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Alles rot, oder was? Trump postet Wahl-Karte und verzerrt die Realität

Donald Trump ist seit einer Woche von einer Twitter-Tollwut besessen. Tag für Tag probiert er den Ukraine-Skandal kleinzureden und die Demokraten zu denunzieren. Kürzlich postete er eine Wahlkarte, die stutzig macht.

Dennis Frasch
Dennis Frasch



US-Präsident Donald Trump ist dafür bekannt, es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen. Gerne legt er sich die «Wirklichkeit» so zurecht, wie sie ihm zugutekommt. Kürzlich postete Trump dieses Bild auf Twitter:

«Try to impeach this» – «Versucht, das hier zu impeachen» steht in weissen Lettern vor einer Karte der USA, die in Wahlbezirke unterteilt ist. Die roten Bezirke stehen für solche, in denen Trump bei seiner Wahl 2016 gewonnen hat, die blauen für jene, in der Hillary Clinton die meisten Stimmen bekam.

Trump reagierte damit auf steigende Umfragewerte, wonach die Unterstützung für sein Amtsenthebungsverfahren zunimmt.

Auffallend dabei: Fast alles ist rot. Wie kann das sein? Trump hat doch weniger Stimmen bekommen als Clinton. Ist diese Karte gefälscht?

Nein. Sie entspricht tatsächlich der Realität. Nun ja, zumindest fast. Hier die interaktive Karte der New York Times:

Bild

Bild: screenshot nytimes

Aber hat Clinton nicht mehr Stimmen bekommen als Trump?

Doch. Die Karte von Trump mag zwar stimmen, nur berücksichtigt sie keineswegs die Bevölkerungsverteilung- und dichte der USA. Weite Teile im Mittleren Westen sind Wüste oder Pampa und deshalb fast komplett unbewohnt. Hier eine Heat-Map der Wahlen des (sehr empfehlenswerten) Kartografen Ken Field:

Bild

Bild: Ken Field

Je dunkler und kräftiger die Farbe, desto mehr Leute haben gewählt. Die weissen Flecken stellen also eindrücklich dar, dass fast die Hälfte der USA so gut wie menschenleer ist.

Wo haben die Leute für Trump gestimmt?

Trump hat, wie erwähnt, insgesamt fast 3 Millionen Stimmen weniger geholt als Clinton. Die Leute, die Clinton ihr Votum gegeben haben, stammen grösstenteils aus den Bevölkerungsreichen Städten wie New York, Los Angeles, San Francisco, Seattle oder Chicago.

Weil all diese Personen auf verhältnismässig kleinem Raum leben im Vergleich zur immensen Grösse der USA, ist eine 3D-Karte ebenfalls hilfreich:

Bild

bild: ken field

Hier sieht man deutlich, dass die wenigen Wahlbezirke, die Clinton gewonnen hat, überproportional bevölkerungsreicher sind. Am Ende der Präsidentschaftswahl gewann Clinton 487 Wahlbezirke, Trump deren 2626. Trotzdem holte Clinton mehr Stimmen.

Nichtsdestotrotz gewann Trump die Wahl. Wie genau das mit Electoral College funktioniert, ist ein anderes Thema. Kann man hier nachlesen:

Was hat das mit dem Impeachment zu tun?

Trump will beweisen, dass er eine riesige Unterstützungsbasis hat und dass es niemals gelingen wird, ihn aus dem Amt zu befördern. Ein Impeachment würde jedoch im Repräsentantenhaus initiiert, eine Kammer, in der die Grösse der Delegation eines Staates direkt an die Bevölkerung und nicht an die Landmasse gebunden ist.

So ist das mehrheitlich demokratische Los Angeles und seine umliegenden Gebiete flächenmässig rund 200 Mal kleiner als der republikanische Staat Wyoming, trotzdem vertreten 15 Kongressabgeordnete Los Angeles. Wyoming bloss einer.

Das bedeutet, dass die roten Abschnitte in Trumps Karte kein Übergewicht der Stimmen gegen die Anklage bedeuten. Der Präsident hat weniger Verbündete im Kampf gegen die Amtsenthebung, als seine Karte vermuten lässt.

