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Pentagon-Chef wirft China «räuberische Wirtschaftspolitik» vor



Im eskalierenden Handelskrieg zwischen den USA und China hat US-Verteidigungsminister Mark Esper Peking eine «räuberische» Wirtschaftspolitik vorgeworfen. China verstosse damit gegen die internationale regelbasierte Ordnung, «die wir aufrechtzuerhalten versuchen», sagte Esper am Mittwoch laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Tokio.

Esper warf China zudem «militärische Aggression» vor. «China destabilisiert weiterhin die Region», sagte Esper laut Kyodo bei seiner ersten Auslandsreise als neuer US-Verteidigungsminister.

In this Aug. 4, 2019, photo, U.S. Secretary of Defense Mark Esper briefs the media following annual bilateral talks with Australian counterparts in Sydney, Australia. Esper said at last weekend's meetings that he wanted to deploy intermediate range conventional missiles at various Asia-Pacific sites within months.(AP Photo/Rick Rycroft)
Mark Esper

Mark Esper. Bild: AP

Zuvor hatte Washington Peking der Währungsmanipulation bezichtigt. In Bezug auf Nordkorea sagte Esper, die USA seien weiterhin einer vollständigen, unumkehrbaren und nachprüfbaren Denuklearisierung Nordkoreas verpflichtet. Der Pentagon-Chef dankte Japan, zur Umsetzung von Uno-Sanktionen gegen Nordkorea beizutragen. Japan ist ein wichtiger Verbündeter Washingtons in der Asien-Pazifik-Region.

Am Vortag hatte Nordkorea Raketen getestet und zwei Geschosse ins Japanische Meer abgefeuert. Es war der vierte Raketenstart in den vergangenen knapp zwei Wochen. Uno-Resolutionen verbieten Nordkorea - das mehrfach Atombomben getestet hat - die Starts von ballistischen Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Esper wollte in Tokio auch seinen japanischen Amtskollegen Takeshi Iwaya treffen. (sda/dpa)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spiessvogel 07.08.2019 21:22
    Highlight Highlight Wie lange muss die Welt warten, bis die Amis sehen, dass sie sich mit dem angezettelten Wirtschaftskrieg selbst eine Falle gestellt haben. Als immens hoch verschuldete Nation erliegen sie dem Gehabe eines militärischen Machtapparates, der sich noch immer nicht von der Rolle als Weltpolizist verabschieden konnte. Derweil hat China in überlegter Ruhe ein immenses Staatskapital angehäuft und ist auf Einkaufstour. Gegenüber dem Stolz, den Errungenschaften und der Leidensfähigkeit des chinesischen Volkes wirkt das Gekläff aus der Administration Trump wie der Abgesang einer verirrten Meute.
  • Delisa06 07.08.2019 10:51
    Highlight Highlight Ich lach mich schlapp. Das ist der beste Witz den ich he hörte. Das nennt man wohl verschobene Wahrnehmung oder ist es Demenz?
  • NiemandVonNirgendwo 07.08.2019 10:08
    Highlight Highlight "Im eskalierenden Handelskrieg zwischen den USA und China hat US-Verteidigungsminister Mark Esper Peking eine «räuberische» Wirtschaftspolitik vorgeworfen. China verstosse damit gegen die internationale regelbasierte Ordnung, «die wir aufrechtzuerhalten versuchen», sagte Esper am Mittwoch"

    Ja klar und Strafzölle auf Chinesische Produkte sind regelkonform... das ich nicht lache. Die Amerikaner werden mir definitiv immer unsympathischer. Verlogener gehts echt nicht mehr.
    • Ueli der Knecht 08.08.2019 14:55
      Highlight Highlight "die internationale regelbasierte Ordnung"

      Damit meinen die Amis natürlich nicht etwa die WTO oder das GATT, sondern ausschliesslich ihre eigenen Regeln, die natürlich in den Augen der Amis für die ganze Welt gelten.
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 07.08.2019 09:32
    Highlight Highlight Wer im Glashaus sitzt?
  • Silent_Revolution 07.08.2019 08:58
    Highlight Highlight Als Verteidigungsminister der USA braucht es sicher unglaublich viel Übung, jemandem räuberische Wirtschaftspolitik und militärische Aggression zu unterstellen, ohne in lautes Gelächter auszubrechen.
  • Gawayn 07.08.2019 08:46
    Highlight Highlight Soso.. China räuberische Wirtschaftspolik vor?

    Ich sehe amerikanische Firmenchefs, die Milliarden auf dem Konto haben.
    Ihre Angestellten aber auf 2 Jobs angewiesen sind. Dazu noch Essensmarken beziehen, um nur halbwegs über die Runden zu kommen.

    DAS ist räuberische Wirtschaftspolitik.
    Den Amis geht es nicht um Wirtschaft.
    Es geht nur darum, das Wenige noch mehr Profit rein bekommen.

    Ja auch jetzt, nachdem die Arbeiter um 15% mehr Lohn erhalten.
    15% mehr von gar nichts, ist noch immer sehr wenig...

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