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This photo provided by the Syrian Civil Defense White Helmets, which has been authenticated based on its contents and other AP reporting, shows Civil Defense workers inspecting a damaged building after an airstrike by Syrian government forces, in the town of Ariha, in the northwestern province of Idlib, Syria, Monday, May 27, 2019. Syria's White Helmets say at least six people were killed and 10 remain under rubble following government air raids on a town in the rebel's last stronghold. (Syrian Civil Defense White Helmets via AP)

Arbeiter inspizieren ein von einem Luftangriff zerstörtes Gebäude in Ariha, im Nordwesten der Provinz Idlib. Bild: AP/Syrian Civil Defense White Helmets

Syrien: Von der Welt vergessen, von Assad vernichtet

In Idlib will Syriens Diktator mit russischer Hilfe den letzten Widerstand auslöschen. Wer in der Provinz eingekesselt ist, kann dem Tod kaum entkommen. Wie schon so oft.

Andrea Backhaus / Zeit Online



Ein Artikel von

Zeit Online

Ich muss auch nach über einem Jahr noch oft an die Frau im Bus denken. Sie sass mit ihrem kleinen Sohn dicht ans Fenster gepresst und schaute durch die schmutzige Scheibe. Ich stand draussen, auf dem staubigen Platz, und beobachtete die Frauen und Kinder in den Bussen, die über den Fluchtkorridor aus Duma kamen und Richtung Idlib weiterfuhren. Um mich herum standen Soldaten der syrischen Armee und regimefreundliche Journalisten und riefen Dinge wie «Haut ab!» und «Raus mit euch!». Für sie waren die Mitfahrenden in den Bussen Terroristen, ich sah hingegen Menschen, die durch die Hölle gegangen waren.

Den Moment, in dem sich unsere Blicke trafen, werde ich nie vergessen. Ich kann nicht einschätzen, wie alt die Frau war. Ihre Wangen waren eingefallen, ihre Augen von dunklen Schatten gezeichnet. In ihrem Blick lagen eine Leere und Apathie, wie sie Menschen haben, die auf nichts mehr hoffen. Sie ahnte wohl, was sie und ihren Sohn in Idlib erwarten würde: erneutes Bombardement, vermutlich wochenlanges Ausharren im Schutzbunker, kaum Essen und Medikamente, und dann, früher oder später, das Ende, wie auch immer es aussehen mochte.

Ich hatte im April vergangenen Jahres die Möglichkeit, als Journalistin eine Woche lang durch Syrien zu reisen, in jene Gebiete, die heute wieder unter Kontrolle des Diktators Baschar al-Assad sind: Homs, Aleppo und Ghuta, ein Vorortgürtel von Damaskus. In dieser Woche war die Offensive des Regimes, um Ostghuta zurückzuerobern, noch in vollem Gang. Von dem Platz am Fluchtkorridor aus konnte ich die heftigen Angriffe sehen, die Bomben gingen im Minutentakt auf die Stadt Duma nieder.

Ein Krieg gegen das eigene Volk

In jenen Tagen war mit den Rebellen, die Ostghuta seit 2012 kontrolliert hatten, ein Deal ausgehandelt worden: Die islamistischen Kämpfer und ihre Familien, aber auch Zivilisten konnten, so hiess es offiziell, entweder in Zeltlager des Regimes gefahren werden oder, wenn sie das ablehnten, mit Bussen in die Provinz Idlib gebracht werden, wo noch die Opposition herrschte. Dorthin, wo in diesen Tagen die wohl finale Schlacht begonnen hat – es ist der zynische Höhepunkt eines Kriegs gegen das eigene Volk, den Assad seit acht Jahren führt. Nun will er auch den letzten Widerstand brechen und wieder über das ganze Land herrschen.

Humans of Syria – Sieben Schicksale von syrischen Flüchtlingen im Libanon.

Die Provinz Idlib im Nordwesten Syriens war schon damals eine Art Auffangbecken für viele Syrer, die zuvor aus anderen Teilen des Landes vertrieben worden waren. Heute sind dort rund drei Millionen Menschen eingekesselt, darunter rund eine Million Kinder. Als eine der letzten Rebellenenklaven stand die Provinz bereits im April 2018 unter Dauerbombardement des Regimes. Schon da war zu erahnen, was Assad mit Idlib vorhat: die restliche Opposition in einer Region zusammenzutreiben, um sie dann endgültig auszulöschen. Auch wenn Idlib eigentlich als Deeskalationszone deklariert wurde, greift das Regime dort an wie schon in Homs, Aleppo, Ghuta und Daraa: systematisch und brutal.

