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This photo provided by the Syrian Civil Defense White Helmets, which has been authenticated based on its contents and other AP reporting, shows smoke rises after Syrian government and Russian airstrikes hit the town of al-Habeet, southern Idlib, Syria, Friday, May 3, 2019. Syrian state media and activists are reporting a wave of government and Russian airstrikes, including indiscriminate barrel bombs, on the rebel-held enclave in northwestern Syria where a seven-month truce is teetering under a violent escalation. (Syrian Civil Defense White Helmets via AP)

Die Stadt al-Habeet im südlichen Idlib wird von einer Bombe getroffen, 3. Mai 2019. Bild: AP/Syrian Civil Defense White Helmets

«Wie die Apokalypse» – ein Arzt erzählt aus Idlib

Die Menschen in Idlib erleben die heftigsten Angriffe seit Monaten. Besonders perfide: Das syrische Regime und Russland attackieren auch Kliniken. Ein Arzt berichtet.

Andrea Backhaus / Zeit Online



Ein Artikel von

Zeit Online

Vor dieser Offensive haben sich die rund drei Millionen Menschen in Idlib gefürchtet. Seit Tagen bombardieren die syrische und russische Luftwaffe Kleinstädte und Dörfer in dem letzten grossen Rebellengebiet im Nordwesten Syriens. Offiziell will Machthaber Baschar al-Assad gegen Islamisten vorgehen, doch zielt ein Grossteil seiner Angriffe auf die eigentlich zur Deeskalationszone ernannten Region auf zivile Einrichtungen wie Kliniken, Schulen und Flüchtlingslager.

Das Assad-Regime setzt dabei offenbar auch Fassbomben und Streumunition ein. Mehr als 150'000 Menschen sind bereits in den Norden geflüchtet, doch auch dort werden Ortschaften bombardiert. Lokale Organisationen sprechen von etwa 200 Toten, die Opferzahlen steigen stündlich.

Wie bei den Rückeroberungen anderer Rebellengebiete, etwa Ostaleppo und Ostghuta, attackiert das syrische Regime auch die Krankenhäuser. In den vergangenen zehn Tagen wurden insgesamt zwölf medizinische Einrichtungen zerstört. Von fünf hatten die Vereinten Nationen im Vorfeld die Koordinaten an die syrische und russische Regierung weitergegeben.

Doch das hat sie nicht geschützt – stattdessen wurden diese Einrichtungen gezielt bombardiert. Dr. Mohamad arbeitet als Arzt in Idlib. Er berichtet uns per WhatsApp von der Lage. Aus Sicherheitsgründen veröffentlichen wir nur seinen Vornamen.

epa05162331 A handout image provided by the Medecins Sans Frontieres (MSF) or Doctors Without Borders organization, showing destruction and rubble at an MSF-supported hospital in Ma'arat Al Numan, Idlib province, northern Syria, largely destroyed in an attack on early 15 February 2016. At least eight staff members are missing after airstrikes at a hospital affiliated with Doctors Without Borders (MSF) in northern Syria, believed to have been carried out by Russian jets. 'We can confirm that the MSF-supported structure in Maaret al-Noumaan in northern Idlib was destroyed this morning in airstrikes,' said Mirella Hodeib, a press offer at MSF in Beirut. MSF said 40,000 people would be cut off from access to medical services as a result of the latest strikes on the hospital in Idlib. Three MSF-supported hospitals were recently damaged in Aleppo.  EPA/MSF/HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Immer wieder werden Krankenhäuser getroffen, wie etwa hier in Idlib im Jahr 2016. Bild: EPA/MSF

Das erzählt Dr. Mohamad:

«Bis vor wenigen Tagen habe ich als Chirurg im Krankenhaus in Kafranbel gearbeitet, einer Kleinstadt im Westen von Idlib. Unser Krankenhaus war das einzige im Umkreis von vielen Kilometern, dort wurden Menschen aus Hama, Idlib und Maarat al-Nu'man behandelt.

Am vergangenen Sonntag wurden diese Tausenden von Menschen der medizinischen Versorgung beraubt, als Kampfflugzeuge, sehr wahrscheinlich russische, unser Krankenhaus attackierten.

