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Wissenschaftlerinnen

Bild: montage: watson / material: keystone, wikimedia

Frauen der Geschichte

Wie diese 9 Pionierinnen typische Männerdomänen aufmischten

Oft mussten sie im Verborgenen arbeiten und schafften hinter den Kulissen Grossartiges: Diese 9 Frauen haben sich in Männerdomänen behauptet und Geschichte geschrieben.



Die Programmiererin

Ada Lovelace (1815-1852)

Ada Lovelace, erste Programmiererin, Pionierin

Bild: Wikimedia

Das Interesse für Naturwissenschaften hat Ada Lovelace, Tochter des berühmten britischen Dichters Lord Byron, von ihrer Mutter. Von ihr wird sie zum Mathematikunterricht geschickt. Mit 19 Jahren heiratet sie William King, der mit ihr die Passion für Mathematik teilt. Weil ihr als Frau der Zutritt in Bibliotheken verwehrt ist, schreibt ihr Mann für sie Artikel aus Büchern ab und bringt ihr diese nach Hause.

Ebenfalls erwirkt er, dass Lovelace in einer britischen Gelehrtengesellschaft zur Wissenschaftspflege aufgenommen wird, wo sie Schülerin und Assistentin des Mathematikprofessors Charles Babbage ist. Als dieser eine gigantische Rechenmaschine bauen will, ist sie es, die einen Algorithmus entwickelt, mit dem der Apparat die Berechnungen durchführen soll.

Die Maschine von Babbage wurde nie gebaut, doch Lovelaces Algorithmus gilt heute als das erste Computerprogramm der Geschichte.

Die erste Nationalbankchefin

Maria Schaumayer (1931-2013)

Maria Schaumayer, former governor of the Austrian National Bank, listens to a reporter's question during a press conference at the Federal Chancellery in Vienna Wednesday February 16, 2000, where she was presented as special representative of the new Austrian government for compensation issues for Nazi slave labour victims. (KEYSTONE/AP Photo/Rudi Blaha)  === ELECTRONIC IMAGE ===

Bild: AP

Bankerin, Ökonomin, Politikerin: Maria Schaumayer hat bereits eine glänzende Karriere hinter sich, als sie 1990 an die Spitze der Nationalbank von Österreich tritt. Damit ist sie die erste Frau weltweit, die für die Geldpolitik eines Staates verantwortlich ist.

Schaumayer bezeichnet sich als Eisbrecherin für Frauen. Anlässlich ihres 60. Geburtstags gründet sie 1991 die Stiftung für Frauen in der Wirtschaft, die Förderpreise vergibt. Frauenförderung liegt ihr auch deshalb am Herzen, weil sie beruflich und als Politikerin der Österreichischen Volkspartei immer wieder erfährt, wie schwer es ist, weiterzukommen.

Die Auto-Pionierin

Clärenore Stinnes 1901-1990

Bild

screenshot: youtube/Clärenore Stinnes: der Film

Als die Deutsche Clärenore Stinnes 24 Jahre alt ist, nimmt sie zum ersten Mal an einem Autorennen teil und fährt auf den dritten Rang. Bald ist sie die beste Rennfahrerin Europas.

1927 bricht sie mit dem Auto zu einer Weltreise auf. Begleitet wird sie von zwei Technikern und dem schwedischen Kameramann Carl-Axel Söderström. Sie fährt über den Balkan und Moskau, durch Sibirien und die Wüste Gobi nach Peking und weiter. Die Etappenziele werden durchgehend filmisch dokumentiert. Nach über zwei Jahren und fast 46'000 Kilometern erreicht sie Berlin. Damit ist sie die erste Person, die die Welt mit dem Auto umrundet hat.

Später heiratet sie den Kameramann Söderström und zieht mit ihm nach Schweden.

Die Erfinderin

Hedy Lamarr (1914-2000)

This is a 1941 portrait of actress Hedy Lamarr. Lamarr, along with composer George Antheil, designed and patented in 1942 a communications system that has become the underlying technology of the cellular phone. (KEYSTONE/AP Photo/Str)    ===  ===

Bild: AP

Hedy Lamarr ist für Vieles bekannt. Am meisten Aufsehen bringt ihr der Film «Ekstase» ein, in der die Österreicherin die erste Nacktszene der Filmgeschichte spielt. In der damaligen Zeit, sprich 1933, ein Skandal.