Was sagt uns das alles?

Bereits bei Hurrikan Dorian benutzte er einen «Sharpie», um eine Karte so zurechtzumalen, dass sie seinen Aussagen entsprach.

epa07817429 US President Donald J. Trump holds up a National Oceanic and Atmospheric Administration map of a previously projected path of Hurricane Dorian, while participating in a briefing on Hurricane Dorian in the Oval Office of the White House in Washington, DC, USA, 04 September 2019. Trump said the federal government will continue to monitor Dorian, which mostly spared Florida but is projected to potentially cause devastating winds, storm surge and flash floods in the Carolinas.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Bild: EPA

Karten können hervorragend genutzt werden, um Geschichten zu erzählen. Und zwar so, dass sie zu einer bestimmten Sichtweise passen. Viele sehen keinen Grund darin, Karten zu hinterfragen, die einem gezeigt werden. Vielleicht sollten sie das aber.

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146Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • santa's little helper 03.10.2019 13:22
    Highlight Highlight Und dennoch müssen wir uns allen immer wieder vor Augen führen, dass es die Demokraten nicht fertig gebracht haben, die Wahl gegen Trump zu gewinnen...
  • bcZcity 03.10.2019 09:19
    Highlight Highlight Ich sage dazu nur so viel, Mr. "wannabe" President! Gemäss einer echten Demokratie, wären Sie gar nie im Sessel!
    Benutzer Bild
    • SteveLaCroix 03.10.2019 18:34
      Highlight Highlight In der Schweiz ist das nicht viel anders, neben dem Volksmehr gibt es z.B. bei Abstimmungen über Initiativen auch noch das Ständemehr. Es kam auch schon vor, dass eine Initiative am Ständemehr gescheitert ist, während sie das Volksmehr eigentlich geschafft hätte. Aber hey, NUR IN DEN USA IST ALLES SCHLECHT, nicht so wie in der perfekten EU und noch perfektererereren Schweiz...
    • Fabio Haller 03.10.2019 18:49
      Highlight Highlight Dies ist die echte Demokratie, es ist einfach ein anderes demokratisches Wahlverfahren

      Das Wahlverfahren war schon immer so. Beide Parteien waren sich dass schon immer bewusst dass man nach diesen Regeln wählt.

      Aber ja, Trump ist trotzdem Scheisse.
    • bcZcity 04.10.2019 07:10
      Highlight Highlight Ach Leute, ich wollte doch nur auf seinem Niveau antworten. Und nein, in der CH ist es doch demokratischer. Oder zählen die Gewonnenen Stimmen aus z.B Graubünden mehr als aus Zürich?

      Anyway, der gute vergisst wie das Volk eigentlich gewählt hätte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BassBox 02.10.2019 23:47
    Highlight Highlight Zufälle gibts
    Benutzer Bild
  • Nothingtodisplay 02.10.2019 20:18
    Highlight Highlight «Try to impeach this» – «Versucht, das hier zu impeachen»