Offiziell geht Assad «gegen Terroristen» vor. Was das heisst, habe ich in einem Dorf in Ostghuta gesehen, das nur wenige Tage zuvor zurückerobert worden war: Das Regime bombardiert vor allem zivile Einrichtungen, Krankenhäuser, Schulen, Bäckereien und zwar so lange, bis davon nichts mehr übrig ist ausser Schutt. Durch die Autoscheibe sah ich zerborstene Betonplatten, in sich zusammengefallene Wohnhäuser, verbrannte Autowracks, aus dem Boden gerissene Telefonmasten. Dazwischen stakten einige wenige Bewohner, die die Bombardements in unterirdischen Kellern überlebt hatten, mit langsamen und unsicheren Schritten durch die staubigen und von tiefen Kratern durchsetzten Strassen. So stelle ich mir die Apokalypse vor. 

600 Luftangriffe innerhalb von 24 Stunden

Die Strategie dahinter ist immer ähnlich: Erst belagert das Regime das Oppositionsgebiet und lässt so kaum Nahrung, Medikamente und andere Hilfsmittel in die eingeschlossene Provinz, um die Menschen physisch wie psychisch zu schwächen. Dann werfen die syrische und russische Luftwaffe mit zunehmender Häufigkeit Fass- und Phosphorbomben, beschiessen das Gebiet mit Raketen und Streumunition, um die Menschen entweder direkt in ihren Wohnungen, auf Märkten oder Plätzen zu töten oder sie aus ihren Häusern zu vertreiben. Viele Menschen in Idlib harren derzeit im Freien zwischen Bäumen aus, in der Hoffnung, nicht beim nächsten Einschlag getroffen zu werden.

In Douma versucht man, die Spuren des Krieges zu beseitigen

abspielen

Video: srf

Zuletzt folgt die lang gefürchtete Offensive, die nun auch in Idlib begonnen hat: Bodentruppen, die Dorf nach Dorf einnehmen, dazu bombardieren die russische und syrische Luftwaffe Kleinstädte und Dörfer in den Regionen Hama und Idlib fast ohne Pause. Beobachter zählten vor Kurzem rund 600 Angriffe innerhalb von nur 24 Stunden. Dabei bombardieren sie auch gezielt medizinische Einrichtungen – mindestens 20 wurden bereits ganz oder teilweise zerstört – und Kornfelder. Mit der Strategie der verbrannten Erde soll die Grundlage der Nahrungsversorgung zerstört werden – was dramatische Folgen für die Menschen hat, denn zahlreiche Organisationen haben ihre Hilfe für Idlib eingestellt. Jüngst kam wieder der Verdacht eines weiteren Giftgaseinsatzes auf, von denen schon so viele ohne Konsequenzen blieben – und vor denen die Syrer angesichts der täglichen Bombardements noch am wenigsten Angst haben.

Wenn sie nicht vor den Bomben fliehen, sind die Zivilisten der Willkür der etwa 10'000 Kämpfer der dschihadistischen Miliz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) ausgeliefert, die Verbindungen zum Terroristennetzwerk Al-Kaida hat und weite Teile von Idlib beherrscht. Mehr als 200'000 Menschen sind vor den Kämpfen in den Norden geflohen, doch weit kommen sie nicht: Die Grenze zur Türkei ist dicht, es gibt kein Entkommen. Genau das nutzt das Regime aus.

Die Bilder und Videos, die uns nun aus Idlib erreichen, zeigen ein Inferno: Helfer, die mit Blut überströmte Kinder aus den Trümmern ziehen, die Augen aufgerissen, der Blick starr vor Entsetzen. Wer in diesen Tagen mit den Menschen in Idlib spricht, hört einen Satz immer wieder: «Die Welt hat uns aufgegeben.» Und damit haben sie offensichtlich Recht.

Denn Assad kann all das tun, weil er neben der russischen und iranischen Unterstützung auf eines zählen kann: die Gleichgültigkeit des Westens. Statt Druck auszuüben und eiligst Wege zu finden, um die Menschen in Idlib zu schützen, diskutieren vor allem die europäischen Regierungschefs Dinge, die es in absehbarer Zeit gar nicht geben kann: die Finanzierung des Wiederaufbaus etwa, oder ob und wann die syrischen Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückkehren können. Dass der Krieg in Syrien nicht beendet ist, dass diese Offensive Folgen nicht nur für die Nachbarländer, sondern auch für Europa haben wird, scheint in der westlichen Politik und Öffentlichkeit nicht angekommen zu sein. Es ist auch diese Ignoranz, die so viele Menschen in Idlib dem Tod ausliefert.

