an Härte vermissen zu lassen. Er forderte Obama deshalb am Sonntag zum Rücktritt auf.

In der Nacht zum Sonntag hatte ein Attentäter in der Szenebar in Orlando 49 Menschen ermordet. Der Schütze Omar Mateen soll mit den Terroristen des «Islamischen Staats» sympathisiert haben. Nach dem Massaker äusserten sich Menschen weltweit bestürzt und bekundeten ihre Solidarität mit den Opfern.

asc/Reuters/AFP

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ElendesPack 14.06.2016 13:04
    Highlight Highlight "Nutzt die Gunst der Stunde" klingt so als wäre er damit der Einzige. Die Waffengegner "nutzen die Gunst der Stunde" ja ebenfalls. Ebenso nutzen Linke jeweils bereitwillig "die Gunst der Stunde", wenn irgendwo ein verblödeter Neonazi jemanden verprügelt, erschiesst oder sonstwas mit ihm anstellt.
    Politik besteht daraus "die Gunst der Stunde" jeweils zu nutzen. Ich begreife nicht, wieso es einem Spiegel jeweils nur bei Rechten einfällt, dass diese "die Gunst der Stunde nutzen".
  • Kiyoaki 14.06.2016 09:39
    Highlight Highlight Wer verständlicherweise denkt, dass Trump nicht mehr alles Tassen im Schrank hat, sollte sich mal die Kommentare seiner Supporter auf Facebook reinziehen. #dontwanttoliveonthisplanetanymore
  • Theor 14.06.2016 07:43
    Highlight Highlight Das Abstruse ist ja, dass es seine Partei ist, die Waffengesetze verhindert. Es ist also seine Schuld, was dort in dem Club passierte. Aber der Mann behauptet und lügt einfach ohne einzuatmen und ohne dabei Rot zu werden. Ein ganz gefährlicher, schmieriger Typ.
    • Anaalvik 14.06.2016 13:14
      Highlight Highlight Waffenverbote können keine Massenmorde verhindern. Niemand kann den Massenmord eines Amokläufers verhindern. Also kann man auch Trump keine Schuld dafür geben. Das ist so falsch, wie die Behauptung, die Ausländer wären schuld an Arbeitslosigkeit und Kriminalität.
      In Orlando hätte eine einzige Option die Anzahl Todesopfer verringern können: Dass möglichst viele der vom Amokläufer Angegriffenen unmittelbar das Feuer erwidern und den Amokläufer binnen Sekunden unschädlich machen. In den drei Stunden bis die Polizei kam, waren dort alle wehrloses Schlachtvieh.
      Darum: Bewaffnet die Bürger!
    • andersen 14.06.2016 18:53
      Highlight Highlight Anaalvik schreibt.

      Bewaffnet die Bürger.

      Hallo!
      Wissen Sie was in Orlando passiert ist?
    • Anaalvik 14.06.2016 23:49
      Highlight Highlight @andersen: Schon vergessen? Die Schweiz tut das schon lange und mit grossem Erfolg. Jedem Schweizer Bürger der zum Wehrdienst taugt, also kein Krüppel ist und kein Schwachsinniger ist, dem drückt die Schweiz ein Sturmgewehr in Hand und überlässt es seiner Obhut. Dieses Vertrauen des Staates in seine Bürger haben die Schweiz zu dem gemacht was sie ist: ein äusserst sicheres, friedliches und wohlhabendes Land.
  • pamayer 14.06.2016 07:13
    Highlight Highlight Worin unterscheiden sich radikale islamisten von radikalen Republikanern?
    • Anaalvik 14.06.2016 15:12
      Highlight Highlight Schwierige Frage! Vielleicht:
      Versklavung und Massenvergewaltigung von Mädchen?
      Flugzeuge in Wolkenkratzer stürzen lassen?
      Bombenattentate?
      Massaker in Restaurants, Hotels und Konzerthallen?
      Mutmassliche Ehebrecher steinigen?
      Alkoholabstinenz?
      Dieben die Hand abhacken?
      Den Tod aller Christen fordern?