    Danke für diese tolle Übersetzung. :D
  • Basti Spiesser 02.10.2019 19:53
    Highlight Highlight So zur Info, hätte die USA ein anderes Wahlsystem und nicht sie Mehrheit der Staaten, sonder die der Bürger würde entscheiden, wäre dies nicht zwingend ein Sieg der Demokraten gewesen, da dann auch der Wahlkampf anders ausgesehen hätte.
  • Lllll 02.10.2019 18:50
    Highlight Highlight Lachhaft und peinlich zugleich. Es vergeht kein Tag an dem diese Person nicht sein Reductio ad absurdum zum besten gibt.
  • dasKorrektorat 02.10.2019 18:48
    Highlight Highlight "Die Medien sind dafür bekannt, es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen. Gerne legen sie sich die «Wirklichkeit» so zurecht, wie sie ihm zugutekommt. Oder Klicks bringt." ;)
  • mycredo 02.10.2019 18:48
    Highlight Highlight „Trump verzerrt die Realität“. Der Titel stimmt so einfach nicht, das ist alles korrekt (bin kein Trump-Anhänger). Es zeigt, wie unglaublich gross der Stadt-Land-Graben in den USA ist. Und dementsprechend gespalten das Land.
    • Friedhofsgärtner 03.10.2019 06:50
      Highlight Highlight Ja find ich auch
  • kEINKOmmEnTAR 02.10.2019 18:26
    Highlight Highlight Ich finde die Karte von Trump weisst sehr wohl auf ein (kontrovers diskutiertes) Problem hin; dass einige wenigen Zentren von Menschen im Prinzip die Geschicke der USA steuern können. Deshalb braucht es auch einen Ausgleich so dass die bevölkerunsschwächeren States auch etwas zu sagen haben.
    • Shabaqa 02.10.2019 19:08
      Highlight Highlight Dafür gibt es den Senat.
    • ingmarbergman 02.10.2019 19:14
      Highlight Highlight @keinKommentar: das ist ein Punkt, den man durchaus hinterfragen sollte.
      Im antiken Athen wo die Demokratie erfunden wurde galt „Ein Mann, eine Stimme“ (zwar nur reiche, männliche und freie Bürger, aber das ist eine andere Geschichte).
      Die Frage ist also durchaus, wieso man Randregionen überproportional bevorzugen soll? Stellt sich auch bei uns mit dem Ständemehr. De facto gibt das eine Sperrminorität von einer Minderheit der Bevölkerung.
    • kEINKOmmEnTAR 02.10.2019 20:00
      Highlight Highlight @ingmarbergman: Es gilt (besonders in einer Demokratie) auch Minderheiten mit einzubeziehen und ihnen eine Stimme zu geben. Nur so fühlen sie sich als Teil des Ganzen und tragen die Demokratie mit.
      Es gab schon viel zu viele Kriegen weil eine Gruppe eine andere dominieren wollte, das muss aufhören und genau so geht das auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • droull 02.10.2019 16:48
    Highlight Highlight Die Demokraten hätten trump schon damals 2016 ,wegmachen können ,wegen wahlbetrugs.taten sie aber nicht weil sie alle unter der gleichen decke stecken
    • Selbst-Verantwortin 02.10.2019 21:21
      Highlight Highlight Kannst du uns noch Beweise liefern? Das würde sogar die USA interessieren. Oder ist das eher so Aluhut?
  • THEOne 02.10.2019 16:34
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • Magnum44 02.10.2019 16:33
    Highlight Highlight Diese Karte ist zu 100% korrekt, sie widerspiegelt auch sehr schön das US-Wahlsystem (Erinnerung: Trump vereinte 57% der relevanten Stimmen auf sich). Donis Aussage ist darüber hinaus einfach sehr ungenau, "this" kann genau so gut auch eine Anspielung auf den extremen Rückhalt in den ländlichen Gebieten (und somit praktisch dem ganze Staatsgebiet inklusive Nahrung, Rohstoffe und auch Militärbasen) hinweisen. Bei uns würde auch nie komplett entgegen den Anliegen der Innerschweiz gearbeitet werden, obwohl bevölkerungsmässig völlig irrelevant.
    • Gulasch 02.10.2019 21:59
      Highlight Highlight Innerschweiz = irrelevanter Bevölkerungsanteil?
      Die 5 Kantone haben immerhin 10% (20 = 10 LU + 3 ZG + 4 SZ + 1 UR + 1 NW + 1 OW) Sitze.
      Mehr als das Wallis (8), Graubünden (5) und ähnlich wie die Ostschweiz (22).
  • Palpatine 02.10.2019 15:34
    Highlight Highlight Wie hat es mein alter Mathelehrer immer gesagt: "Trau keinem Diagramm, das du nicht selber gefälscht hast!"