Unser Krankenhaus war schon lange ein Ziel des syrischen Regimes und der russischen Luftwaffe. Seit seiner Gründung 2011 wurde es mindestens 100-mal angegriffen, 15-mal wurde es so zerstört, dass der Betrieb eingestellt werden musste. Seit dem letzten schweren Angriff 2018 hatten wir in einem Raum unter der Erde gearbeitet. Von dort aus behandelte unser Team aus 30 Ärzten, Technikern und Krankenschwestern die Verletzten und stellte auch die routinemässige Gesundheitsfürsorge und Behandlung für Bedürftige bereit.

Vor zwei Wochen nahm unsere Arbeitsbelastung dramatisch zu, als die syrische und russische Luftwaffe begannen, ihre Angriffe auf den Nordwesten Syriens zu eskalieren. Wir mussten auf einmal sehr viele verletzte Zivilistinnen und Zivilisten behandeln, hauptsächlich aus Dörfern im Norden von Hama und im Süden von Idlib. Wir arbeiteten oft die Tage und Nächte durch, um die vielen Verwundeten zu versorgen.

Am vergangenen Sonntag bin ich frühmorgens ins Krankenhaus gegangen, weil es in den Morgenstunden normalerweise weniger Bombenangriffe gibt. Den ganzen Tag über wurden Verletzte zu uns gebracht. Am Nachmittag erhielten wir die Nachricht, dass ein unterirdisches Krankenhaus in Hass, im Norden von Hama, bombardiert wurde. Ich betete, dass alle Mitarbeiter und Patienten diesen Angriff überlebt hatten.

Gegen 17.30 Uhr, zwei Stunden nachdem wir die Nachrichten über Hass gehört hatten, machte ich eine kurze Pause und telefonierte mit meiner Verlobten. In dem Moment schlugen vier Raketen am Eingang unseres Krankenhauses ein. Das Geräusch, die Explosionen – es fühlte sich an wie die Apokalypse. Als ich zu meinen Patienten rannte, um ihnen zu helfen, traf ein weiterer Luftangriff das Dach des Krankenhauses und der Strom fiel aus.

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Vier Raketeneinschläge innerhalb von Minuten

Die Räume füllten sich mit Staub und wir bekamen kaum noch Luft. Alles war dunkel, wir konnten nichts mehr sehen und auch nicht mehr unsere Telefone bedienen, um Hilfe zu rufen. Die Menschen gerieten in Panik, aber als Ärzte hatten wir diese Situation schon öfter erlebt. Wir gaben ihnen Sauerstoffbehälter, um ihnen beim Atmen zu helfen. Wir waren so besorgt und fühlten uns hilflos. Es folgte ein dritter Einschlag, dann ein vierter, innerhalb weniger Minuten. Wir versuchten, die Patienten zu beruhigen, aber auch wir Ärzte und Schwestern wussten nicht, was nun geschehen würde.

Wenige Minuten nach dem vierten Einschlag waren die Kampfflugzeuge weitergezogen. Es stürmten Helfer der Weisshelme (der syrische Zivilschutz) zusammen mit anderen Ärzten aus unserem Krankenhaus zu uns herein, sie hatten sich nach dem Einschlag der Raketen ausserhalb der Station befunden. Einige Patienten, die wahrscheinlich unter Schock standen, liefen gleich auf die Strasse, um aus dem Krankenhaus zu fliehen. Es gibt davon ein Foto, das von vielen Menschen in den sozialen Medien geteilt wurde: Es zeigt einen unserer Patienten, der noch in seinem Kittel und mit einem Infusionsschlauch aus dem Krankenhaus auf die Strasse läuft.

Bild

Ein Mann flieht aus dem Krankenhaus. bild: facebook

Nicht alle haben überlebt. Ein Mann, der seinen Verwandten im Krankenhaus besuchte, starb bei dem Angriff. Die Patienten, die bei den Angriffen schwer verletzt wurden, wurden in das nächstgelegene Krankenhaus in Maarat al-Nu'man gebracht, das 15 Kilometer von Kafranbel entfernt liegt.