Weniger bekannt ist, dass Lamarr nebst der Schauspielerei noch ganz andere Talente besitzt. Nach dem Tod ihres Mannes zieht sie nach Hollywood, wo sie sich mit dem Komponisten George Antheil anfreundet. Dieser will für sein Ballet 16 Klaviere untereinander und mit einem Film synchronisieren. So kommt es, dass Lamarr eine Funkfernsteuerung für Torpedos entwickelt. Diese ist durch selbsttätig wechselnde Frequenzen schwer anzupeilen und weitgehend störungssicher.

Doch wie hatte sich Lamarr dieses Wissen angeeignet? Über ihren verstorbenen Ex-Mann. Dieser hatte als Waffenhersteller Zugang zu höchst geheimen Informationen im Bereich der Funktechnik.

1942 wird ihr Patent angemeldet. Heute gilt Lamarr als Wegbereiterin des Mobilfunks. So wird der gleichzeitige Frequenzwechsel beispielsweise bei Bluetooth-Verbindungen verwendet. Der 9. November, Lamars Geburtstag, wird heute in der Österreich, Deutschland und der Schweiz als Tag der Erfinder und Erfinderinnen gefeiert.

Die erste Frau im All

Walentina Tereschkowa (*1937)

Bild vom 16. Juni 1963 zeigt die russische Kosmonautin Valentina Tereschkowa vor ihrem Start ins All. Russland hat am Montag, 16. Juni 2003, dem ersten Flug einer Frau ins All vor 40 Jahren gedacht. Der dreitaegige Flug der damals 26-jaehrigen Tereschkowa an Bord der Raumkapsel 'Vostok 6' hatte das Ansehen der russischen Raumfahrt weiter gestaerkt, nachdem bereits zwei Jahre zuvor Juri Gagarin als erster Mensch in seiner Raumkapsel die Erde umrundet hatte. (KEYSTONE/AP Photo/TASS) === JAPAN OUT,  ===

Bild: AP TASS

Der erste Satellit, der erste Hund, der erste Mensch: Die Sowjetunion leistet mehrmals Pionierarbeit, wenn es darum geht, Dinge in die Erdumlaufbahn zu schiessen. So auch 1963, als das heutige Russland Walentina Tereschkowa auf ihre Mission schickt. Sie soll als erste Frau überhaupt mit einem Raumschiff ins Weltall fliegen.

Davor arbeitet Tereschkowa als Zuschneiderin und Büglerin in einer Spinnerei. Ihr Hobby ist das Fallschirmspringen. Sie bewundert Juri Gagarin, der erste Mensch im All, bewirbt sich mehrmals für die Kosmonautenschule, bis sie 1962 besteht und ihre Ausbildung beginnen kann.

Drei Tage dauert ihre Reise ins All. Sie umkreist die Erde 48 Mal, bevor sie wieder sicheren Boden unter die Füsse bringt. Heute trägt sie den militärischen Rang eines Generalmajors, ist mit der Unesco-Medaille für Raumfahrwissenschaft ausgezeichnet und arbeitet als Abgeordnete für die Putin Partei Einiges Russland.

Die erste Marathonläuferin

Kathrine Switzer (*1947)

A woman, listed only as Kathy Switzer of Syracuse, found herself about to be thrown out of the normally all-male Boston Marathon when a husky companion, Thomas Miller of Syracuse, threw a block that tossed a race official out of the running instead, April 19, 1967 in Hopkinton, Mass. Sequence shows Jock Semple, official, moving in to intercept Miss Switzer then being bounced himself by Miller. (KEYSTONE/AP PHOTO/Str) ===  ===

Bild: AP NY

Als Kathrine Switzer zwölf Jahre alt ist, rennt sie jeden Tag eine Meile. Während ihres Studiums trainiert sie mit dem männlichen Leichtathletik-Team. 1967 erklärt sie ihrem Coach, dass sie am Boston Marathon teilnehmen wolle – der bis dahin nur für Männer vorgesehen war.

