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epa06011227 (FILE) - An aerial view of high-rise buildings emerging through fog covering the skyline of Doha, as the sun rises over the city, in Doha, Qatar, 15 February 2014 (reissued 05 June 2017). According to media reports, Egypt, Saudi Arabia, Bahrain and the United Arab Emirates cut off diplomatic ties with Qatar on 05 June 2017, accusing Qatar of supporting terrorism.  EPA/YOAN VALAT

Saudi-Arabien will Katar auf Linie bringen – Blick auf Katars Hauptstadt Doha. Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Saudi-Arabien vs. Katar: Darum geht es beim Showdown am Golf

Katar hat nur zwei Millionen Einwohner – aber aussenpolitisch grosse Ambitionen. Den grossen Nachbarn Saudi-Arabien stört das schon länger. Jetzt eskaliert die Fehde. Die Hintergründe.

05.06.17, 14:47 05.06.17, 16:21

Benjamin Bidder / spiegel online



Ein Artikel von

Mehrere arabische Staaten haben die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen, ihre Grenzen zum Nachbarland geschlossen – und das winzige, aber an Erdgas reiche Emirat damit vom Festland der Arabischen Halbinsel abgeschnitten. Offiziell stossen sich Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain an Iran-freundlichen Aussagen, die Katars Führung gemacht haben soll, und deren Unterstützung für islamistische Gruppen.

Katar gibt allerdings an, die von Staatsmedien verbreiteten Statements gingen auf eine Hackerattacke zurück. «Diese Kampagne der Aufwiegelung fusst auf Lügen, die das Niveau vollständiger Erfindungen erreicht haben», teilte das Aussenministerium mit.

Beobachter überrascht vor allem die Härte, mit der der Konflikt geführt wird. Die von Saudi-Arabien gebildete Koalition hat drastische Schritte gegen das Nachbarland Katar angekündigt. Diplomatisches Personal wird abgezogen, Bürger Katars müssen die anderen Länder innerhalb von 14 Tagen verlassen. Der Schiffs- und Flugverkehr wird eingestellt – ein schwerer Schlag vor allem für Qatar Airways, eine der grössten Fluglinien der Welt. Die Notierungen an Katars Börse in Doha stürzten um fast acht Prozent ab.

Was ist der Auslöser für die diplomatische Krise?

Die aktuellen Spannungen haben ihren Ausgang in einem politischen Affront genommen – oder einer Hackerattacke, je nach Sichtweise. Die staatliche Nachrichtenagentur Katars hatte am 24. Mai Meldungen veröffentlicht, in denen Katars Emir Positionen vertrat, die Saudi-Arabiens Interessen diametral entgegenstehen. In dem Text hiess es, das Staatsoberhaupt habe Iran als «islamische Macht» gepriesen.

Die vom Iran unterstützte Palästinenserorganisation Hamas wiederum sei «der legitime Repräsentant des palästinensischen Volks», wurde der Emir zitiert. Im Übrigen unterhalte Katar «starke Beziehungen» zu Iran, einem Land, das zur «Stabilisierung der Region» beitrage. Ein Affront für die Saudis: Iran ist ihr Erzfeind und langjähriger Widersacher im Ringen um die Vorherrschaft in der Region.

Das Problem: Katar dementierte die Aussagen umgehend. Die Staatsmedien des Emirats seien Opfer einer Hackerattacke gewesen. Tatsächlich war die Website der staatlichen Nachrichtenagentur stundenlang nicht zu erreichen. Katars Herrscherfamilie setzte sogar eine Gegendarstellung in der englischen Tageszeitung «Guardian» durch. Das Land sei Opfer von «Fake News» geworden, stand da. Ungeachtet des Dementis setzten saudische Medien ihre Angriffe fort. «Katar sprengt die Reihen und stellt sich auf die Seite des Feinds», schrieb die Tageszeitung «Okaz daily» aus Dschidda.