Angriffe auf Krankenhäuser sind Kriegsverbrechen

Der Angriff auf unser Krankenhaus hat den Druck auf andere Krankenhäuser im Nordwesten Syriens noch weiter erhöht, obwohl es dort ohnehin schon dramatisch aussieht: Die Zahl der Verletzten wächst mit jedem Tag, während es wegen der Bombardierungen immer weniger medizinische Einrichtungen gibt. Auch gibt es immer weniger Ärzte, denn viele sind mit ihren Familien vor den Luftangriffen geflohen. Das Gesundheitsamt von Idlib hat den Ausnahmezustand verhängt.

Meine Kollegen und ich haben beschlossen, in Kafranbel zu bleiben und zu warten, bis das Krankenhaus wieder aufgebaut ist, damit wir die Patienten weiter versorgen können. Doch das wird nicht möglich sein, solange es immer wieder Bombenangriffe gibt. Es bricht mir das Herz, nicht helfen zu können.

Für die Schwerverletzten ist es besonders dramatisch: Wenn sie nicht sofort ärztliche Hilfe erhalten und stattdessen in weiter entfernte Krankenhäuser fahren müssen, werden sie das vielleicht nicht überleben.

Gezielte Angriffe von zivilen Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen stellen laut den Genfer Konventionen Kriegsverbrechen dar. Das Recht auf eine Gesundheitsfürsorge ist ein grundlegendes und unantastbares Recht, auch im Krieg. Es ist ganz besonders grausam, erst Zivilisten zu bombardieren und ihnen dann auch noch die Möglichkeit zu nehmen, behandelt zu werden. Die anhaltenden Kriegsverbrechen des syrischen Regimes und Russlands müssen beendet werden. Was wir erleben, ist eine humanitäre Katastrophe.»

Dieser Artikel wurde zuerst auf Zeit Online veröffentlicht. Watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 14.05.2019 07:38
    Highlight Highlight Das ist die scheussliche Fratze des neuzeitlichen Faschismus!
    Und niemand setzt dem etwas entgegen.
    Russland, das mit seiner Oktober-Revolution und später mit der Sowjetunion einmal Hoffnungen für eine sozialistische Alternative machte, ist heute unter Putin die reaktionärste Macht auf Erden...
    Erschütternd und deprimierend.
    Und die USA, einst "das Land der unbeschränkten Möglichkeiten" ist heute "das Land der unbeschränkten Unmöglichkeiten" mit einem Hohlkopf und Hochstapler als Präsidenten, der die einzige verbliebene Hoffnung für Syrien, nämlich die Syrischen Kurden, im Stich lässt...
  • Peter Mü 13.05.2019 20:39
    Highlight Highlight Assad hat eben viel gelernt von den Amis, ausser die westlichen Staatsmedien zu beeinflussen.
  • Dirk Leinher 13.05.2019 16:37
    Highlight Highlight Vor soviel Heuchelei wird mir schlecht.
  • Basti Spiesser 13.05.2019 09:55
    Highlight Highlight Gleichzeitig wurde im Norden von Hama Kinder und Frauen durch eine Rakete der Terroristen getötet, warum berichtet man davon nicht?
  • Dong 13.05.2019 09:05
    Highlight Highlight Das einzige, was wir über Dr. Mohamad wissen, ist, dass er (eigenen Angaben zufolge) als Arzt in einem Gebiet arbeitet, das unter Kontrolle der Al-Qaida steht.
    Und von da aus lässt sich die Zeit offenbar einen ganzen Artikel diktieren, der nur gegen Assad und die Russen argumentiert und kein Sterbenswörtchen über die Jihadisten verliert.
    @watson: Ihr müsst diesen Schund nicht abdrucken! Das hat nichts mit Journalismus zu tun! Bei den syrischen "Rebellen" ist inzwischen kein unabhängiger Journalist mehr, weil das dort zu gefährlich ist. Und zwar nicht wegen Assad, sondern wegen den Rebellen.
  • Juliet Bravo 12.05.2019 22:42
    Highlight Highlight Schulen und Spitäler werden nonchalant mitbombardiert. Die Russen kennen wirklich nichts.
    • Basti Spiesser 13.05.2019 07:17
      Highlight Highlight Das machen bestimmt nur die Russen...
    • do u know Xonco The Muffin Man -The Muffin Man 13.05.2019 08:24
      Highlight Highlight Troll, leg dich schlafen.
  • Do not lie to mE 12.05.2019 22:02
    Highlight Highlight Wen die Presse wieder von Rebeln spricht, meinen sie diese freiheitsliebenden und toleranten Gruppen:
    HTS
    Turkestan Islamic Party
    Ansar al-Tahwid (Supporters of Monotheism)
    Jaysh al-Izza (Glory Army)
    Jaysh al-Nukhba (Elite Army)
    Jaysh al-Nasr (Victory Army)
    Ahrar al-Sham
    Suqour al-Sham
    Hurras al-Din
    Ajnad al-Kavkaz
    Ansar al-Islam
    Ansar al-Din
    Faylaq al-Sham
    Fatah Brigade
    Darayya Islamic Martyrs
    • Do not lie to mE 12.05.2019 22:37
      Highlight Highlight Das war selbstverständlich ironisch gemeint. Es sind allesamt Terrorgruppen die sich wie in Homs, und Aleppo hinter und unter (Tunnel) der Zivilbevölkerung versteckt.
    • Saraina 13.05.2019 00:07
      Highlight Highlight Das ändert nichts am Umstand, dass Zivilisten in Idlib leben, dass Ärzte, Verwundete und Kranke keine Kämpfer, und somit keine legitimen Ziele sind, und dass die bewaffneten Gruppen in Idlib ihre Waffen nicht selbst gebastelt, und nicht von Russland oder Syrien geliefert bekommen haben.
    • RatioRegat 13.05.2019 00:35
      Highlight Highlight Deine Liste dürfte bereits wieder veraltet sein, weil die Gruppierungen andauern ihre Namen ändern oder sich unter wechselnden Dachorganisationen zusammenschliessen.