    Der Spruch funktioniert auch mit "Karte" anstelle von "Diagramm"...
    • luckypunter 02.10.2019 16:32
      Highlight Highlight Der Spruch ist von Winston Churchill und lautet: "Traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast."
    • Chrigu BE 02.10.2019 16:56
      Highlight Highlight Sie haben aber schon mitbekommen, dass dies keine "Fälschung" ist, sondern nur geschickt ausgewählt?
      Trotzdem bleibt es wahr.
    • KingK 02.10.2019 18:04
      Highlight Highlight Ist eigentlich von Churchill:

      “I only believe in statistics that I doctored myself”

      ― Winston S. Churchill
    Weitere Antworten anzeigen
  • Armando Buchmeier 02.10.2019 15:30
    Highlight Highlight Kann man den Irren Präsidenten nicht einfach nicht mehr ernstnehmen. Er leidet seit er das Amt inne hat eindeutig anREALITÖTSVERLUST.
  • Faktenchecker 02.10.2019 15:30
    Highlight Highlight Deshalb wollen die Dems das Electoral College abschaffen. Damit ein paar Städte über die gesamte Bevölkerung bestimmen kann. Der feuchte Traum jedes anti-demokratischen "Demokraten".

    Trump hat aber nichts zu befürchten. Der Ukraine Skandal ist dermassen an den Haaren herbeigezogen. Noch viel mehr als die erfundene Collusion und herbeigeredete Obstruction.

    Die Dems sind, mit anderen Worten, in einer eigenen Realität gefangen aus der sie spätestens im November 2020 brutal rausgerissen werden.
    • phreko 02.10.2019 15:55
      Highlight Highlight Wow, in welchem Business bist du denn tätig? Verkäufer oder Berater?. Analyst wohl kaum...
    • LookatLuki 02.10.2019 15:59
      Highlight Highlight Inwiefern wäre eine Direktwahl, welche durch Mehrheitsentscheid der Gesamtbevölkerung entschieden würde, anti-demokratisch?
    • Magnum44 02.10.2019 16:01
      Highlight Highlight One man one vote wäre demokratisch, sicher nicht ein System, in dem der Präsident mit 57% der Stimmen gewählt wird, obwohl weniger als die Hälfte der Bevölkerung für ihn gestimmt hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 02.10.2019 15:26
    Highlight Highlight Ein derart grosser Hohlkopf wie Trump vertritt die grosse amerikanische Leere doch sehr würdig? 🤔
    • Selbst-Verantwortin 02.10.2019 21:26
      Highlight Highlight Wer die Bürger einer Demokratie verhöhnt, meint es besser zu wissen als die Mehrheit, was anmassend ist, und scheint die Demokratie wenig zu schätzen.
    • Lowend 02.10.2019 21:51
      Highlight Highlight Wer verhöhnt hier wen? Es gibt nun mal intelligente und dumme Menschen und auch dumme Menschen sind Bürger und verdienen die Vertretung, die Ihnen zusteht. Genau das ist Demokratie.
    • Selbst-Verantwortin 03.10.2019 05:23
      Highlight Highlight @Lowend: woher willst du wissen, zu welcher Kategorie du zählst? Einfach weil du es sagst...?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans Jürg 02.10.2019 15:15
    Highlight Highlight Dieser Mann ist offensichtlich nicht mehr bei Sinnen, er ist durchgedreht, er spinnt.

    Er muss deswegen dringends von (unanbhängigen!) Psychiatern untersucht werden, ob er überhaupt noch fähig ist, so ein Amt zu bekleiden. Und wenn nicht (was eigentlich klar sein sollte), dann muss man ihn absetzen. Punkt.
    • Statler 02.10.2019 18:03
      Highlight Highlight @Hans Jürg: Ich glaube nicht, dass Trump von Sinnen ist. Seine gezielte Desinformation, das Chaos, die Tweets, sie alle erreichen genau das Ziel, das er verfolgt.

      Der Mann spinnt nicht, er ist brandgefährlich. Wer ihn als Spinner abtut, unterschätzt ihn und die Lage massiv.
    • dasKorrektorat 02.10.2019 18:43
      Highlight Highlight Das bestimmt natürlich der Hans Jürg (und kann dabei noch in Anspruch nehmen total klar im Kopf zu sein) ;)
  • Chrigi-B 02.10.2019 15:14
    Highlight Highlight "Am Ende der Präsidentschaftswahl gewann Clinton 487 Wahlbezirke, Trump deren 2626. Trotzdem holte Clinton mehr Stimmen."