Darum geht's wirklich

Saudi-Arabien will Katar auf Linie bringen. Das Emirat ist zwar nur ungefähr doppelt so gross wie Zypern und hat etwas mehr als zwei Millionen Einwohner. Seine Herrscherfamilie hegt allerdings grosse politische Ambitionen – und verfügt zudem über Mittel, diese auch zu verfolgen. Katar hat das höchste Pro-Kopf-Einkommen der Welt (130'000 Dollar). Das Land ist der grösste Exporteur von verflüssigtem Erdgas (LNG) weltweit und hat nach Russland und Iran die grössten Gasreserven.

FILE -- In this May 21, 2017, file photo, U.S. President Donald Trump, right, holds a bilateral meeting with Qatar's Emir Sheikh Tamim Bin Hamad Al-Thani, in Riyadh, Saudi Arabia. On Monday, June 5, 2017, Bahrain, Egypt, Saudi Arabia and the United Arab Emirates cut diplomatic ties to Qatar, further deepening a rift between Gulf Arab nations over that country's support for Islamist groups. The crisis comes after Trump's recent visit to Saudi Arabia for a summit with Arab leaders. (AP Photo/Evan Vucci, File)

Vor zwei Wochen: US-Präsident Trump trifft Katars Scheich Tamim Bin Hamad Al-Thani. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Katars Herrscherfamilie Al-Thani hat den Gasreichtum eingesetzt, um globalen Einfluss zu gewinnen, etwa durch Investitionen in den TV-Sender Al Jazeera oder mit der Ausrichtung der Fussballweltmeisterschaft 2022.

Und: Die Al-Thanis leisten sich den Luxus einer eigenen Aussenpolitik, die der regionalen Vormacht Saudi-Arabien regelmässig in die Quere kommt. So hatte Katar die Aufstände des «Arabischen Frühlings» nach 2011 über den Sender Al Jazeera unterstützt. Das Land gab auch der islamistischen Muslimbruderschaft Rückendeckung, insbesondere dem zwischenzeitlichen Präsidenten Ägyptens Mohamed Morsi. Saudi-Arabien stuft die Muslimbrüder als Terrororganisation ein.

Katar ist darüber hinaus ein wichtiger Verbündeter der Palästinenserorganisation Hamas, die auch von Iran unterstützt wird: So lebt Hamas-Chef Khalid Meshal seit 2012 im Exil in Doha – obwohl ihm Israels Geheimdienst nach dem Leben trachtet.

Darum ist der Konflikt so brisant

Die Region ist ein Pulverfass. Der schiitische Iran und das sunnitische Saudi-Arabien ringen um die Vorherrschaft über den Golf. Eine saudisch geführte Militärallianz kämpft derzeit im Jemen-Krieg gegen die schiitischen Huthi-Rebellen. Katar war bislang Mitglied des Bündnisses, soll es aber verlassen.

Das sunnitische Herrscherhaus von Bahrain, ein Verbündeter Saudi-Arabiens, sieht sich mit Protesten der schiitischen Bevölkerungsmehrheit konfrontiert. Am Wochenende übernahmen Hacker den Twitter-Account des Aussenministers von Bahrain und warnten die Königsfamilie, man werde «Burgen aus euren Schädeln» bauen.

Sowohl Saudi-Arabien als auch Katar sind Verbündete der USA in der Region. In Katar liegt die Al Udeid Air Base, dort sind 10'000 US-Soldaten stationiert und das Regionalkommando der US-Streitkräfte beheimatet.

Sollte die Wirtschaft des Emirats unter der Blockade leiden, könnte das Auswirkungen bis nach Europa senden. Katars Staatsfonds hält etwa Anteile am Volkswagen-Konzern (17 Prozent) und der Deutschen Bank (sechs Prozent).

Wie geht es weiter?

Bemerkenswert ist das Timing der Auseinandersetzung: Der Konflikt brach aus, kurz nachdem US-Präsident Donald Trump in Saudi-Arabien mit grossem Pomp empfangen worden war – und den Saudis Waffenverkäufe in Höhe von 110 Milliarden Dollar zusicherte. Saudi-Arabien war der grosse Gewinner von Trumps erster Nahost-Reise. Der US-Präsident habe sich der saudischen Lesart angeschlossen und das Land «zum Nervenzentrum der arabischen und islamischen Welt gekrönt», sagt Fawaz Gerges, Professor der London School of Economics.