      Du hast aber nicht Unrecht: Die gemässigten Rebellen haben sich mehrheitlich der SDF unter Führung der YPG angeschlossen. Diejenigen, die in Idlib verbleiben, verfolgen mehrheitlich extremistische Ziele und haben Verbindungen zur Al-Qaida bzw. zu deren regionalem Ableger bzw. dessen Nachfolgeorganisation.

      Insofern kann man auch gut von Terrororganisationen sprechen, was aber keine Kriegsverbrechen rechtfertigt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Breezy 12.05.2019 21:56
    Highlight Highlight Sehr empfehlenswert
    Benutzer Bild
  • Dragona 12.05.2019 21:01
    Highlight Highlight Die Weisshelme waren sofort zur Stelle, ein Schelm der böses denkt.
    • rodolofo 14.05.2019 07:47
      Highlight Highlight Und die Putin-Trolle sind auch sofort zur Stelle, sobald ein Artikel über den Syrischen Bürgerkrieg erscheint, was?
      Ein Schelm, wer böses denkt.
      Hör doch mal zu, was dieser Arzt berichtet!
      Weisst Du überhaupt, was ein GESPRÄCH ist?
      Ein Gespräch besteht im wesentlichen aus sprechen UND zuhören!
      Instruktionen und Rüffel aus einem Chef-Büro heraus erteilen, sind KEINE Gespräche!
      Ich weiss, dass Putin und Assad so mit ihrer Bevölkerung "reden", als Führer zu ihren Soldaten und Soldatinnen.
      Aber so etwas wollen die meisten Menschen nicht. Die meisten Menschen sind weder Sadisten, noch Masochisten.
    • Dirk Leinher 14.05.2019 12:03
      Highlight Highlight @rodolofo
      Eigentlich sind deine Kommentare immer nach einem sehr einfachen Muster gestrickt. Wer nicht stramm gegen Putin und Assad ist, ist für dich ein Putin Troll! Die Weisshelme wurden bereits mehrfach überführt, Angriffe inszeniert zu haben, welche dann medienwirksam verbreitet wurden. Das ist svhlicht eine Tatsache und es ist wirklich merkwürdig dass diese Weisshelme sofort zur Stelle sind.
    • rodolofo 14.05.2019 13:10
      Highlight Highlight Dirk und Dragona, ev. ein und dieselbe Person.
  • Brezel Hugger 12.05.2019 20:38
    Highlight Highlight Backhaus wird hoffentlich irgendwann für ihre ideologische Unterstützung von Terroristen vor ein Gericht gestellt.
    • mostlyharmless 12.05.2019 21:38
      Highlight Highlight Hugger wird hoffentlich irgendwann für ihre ideologische Unterstützung von Diktatoren an Parties auf Small Talk begrenzt.
  • Oh Dae-su 12.05.2019 20:17
    Highlight Highlight Es würde mich nicht überraschen, wenn Assad mit voller Absicht Terror unter der Bevölkerung verbreitet.
    Man hat systematisch die Rebellen und ihre Unterstützer in der Region Idlib zusammengetrieben. Jetzt will er sie dazu bringen das Land ganz zu verlassen, um so einen ideologisch gesäuberten Staat wiederherzustellen.
    • Saraina 13.05.2019 00:09
      Highlight Highlight Natürlich käme ihm das gelegen, sie können aber das Land nicht verlassen. Auch die Zivilisten in Idlib nicht. Die Grenze ist dicht.
  • The Destiny // Team Telegram 12.05.2019 19:44
    Highlight Highlight Sollte eine Terrorvereinigung Anspruch auf die Genfer Konvention haben?