    • MR .Z 14.06.2016 15:49
      Highlight Highlight Das alles haben radikale repuplikaner in iraq und der region auch gemacht also sind diese beide scheisse
    • Anaalvik 14.06.2016 16:23
      Highlight Highlight Radikale Republikaner haben im Irak Christen verfolgt, Leute gesteinigt und Massenvergewaltigungen durchgeführt und Dieben die Hand abgehackt? Nicht in diesem Universum. Von welchem Paralleluniversum kommst Du?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 14.06.2016 05:43
    Highlight Highlight Trump positioniert sich im befeurten Wahlkampf als der rettende Leader und dominiert nach belieben die Medien. Er bestimmt die Agenda und nutzt Ereignisse schamlos aus. Hillary wirkt geradezu reaktiv und Obama will er gleich als unfähigen Looser ettikettieren. Da macht einer was er will und scheinbar kann ihn niemand stoppen. Das Volk nämlich will schauen wie weit er damit kommt, bis es zu spät ist. Es ist fasziniert und angewiedert zugleich. Da kann man von aussen nur erstaunt zusehen "wie es passiert." In den USA, wo man so etwas für unmöglich hielt.
  • Calvin Whatison 14.06.2016 02:16
    Highlight Highlight unterste Schublade erreicht. Werde mich hier wohl bald verabschieden. Weiss einige wird's freuen.
    • Spooky 14.06.2016 03:00
      Highlight Highlight "unterste Schublade erreicht."

      Was meinst du damit? Die Artikel oder die Kommentare?
    • Salz & Pfeffer 14.06.2016 07:13
      Highlight Highlight ich tippe mal auf Trump..
  • Königin der Löwen 14.06.2016 00:31
    Highlight Highlight Wie jämmerlich.
  • naherrawan 14.06.2016 00:25
    Highlight Highlight Die eigentliche Schuld ist den USA ,mit ihrern Waffengesetzten, selbst zuzuschreiben.
    • Salz & Pfeffer 14.06.2016 07:14
      Highlight Highlight An eine Waffe kommt man immer, die Frage ist nur, wie schwer man es einem macht.
    • Anaalvik 14.06.2016 13:22
      Highlight Highlight Ja das stimmt ganz genau!
      Hätte die USA die allgemeine Waffentragpflicht längst eingeführt, dann wäre der Amokläufer schon nach seinem dritten Todesopfer neutralisiert geworden und es hätten nicht 50 sterben und nochmals 50 verletzt werden müssen. Die Waffenverbote sind schuld! Da hast Du vollkomen recht.
    • stiberium 14.06.2016 14:33
      Highlight Highlight "allgemeine Waffentragpflicht" :D
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • naherrawan 14.06.2016 00:20
    Highlight Highlight "Trump will die Muslime nicht in SEINEM Land"?! Alles klar.
  • Spooky 13.06.2016 23:52
    Highlight Highlight «Sie versklaven Frauen und ermorden Schwule»

