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Griechenland: Die Regierung spart, das Volk streikt

Die Schulen sind dicht, die Bahnen stehen still, die Fähren bleiben im Hafen: Griechische Gewerkschaften haben zum Generalstreik aufgerufen – aus Protest gegen ein neues Sparprogramm.



A Greek national flag flutters atop the Athens' University, Greece, May 5, 2016. REUTERS/Alkis Konstantinidis

Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

Ein Artikel von

Spiegel Online

In Griechenland ist an diesem Freitag ein Generalstreik gegen die von den internationalen Gläubigern geforderten Sparpläne angelaufen. Mehrere Gewerkschaften hatten zuvor einen 48-stündigen Streik für Freitag und Samstag ausgerufen. Busse und Bahnen fuhren in Athen und anderen Städten des Landes nicht. Auch die staatlichen Schulen blieben am Freitag geschlossen. Die Müllabfuhr und die Eisenbahn sollen für drei Tage bestreikt werden.

In der Ägäis blieben die meisten Fähren am Freitag ebenfalls in den Häfen. Der Seeleutestreik soll bis Dienstagmorgen dauern. Am Freitag, Samstag und Sonntag sind Demonstrationen in Athen und anderen Städten geplant. Auch die Journalisten legten die Arbeit für zwei Tage nieder. Im Radio und Fernsehen gab es nur Musik und Filme. Lediglich eine private Radiostation sendete ein Not-Nachrichtenprogramm, das nur über die Streiks und die Reformen berichtete.

Der Flugverkehr fand dagegen normal statt, teilte der Flughafen Athen mit. Auch Supermärkte und Läden waren geöffnet. Für das Wochenende sind grosse Demonstrationen in Athen und anderen Städten geplant.

Die Streiks und Proteste richten sich gegen neue Sparmassnahmen, über die das griechische Parlament am Sonntag abstimmen soll. Dabei geht es um Rentenkürzungen im Volumen von 1,8 Milliarden Euro. Zudem sollen auch die Steuern um 1,8 Milliarden Euro erhöht werden.

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Die internationalen Gläubiger haben die Sparmassnahmen zur Bedingung für Auszahlung weiterer Milliardenkredite gemacht, auf die sich das Land und die anderen Eurostaaten im Sommer vergangenen Jahres geeinigt hatten. Kommt das Geld nicht wie vereinbart, droht Griechenland in diesem Sommer erneut die Staatspleite.

Seit dem ersten Hilfspaket im Jahr 2010 hat Griechenland bereits mehrere drastische Sparrunden hinter sich. Weil die Wirtschaft aber gleichzeitig abstürzte und Steuereinnahmen wegfielen, reichten die Massnahmen nie aus, um die geplanten Haushaltsziele zu erfüllen.

stk/dpa

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