Die US-Regierung in Washington ist nun bemüht, die Wogen zu glätten. Aussenminister Rex Tillerson liess mitteilen, er gehe nicht davon aus, dass der Abbruch der Beziehungen zu Katar Auswirkungen auf den gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus haben werde. Die Golfstaaten sollten sich an einen Tisch setzen «und die Differenzen ansprechen», sagte Tillerson. Ermittler der US-Bundespolizei FBI unterstützen Katar bereits bei der Untersuchung des mutmasslichen Hackerangriffs.

In Iran löste die Auseinandersetzung Schadenfreude aus. «Das war wohl der erste Riss in der (Anti-Iran)-Koalition und auch das erste Ergebnis des Schwerttanzes (von US-Präsident Trump – d. Red.) in Riad», twitterte Hamid Aboutalebi, Vizestabschef im Präsidialamt.

mit Material von dpa

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    Alle Leser-Kommentare
  • NikolaiZH 05.06.2017 23:52
    Highlight Darum geht es wirklich...
    4 1 Melden
  • roger.schmid 05.06.2017 21:14
    Highlight Wie gesagt: Trumps erste Auslandsreise war katastrophal auf x verschieden Ebenen.. erste Konsequenzen werden schon jetzt sichtbar. buckle up.
    26 5 Melden
  • Soli Dar 05.06.2017 21:11
    Highlight Wer Wind sät ernet Sturm!
    Frieden im Nahen Osten gibt es...
    a) nur MIT und nicht GEGEN den (gemässigten) Iran
    b) NICHT durch westliche bzw. amerikanische Aufrüstung & Hofierung der Golfmonarchien (v.a. SA)
    c) NICHT durch westliche bzw. amerikanische Militärinterventionen!
    d) NICHT indem Sunniten gegen Schiiten/Alawiten aufgehetzt bzw. gegeneinander ausgespielt werden
    f) NICHT durch einseitige Sanktionen
    g) NICHT durch illegale Angriffskriege OHNE UNO-Mandat.
    h) NICHT OHNE Einbezug von Russland und China
    g) NICHT durch Finanzierung und Bewaffnung von vermeintlich "guten Rebellen".

    46 0 Melden
  • Der Rückbauer 05.06.2017 19:23
    Highlight Katar ist zu 18% an der CS beteiligt. Die Olayan Group der Saudis zu 10%. Beide halten Coco-Bonds, welche zu etwa 10% verzinst werden.
    Die Bank heisst Credit S u i s s e !
    31 3 Melden
  • Stratford-upon-Avon 05.06.2017 18:05
    Highlight In Qatar herrschen etwas weniger strenge Gesetze (man darf Alkohol in Hotelbars und Restaurants trinken, es gibt Kirchen, die Kleidervorschriften sind lockerer) aber beide Länder unterstützen fundamentalistische islamische Bewegungen mit riesigen Geldmengen.
    62 0 Melden
    • URSS 05.06.2017 18:22
      Highlight Etwas weniger strenge Gesetze? Was verstehst du darunter? Eine Australierin wurde 2 Tage in den Knast geworfen weil sie auf Facebook ein Foto veröffentlichte auf dem ein SJV quer auf einem Behindertenparkplatz parkte.
      Zudem finanziert Kathar den IS , beherbergt die Muslimbruder und die Hamas und finanziert die Destabilisierung Europas .
      Dieses " Land" ist durch und durch islamistisch. Es ist traurig das reiche Europäer wie Federer dort Hof halten.
      15 17 Melden
    • Stachanowist 05.06.2017 23:04
      Highlight @ URSS

      Ist Federer nicht der VAE-Fan? Meines Wissens geht er immer dorthin. Was natürlich auch ziemlich fragwürdig ist.