    Und jemand will wirklich das Electoral College abschaffen? 🧐

    Ohne die Landbevölkerung gibt es keine Stadtbevölkerung - so einfach ist es...
    • Dr. Unwichtig 02.10.2019 15:49
      Highlight Highlight Nö. Aber es gäbe ein einfaches, vielfach bewährtes System: Vereinigt kein Kandidat die Mehrheit der Wahlmänner UND der Gesamtstimmen auf sich, kommt es zu einer Stichwahl. Das aktuelle System hat u. a. den Nachteil, dass in einem Swing State ein unabhängiger Kandidat das Zünglein an der Waage sein kann. Das wirklich spannende ist aber folgendes: Absolut NIEMAND bei den Reps oder Dems (inkl. den ach-so-progressiven) möchte etwas am Wahlsystem ändern. Woran das wohl liegt...
    • dasKorrektorat 02.10.2019 18:45
      Highlight Highlight Ohne Electoral-College hätte Kalifornien alleine über den/die Präsidenten/in bestummen. (Man stelle sich vor in der Schweiz könnten einzig die Zürcher Parlamentarier alle sieben Bundeszwer...ähhh räte wählen...)
    • Dr. Unwichtig 02.10.2019 18:56
      Highlight Highlight Ja, genau. Weil 40 von 330 Millionen US-Bürger in Kalifornien leben. Nochmal nachrechnen, bitte....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 02.10.2019 15:13
    Highlight Highlight Wird von Rechtsextremen, Trollen, Verschwörungstheoretiker, religiösen Fanatiker usw. auch gerne gemacht. Man nehme ein Zitat ein Bild was zu einem gewissen Teil der Wahrheit entspricht und interpretiert es anders. Dann nimmt man genug Trolle die dies überall verteilen mit der angehängten Falschaussage oder anderen Interpretation. Schon ist die Saat gestreut. Man findet dann genügend Menschen die dies glauben. Man muss sich auch nicht anstrengen Fakten zu hinterfragen. Sie werden einfach und verständlich geliefert.
    • Moudi 02.10.2019 16:32
      Highlight Highlight So a la Powell, Bush Netaniahu...
      Genau!
  • Statler 02.10.2019 15:12
    Highlight Highlight The organisation of Cartographers for Social Equality is not amused ;)
    Play Icon
  • crik 02.10.2019 14:59
    Highlight Highlight Korrektur: Auf der Karte sind nicht Wahlbezirke abgebildet, sondern Counties (diese entsprechen den Bezirken/Ämtern in der Schweiz). Es gibt etwas über 3000 Counties un den USA.

    Dagegen gibt es 435 Wahlbezirke, gleich viele wie Abgeordnete im Repräsentantenhaus (je ein Abgeordneter pro Bezirk).

    Bei den Präsidentschaftswahlen zählen natürlich die Bundesstaaten, da in fast allen Staaten 'The winner takes it all' gilt.
    • Chrigu BE 02.10.2019 16:59
      Highlight Highlight Danke.
  • DomKi 02.10.2019 14:53
    Highlight Highlight Ich denke Trump bleibt im Amt...
  • Samzilla 02.10.2019 14:50
    Highlight Highlight Kurzfassung: Die von Donald Trump gezeigte Karte ist richtig.

    Nicht einmal die Realität wurde verzerrt, wie im Titel suggeriert. Für das US Wahlsystem kann Trump wohl nicht auch noch beschuldigt werden.

    Aber ändert ohnehin nichts. Die demokratische Mehrheit im Repräsentantenhaus ist bekannt, aber irrelevant. Ohne Mehrheit im Senat passiert vorerst einmal gar nichts...
    • Statler 02.10.2019 15:18
      Highlight Highlight Die Karte mag korrekt sein, aber der Kontext, in dem sie von Trump gezeigt wird, ist kreuzfalsch.
      Er suggeriert, dass die Mehrheit der MENSCHEN hinter ihm steht - die Karte zeigt aber «nur», dass die Mehrheit der WAHLBEZIRKE hinter ihm steht.