    Blitz: Nein
    Hertz:Ja
    • Saraina 13.05.2019 00:15
      Highlight Highlight Des Einen Terrorist ist morgen vielleicht ein Freiheitskämpfer. Und wer garantiert dir, dass morgen vielleicht eine Gruppe, der du angehörst, und die sich ganz berechtigt für deine Anliegen einsetzt, als terroristische Vereinigung deklariert wird, von wem auch immer der gerade die besseren Waffen hat? Praktischerweise kann man dann solch störende Elemente samt Spitälern, Familien und der Zivilbevölkerung als Kollateralschaden ausrotten. Wenn der Damm bricht, bricht er auch für uns.
    • The Destiny // Team Telegram 13.05.2019 07:12
      Highlight Highlight @Saraina, gute Argumentation.
  • Frauen Unihockey WM 7.-15.12.2019 Neuenburg 12.05.2019 19:33
    Highlight Highlight Trist.
  • Beobachter 12.05.2019 19:29
    Highlight Highlight Im globalen Machtkampf verkommt die UNO zum Marionettengremium. Solange Konflikt Akteure wie RUS und die USA ein Vetorecht haben und jeden Entscheid unterlaufen, kann die UNO ihre regulierende Funktion in Konflikten nicht mehr wahrnehmen. Der Reformbedarf in der UNO ist dringender denn jeh. Es muss damit Schluss sein, dass sich gewisse Nationen jedes Recht herausnehmen können. Es braucht ein globales Gremium, das tatsächlich Kompetenzen hat und auch die Instrumente, um diese wirksam durchzusetzen. Trauerspiele wie derzeit in Syrien darf es künftig einfach nicht mehr geben.
    • Basti Spiesser 12.05.2019 19:42
      Highlight Highlight Die UNO hat das Trauerspiel in Libyen erst begünstigt durch die „Flugverbotszone“ der Fehler dort, war das fehlende Veto Russlands, darum sind sie auch in Syrien standhafter.
    • Grohenloh 13.05.2019 09:57
      Highlight Highlight Beobachter:
      Grundsätzlich haben Sie natürlich recht.
      Aber warum ‚nicht mehr wahrnehmen‘?
      Das war schon immer so. Das Vetorecht besteht seit Gründung der UNO. Sie war auch schon immer blockiert.
    • Beobachter 13.05.2019 14:38
      Highlight Highlight Grohenloh:
      Richtig, das Vetorecht gab's schon immer. Aber mit welcher Dreistigkeit und Rücksichtslosigkeit das Vetorecht zur Durchsetzung der Interessen der jeweiligen Macht Blöcke eingesetzt wird, das hat inzwischen eine Dimension erreicht, die das Funktionieren der UNO, so wie es ursprünglich beabsichtigt war, verunmöglicht. Es zeigt sich, dass die Institution UNO unter den aktuellen Verhältnissen nicht mehr funktioniert. Darum braucht es entweder Reformen oder ganz was Anderes/Neues.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dirk Leinher 12.05.2019 18:25