      http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Maestro-und-Menschenrechte/story/19710706
      3 1 Melden
  • elivi 05.06.2017 16:52
    Highlight "Darum geht es beim Showdown am Golf": Wer hat den lägeren?
    22 19 Melden
    • roger.schmid 05.06.2017 20:22
      Highlight da geht es um Petrodollars. sehr besorgniserregend das ganze.. Trumps Verbrecherbande wird wohl grünes Licht dazu gegeben haben als der Waffendeal verhandelt wurde.
      18 2 Melden
    • bokl 05.06.2017 20:44
      Highlight Ja klar. Qatar beherbergt einen der grössten Navy-Stützpunkte der Region und ist Sitz des regionalen US-Kommando. Da haben die Amis sicher gesagt, macht doch da mal ein bisschen Stunk.
      7 4 Melden
    • roger.schmid 05.06.2017 22:13
      Highlight @bokl: nichts für ungut, aber ich hab das Gefühl du bist etwas naiv wenn es um Trumps Verbrecherbande geht.. nicht "die Amis" haben das gesagt, aber die dubiosen Figuren in Trumps Kabinett.
      oder hast Du ernsthaft das Gefühl es ist Zufall, das Saudi-Arabien ausgerechnet jetzt diese Attacke fährt?
      7 1 Melden
    • roger.schmid 05.06.2017 22:18
      Highlight ps: wenn man jemanden Unmengen von Hämmern liefert, muss man sich nicht wundern, wenn anschliessend ganz viele Nägel gefunden werden - aka "bisschen Stunk" gemacht wird.
      8 1 Melden
    • bokl 05.06.2017 23:00
      Highlight Wenn überhaupt, bist wohl eher du naiv. Die Amis haben den Saudis sicher nicht erlaubt, Sanktionen gegen Qatar zu erheben. Die Saudis waren wohl von Trump so "amüsiert", dass sie dachten sie hätten freie Hand. Aber da haben sie den Einfluss der US-Army unterschätzt. Einen Konflikt SA->Qatar wird es nicht geben. Trump wäre es egal, aber die Army hat zu viel Potenzial in Qatar stationiert. SA wird noch ein wenig länger drohen. Qatar eine unverbindliche Entschuldigung (Hacker o.ä.) verlauten lassen und gut ist.
      2 0 Melden
    • roger.schmid 14.07.2017 08:13
      Highlight @ bokl:
      und voila!
      0 0 Melden
  • retofit 05.06.2017 15:38
    Highlight Eins und eins gibt halt immer noch zwei...Trump rüstet Arabien auf, um an weitere energiereiche Staaten der Region zu kommen. Dass Saudi-Arabien mehr oder weniger das gleiche Sharia-Gesetz wie die ISIS hat, spielt da keine Rolle. Mal sehen, was jetzt noch für Gründe gegen Iran und Katar gesucht werden, um eine Invasion zu rechtfertigen.
    128 10 Melden
    • Unserious_CH 05.06.2017 15:58
      Highlight Wieso wird der USA immer Gier nach Öl nachgesagt? Das mag vielleicht bis vor 10 Jahren gestimmt haben, hat aber Heute keine Aktualität mehr. Die USA ist
      Heute dank Fraking einer der grössten Öl-Lieferanten der Welt.
      Und wieso soll die USA ein Land destabilisieren dass ihr wichtigster Stützpunkt im Nahen Osten beinhaltet?
      Den USA die Schuld an allem zu geben ist einfach, aber falsch.
      http://Qp
      69 86 Melden
    • Raphael Stein 05.06.2017 16:16
      Highlight Wenn mir Unserious glaubhaft machen kann, warum die USA jetzt so ganz anders seien, dann mal los.
      Fracking oder nicht, es geht um Rüstungsgüter, viel Geld und immer noch um Oel. Fracking Oel ist teures Oel. Oel aus dem nahem Osten ist billig, weil zweimal verdient. Krieg gleich viel Geld, und anschliessend billiges Oel.
      61 14 Melden
    • giguu 05.06.2017 17:02
      Highlight @Unserious: Ob die USA Fracking betreibt oder nicht bestimmt immer noch die OPEC, indem sie die Fördermengen erhöht oder senkt. Fracking ist teuer und kann nur durch einen hohen Ölpreis (wirtschaftlich gesehen) nachhtaltig betrieben werden. Als die OPEC das letzte Mal die Fördermengen erhöht hat und somit der Ölpreis in den Keller gerutscht ist, gingen viele Fracking Firmen konkurs
      42 6 Melden
    • Pitsch K. Matter 05.06.2017 17:04
      Highlight @unseriös: Die USA hat keine Gier nach Öl. Sie bestimmen nur wer wem was zu welchem Preis und vorallem in welcher Währung verkauft. Länder die sich nicht dran halten werden gestürzt oder sanktioniert.
      38 5 Melden
    • LeChef 05.06.2017 17:50
      Highlight Der Ölpreis wird am Markt gebildet. Hätten die USA wirklich die Kontrolle über den Preis wäre er so hoch, dass sich Ölförderung in den USA lohnt, was momentan nicht der Fall ist. Nicht einmal die OPEC kann entscheidend Einfluss nehmen auf den Ölpreis, wie man in den letzten drei Jahren gesehen hat.
      16 17 Melden
    • bokl 05.06.2017 20:48
      Highlight Zu kurz gedacht. Die USA hat aktuell kein Interesse an einem sehr hohen Ölpreis. Durch den tiefen Ölpreis geraten z.B. Russland und Venezuela unter Druck.
      Für die US-Regierung ist es kein Problem, wenn die Fracking-Firmen Konkurs gehen. So bleiben die Ölvorräte gesichert. Anwohner können Schäden nicht einklagen, da Firma Konkurs. Und wenn es sich in ein paar Jahren wieder lohnt, können die Anlagen zu einem Spottpreis übernommen werden.
      11 1 Melden
    • Raphael Stein 05.06.2017 22:17
      Highlight Boki hat das erkannt. Alles eine Frage der Zahlen. Zuerst anderswo absaugen, dann erst die Reserve im eigenen Land. Bloß bis dahin kommt es nicht.
      6 0 Melden
    • Raphael Stein 06.06.2017 19:37
      Highlight Unserious_CH,