In Syrien herrscht eine Atmosphäre der Angst

Mit einem Regime, das jeden Tag Kriegsverbrechen gegen das eigene Volk verübt, kann es aber weder Frieden noch Aussöhnung geben. Wenn Assad wieder über das ganze Land herrscht und jede Opposition ausgeschaltet hat, wenn er seine Herrschaft final durchsetzen kann, werden alle jene Strukturen gefestigt, die dafür sorgen, dass ein freies und sicheres Leben in Syrien auch in Zukunft nicht möglich sein wird: die systematische Überwachung und staatliche Kontrolle jeden Winkels des Privaten, das gezielte Töten oder Foltern von Regimekritikern, das Verschwindenlassen junger Menschen, die sich lediglich für die grundlegendsten Dinge der Demokratie einsetzen, für freie Meinungsäusserung etwa oder Rechtsstaatlichkeit.

Die Atmosphäre der Angst, die das Regime in Syrien erst unter Hafiz al-Assad, dann unter seinem Sohn Baschar, sukzessive geschaffen hat, ist bei einer Reise durch das Land überall zu spüren. Wer sich heute direkt oder indirekt kritisch gegen das Regime äussert, muss damit rechnen, eingesperrt oder gleich umgebracht zu werden. Wer im Gespräch mit westlichen Journalisten nicht betont, wie gut das Leben unter Assad sei, kann davon ausgehen, dass am nächsten Tag der Geheimdienst vor der Tür steht und ihn selbst oder Angehörige mitnimmt und in den nächsten Folterkeller bringt.

Das Angebot an Zivilisten, sich dem Regime zu ergeben, war schon in Homs, Aleppo und Ostghuta eine oft ebenso tödliche Falle wie der vermeintliche Ausweg nach Idlib eine Vertreibung und letztlich nur ein Aufschub war. Viele der jungen Männer, die in die Regimegebiete gingen, wurden zur Strafe gefoltert oder gleich umgebracht, andere zur Armee eingezogen. Frauen, Kinder und ältere Männer wurden in Lager des Regimes gebracht, wo sie der Opposition entsagen und dem Präsidenten ihre Treue schwören mussten. Und wer sich, wie die Frau im Bus, für die Fahrt nach Idlib entschied, hatte gleichsam sein Todesurteil unterschrieben.

Ob die Frau aus Duma heute noch am Leben ist, weiss ich nicht. Falls sie noch lebt, kann auch sie dieser letzten Schlacht nicht entkommen. Aufhalten wird Assad wohl niemand mehr.

Dieser Artikel wurde zuerst auf Zeit Online veröffentlicht. Watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Butschina 03.06.2019 03:54
    Highlight Highlight Solange Russland, bei allem was der UNSicherheitsrat vorschlägt, sein Veto einlegen kann wird genau nichts passieren. Streu- und Fassbomben werden werden Tausende Zivilisten töten.
    Die Vetomöglichkeit gehört dringend abgeschafft. Assad gehört hinter Schloss und Riegel.
  • McBeans 03.06.2019 02:21
    Highlight Highlight UNO=
    Un
    Necessary
    Organisation

