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TOKYO, JAPAN - APRIL 03: Business men enjoy 'Hanami' or Flower-viewing parties under cherry blossom trees in full bloom in Ueno Park, on April 3, 2015 in Tokyo, Japan. During cherry blossom season thousands of people gather across Japan to practice  'Hanami' (Flower-viewing parties) the centuries old tradition of picnicking under a blooming Sakura tree.  Hanami is said to have started during the Nara Period and still today people gather wherever cherry blossom trees are blooming and enjoy food and drinks often well into the night. As cherry blossom season coincides with the beginning of the new school year and the beginning of the business year many hanami parties are also used by companies and organizations  to welcome new employees and bring staff together. The Cherry blossom season only lasts for an average of two weekends and the

Japanische Geschäftsleute beim Essen. Jetzt soll sie Weinen zusammenschweissen.  Bild: Getty Images AsiaPac

Weshalb japanische Firmen hübsche, weinende Jungs mieten

Kollegen sollen zusammen weinen und sich von einem hübschen Kerl trösten lassen. Dazu vermietet eine Firma in Japan weinende Jungs an Unternehmen. Dies tun sie alles andere als zum Spass. 



Ein Artikel von

Spiegel Online

Losheulen, bis andere mitweinen, dann Taschentücher bereit halten, Tränen trocknen, trösten – das ist die Aufgabe der «ikemeso danshi» in Japan. Das sind gut aussehende, weinende Jungs, die anderen die verheulten Gesichter abtupfen. Firmen können diese Männer in der Hauptstadt Tokio für Mitarbeiter-Workshops buchen, berichtet der Sender BBC.

Einer von ihnen ist Ryusei, um die 40 Jahre alt, Model-Typ. Er sorgt in den Workshops zunächst einmal dafür, dass bei den Mitarbeitern die Tränen fliessen, zum Beispiel mit rührseligen Filmen. Gerne genommen: Vater-Kind-Dramen, Geschichten über kranke Tiere und ähnliche Themen, die auf die Tränendrüse drücken.

epa05249248 Japanese badminton player Kento Momota (R) speaks as his teammate Kenichi Tago (L) wipes tears during a press conference that was held to apologize after they admitted gambling at an illegal casino, in Tokyo, Japan, 08 April 2016. Momota is currently second in the men's singles world rankings and was a hope for a medal at the coming Rio de Janeiro Olympics. Facing severe sanctions as casino gambling is illegal in Japan, Momota will not be part of the Japanese team in Brazil.  EPA/FRANCK ROBICHON

Weinen ist in Japan nicht wie bei uns: Kento Momota, ein japanischer Badminton-Spieler an einer Pressekonferenz. Er soll illegal in einem Casino gespielt haben. Bild: FRANCK ROBICHON/EPA/KEYSTONE

Sobald das Schluchzen beginnt, zückt Ryusei die Taschentücher, tappt durchs Dunkle und trocknet den Menschen behutsam die Tränen. Die Idee dahinter: Das gemeinsame Weinen soll Kollegen einer Belegschaft einander näherbringen, damit sie besser als Team zusammenarbeiten.

Weinen fürs Betriebsklima 

«Wenn du weinst und zeigst, dass du verletzlich bist, kommst du besser mit anderen Menschen klar, und das ist auch gut fürs Unternehmen», sagt Geschäftsmann Hiroki Terai, der die Idee zu den Workshops hatte. «Es schafft eine bessere Arbeitsatmosphäre.»

Bei Terais Firma kann man verschiedene «ikemeso danshi» mieten – und er verdient daran. Seiner Homepage zufolge kostet ein Tränenseminar umgerechnet rund 70 Euro.

A Japanese soccer fan wipes her tears as Japan loses their 2014 World Cup soccer match against Colombia, at a public viewing event in Tokyo June 25, 2014. REUTERS/Issei Kato (JAPAN - Tags: SPORT SOCCER)

Ein Fussball-Fan nach einer Niederlage der japanischen Mannschaft.  Bild: ISSEI KATO/REUTERS

Japaner seien nicht daran gewöhnt, ihren Tränen vor anderen freien Lauf zu lassen, sagt Terai. 2013 bot der Geschäftsmann die tränenreichen Workshops zunächst für alle Menschen an, nicht nur für Angestellte in Unternehmen. «Die Leute konnten kommen und gemeinsam weinen. Sie sagten, dass sie sich danach richtig gut fühlten», erzählte er.

«Als ich mit den Workshops angefangen habe, gab es merkwürdige Momente. Ich war nicht sehr geübt und konnte nicht so einfach weinen, und dann konnte auch das Publikum nicht weinen.»

Ryusei, Model-Typ

Das einzige Problem: Wenn Männer in den Workshops weinten, hielten die anderen Teilnehmer sie für Waschlappen und Heulsusen. Hiroki stellte deshalb bewusst Seminarleiter wie Ryusei ein, die erstens mitweinen und zweitens sehr gut aussehen – um Menschen an den Anblick heulender Männer zu gewöhnen und deren Image aufzupolieren.

Japanese swimmer Naoya Tomita wipes his tears during a press conference in Nagoya, central Japan, Thursday, Nov. 6, 2014. Tomita suspended for stealing a camera at the Asian Games in Incheon, South Korea, denied the allegations, claiming someone placed the camera in his gym bag. Tomita initially admitted to stealing a camera left poolside by a South Korean reporter on Sept. 25 at the games. But on Thursday, over six weeks after the event, Tomita said an

Und noch ein Japaner, der weint: Der Schwimmer Naoya Tomita nachdem bekannt wurde, dass er eine Kamera gestohlen hatte. Bild: AP/Kyodo News

Die Arbeit als hübscher, weinender Junge fiel Ryusei anfangs allerdings gar nicht so leicht. Vorbildlich losheulen will gekonnt sein. «Als ich mit den Workshops angefangen habe, gab es merkwürdige Momente. Ich war nicht sehr geübt und konnte nicht so einfach weinen, und dann konnte auch das Publikum nicht weinen», erzählte Ryusei der BBC. «Aber jetzt ist es viel besser. Ich kann weinen – und die anderen weinen mit.»

fok

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Host 29.08.2016 19:58
    Highlight Highlight Weinende Jungs die 40 Jahre alt sind?
  • Alehopp 29.08.2016 11:37
    Highlight Highlight Echte Indianer weinen nicht!
  • Trouble 28.08.2016 21:55
    Highlight Highlight Ich glaube, mir ist kaum eine Kultur so fremd wie die japanische. Einfach komisch.
    • The Destiny // Team Telegram 28.08.2016 22:25
      Highlight Highlight Man liest vieles im Westen...
    • DomiNope 28.08.2016 22:39
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    • Platonismo 29.08.2016 11:52
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(amü/watson.de)

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