      wie stehts? Willst du uns noch etwas erhellen oder waren deine News bloss etwas harmlos?
      0 1 Melden
    • Raphael Stein 07.06.2017 00:47
      Highlight ah, statt zu blitzen, bring mal was jetzt.
      0 1 Melden
    • Unserious_CH 13.06.2017 20:08
      Highlight Dich muss meine Kritik ja hart getroffen haben das du selbst Tage nach de Kommentar noch auf eine Antwort beharrst.
      Nun mir entzieht sich der Zusammenhang zwischen der Isolation von Saudi-Arabien und Öl in Katar.
      Das Saudi-Arabien sich durch den Rüstungsdeal bestärkt fühlt und deswegen auf Hart macht ist nicht von der Hand zu weisen.
      Aber das sie auf das Drängen der USA hin einen Konflikt anzetteln wollen? Nur schwer zu glauben.
      Zu Fracking: Dies hat die USA auf und ausgebaut um von anderen Ländern unabhängiger zu sein.
      1/2
      0 0 Melden
    • Unserious_CH 13.06.2017 20:13
      Highlight Wieso sollen sie jetzt ein Interesse daran haben das die EIGENE Ölindustrie zu Grunde geht nur um andere zu Schaden?
      Fracking Öl wird immernoch subventioniert. Also zahlt schlussendlich die USA selber und keine Firma geht bankrott um danach billig eingekauft zu werden.
      Mein wichtigster Punkt ist aber immernoch nicht angesprochen worden:
      Wieso soll die USA ein Land destabiliseren indem sie einer ihrer wichtigsten und grössten Stützpunkte im Nahen Osten führt?
      2/2
      PS: Ich war nicht der Blitzer ;)
      0 0 Melden
    • Raphael Stein 14.06.2017 13:06
      Highlight ...Wieso sollen sie jetzt ein Interesse .......um andere zu Schaden?

      Libyen hatte auch kein Intresse dran.

      https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/15/geheimer-militaer-plan-der-eu-in-libyen-geht-es-um-oel-nicht-um-fluechtlinge/

      Wieso soll die USA ein Land destabiliseren ..... grössten Stützpunkte im Nahen Osten führt?