    Die bringt jetzt echt nichts!! Das ist wohl die undemokratischste Organisation überhaubt. Ist etwa so wie wenn drei Personen im Stände- und Nationalrat ein Vetorecht haben. Also eine geteilte Diktatur.
  • Blaubar 02.06.2019 23:15
    Highlight Highlight Die Stadt Bern geht auch gegen das "eigene Volk" vor. Bei der Reithalle zum Beispiel. Ich bin sehr froh, dass sich wenigstens hier die USA nicht einmischt.
  • Richard Meier (1) 02.06.2019 20:15
    Highlight Highlight An dieser Stelle möchte ich erinnern, dass Syrien Hilfe braucht. Es braucht ca. 400 Milliarden um das Land aufzubauen. Es geht um Menschen, die in grosser Not sind. Ich verstehe nicht weshalb Syrien ein Embargo hat.
    Ganz sicher hat Assad grosse Fehler gemacht. Aber mir ist es Leid, ständig zu lesen, dass er am Krieg alleine schuldig ist. Auf die Anklagebank gehören der Moslem Barak Obama, Killary Clinton und seine saudischen Freunden in Riad und am Golf die die IS ideologisch wie militärisch unterstützt haben wie Funde in Syrien bestätigt haben.
  • maylander 02.06.2019 18:28
    Highlight Highlight Das Problem ist doch, dass es genau nichts bringt Assad loszuwerden. Dann kommt einfach der nächste Diktator.
    Europa hat eine harte Lektion in Lybien gelernt, da wurde der Diktator gestürzt und das Leiden dadurch nur noch grösser.
    In Syrien wären nach Assad einfach irgendwelche wahabitischen Gotteskrieger an der Macht. Die einzig halbwegs vernünftige Macht dort sind die Kurden, die man der der Türkei zuliebe kleinhalten muss.
    Man wird einfach zum Schluss gekommen sein, dass es am besten ist wenn eine Seite gewinnt und die Kämpfe dann beendet sind.
  • honesty_is_the_key 02.06.2019 17:59
    Highlight Highlight Das ist einfach nur grauenhaft, menschen unwürdig und unglaublich traurig. Wenn ich über das unendliche Leiden der betroffenen Menschen lese, dann fallen mir keine Worte mehr ein -- ich bin einfach nur traurig und sehr betroffen.
    • Richard Meier (1) 02.06.2019 19:54
      Highlight Highlight Ihre Traurigkeit in Ehren. Nützen tut es den Syrern nicht. Setzen Sie sich doch für diese Menschen ein!!!
    • Garp 02.06.2019 20:35
      Highlight Highlight Gefühle nur zulassen, wenn es etwas nutzt, Meier? Wie kalt kann man sein? Vielleicht tut honesty ja schon was.
    • Richard Meier (1) 02.06.2019 22:39
      Highlight Highlight Und was tun Sie, Garp??
    Weitere Antworten anzeigen
  • häxxebäse 02.06.2019 17:33
    Highlight Highlight Die UN hat schon bei kroatien und bosnien weggeschaut und wir wohnen quasi um die ecke... Als wie irrelevant wird dann erst syrien eingestuft.
  • Demo78 02.06.2019 17:14
    Highlight Highlight Sind die Kommentare auch von Watson.de? Wo bleibt der CH Input?
  • zombie woof 02.06.2019 15:32
    Highlight Highlight Solange die Welt vor dem Massenmörder und Diktator Putin kuscht, solange kann der Massenmörder Assad weitermachen.
  • Richard Meier (1) 02.06.2019 15:13
    Highlight Highlight Sehr geehrte Frau Andrea Backhaus,
    was Sie hier schreiben ist ihre eigene Version. Es verwundert mich auch nicht, dass Sie für "Die Zeit" schreiben, denn so schreiben viele deutsche Zeitungen über in Syrien." The Dirty War on Syria" vom Tim Anderson, zu bekommen bei "amazon", bringt ganz andere Punkte zum Vorschein wie z.B. das Vorhaben der USA in Syrien ein "Regime Change" mit Hilfe der Saudis durchzusetzen. Die angebliche syr. Opposition ist eine Armee aus Jihadisten, die wahllos Jessiden, Christen, Schiiten köpfen, ausrauben, entführen und vertreiben und auch über Giftgas verfügen!!
  • Gubbe 02.06.2019 15:11
    Highlight Highlight Weil es mich am Anfang nicht allzu sehr interessierte, habe ich bis heute nicht richtig verstanden, worum es Baschar al-Assad eigentlich geht. Zu viele waren in Syrien und Umgebung, sogenannte Helfer. Einmal war Assad der Böse, ein andermal nicht. Jetzt lese ich, dass Assad die eigenen Leute, die Opposition vernichten will. Die Russen scheinen ihm dabei zu helfen. Aber auch Amerikaner waren involviert. Für mich fehlt der Gute und der Böse.
    • Basti Spiesser 02.06.2019 17:42
      Highlight Highlight Das Volk zumindest steht hinter Assad, kann man gut in Aleppo beobachten, denen es nach der Befreiung wieder besser ging und sie Assad dafür dankbar sind.
    • zombie woof 02.06.2019 18:08
      Highlight Highlight Basti, schon mal mit einem Syrer gesprochen ?
    • Basti Spiesser 02.06.2019 18:42
      Highlight Highlight @zombi ja, mit mehreren. Du?
    Weitere Antworten anzeigen
  • _kokolorix 02.06.2019 15:08
    Highlight Highlight Es gibt viele Gründe warum der Krieg in Syrien unsere Aufmerksamkeit verliert. Um diese kämpfen hierzulande täglich die Profis der Werbeindustrie. Ein Krieg ist nicht sexy, seine Beendigung gibt keinen Profit, seine Opfer sind als Konsumenten uninteressant.
    Es ist die wohl bedeutendste Errungenschaft von Westeuropa, dass hier die Probleme in endlosen Diskussionen erörtert werden, statt mit Waffen ausgeschossen.
    Was würde geschehen wenn Europa entschlossen in Syrien eingreifen würde? Ein offener Krieg mit Russland wäre nicht mehr zu verhindern. Können wir das? Wollen wir das?
    • Basti Spiesser 02.06.2019 17:41
      Highlight Highlight Europa greift in Syrien ein, die Deutschen, Franzosen und Briten mischen ordentlich mit, gleiches in Jemen.
    • Saraina 02.06.2019 18:44
      Highlight Highlight Sorry Basti. Aus Versehen habe ich dir einen Blitz statt ein Herz gegeben. Du hast völlig recht. Syrien und Jemen sind Stellvertreterkriege. Saudi-Arabien produziert seine Waffen nicht selber.
  • Klaus07 02.06.2019 14:39
    Highlight Highlight Nach Artikel 24 der Charta der Vereinten Nationen sollen im UN Sicherheitsrat oder Weltsicherheitsrat, die Mitgliedstaaten für die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit besorgt sein.