Gesagt, getan. Mutig stellt sich Switzer an die Startlinie und rennt los. Doch schon nach einigen Kilometern wird sie vom Renndirektor entdeckt, der versucht, ihr die Startnummer vom Pullover zu reissen. Die Bilder des Vorfalls gehen nach dem Lauf um die Welt und lösen heftige Debatten aus. Ihr damaliger Ehemann eilt Switzer zur Hilfe, so dass sie das Rennen fortsetzen kann. Nach vier Stunden und zwanzig Minuten erreicht sie das Ziel und ist damit die erste Frau der Welt, die einen Marathon gerannt ist.

Es dauert nochmals fünf Jahre bis 1972 erstmals Frauen in Bosten zum Marathon zugelassen werden. Im selben Jahr gründet Switzer die Frauenlauf-Bewegung mit der sie durchsetzt, dass der Frauen-Marathon zur Olympia-Disziplin wird.

Die Kernspalterin

Lise Meitner (1878-1968)

Bild

bild: wikipedia

Zwar ist es Lise Meitner erlaubt, Physik, Mathematik und Philosophie zu studieren. Doch zu Forschen und zu Lehren, das war den Männern vorbehalten. Die gescheite Österreicherin arbeitet darum nach dem Studium nur als Gehilfin des Chemikers Otto Hahn in Berlin. Um nicht Aufsehen zu erregen, muss sich ihren Arbeitsort jeweils durch die Hintertür betreten und verlassen.

Als Hahn das Zerplatzen eines Urankerns gelingt, fragt er seine Gehilfin Meitner 1938 in einem Brief: «Wäre es möglich, dass das Uran 239 zerplatz in ein Ba und ein Ma? Könntest du etwas ausrechnen und publizieren?» Meitner setzt sich hin und beginnt zu rechnen und zu schreiben. Ein Jahr später veröffentlicht sie die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung.

Diese Entdeckung und den radiochemischen Nachweis der Kernspaltung wird 1944 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet – der allerdings nur an Hahn geht. Meitner wird nicht einmal erwähnt. Erst Jahre später wird ihre wissenschaftliche Leistung anerkannt.

Die beste Mathematikerin

Maryam Mirzakhani (1977-2017)

This undated photo provided by Professor Maryam Mirzakhani via Stanford shows her on the university's campus. On Wednesday, Aug. 13, 2014, the Iranian-born Stanford University professor became the first woman to win math’s highest honor, the Fields Medal. The prize is awarded every four years to mathematicians 40 years old or younger. It was established in 1936. (AP Photo/Maryam Mirzakhani via Stanford)

Bild: AP Maryam Mirzakhani via Stanfor

Schon als Kind begeistert sich Maryam Mirzakhani für Mathematik. Das Spezialgebiet der Iranerin ist die algebraische und hyperbolische Geometrie. Sie legt eine glänzende Karriere hin, macht in Teheran ihren Bachelor-Abschluss und geht im Anschluss an die Harvard Universität. Als 31-Jährige wird sie für eine Professur an die Elite-Universität Stanford berufen.

Als erste und bisher einzige Frau erhält Mirzakhani 2014 die Fields-Medaille, die höchste Auszeichnung für Mathematiker. Sie wird geehrt für «herausragende Beiträge zur Geometrie und Dynamik Riemannscher Flächen und ihrer Modulräume», wobei sie «Methoden verschiedener Gebiete wie algebraische Geometrie, Topologie und Wahrscheinlichkeitsrechnung zusammengebracht» habe.

2013 wird bei ihr Brustkrebs diagnostiziert, an dessen Folgen Mirzakhani am 14. Juli 2017 im Alter von vierzig Jahren verstirbt.

Die Chemikerin

Frances H. Arnold (*1956)

Bild

bild: Caltech

Frances Hamilton Arnold wächst im Bundesstaat Pennsylvania auf, protestiert gegen den Vietnamkrieg und zieht aus Rebellion gegen ihre Eltern allein nach Washington D.C. Sie finanziert sich das Gymnasium selbst, indem sie in einem Jazzklub kellnert und Taxi fährt.

