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Am Donnerstag wird Trumps Entscheidung zu der Verhandlung über EU-Zölle erwartet. Bild: EPA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA POOL

Showdown im Zollstreit: Kommt jetzt Trumps Strafe für Europa?

31.05.18, 04:38 31.05.18, 06:23


Im Handelsstreit zwischen den USA und der EU mehren sich Anzeichen, dass US-Präsident Donald Trump bei seiner harten Haltung bleibt. Trump plane, die EU nicht mehr von den Strafzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen, berichteten zwei US-Zeitungen am Mittwochabend.

Das «Wall Street Journal» und die «Washington Post» beriefen sich in ihren Berichten auf eingeweihte Kreise. Die EU hatte für diesen Fall mit Gegenmassnahmen gedroht.

Das «Wall Street Journal» zitierte jedoch eine eingeweihte Person mit der Aussage, dass sich die Pläne noch ändern könnten. Die Sonderregelung für die Europäer läuft zum 1. Juni aus. Den Berichten zufolge könnte Trumps Regierung die Entscheidung am Donnerstag verkünden.

«Es ist jetzt am Präsidenten der Vereinigten Staaten, eine Entscheidung zu treffen»

Malmström-Sprecherin.

Ein Krisengespräch zwischen EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross hatte am Mittwoch keinen Durchbruch gebracht. «Es ist jetzt am Präsidenten der Vereinigten Staaten, eine Entscheidung zu treffen», teilte eine Sprecherin von Malmström nach dem Treffen in Paris mit. Deutschland und Frankreich kündigten eine geschlossene Antwort Europas auf die Entscheidung Trumps an.

Aufschläge von bis zu 25 Prozent

Die Europäer streiten seit Monaten mit Washington über die angekündigten Zölle von 25 Prozent auf Einfuhren von Stahlprodukten und zehn Prozent auf Aluminium. Nach zwei Fristverlängerungen will das Weisse Haus nun eine endgültige Regelung treffen. Die EU verlangt im Gegenzug für Verhandlungen über Handelshemmnisse, von den Zöllen bedingungslos ausgenommen zu werden.

Die USA stellen als Alternative für die Zölle Ausfuhrobergrenzen zur Debatte. Dies hätte nach Berechnungen des US-Handelsministerium den gleichen Effekt auf die angestrebte höhere Auslastung der US-Stahlindustrie wie die Strafzölle. Die EU hatte angekündigt, auf Zollerhebungen zu reagieren und ihrerseits Zölle auf US-Produkte wie Whiskey und Jeans zu erheben. Trump brachte daraufhin Einfuhrzölle von bis zu 25 Prozent auf Autos ins Spiel.

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier hatte nach einem Gespräch mit US-Wirtschaftsminister Ross am Mittwoch ein Einlenken der Amerikaner nicht vollends ausgeschlossen. Man wisse nicht «mit endgültiger Sicherheit», wie die Entscheidung von Trump ausgehen werde, sagte er am Rande einer Konferenz der Industrieländerorganisation OECD in Paris. (sda/dpa)

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SocialisticCapitalist 31.05.2018 11:33
    Highlight Trump ist ein guter Stratege
    Das hat sich schon bei Nordkorea, bei China(Abkommen wurde getroffen nachdem mit Straffzöllen sich gegenseitig gedroht wurde)
    Deswegen denke ich das auch hier eine Einigung komme wird
    Ich mag Frieden und Fairen Handel

    1 3 Melden
  • Bombenjunge 31.05.2018 08:22
    Highlight Ja ja wenns ans Geld der Lobbysten bzw der Firmen welche sie vertreten geht, ist die EU schnell und entschlossen. Aber ansonsten bringt man nichts auf die Reihe.
    Die Auto Lobby sitzt ja in der Deutschen Regierung. Die wird dem ganzen dann den Stecker ziehen sollten die 25% Tatsache werden.
    Freue mich schon auf den Lobbyisten Krieg in Angela's EU Kommando Zentrale.
    2 4 Melden
  • Gawayn 31.05.2018 07:39
    Highlight Trumpel macht was man von Trumpel erwartet.

    Er trumpelt mal rum.

    Es geht ihm aber in keinster Weise um Europa, Strafzölle und schon gar nicht um die USA, am Allerwenigsten um die arbeitende Bevölkerung.

    Zuerst mal um Wählerstimmen.
    Danach kann man mit solchen Aussagen, wunderbar an der Börse spekulieren.

    Wie mit allem was er tut.
    Es geht um seine persönlichen Interessen...
    2 1 Melden
  • me myself 31.05.2018 07:18
    Highlight Wir sollten uns von denen nicht einschüchtern lassen. Europa, die Welt muss geschlossen diesem tyrannischen Land die Stirn bieten
    3 1 Melden
  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 31.05.2018 07:06
    Highlight Trump tut was er im Wahlkampf versprochen hat, er kümmert sich zuerst um die Amerikaner! Ich weiss das ist komisch für viele, man ist sich nicht gewohnt, dass Politiker ihre Wahlversprechungen einhalten (bestes Beispiel Obama mit „Change“...)

    Und:

    „Deutschland und Frankreich kündigten eine geschlossene Antwort Europas auf die Entscheidung Trumps an“

    1. 😂😂😂 mimimimi

    2. Warum immer Deutschland und Frankreich? Hat zB Holland oder Österreich in der EU eigentlich nichts zu melden? Ich vermute der Einfluss der Schweiz wäre genau so mikrig gewesen wenn wir beigetreten wären... Danke C.B!

    2 4 Melden
  • Wenzel der Faule 31.05.2018 06:23
    Highlight Los, bring die Strafzöllle alter Mann. Die Orange schneidet sich ins eigene (Frucht)Fleisch. Der Widerstand gegen die Amis wächst von Tag zu Tag.
    40 7 Melden
    • FrancoL 31.05.2018 08:05
      Highlight Ja da mit dem Widerstand mag sein, aber da beeindruckt Trump wohl kaum. Und da die Bürger der zB in Europa mehr als bequem sind wird auch aus der aufgebrachten Bevölkerung kein Signal mit weniger Einkäufen von US-Produkten zu verzeichnen sein. Die Wirtschaft wird auch nur schwächlich reagieren, in der üblichen Hoffnung dies durchzustehen und in der ewigen Hoffnung dann wieder am US-Markt Umsätze zu schiessen, sobald sich die Zölle lockern.
      Das alte Speil in neuem Gewande.
      3 0 Melden
    • Bombenjunge 31.05.2018 10:52
      Highlight Ja sieht man an Merkel und Macron und der EU im Allgemeinen 😂
      2 2 Melden
    • FrancoL 31.05.2018 12:26
      Highlight @Junge, zu den Halbstarken gehört auch die bürgerliche Schweiz und zwar würde ich meinen kuscht sie noch am meisten von allen europäischen Ländern. Das gefällt Dir?
      4 2 Melden

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