    Diese Organisation ist einfach nur Lächerlich und gehört entweder Abgeschafft oder komplett Reformiert und zwar ohne Vetomächte, denn diese sind selbst die grössten Kriegsverbrecher!
    • Oberon 02.06.2019 15:14
      Highlight Highlight Die Welt ist weit weg zu einem friedlichen Zusammenleben.
      Das Vetorecht in der UN ist der grösste Blödsinn den man machen konnte, ist ja klar das so die Handlungsfähigkeit bei null liegt.
      Ich will auch gar nicht bei den Gräueltaten im Namen der UN anfangen, aber grundsätzlich muss man dieses Verein schliessen.
  • Dong 02.06.2019 14:35
    Highlight Highlight Ja ja, die lieben Halsabschneider von Al Qaida sind wieder mal die letzte Hoffnung für die armen armen Syrer (die übrigens wieder halbwegs in Frieden leben, seit die lieben Saudi-Westler das Regime-Change-Projekt aufgegeben haben).
    Glaubt eigentlich noch irgendjemand diesen Mist?
    • Saraina 02.06.2019 16:29
      Highlight Highlight Die Zivilisten in Idlib leben keineswegs in Frieden. Krankenhäuser und Kliniken bombardieren ist immer noch ein Kriegsverbrechen. Dass der Westen versuchte, Assad loszuwerden, und dass Saudi-Arabien und die Golfstaaten Dschihadisten ausrüsteten ist wahr, ändert aber nichts an der Brutalität und dem Zynismus des syrischen Regimes.
    • zombie woof 02.06.2019 18:11
      Highlight Highlight Dong, zerbombte Häuser, kaum Strom und Wasser, und wenn dann muss es teuer eingekauft werden und vieles mehr. Und sowas nennst halbwegs in Frieden leben?
  • RedStarBelgrade 02.06.2019 13:48
    Highlight Highlight Ihr denkt wohl eher, durch die Gier nach Öl und Kontrolle über dem Schwarzmarkt von den USA zerstört.
    • Basti Spiesser 02.06.2019 15:43
      Highlight Highlight @the unseen, es geht um die Kontrolle des Öls. Darum auch Syrien, da führen die meisten Pipelines durch. Aber deiner Meinung nach bringt der Westen Demokratie gell?
    • Basti Spiesser 02.06.2019 17:40
      Highlight Highlight Nur Assad und seine Verbündeten? Und su wirfst anderen US-Bashing vor? Selber vertritts du eine extrem einseitige Meinung? SA, Türkei und der Westen haben rigoros Terroristen bewaffnet & ausgebildet. Assad ist weit weniger schlimm als beispielsweise Saudi Arabien.
    • Another-truther 02.06.2019 20:28
      Highlight Highlight Naja wen mans genau nimmt sind die USA auch nur mit Täter.
      Die grössten verbrecher sind immer noch die NATO Länder!!

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