      Das verzerrt die Realität durchaus.
    • FrancoL 02.10.2019 15:41
      Highlight Highlight @statler; Richtig, aber Trump erreicht sein Ziel, da machen viele, siehe auch oben, den gleichen Fehler, sie bezeichnen etwas als richtig das nicht zur Aussage passt.
      Trump wollte zeigen dass man das Volk/Menschen impeachen muss, zeigte aber die Karte mit den Bezirken, also die falsche Karte. Und eine Aussage wie "die Karte ist richtig" hat hier nichts zu suchen, denn es geht nicht um die Richtigkeit der Karte sondern darum ob es die RICHTIGE Karte ist.
    • Chrigu BE 02.10.2019 17:02
      Highlight Highlight @Statler
      Unterscheiden Sie zwischen Fakten und (eigener) Interpretation.
      Auch, wenn's einem nicht passt. Mir ja auch nicht, aber manches davon ist eben "meine Interpretation".
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eight5 02.10.2019 14:44
    Highlight Highlight "US-Präsident Donald Trump ist dafür bekannt, es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen. Gerne legt er sich die «Wirklichkeit» so zurecht, wie sie ihm zugutekommt."

    Das eigentliche Problem ist dass es (nicht wenige) Amis gibt, die ihm das so abkaufen. Ohne es zu hinterfragen. Sein PR- und Kommunikationsteam liefert da leider schon gute Arbeit.
  • Dr. Unwichtig 02.10.2019 14:36
    Highlight Highlight Die Karte von Trump zeigt die Realität der gemäss U.S.-System abgebildeten Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahlen 2016. Da wird gar nichts „verzerrt“. Über die Implikationen der damit verbundenen Aussage zum Impeachment kann man streiten - aber das kann man immer...
  • El Vals del Obrero 02.10.2019 14:25
    Highlight Highlight Das ist halt das Problem bei Majorzwahlprinzip:

    Wenn in 100 % der Gebiete das Resultat 51:49 ist, dann haben jene mit 51 denoch 100 % der Sitze.
  • Joe Smith 02.10.2019 14:19
    Highlight Highlight Warum in die Ferne schweifen? Auch Watson publiziert nach jedem Abstimmungswochenende Karten mit den Kantonsergebnissen ohne Rücksicht auf die Bevölkerungsdichte.
    • Pafeld 02.10.2019 14:39
      Highlight Highlight Vielleicht, weil diese für die Ständestimmen wichtig sind?
    • Gonzolino_2017 02.10.2019 14:43
      Highlight Highlight Danke 🙏 ... auch die Medien legen sich die Aussagen immer so zurecht, dass sie ihre Message verbreiten können! Also hört auf so scheinheilig zu Bashen ...
    • Luzifer Morgenstern 02.10.2019 14:45
      Highlight Highlight Die machen eine vereinfachte Karte, nutzen eine Farbskala und setzen Zahlen daneben. Ausserdem geht es da um Analysen nach region, doppelte Mehrheit etc.

      Watson hat nicht die Tendenz einfach mal die ganze Schweiz rot zu malen wie ein Präsident, der zu dumm ist, die Fahne seines eigenen Landes korrekt darzustellen.
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Auric 02.10.2019 14:17
    Highlight Highlight Die Landkarte von Trump ist also richtig.

    also das Gegenteil von falsch

    und so gestaltet wie es 99% aller Menschen machen würden und 99.5 % der Menschen verstehen.

    Das die gleichen Daten auch anders darstellbar sind ist klar wenn ich die Überlegenheit des demokratischen Wahlsiegs darstellen muss, dann muss ich schon kreative Lösungen entwickeln, das am Ende nur 0.5% oder weniger die Lösung ohne Bedienungsanleitung verstehen würden... egal alle gezeigten Landkarten sind richtig, wären sie es nicht hätte es schon lange ein #Mapgate gegeben.
    Die Frage ist warum Trumps Karte hier .......
    • max julen 02.10.2019 14:31
      Highlight Highlight die meisten menschen denken nicht in schwarz oder weiss auric!

