International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07806913 Anti Brexit protesters with a banner 'Hypcrisy Reigns, Democracy Wanes' outside Downing Street in Whitehall during a protest against Brexit and the prorogation of parliament in London, Britain, 31 August 2019. Several 'Stop The Coup' protests are taking place across Britain on 31 August against Prime Minister Boris Johnson's move to suspend parliament.  EPA/VICKIE FLORES

Anti-Brexit-Demonstranten am Samstag in London. Bild: EPA

Brexit-Vorbeben: Britische Industrie schrumpft wie seit 2012 nicht mehr



Die britische Industrie ist im August wegen der Brexit-Krise und der schwächeren Weltkonjunktur so stark geschrumpft wie seit über sieben Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel überraschend um 0,6 auf 47,4 Punkte.

Dies teilte das Institut IHS Markit am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen mit. Erst ab 50 wird ein Wachstum signalisiert. Von Reuters befragte Ökonomen hatten erwartet, dass sich das Barometer dieser Marke wieder annähert.

«Hohe wirtschaftliche und politische Unsicherheit sowie anhaltende Spannungen im Welthandel haben die Leistung der britischen Hersteller im August beeinträchtigt», sagte IHS Markit-Direktor Rob Dobson mit Blick auf Brexit und Handelskonflikte.

Britische Wirtschaft geschrumpft

Die britische Wirtschaft ist im zweiten Quartal geschrumpft. Kommt es im laufenden Sommerquartal zu einem weiteren Rückgang, steckt Grossbritannien in einer Rezession. Die Industrie steuert zwar nur etwa zehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei, doch hängen auch andere Branchen von ihr ab, darunter unternehmensnahe Dienstleister.

Das Wirtschaftsklima in Grossbritannien ist wegen des drohenden harten Brexits so schlecht wie seit fast sieben Jahren nicht mehr. Das Barometer fiel im August um 1,8 auf 92,5 Punkte, wie die EU-Kommission ermittelte.

Bei Dienstleistern, Einzelhändlern und Verbrauchern trübte sich die Stimmung merklich ein. In der Industrie hellte sie sich zuletzt zwar etwas auf. Bei einem EU-Abschied Grossbritanniens ohne Scheidungsvertrag droht ihr allerdings eine Unterbrechung wichtiger Lieferketten. (sda/awp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Diese 20 Cartoons fassen das Brexit-Chaos perfekt zusammen

Was hält die Jugend vom Brexit?

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Merkel-Aussage sorgt in Italien für Aufsehen

Ein Interview von Bundeskanzlerin Angela Merkel über EU-Finanzhilfen in der Corona-Krise hat in Italien für Aufsehen gesorgt. Regierungschef Giuseppe Conte legte nahe, die Kanzlerin mische sich in heimische Politik ein. «Was den ESM (Europäischen Stabilitätsmechanismus) angeht, hat sich nichts geändert», sagte er am Freitagabend. Er respektiere Merkels Meinung. Aber für die Finanzen Italiens seien die Regierung in Rom und das Finanzministerium von Roberto Gualtieri zuständig.

Es gibt mehrere …

Artikel lesen
Link zum Artikel