Später studiert sie Luftfahrttechnik und Maschinenbau und promoviert schliesslich in Chemie-Ingenieurwissenschaften. Heute gilt Arnold als Pionierin auf dem Gebiet der gerichteten Evolution in der Chemie. Ihr Ziel ist es, Enzyme für die chemische Industrie besser nutzbar zu machen.

In der DNA eines Enzyms fügt Arnold Mutationen ein und erzeugt so neue Genvarianten. Aus den Genen gewinnt sie Enzyme und testet diese. Die besten wählt sie aus und mutiert die Gene weiter. Nach mehreren solchen Runden erhält sie ein Enzym, das 256 Mal besser wirkt als das Original.

Unter anderem schafft es das Team von Arnold, neuartige Biotreibstoffe und Kunsstoffe herzustellen, bei bei denen keine fossilen Rohstoffe verwendet werden. 2018 erhält sie für ihre Leistung den Nobelpreis für Chemie.

Auch Pionierinnen: Frauen-Fussballerinnen

«Sie macht Feminismus im Büro, obwohl das hier verboten ist»

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gopfridsenkel 28.09.2019 09:37
    Highlight Highlight Es ist traurig wie häufig die Frauen der Geschichte auf das Wohlwollen und die Unterstützung Ihrer Ehemänner angewiesen waren. Man stelle sich vor wie viel Wissen uns entgangen wäre, wenn die dazugehörigen Herren ihrer Zeit entsprechend agiert hätten :(
  • digitron 28.09.2019 08:36
    Highlight Highlight mileva marić
    • FaktenCheck - ohne Bla Bla 28.09.2019 23:46
      Highlight Highlight FaktenCheck: Dieser Beitrag dient einzig zu Informationszwecken.

      Auch wenn Mileva Marić häufig aus gewissen (feministischen) Kreisen als begnadete Wissenschaftlerin bezeichnet wird, welche bedeutend zu Einsteins Arbeiten beigetragen haben soll, widerspricht die wissenschaftlich-historische Aufarbeitung z.B. durch John Stachel einer solchen Beurteilung.

      Pionierstatus kann man Ihr möglicherweise als eine der frühen Studentinnen in einer Naturwissenschaftlichen Fachrichtung zusprechen.
    • digitron 29.09.2019 08:48
      Highlight Highlight gibt auch andere, die zum schluss kommen, dass einstein bei seinen arbeiten viel mehr hilfe hatte als man allgemein glaubt - nicht nur von seiner frau. das würde aber den übertriebenen personenkult um ihn in frage stellen und das wollen wir doch nicht.
      dass er mit ihr immer von ihrer hemeinsamen arbeit schreibt und ihr die hälfte des nobelpreises gegeben hat ist schon merkwürdig, oder? auch dass die meisten briefe weg sind ist komisch.
  • Luzifer Morgenstern 28.09.2019 00:11
    Highlight Highlight Aus aktuellem Anlass finde ich, man sollte unter den unterschätzten Frauen in der Wissenschaft unbedingt Eunice Newton Foote erwähnen.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Eunice_Newton_Foote
  • Things will be different when I take over the worl 27.09.2019 18:17
    Highlight Highlight Barbara Liskov, die Gewinnerin des Turing Award, gehört auch dazu. Immerhin gehören ihre mathematischen Überlegungen (z.B. das Liskov Substitutionsprinzip) zu den wichtigsten Grundlagen für den Entwurf von Softwares und objektorientierter Programmiersprachen. CLU von Liskov war eine der wichtigen Grundlagen auf welcher C++ basiert. Gerade im Feld der Numerik ("Mathematik für den Computer" ) waren viele Frauen Pionierinnen. Man denke nur an Blanch, Buffa, Goldwasser, Nicolson, Hopper, Easley, Feddejewa, Taussky-Todd, Goldberg und und und.
  • Sherlock_Holmes 27.09.2019 14:39
    Highlight Highlight Aus heutiger Sicht sind die Lebensläufe und Hindernisse, welche kluge, mutige Frauen überwinden mussten, kaum zu fassen.