      Warum nicht? Machen die doch sei 40 Jahren so.
      Die sind nicht an Menschen interessiert, sondern an der geostrategischen Lage.





      1 0 Melden
  • Muster Mustermann 05.06.2017 15:25
    Highlight Was ich nicht verstehe ist, dass angeblich Katar als sunnitischer Staat die schiitischen Iraner lobt. Ok, dass kann sein. Den die Schiiten wollen Frieden in der Region. Die Saudis (ultra konservativ) sind ja diejenigen die den IS mit Waffen und Geld unterstützen. Darum ist der Karat also der Böse weil er den Frieden will und sie somit den Saudis in die Suppe spuken. . Oder liege ich da falsch?
    82 8 Melden
    • Hashtag 05.06.2017 15:59
      Highlight Das loben war ja angeblich ein Hackerangriff. Nur ist nicht so genau klar wer dafür verantwortlich ist. Du stellst jetzt hier die Schiiten meiner Meinung ein wenig zu stark als die Guten dar aber es ist sicher so, dass die Schiiten insgesamt gemässigter sind. Dies äussert sich auch in den Staaten Iran und Saudi-Arabien. Aus dem Iran sind in den nächsten Jahren eher Reformen zu erwarten.
      Das der Westen mehr hinter den Saudis und dem Katar steht ist mehr als bedenklich. Auch bedenklich finde ich, dass wir es zulassen, dass diese Personen Anteile an europäischen Firmen haben.
      71 2 Melden
  • Oberon 05.06.2017 15:16
    Highlight Das die USA immer noch nicht aus ihren vielen Fehlern gelernt hat. Mit dem tollen Präsidenten der anscheinend nicht über den nächsten Tag heraus schaut ein weiterer Schritt der Instabilität für diese Region.

    Welches Land wird als nächstes korrumpiert?
    42 17 Melden
    • LeChef 05.06.2017 15:52
      Highlight Warum ist das jetzt schon wieder der Fehler der USA? Ami = immer schuld, oder was? So eine simple Weltsicht möcht ich auch mal haben.
      23 57 Melden
    • Oberon 05.06.2017 16:48
      Highlight Okay, mit USA meine ich direkt die Regierung, obwohl diese von der Bevölkerung gewählt wird (mehr oder weniger).

      Ich denke eher du hast eine sehr einfache und naive Sichtweise.

      In dieser Region geht es immer noch in erster Linie um Macht und Unterdrückung. Die US-Regierung unterstützt diese Länder und merkt nicht wie sie eigentlich missbraucht wird.

      Ich könnte dir viele Beispiele nennen wie Irak oder Israel, aber du kannst ja selber mal das Wort Stellvertreter (-Kriege) nachlesen.
      16 6 Melden
    • LeChef 05.06.2017 17:45
      Highlight Ich sehe nicht ein, wie ein Konflikt zwischen Saudis und Quatar im Sinne der Trump-Administration wäre. Die USA sind mit beiden Ländern verbündet. Wie gesagt, häufig kommt bei Leuten sofort der Reflex einfach mal die Amerikaner verantwortlich zu machen. In 10% der Fälle stimmts, aber für die meisten Situationen ist diese Sicht zu einfach.
      8 16 Melden
    • Fulehung1950 05.06.2017 17:46
      Highlight Le Chef: Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen:Oberon hat im Grundsatz recht! Wem verdanken wir den komplett aus den Angeln gehobenen Nahen Osten?

      Gehen wir ein paar Jahrzehnte zurück. Die USA hofieren dem Shah, nur um an Öl zu kommen. Dann will dieser undankbare Mensch nicht mehr wie die USA wollen, sie lassen ihn fallen und Khomeini richtet sein Terrorregime gen. Gottesstaat ein.

      Neuere Zeit: die USA machen in 2 Schritten den Irak platt, den sie noch kurz zuvor im Krieg gegen den Iran unterstützt hatten.

