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epa06173590 An exterior view of the building of the US Embassy in Moscow, Russia 31 August 2017. The American Embassy reportedly will resume issuing visas for Russian citizens in Moscow from 01 September 2017 on. As a reaction to the reduction of staff of US diplomatic missions in Russia, which was demanded by Russian authorities in a diplomatic standoff earlier this year, the US embassy in Moscow had suspended the issuance of nonimmigrant visas since 23 August.  EPA/YURI KOCHETKOV

Die US-Botschaft in Moskau. Über ein Jahrzehnt lang soll hier eine russische Spionin gearbeitet haben. Bild: EPA/EPA

Russische Spionin soll jahrelang in US-Botschaft gearbeitet haben

03.08.18, 04:36 03.08.18, 07:36


In der US-Botschaft in Moskau hat über ein Jahrzehnt lang eine mutmassliche russische Spionin gearbeitet. Die russische Staatsangehörige sei vom Secret Service angestellt worden und bei einer Sicherheitskontrolle durch das US-Aussenministerium unter Verdacht geraten.

Dies berichteten die britische Zeitung «Guardian» und der US-Sender CNN in der Nacht auf Freitag.

Bei der Untersuchung wurde demnach festgestellt, dass die Frau regelmässig nicht genehmigte Treffen mit dem russischen Geheimdienst FSB abhielt. Die Frau habe Zugang zum Intranet und E-Mail-System des Secret Service und damit zu potenziell sensiblen Daten gehabt. Zu streng vertraulichen Informationen habe sie aber keinen Zugang gehabt, berichtete CNN unter Berufung auf nicht genannte Quellen.

Eine ebenso nicht genannte Quelle sagte dem «Guardian», der zuerst über den Fall berichtete, der Secret Service habe versucht, den Vorfall zu vertuschen, indem die Frau entlassen worden sei. Dies erfolgte demnach im Zuge der Entlassung von 750 Beschäftigten der US-Botschaft als Reaktion auf die Vorwürfe gegen Russland, sich in die US-Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt zu haben. Der Secret Service habe überdies keine internen Ermittlungen eingeleitet, um einen allfälligen Schaden zu begutachten und zu prüfen, ob die Frau andere Mitarbeiter angeheuert habe, sie mit weiteren Informationen zu versorgen.

Kaum Auswirkungen gehabt?

In einer von beiden Medien zitierten Erklärung des Secret Service hiess es, alle ausländischen Mitarbeiter von US-Einrichtungen könnten zum «Ziel einer Beeinflussung durch einen ausländischen Geheimdienst» werden. Diese Mitarbeiter seien jedoch zu keinem Zeitpunkt in der Lage gewesen, an «Informationen zur nationalen Sicherheit» zu gelangen.

Das US-Aussenministerium erklärte, die Berichte würden geprüft. Das Ministerium äussere sich aber nicht zu Geheimdienstangelegenheiten.

Der Secret Service wollte sich zu dem konkreten Fall auf Anfrage des Blattes nicht äussern. Neben dem Personenschutz für den US-Präsidenten unterliegt dem Secret Service auch die Strafverfolgung auf Bundesebene. Vertreter der Behörde sind auch an verschiedenen US-Botschaften im Ausland im Einsatz. (dwi/sda/afp/dpa)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Origin Gra 03.08.2018 14:28
    Highlight Die Amis mal wieder.
    Ein Jahrzehnt lang beschäftigen die eine Spionin xD

    Das ist schon ziemlich Peinlich
    3 0 Melden
  • Dong 03.08.2018 11:51
    Highlight Dazu der britische Ex-Botschafter Craig Murray:

    "The truth is that Embassies of different powers very quickly identify who are the spies in other missions. MI6 have huge dossiers on the members of the Russian security services – I have seen and handled them."

    Gefunden hier: http://blog.fefe.de/?ts=ab7e5ee7
    4 0 Melden
  • äti 03.08.2018 08:45
    Highlight Wo sonst sollen Spione effizienter arbeiten ?
    28 3 Melden
  • Radiochopf 03.08.2018 08:24
    Highlight überall wimmelt es aktuell nur so von russischen Spione.. das ist einfach daily spy business, auch wenn die US-Medien natürlich anders verkaufen aktuell.. man muss sich nur mal ausdenken, wieviele amerikanische Spione es weltweit gibt und wo und wieviel die überall aktiv sind.. die US-Geheimdienste dürften ca. 10mal mehr MA und Spione haben als die Russen, da darf man sich gerne mal ausdenken wie die USA so tätig sind..
    30 14 Melden
    • äti 03.08.2018 09:30
      Highlight .. ausser dir hat das tatsächlich kein Mensch gewusst. Danke für die Info.
      10 17 Melden
    • Sauäschnörrli 03.08.2018 09:49
      Highlight Whataboutism, übrigens eine Taktik des russischen Geheimdienstes. Soll man also nicht mehr darüber berichten weil es daily business ist und wenn, dann nicht ohne zu erwähnen, dass die Amerikaner 10 mal schlimmer sind?
      20 27 Melden
    • Datsyuk 03.08.2018 13:26
      Highlight Man könnte es aber auch so sehen: Wieso nicht auch über amerikanische Spione sprechen?
      6 2 Melden
    • Sauäschnörrli 03.08.2018 13:46
      Highlight @Datsyuk, man ist sich seit der NSA-Affäre durchaus bewusst, was die USA so treiben. Aber hat in diesen Tagen, jemand darauf aufmerksam gemacht, dass die Chinesen massiv Industriespionage betreiben? Und hätte es etwas an der Tatsache geändert, dass die Amerikaner ihre Freunde und Bürger belauschten?
      3 2 Melden
    • Datsyuk 03.08.2018 14:10
      Highlight Ich meine: Belauschen die jetzt nicht ?
      2 1 Melden
    • Sauäschnörrli 03.08.2018 14:34
      Highlight @Datsyuk, natürlich lauschen die auch jetzt. Darüber darf man ja auch sprechen. Was wir aber mittlerweile haben ist eine Kultur des Relativierens. Wie auf dem Pausenhof, kommt sofort "aber dä ander het au" und was tut das zu Sache? Jetzt hat es Russland erwischt und wir sollten darüber reden, es dauert bestimmt kein Jahr, dann lesen wir die selbe Schlagzeile bzgl. eines amerikanischen Spions und dann sollte das Thema sein. Aber so wie es jetzt läuft, werden wir dann erst unter dem Artikel des Amerikaners, über diesen Artikel reden.
      3 1 Melden

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