      trump musste die karte nicht selber herstellen und suchte sich die aus, die ihn bevorzugt!
      (mit google search bekommst mehrere varianten)

      waaaas, trump bevorzugt sich selber, der us präsident der für alle bürger gleich sein sollte! NEEEIN! 🤡
    • Magnum 02.10.2019 14:31
      Highlight Highlight Die Frage ist, was Trump mit dieser Karte aussagen will? Diese zeigt das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen von 2016 nach Wahlkreisen. Dieses Ergebnis ist für ein Amtsenthebungsverfahren komplett irrelevant. Denn ein solches Verfahren wird von den beiden Kammern des Kongresses vorangetrieben.
      Die einzige, plausible Erklärung, was Trump mit dieser Karte und dem Spruch "Try to impeach this" sagen will, ist sehr alarmierend: Er droht der Mehrheit vom Repräsentantenhaus mit *dem Volk*. Dazu passend hat er auch schon von Bürgerkrieg schwadroniert. Donald dreht am Rad, und zwar gewaltig. Gut so.
    • Fritz N 02.10.2019 14:32
      Highlight Highlight Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: "Die Karte von Trump mag zwar stimmen, nur berücksichtigt sie keineswegs die Bevölkerungsverteilung- und dichte der USA. Weite Teile im Mittleren Westen sind Wüste oder Pampa und deshalb fast komplett unbewohnt. [...] Ein Impeachment würde jedoch im Repräsentantenhaus initiiert, eine Kammer, in der die Grösse der Delegation eines Staates direkt an die Bevölkerung und nicht an die Landmasse gebunden ist."
    Weitere Antworten anzeigen
  • DrFreeze 02.10.2019 14:16
    Highlight Highlight Trump macht das gar nicht so ungeschickt.
    Der kann doch irgendwas zeigen. Der durchschnittliche Amerikaner ist einfach zu ungebildet, zu faul oder beides um solche Dinge zu hinterfragen.
    • tomtom1 02.10.2019 16:07
      Highlight Highlight Wie ausserordentlich überheblich.
    • Scaros_2 02.10.2019 16:10
      Highlight Highlight naja aber es shceint fakt zu sein
    • dasKorrektorat 02.10.2019 19:03
      Highlight Highlight Das denken die beim BFS wahrscheinlich auch über dich :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 02.10.2019 14:14
    Highlight Highlight Tja Trump hat wieder mal gelogen, oder wie halt üblich die Tatsachen zu seinen Gunsten zurecht gebogen.

    Das ist er.
    Wie er leibt und lebt.
    Bescheißen lügen und betrügen.

    Sagt viel aus, über Leute die so ein Subjekt noch immer, trotz aller Fakten unterstützen wollen...
    • Chrigu BE 02.10.2019 14:50
      Highlight Highlight Er hat nicht gelogen. Er hat einen Teil der Wahrheit gezeigt. Statistik. Dabei ist immer die Frage, wonach man eine Statistik "fährt", ausrichtet. Alle stimmen.
    • Gawayn 02.10.2019 15:32
      Highlight Highlight Definition Lüge
      Etwas zu sagen, von dem man weiß
      Das es so nicht stimmt.

      Er hat gelogen und wenn er es nicht erkennt, ob er lügt oder nicht (was ich von ihm glaube), gehört er in die Psychiatrie, nicht ins Parlament...
    • Statler 02.10.2019 18:01
      Highlight Highlight @Gawayn: Trump lügt nicht, er geht kreativ mit der Wahrheit um 😉
  • Vertigo 02.10.2019 14:13
    Highlight Highlight Macht ihr das mit Absicht?
    Benutzer Bild
    • dasKorrektorat 02.10.2019 18:40
      Highlight Highlight Der Splitter und der Balken. Wie ging das nochmals genau? ;)
  • elco 02.10.2019 14:11
    Highlight Highlight Der Typ ist krank.
  • vamosT 02.10.2019 14:08
    Highlight Highlight Zusammengefasst: Trump hat recht, aber man versucht wieder krampfhaft etwas anderes zu schreiben.
    • RicoH 02.10.2019 14:30
      Highlight Highlight Würde mich sehr interessieren, inwiefern Trump recht hat. Bin gespannt auf deine Argumente.
    • Nick Name 02.10.2019 14:32
      Highlight Highlight Irrtum.
      Mit dem Kartentweet allein hat Trump praktisch weder recht noch unrecht.
      Da nicht beschrieben ist, welche Farbe was genau bedeutet, ist es nichts weiter als eine bunte Karte; in sich theoretisch richtig – aber nur, weil sie gar nicht falsch sein kann, weil sie gar nichts behauptet.
      (So reibt er sich bestimmt die Händchen, weil er bloss eine bunte Illustration auf Twitter werfen muss, und schon hat er grösste Aufmerksamtkeit.)