    Sie vor allem – und auch Männer – haben entgegen allen Vorurteilen und Repressionen während Jahrhunderten für die freie Entfaltung des Geistes und der Wissenschaften gekämpft – und diesen Einsatz oftmals teuer bezahlt.

    Faszinierende Persönlichkeiten sind für mich auch die Aviatik-Pionierinnen Amelia Mary Earhart und Elly Beinhorn.
    Die Filme «Elly Beinhorn – Alleinflug» und insbesondere «Hidden Figures» sind nicht nur Aviatik-Begeisterten zu empfehlen.
  • Things will be different when I take over the worl 27.09.2019 14:11
    Highlight Highlight Natürlich gehört auch Emmy Noether dazu. Eine der besten Mathematiker/innen überhaupt!
    Auch Karen Uhlenbeck gehört dazu, die den Abel Preis gewonnen hat. Oder Olga Ladyschenskaja, die schon für die Fields Medaille 1958 vorgeschlagen wurde. Es ist eine unglaubliche Frechheit, dass diese Grössen nie ausgezeichnet wurden. Vor allem auch bei Emmy Noether, da sie nicht nur zu den besten Mathermatiker/innen sondern auch zu den besten Physiker/innen der Zeit/Welt gehört! Man muss sich mal vorstellen, dass es noch vor dem 1WK in D verboten war für Frauen zu habilitieren!
  • Guido Zeh 27.09.2019 13:58
    Highlight Highlight Adas Lovelaces einfache "Excel-Tabelle" (avant la lettre) gilt unter Feministinnen als erstes Computerprogramm, keineswegs aber unter Computer-Fachleuten (auch wenn sie feministisch sind)...Der Mythos wird aber gebraucht, um Schülerinnen für die MINT-Fächer zu begeistern... .
    • Herr Ole 27.09.2019 17:00
      Highlight Highlight Es war zumindest der erste Algorithmus, der von einer Maschine ausgeführt werden sollte. Gewisse Informatiker finden, dass dieser nicht den Anforderungen an ein Programm entspricht, aber gewiss nicht alle (was dein Kommentar suggeriert).
    • RowRow 27.09.2019 17:31
      Highlight Highlight Es ist schon unglaublich mit was für Lügen Feministinnen Arbeiten. Mir kommt es oft so vor als möchten sie, eine eigene Phantasiewelt in die echte Welt implementieren.
    • FaktenCheck - ohne Bla Bla 29.09.2019 00:05
      Highlight Highlight FaktenCheck: Hat Ada Lovelace den ersten Algorithmus beschrieben, welcher von einer Maschine ausgeführt werden sollte?

      Nein, der erste war Babbage, vergleiche Antwort ganz unten. Anzumerken wäre noch, dass der mathematische Teil des "Lovelace Bernoulli Algorithmus" von Babbage selber stammt (Quelle: Babbage’s Calculating Engines, Cambridge University Press). Ada Lovelace fand darin aber einen Fehler. Interessanterweise hätte die Maschine laut neuster Forschung den "Bernoulli Algorithmus" vermutlich aber gar nicht ausführen können (Plan28, Blog des "Computing Historikers" Doron Swade).
  • Raudrhar 27.09.2019 13:49
    Highlight Highlight Sehr cool :)

    Ein Buch, das sich zur Thematik empfiehlt:

    "Kick-Ass Women" von Mackenzi Lee :)
  • Rechthaberwoman 27.09.2019 13:24
    Highlight Highlight Danke für diesen super Artikel, ich kannte nicht alle Frauen. Schön, mal zu lesen, wie Frauen die Welt verbessert haben. Nicht immer nur Artikel über Männer, die diese zerstören...
    • Adam Smith 27.09.2019 17:22
      Highlight Highlight Frauen zerstören den Planeten genau so durch ihr Konsumverhalten, wie Männer. Dazu kommt, dass die meisten Innovationen von Frauen auf Erfindungen von Männern basieren. Also kannst du dir deinen sexistischen Kack-Kommentar sparen.
  • DanielaK 27.09.2019 13:16
    Highlight Highlight Immer wieder interessant! Wir haben unserer Tochter beide Bände "Good Night Stories For Rebel Girls" geschenkt. Sehr empfehlenswert, nicht nur als Mutmacher für junge Mädels. Ich kannte schon einige Frauen, jedoch längst nicht alle. Und das Wirkungsfeld dieser Persönlichkeiten ist riesig. Ich glaube, die Dame mit der Rechenmaschine ist sogar auch dort drin.
    • Amateurschreiber 27.09.2019 14:14
      Highlight Highlight "...die Dame mit der Rechenmaschine ist sogar auch dort drin"

