International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Premier Cameron will ein Register für bislang anonyme Offshore-Firmen, denen halb London gehört

12.05.16, 04:52 12.05.16, 06:34


Reiche Immobilieneigentümer sollen sich in Grossbritannien nicht länger hinter Offshore-Firmen verstecken können: Die konservative britische Regierung will ein Register für ausländische Firmen einrichten, die darin ihren Besitz in England und Wales offen legen müssen. Dies kündigte Premierminister David Cameron am Donnerstag vor Beginn des Anti-Korruptions-Gipfels in London an.

Nach dem Plan muss der Name des wirklichen Besitzers genannt werden, bislang treten vor allem auf dem Immobilienmarkt der Hauptstadt meist nur Offshore-Firmen als Eigentümer auf.

Schon nächsten Monat

Die Neuregelung betreffe sowohl ausländische Unternehmen, die bereits vor Ort seien als auch solche, die Eigentum erwerben wollten oder sich um Regierungsaufträge bemühten, hiess es in der in London veröffentlichten Erklärung.

Das Register, das nächsten Monat eingerichtet werden soll, sei das erste seiner Art weltweit. Das «Übel der Korruption» sei mit den dringendsten Problemen der Welt eng verknüpft, erklärte Cameron. Daher müsse Korruption global besser abgestimmt bekämpft werden.

Erklärung angestrebt

In London kommen am Donnerstag Vertreter aus rund 40 Staaten zu dem Anti-Korruptions-Gipfel zusammen. Für die Schweiz nimmt Aussenminister Didier Burkhalter teil, vertreten sind unter anderem auch die USA, Russland sowie Afghanistan und Nigeria. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank sowie Nichtregierungsorganisationen nehmen auf Einladung Camerons teil.

Das Treffen in London findet nur rund einen Monat nach der Veröffentlichung der «Panama Papers» statt. Dadurch war enthüllt worden, wie die dort angesiedelte Kanzlei Mossack Fonseca Spitzenpolitikern, Sportstars und anderen Prominenten dabei half, Steuern zu vermeiden. Auch Cameron geriet wegen einer Beteiligung an der Briefkastenfirma seines Vaters unter Druck. (sda/afp)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • taisho-corer 12.05.2016 06:09
    Highlight Korruption ist mit den dringendsten Problemen nicht verknüpft, sondern ist der direkte Verursacher. Die Auswüchse des Kapitalismus (Korruption, Steuerhinterziehung, Ausbeutung etc.) sind die schlimmsten Dinge und verursachen genau die Probleme, welche uns momentan am meisten beschäftigen. Würden Konzerne und reiche Privatpersonen ihre Steuern korrekt abliefern, sähe die Welt komplett anders aus. Ich hoffe die Panama Papers bewirken wenigstens etwas. Leider wird es aber nur Wunschdenken sein. Keine Partei oder einzelne Politiker bekämpfen dies direkt. So jemanden würde ich sofort wählen.
    6 0 Melden

Yo, Kiffer! Kanada braucht dich

Jobs für Kiffer hat ein Unternehmen vor der Legalisierung von Cannabis in Kanada am Mittwoch angeboten. «Verdiene 50 Dollar pro Stunde, um das Beste zu bewerten, das Kanadas Grower anzubieten haben», wirbt das Unternehmen Ahlot unter anderem auf Twitter um erfahrene «Cannabis-Connaisseure», die «lange genug mit Cannabis gelebt haben, um die Nuancen zu verstehen und zu beschreiben, die eine Sorte von der anderen unterscheiden».

Die «Cannabis-Connaisseure» sollen Konsumenten bei der Orientierung …

Artikel lesen