      Nebenbei: Wo ist der Krampf genau? Man kann ganz locker sagen, was hinter den Farben steckt, und dass dies das Bild ändert, das Trump selbst zeigen möchte.
    • LibConTheo 02.10.2019 14:43
      Highlight Highlight @vamosT:

      Wenn es nur um die Grafik geht, hat Trump (ziemlich) recht, stimmt.

      Wen es aber um den Zusatz "Try to impeach this" geht, spricht Trump die Wähler an, welche für ihn gewählt haben sollen und für diese Darstellung ist die Ansicht der dieser Karte nicht aussagekräftig.

      Trotzdem versucht er (ganz offensichtlich) mit dieser Karte darzustellen, die Mehrheit der Wähler haben für ihn gestimmt.

      Jetzt könnte man sich darüber streiten, was Trump's Intention war bei diesem Tweet, aber dieses Problem überlasse ich jemand anderem.

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  • Magnum44 02.10.2019 14:05
    Highlight Highlight Wieso wird hier über das Repräsentantenhaus geschrieben, wenn der Senat - welcher auf dieser Karte zumindest ein Stück weit abgebildet wird - schlussendlich über die Absetzung entscheiden wird?
    • Magnum 02.10.2019 14:33
      Highlight Highlight Weil das Repräsentantenhaus bei diesem Verfahren die Rolle als initiierende Kammer einnimmt. Wenn es umgekehrt wäre, hätte der Senat noch keinen Finger gekrümmt. Opportunismus und Angst haben bei vielen Republikaner das Rückenmark substituiert.
    • reaper54 02.10.2019 14:40
      Highlight Highlight Ganz einfach, das würde weder die Meinung des Journalisten noch des Mutterhauses repräsentieren.

      Schlussendlich machen alle das Selbe, ob Watson, Trump, SP oder SVP.
      Man nimmt die Vorhandenen Daten und das man Ziel C erreichen muss. Dann werden die Daten so lange gedreht und so dargestellt, das sie bestätigen, dass das Ziel erfüllt wurde.
      Ist nicht nur in der Politik so sondern auch in der Privatwirtschaft.
    • pontian 02.10.2019 14:55
      Highlight Highlight Die Karte zeigt die Counties (Bezirke). Die haben weder mit den Wahlkreisen des Repräsentantenhauses (deren Grenzen oft neu gezogen werden und eine bestimmte Anzahl Einwohner enthalten müssen) noch mit dem Senat zu tun. Da ist der Wahlkreis der gesamte Staat - wie bei unseren Ständeratswahlen.
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  • LibConTheo 02.10.2019 13:59
    Highlight Highlight Mit anderen Worten:
    Die Darstellung von Trump ist nicht ganz falsch (im Bezug auf die Fläche).

    Jedoch ist die Karte der NYT tatsächlich aussagekräftiger wen es um den "WÄHLERanteil" geht und das versucht Trump mit dieser Grafik offensichtlich darzustellen.

    Schlussendlich sind es ja Menschen die Abstimmen, nicht die Äcker.
    • ridega 02.10.2019 14:27
      Highlight Highlight Und laut neuer Umfragen sind über 50% für die Untersuchung.
    • Abu Nid As Saasi 02.10.2019 14:29
      Highlight Highlight Beim Stāndemehr spielen die Äcker und Felsen doch eine Rolle. Siehe Schweiz
    • Nathan der Weise 02.10.2019 14:33
      Highlight Highlight Aber die „Äcker“ bekommen ihre Stimme ähnlich wie bei uns mit Ständerat. Uri zum Beispiel ist dem 5.5fach grösseren Kanton Basel-Stadt (Einwohner) mit 2 Ständeräten überlegen.
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