International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
An Air France Airbus A380 aircraft takes off at Charles-de-Gaulle airport, near Paris, September 14, 2014. Air France will operate only 40 percent of its flights from Monday as pilots begin a one-week strike over company plans to cut costs to recapture market share from budget airlines, the airline said in a statement on Saturday.  REUTERS/Christian Hartmann (FRANCE - Tags: TRANSPORT BUSINESS CIVIL UNREST EMPLOYMENT)

Ein Airbus A380 der Air France hebt vom Pariser Flughafen ab (Archivbild). Bild: CHRISTIAN HARTMANN/REUTERS

Gestrandet in Manchester

A380-Pilot bricht Flug wegen Überstunden ab

Es sollte von New York nach Paris gehen. Doch der Air-France-Flieger mit 440 Passagieren landete in Manchester – weil der Pilot die maximal zulässige Arbeitszeit von elf Stunden überschritten hatte. Für die Passagiere begann eine Odyssee. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Statt in Paris sind 440 Passagiere an Bord einer Air-France-Maschine in Manchester gelandet – weil der Pilot die in der EU maximal erlaubte Arbeitszeit überschritten hatte. Das berichten die US-Nachrichtenagentur Bloomberg und britische Medien.

Der Flug von New York nach Paris startete wegen schlechten Wetters sechs Stunden später als geplant. Als die Maschine in Manchester landete, war der Pilot 13 Stunden im Dienst – zwei Stunden länger als von der EU erlaubt. «Wir müssen die europäischen Arbeitszeitvorgaben einhalten, die Crew musste deshalb in Manchester stoppen», zitiert Bloomberg eine Erklärung von Air France. Man verstehe aber die Erbitterung der Passagiere und werde ihnen eine Entschädigung anbieten, so die Fluglinie.

Die britische «Daily Mail» berichtet, dass das Flugzeug um 11 Uhr Ortszeit in Manchester landete – die Passagiere aber erst gegen 18.30 Uhr aussteigen durften. «Sie haben uns nicht von Bord gelassen», zitiert die Zeitung eine Passagierin aus Manchester. «Ich habe immer wieder gesagt: Ich wohne am Ende der Strasse, lassen Sie mich bitte raus!» Doch alle Bemühungen seien vergeblich gewesen. Erst um 19 Uhr habe sie nach Hause gedurft – ohne Gepäck. Sie habe erst weiter nach Paris und dann zurück nach Manchester fliegen sollen.

50 Burger für 440 Gestrandete

«Etwa 13 von uns, die in Grossbritannien wohnen, haben sich geweigert, den späteren Flug nach Paris zu nehmen», erzählt die Frau. «Irgendwann haben sie uns rausgelassen, aber auf mein Gepäck warte ich immer noch.»

In dem gestrandeten Flugzeug habe es kein Essen gegeben, «da waren Kinder an Bord, die hatten nichts mehr gegessen seit wir New York am Vortag verlassen hatten». Erst nach mehr als sieben Stunden Wartezeit im stehenden Flieger habe man sie in einen abgetrennten Bereich des Terminals in Manchester geführt und ihnen dort 50 Burger gereicht.

Der A380 selbst konnte offenbar auch mit einer neuen Crew nicht weiterfliegen, weil auch noch ein Problem mit dem Kabinendruck aufgetreten war. Viele Passagiere hätten weitere zwölf Stunden im Terminal auf ihren Weiterflug nach Paris warten müssen, so die «Daily Mail». Die Flugzeit von Manchester nach Paris beträgt üblicherweise nur 90 Minuten.

(trs/vet)

Kennst du schon die watson-App?

Über 100'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wird von Apple als «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.



Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Anded 25.02.2015 10:12
    Highlight Highlight Der grösste Fail ist, dass die Maschine trotzdem gestartet ist mit 6 Stunden Verspätung. Es gibt bei jedem Flug (insbesondere solchen ohne Abslöse-Piloten, bei JFK-CDG nicht nötig) eine spätestmögliche Startzeit. Nach dieser würde eben dieses Problem mit der Arbeitszeit auftreten deshalb wird der Flug gestrichen oder verschoben und der Pilot geht zurück ins Hotel.
    3 0 Melden

Airlines reagieren auf Öl-Schock: So stark steigen jetzt die Ticketpreise

Wegen des steigenden Ölpreises drehen Swiss & Co. an der Preisschraube. Ein Experte sagt, wie viel teurer jetzt die Tickets werden. 

Zürich–New York für 440 Franken. Mit diesen Kampfpreisen geht die Swiss auf Kundenfang. Damit ist es wohl bald vorbei. Die Lufthansa-Gruppe hat angekündigt, spätestens ab 2019 die Ticketpreise zu erhöhen. Grund dafür sind die steigenden Kerosinpreise. Nun treten Anfang November die US-Sanktionen gegen den Iran voll in Kraft, was den Ölpreis weiter anheizen dürfte.  

Einer, der es wissen muss, ist Nick Gerber vom Reiseunternehmen Globetrotter. Seit 25 Jahren beschäftigt er sich …

Artikel lesen
Link to Article