      Trump sagt Saudis Waffen zu. Zur Stabilisierung der Region? Sie scherzen!
      29 3 Melden
    • retofit 05.06.2017 18:11
      Highlight Le Chef: Natürlich sind die Amis an der ganzen Lage im Nahen Osten schuld...in der Vergangenheit, in der Gegenwart sowieso und in Zukunft zu 99 Prozent auch!
      7 3 Melden
    • Oberon 05.06.2017 18:15
      Highlight @Le Chef
      Du kannst natürlich glauben was du möchtest aber, trotzdem wird die Realität nicht einfach verschwinden.

      Ich denke einige Länder werden die aktuelle Schwäche der USA ausnutzen um weitere Ansprüche in der Region durchzusetzen.


      6 0 Melden
    • LeChef 05.06.2017 18:34
      Highlight Der Irakkrieg hat aber nichts mit der Situation auf der arabischen Halbinsel zu tun. Mag sein, dass die iranische Revolution die Spannungen zw sunnitischen und schiitischen Ländern verschärft hat; sie war aber sicher nicht der Ursprung. Wer will kann die Amerikaner natürlich für die Situation im Iran und im Irak verantwortlich machen, aber sicher nicht für die Konflikte auf der arabischen Halbinsel.
      3 4 Melden
    • LeChef 05.06.2017 18:37
      Highlight Nehmen wir an die USA exportieren keine Waffen auf die Halbinsel: Die Saudis würden ihre Waffen halt aus China oder Russland beziehen, oder via Zwischenhändler, zB. Ägypten, Algerien oder die Türkei. Würde das irgendwas ändern?
      3 3 Melden
    • Soli Dar 05.06.2017 22:35
      Highlight LeChef ich empfehle einmal Michael Lüders zu Gemüte zu führen oder einfach allgemein etwas fundiertere Recherche zu betreiben.

      Leider Gottes sind die USA, nicht erst seid Trump, nun wirklich alles andere als Friedensengel und schon gar keine Unschludslämmer.
      1 0 Melden
    • LeChef 05.06.2017 23:07
      Highlight Das habe ich auch nicht behauptet, Soli Dar.
      1 0 Melden
  • Pasch 05.06.2017 15:11
    Highlight Jetzt mal schön mit den neu gekauften Waffen auf den Putz hauen.
    41 3 Melden
  • Pitsch K. Matter 05.06.2017 15:06
    Highlight Jeder Staat unterstützt andere Terroristen und das Endergebnis ist der unübersichtliche Konflikt in Syrien und der Terror in unseren Metropolen Europas.
    55 2 Melden
  • Makatitom 05.06.2017 14:59
    Highlight Wenn schon Beteiligungen erwähnt werden, wo bleiben die 3% an der CS und der UBS?
    40 4 Melden
    • Saraina 05.06.2017 15:43
      Highlight 3%? Aus der Website der Credit Suisse:

      "Mit Offenlegungsmeldung vom 30. Mai 2017 wurde der Credit Suisse Group AG mitgeteilt, dass die vom Staat Qatar kontrollierte Qatar Holding LLC per 24. Mai 2017 17.98% der im Handelsregister eingetragenen Stimmrechte hält (5.01% Aktien; 12.96% Erwerbsrechte)."
      43 0 Melden
    • Platonismo 05.06.2017 17:46
      Highlight Ist halt schwierig, wenn man nur Inhalte von Spon kopiert...
      13 2 Melden
  • Einstein56 05.06.2017 14:52
    Highlight Wo findet die Fussball-WM statt? Wie wäre es mit einem Boykott aller westlichen Staaten?
    21 29 Melden
    • Oberon 05.06.2017 15:43
      Highlight Hinterfrage erst mal diese Meldung, vor allem wenn die Saudis sowas initialisieren müssen alle Alarmglocken schrillen.
      56 1 Melden
    • Fulehung1950 05.06.2017 17:49
      Highlight Ich stelle mir gerade vor: die Saudis drehen durch und besetzen Katar. Was sich die Ayatollahs nicht bieten lassen. Also: die Saudis probieren mal die Waffen der USA aus, die Ayatollahs jene der Russen. Und schon haben wir den schönsten Stellvertreterkrieg gigantischen Ausmasses.

      Dann wird wohl auch die FIFA begreifen, dass die Wahl nicht die beste war😂
      6 4 Melden

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