    Was genau stimmt denn nicht in diesem Satz?
    • oskar 14.06.2016 00:17
      Highlight Highlight vielleicht solltest du mal den ganzen artikel und nicht nur den titel lesen...
    • DeineMudda 14.06.2016 08:10
      Highlight Highlight Das ist einfache eine Aussage, die nur teilweise stimmt auf extremistische Muslime oder den IS. Dabei bezieht Trump aber auch die gemässigten Muslime mit ein und hebt sie sozusagen auf die Stufe des IS. Wie gesagt, Muslime nicht gleich extremistische Muslime. Wo kämen wir denn hin, wenn alle Menschen so denken würden.
    • kurt3 14.06.2016 09:55
      Highlight Highlight Spooky , ich hab einen ganz heißen Tipp für Dich geh doch auf srf. Online . Da findest Du Gleichgesinnte , Trump - Unterstützer , Rechtsnationale . Das Schöne dort , es gibt nicht einmal eine Meldefunktion .
    Weitere Antworten anzeigen
  • AJACIED 13.06.2016 23:47
    Highlight Highlight Bin nicht pro Clinton pro Trump. Seit vorsichtig Trump ist sicherlich ein idiot aber diese Schlange Clinton ist auch nicht ganz sooooooo gut wie es alle glauben wollen.
    • pali2 14.06.2016 07:53
      Highlight Highlight Was ist denn alles nicht gut an Clinton?
      Ich weiss nur, dass es eine mit Trump Katastrophe werden würde. Als Experiment wäre es sehr interessant, mal so jemanden an die Macht kommen zu lassen. Doch leider wäre es ein Experiment, dass in der Realität spielen würde...
  • Pana 13.06.2016 23:08
    Highlight Highlight Wie kann man diesen Artikel verfassen, ohne darauf hinzuweisen, dass der Täter von Orlando ein in den USA geborener und aufgewachsener Amerikaner war? Dass dies für Trump und seine Anhänger irrelevant ist, ist klar. Aber muss man so noch Propaganda für ihn machen?
    • Anaalvik 14.06.2016 13:42
      Highlight Highlight Dass der Amoklöufer US-Staatsbürger war macht es umso eindeutiger zu einem Angriff eines Islamisten.
      Denn in seinem Bekennen zum IS, bzw. indem er im Namen des IS handelte, unterscheidet er sich fundamental vom Selbstverständnis der allermeisten Amerikaner.
      Also kann diese Tat nicht als Tat eines Amerikaners gelten, sondern muss als Tat eines Islamisten betrachtet werden. Obschon der Täter beides ist.
      Ein Gegenbeispiel ist der Oklahomabomber, der aus übertriebenem Patriotismus, bzw. rechtsextrem motiviert agierte.
    • Pana 14.06.2016 14:08
      Highlight Highlight Der Oklahoma-Bomber war also ein echter Amerikaner? Du scheinst die Staaten genau so wenig zu verstehen wie Drumpf.
    • Anaalvik 14.06.2016 14:59
      Highlight Highlight @Pana: Der Oklahomabomber, Timothy James McVeigh, war zweifelsohne gebürtiger Staatsangehöriger der Vereinigten Staaten von Amerika. Ich verstehe Deine Frage nicht. Und: Wer ist Drumpf?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Anaalvik 13.06.2016 22:49
    Highlight Highlight Verdammt, nichts was er da sagte ist kreuzfalsch. Er braucht nur nach Europa zu zeigen, um einen lebendigen Beweis zu präsentieren, der zeigt, wie man islamistischen Terror nicht verhindert. Oder aber er zeigt auf Israel, als Beweis, dass seine Massnahmen sogar dem schlimmstmöglichen Szenario standhalten. Gut, bei seinen Massnahmen werden bald einmal die individuelle Freiheit und die Gerechtigkeit sehr leiden. Aber denen, die wirklich das Sagen haben, ist das egal. Sie wollen einfach einen Ort, wo sie ihre Milliarden sicher wissen, und sie ihre Ruhe haben. Trump wie Clinton sorgen für sie.
  • Scaros_2 13.06.2016 22:34
    Highlight Highlight Was passiert eigentlich wenn Trump seine Rethorik wahr werden lässt? Ich meine da müssten doch die ganzen Techgiganzen und andere wirtschaftszweige abwandern denn wer in den USA bleibt würde ja so sagen das sie auch gegen Muslime sind. Ich weis gar nicht - ist sich Trump der Folgen solcher aussagen überhaupt bewusst?
  • Schmiedrich 13.06.2016 22:31
    Highlight Highlight Und selber schon schwulenfeindliche kommentare abgegeben...

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