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May kritisiert Uber-Verbot in London als «unverhältnismässig»



Die britische Premierministerin Theresa May hat den Lizenzentzug für den Fahrdienstvermittler Uber in London kritisiert. «Ich halte ein pauschales Verbot für unverhältnismässig», sagte May dem Sender BBC.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan habe mit einem Federstrich 40'000 Jobs aufs Spiel gesetzt und das Leben von 3.5 Millionen Uber-Nutzern beeinträchtigt. Vergangene Woche hatte die Londoner Verkehrsbehörde TfL angekündigt, die zum Monatsende ablaufende Betriebserlaubnis des Fahrdienstvermittlers nicht zu verlängern. Sie warf Uber Versäumnisse bei der Meldung gravierender Straftaten und der Zuverlässigkeitsprüfung der Fahrer vor.

Uber geht gegen die Entscheidung vor

May sagte dazu, das Unternehmen müsse die Sicherheitsprobleme lösen. Aber es müsse Wettbewerbsgleichheit herrschen zwischen Uber und dem Taxigewerbe. Ihr BBC-Interview gab sie wenige Tage vor dem Jahrestreffen ihrer Konservativen Partei am Sonntag. Bürgermeister Khan gehört der Labour-Partei an, die sich im britischen Parlament in der Opposition befindet.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat sich bei den Londonern entschuldigt für Fehler in der Uber-App. Zugleich kündigte er aber an, gegen die Behördenentscheidung vorzugehen. Bis über den Einspruch entschieden ist, kann das Unternehmen seinen Dienst mit den rund 40'000 Fahrern weiterbetreiben. Uber vermittelt Mitfahrgelegenheiten per App über das Internet. Damit greift der Konzern aus dem kalifornischen Silicon Valley vor allem das klassische Taxi-Geschäft an. In vielen Ländern steht Uber deshalb in der Kritik. (sda/reu)

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