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US-Polizei findet nach Befreiung von elf Kindern toten Vierjährigen



epa06929785 A handout photo made available by Taos County Sheriff’s Office shows an aerial photo of compound in rural Amalia, New Mexico, USA  (issued 05 August 2018). Law enforcement officers found 11 children, aged 1 to 15 living in squalid conditions and with little food at a compound in the rural community of Amalia, New Mexico, USA. Two men, Siraj Wahhaj and Lucas Morten were taken into custody.  EPA/TAOS COUNTY SHERIFF'S OFFICE  HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/TAOS COUNTY SHERIFF'S OFFICE

Nach der Befreiung von elf völlig verwahrlosten Kindern im Alter zwischen einem und 15 Jahren aus der Hand bewaffneter «Extremisten» in den USA hat die Polizei am selben Ort die Leiche eines vermissten Vierjährigen gefunden.

«Wir haben die Überreste gestern an Abduls viertem Geburtstag gefunden», sagte der Sheriff des Landkreises Taos in New Mexico, Jerry Hogrefe, am Dienstag (Ortszeit). Die Suche nach Abdul hatte bereits im vergangenen Jahr begonnen.

Der Einsatz, der am Freitag zur Befreiung der elf Kinder führte, war Teil der monatelangen Suche nach dem entführten Jungen aus dem Bundesstaat Georgia gewesen. Unter den beiden Festgenommenen war der Vater Abduls. Der gesuchte Junge war nicht unter den befreiten Kindern. Die Suche wurde daraufhin fortgesetzt, bis die Beamten schliesslich auf die sterblichen Überreste stiessen.

This Aug. 5, 2018 photo shows a

Bild: AP/The Taos News

Dutzende Beamte waren an dem Einsatz am Freitag in New Mexico beteiligt. Vorausgegangen waren ein Durchsuchungsbefehl des örtlichen Sheriffs für das Versteck in der ländlichen Gemeinde Amalia, wo der Vater von Abdul, Siraj Wahhaj, vermutet wurde sowie ein Notruf, der offenbar aus dem Versteck kam.

Den Beamten bot sich bei dem Zugriff ein Bild des Elends. «Das waren die traurigsten Lebensbedingungen und die schlimmste Armut, die ich je gesehen habe», sagte der Sheriff am Sonntag. «Sie sahen aus wie Flüchtlinge aus der Dritten Welt.» «Sie hatten kein Essen und kein frisches Wasser, keine Schuhe, keine Hygiene und waren in Lumpen gekleidet.»

Taos County Planning Department officials Rachel Romero, left, and Eric Montoya survey property conditions at a disheveled living compound at Amalia, N.M., on Tuesday, Aug. 7, 2018. A New Mexico sheriff said searchers have found the remains of a boy at the makeshift compound that was raided in search of a missing Georgia child. (AP Photo/Lee Morgan)

Bild: AP/AP

Bei dem Versteck handelte es sich laut Polizei um einen «kleinen im Boden vergrabenen Wohnwagen, der mit Plastik bedeckt war». An Lebensmitteln fanden die Beamten lediglich «ein paar Kartoffeln und eine Kiste Reis».

Zwei Männer wurden laut Polizei festgenommen. Bei ihnen wurden demnach Sturmgewehre, Pistolen und Munition gefunden. Laut Polizei werden beide Männer als «Extremisten muslimischen Glaubens» eingestuft. Laut Haftbefehl habe der Vater eine Art Exorzismus an dem vierjährigen Sohn durchführen wollen, so CNN.

Der gefundene Vierjährige war Ende vergangenen Jahres von seiner Mutter in Georgia als vermisst gemeldet worden. Wahhaj hatte seinen Sohn laut Polizei damals mit in den Park genommen und war nicht zurückgekommen. (wst/sda/afp)

Fast 18 Mio. Menschen in Jemen haben nicht genügend Essen

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Video: srf/SDA SRF

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pana 08.08.2018 15:18
    Highlight Highlight "Bei ihnen wurden demnach Sturmgewehre, Pistolen und Munition gefunden. Laut Polizei werden beide Männer als «Extremisten muslimischen Glaubens» eingestuft."

    WTF? Sind sie Extremisten weil sie muslimischen Glaubens sind, oder weil sie (wie der Rest des Landes) im Besitz von Waffen waren?
    • Ueli der Knecht 08.08.2018 16:23
      Highlight Highlight Die ganze Story macht es eher unglaubwürdig, dass es sich um Gläubige (egal welcher Religion) gehandelt habe. Wenn also trotzdem eine Religion genannt (resp. von watson kolportiert) wird, dann hat das offensichtlich andere Beweggründe.

      Ich meine, auch Journalisten, die ihren Beruf ernst nehmen, würden den Hinweis auf eine angebliche Religion weglassen, weil es offensichtlich ist, dass es ungläubige Extremisten sind und ihre Tat daher auch nicht religiös motiviert (oder rechtfertigt) ist.

      Aber eben... Hauptsache es bringt Aufmerksamkeit und Clicks und viele Kommentare.
    • WStern 08.08.2018 18:23
      Highlight Highlight @Ueli der Knecht: Es wird nicht von watson kolportiert. Es ist eine Agentur-Meldung, die sich auf Aussagen der Behörden bezieht. Diesen wiederum kann man Glauben schenken oder nicht, das ist dir überlassen.
    • Ueli der Knecht 08.08.2018 18:34
      Highlight Highlight WStern: Ich bestreite nicht, dass die Kriminellen Muslime sind.

      Allerdings meine ich, diese Tatsache wäre irrelevant. Einerseits weil die Leute ihren Glauben vermutlich nicht praktizieren/leben, und anderseits weil die Tat weder religiös motiviert noch mit Religion rechtfertigt wird.

      Falls jemand den nicht relevanten Glauben trotzdem als relevant betrachtet, sehe ich daher eher andere Beweggründe als nur sachliche und seriöse Berichterstattung.

      Man erwähnt ja zB. mit gutem Grund auch im aktuellen Staufen-Missbrauchs-Prozess nicht, dass die Mutter und ihr ebenso Freund Christen sind.
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