      Das geht schon fast in Richtung Realsatire! XD
    • frau_kanone 27.09.2019 18:45
      Highlight Highlight @DanielaK

      Schön, können Mädchen und Jungs heute mit solchen Büchern aufwachsen. Ich musste mich damals mit Ronja Räubertochter als Vorbild begnügen. Sollte der kleinen Dame mal der Lesestoff ausgehen empfehle ich Der Ursprung der Welt von Liv Strömquist und Drachenzeit von Luisa Francia. Beide vl aber eher wenn die Kinderstube vorbei ist.
    • Nr 756 27.09.2019 21:35
      Highlight Highlight Das Buch ist top, aber mit Gutenachtgeschichten haben die Portraits einfach gar nichts zu tun. Ich lese es jedenfalls nur sehr ... 🤔 zensiert vor.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hauswurz 27.09.2019 13:08
    Highlight Highlight Clärenore. Ich kannte sie bis jetzt noch nicht. Super.
  • Wombat59 27.09.2019 13:04
    Highlight Highlight Sehr schöner Artikel, spannende Auswahl, vielen Dank!
    Im Bereich der Mathematik könnte man auch noch Sophie Germain, Sonja Kowalewskaja oder Emmy Noether erwähnen.
  • Lelele 27.09.2019 12:33
    Highlight Highlight Kleine Korrektur:
    Ein Enzym besitzt keine DNA, eine Mutation in der DNA eines Organismus führt zu einer anderen Aminosäurensequenz des Enzyms wodurch sich deren Form oder Funktion verändern können. :)
  • Super 27.09.2019 12:32
    Highlight Highlight Auch wenn sie bekannt ist wie eine bunte Hündin, Marie Curie gehört da auf jeden Fall mit rein!

    • Revan 27.09.2019 12:49
      Highlight Highlight Finde ich auch. Als ich den Titel sah, dachte ich zuerst an sie. War schon etwas überrascht, dass sie auf der Liste nicht auftaucht.
    • Hupendes Pony 27.09.2019 14:21
      Highlight Highlight Marie Curie vergessen, wtf?
    • Ohniznachtisbett 27.09.2019 15:16
      Highlight Highlight Wollt ich auch grad schreiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 27.09.2019 12:08
    Highlight Highlight Kleine Korrektur: "ist sie es, die einen Algorithmus entwickelt, mit dem der Apparat die Berechnungen durchführen soll."
    Das stimmt so nicht ganz - sie hat den Algorithmus verbessert, korrigiert und kommentiert. Entwickelt aber hat sie ihn nicht.
    • Herr Ole 27.09.2019 16:57
      Highlight Highlight Stimmt nicht. Sie hat einen Artikel über die Maschine kommentiert. In diesem Kommentar hat sie die ersten Algorithmen für die Maschine entwickelt.
    • FaktenCheck - ohne Bla Bla 27.09.2019 21:16
      Highlight Highlight FaktenCheck: Hat Lovelace die ersten Algorithmen für "die Maschine" entwickelt?

      Nein. Zitat des Hisotrikers Doron Swade:

      “I confirm that the manuscript evidence clearly shows that Babbage wrote ‘programs’ for his Analytical Engine in 1836-7 i.e. 6-7 years before the publication of Lovelace’s article in 1843. There are about 24 of such ‘programs’ and they have the identical features of the Lovelace’s famous ‘program’,” adds Swade. The historian says that the new tests are “unarguable” and that they “do not support, indeed they contradict the claim that Lovelace was the ‘first programmer’.”

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