    Highlight Highlight Im Krieg sind immer die Zivilisten die Leidtragenden. Die Terroristen im Gebiet Idlib hatten Zeit an den Verhandlungstisch zu gehen. Resultat: Die Türkei schaffte es nicht die Waffenruhe durchzusetzen, immer wieder wurden Gebiete die unter syrischer Kontrolle stehen angegriffen und es gsb zahlreiche Zivilopfer die von Watson ignoriert wurden. Aber jetzt ist es ja der böse, böse Assad der angreift. Das ist anscheinend ganz was anderes. Wenn ich ein Mitglied der von Terroristen seit Jahren drangsalierten Bevölkerung Syriens wäre, dann wäre ich vielleicht auch froh, dass endlich was passiert.
  • RalpH_himself 12.05.2019 17:55
    Highlight Highlight Ich befürchte, dass der Nahe Osten erst zur Ruhe kommen wird, wenn die Kurden- und Palästinenserfragen geklärt sind.
    • Peter Mü 13.05.2019 20:46
      Highlight Highlight Das wird aber nie passieren so lange ein gewisser Terror-Staat immer unter die Decke der USA krichen kann. Und es noch Öl gibt in der Region.
  • dääd 12.05.2019 17:41
    Highlight Highlight Lest das Buch "Die grosse Heuchelei" von Jürgen Todenhöfer. Er hat den Nahen Osten schon sehr oft besucht und hielt sich auch beim IS auf (Buch: "Inside IS"). Abartig, was abgeht - da sind Wunden seit mehr als 100 Jahren offen, auch mitverursacht durch westliche Mächte.
    • Breezy 12.05.2019 21:50
      Highlight Highlight Sehr empfehlenswert
    • Breezy 12.05.2019 21:54
      Highlight Highlight Sehr empfehlenswert👌🏽
    • Chefs United 13.05.2019 17:50
      Highlight Highlight Kann ich nur zustimmen.
      Finde auch sein Buch - warum tötest du Zaid“ sehr empfehlenswert. Zeigt sehr gut den Zusammenhang zur jetzigen Lage auf.
  • Sherlock_Holmes 12.05.2019 17:34
    Highlight Highlight Die Menschlichkeit stirbt zuerst ...

    ... und die unvorstellbaren Schrecken wiederholen sich!

    Bericht aus Kundus von MSF vom 4.10.2015:
    „Ich habe keine Worte, um auszudrücken, wie schrecklich es war. Es ist unaussprechlich“

    https://www.msf.ch/de/neueste-beitraege/artikel/bericht-aus-kundus-ich-habe-keine-worte-um-auszudruecken-wie-schrecklich?fbclid=IwAR0Wsf8tOwVYEN0e-KyT_-HeK6RdgD5VkWtgdLO-6KXsiiXLsxy9JLOYkkY
    • Dragona 12.05.2019 21:41
      Highlight Highlight ...das waren bedauerliche Kollateralschäden in Kundus, der Assad der ist wirklich böse und macht das aus Absicht. Die grosse Heuchelei lässt grüssen
    • Sherlock_Holmes 12.05.2019 23:55
      Highlight Highlight Es ist in jedem Fall ein Kriegsverbrechen, egal von wem.
      Grausamkeit, kann niemals gegeneinander aufgewogen werden.
      Leider zählt jedoch nach wie vor die geopolitische Stellung des Stärkeren, weshalb weder die USA noch Russland ein UNO Kriegsverbrecher-Tribunal akzeptieren.

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