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epa07954852 Thuringia chairman and top candidate of the Alternative for Germany (AfD) right-wing populist party Bjoern Hoecke speaks on the evening of the Thuringia state elections at an AfD event in Erfurt, Germany, 27 October 2019. According to the Statistical Office of Thuringia some 1.73 million people are eligible to vote in the regional elections for a new parliament in the German federal state of Thuringia.  EPA/RONALD WITTEK

Bild: keystone/epa/watson

AfD-Höcke und seine Jünger sind nicht so stark, wie es scheint

Die AfD-Nationalisten fühlen sich im Osten gestärkt und wollen in der Gesamtpartei mehr mitreden. Doch dort gibt es Widerstand gegen Björn Höcke und seine Anhänger.

Tilman Steffen / Zeit Online



Ein Artikel von

Zeit Online

Björn Höcke ist so zufrieden mit sich, dass er am Wahlabend in Erfurt schon über die Zukunft fantasiert. «Bei der nächsten Wahl werden wir die absolute Mehrheit holen», ruft er am Sonntagabend auf der Wahlparty der AfD in einem Erfurter Gasthaus seinen jubelnden Anhängern zu. Die erste Umarmung des Thüringer Nationalisten und AfD-Spitzenkandidaten gilt dann Andreas Kalbitz, dem brandenburgischen Landesvorsitzenden.

Das Thüringer Landtagswahlergebnis von mehr als 23 Prozent für die AfD ist das des Flügels, jenes von Höcke gegründeten Netzwerks der Nationalisten in der AfD, bei dem der deutsche Bundesverfassungsschutz Anhaltspunkte dafür sieht, «dass es sich um eine extremistische Bestrebung handelt» und es deshalb beobachtet. «Immer extremistischer» werde der Flügel, sagte Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang vor Kurzem.

Höcke ist das Gesicht des Flügels, der Brandenburger Kalbitz der Koordinator im Hintergrund. Die Nationalisten dominieren die ostdeutschen Landesverbände der AfD. Auch die Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen (27.5 Prozent) und Brandenburg (23 Prozent) sehen sie als ihre Erfolge. «Im Osten geht die Sonne auf», sagt Höcke noch – ein Hinweis an die Parteikollegen im Westen Deutschlands, wo die AfD bei den vergangenen Wahlen Ergebnisse um die 13 Prozent erzielte.

Bekommt der Flügel um den völkischen Exzentriker nach den drei Ostwahlen nun mehr Macht, auch in der Bundesparteiführung?

Die absolute Mehrheit, von der Höcke fantasiert, ist jedenfalls weit weg. Im Osten dürfte die AfD ihr Wählerpotenzial vorerst ausgeschöpft haben. In Thüringen zog sie viele Nichtwähler an – mit ihrem «patriotisch-solidarischen Kurs», wie Höckes Stellvertreter, der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Möller sagt. Fast die Hälfte der 200'000 bisherigen Nichtwähler stimmte für die AfD. Doch dass sie das auch in Zukunft tun, ist alles andere als sicher, wie auch Möller selbst sagt: «Die Parteibindung im Osten ist gering.»

Die Ost-AfD will jetzt in die Parteispitze

Die völkische Denke des Björn Höcke und seine umstrittene Persönlichkeit hat die Wähler allerdings nicht abgeschreckt: Die Thüringer wählten AfD, obwohl der Nationalist so deutlich wie kein anderer in der Partei demokratische Prinzipien verächtlich macht, Minderheiten herabwürdigt und Deutschland in eine ethnisch homogene Gesellschaft wandeln will. Auch die Warnung des obersten Verfassungsschützers ändert nichts an der Tatsache.

Und es war offenbar auch egal, dass Höcke nicht nur von Medien und Forschern, sondern auch innerparteilich kritisch gesehen wird, wie ein Appell von 100 Funktionären zeigte, die im Sommer seine Auftritte öffentlich als egozentrisch bemängelten.

«Thüringen ist resistent gegen Schmutzkampagnen», befindet der Abgeordnete Möller, der im Gewühl der Erfurter Party befragt wird. «Wir sind vor der CDU gelandet, allen Unkenrufen zum Trotz», ergänzt Torben Braga, Mitglied im Landesvorstand und Landtagskandidat, der überwältigt wirkt: «Unglaublich.»

Es gibt, umgekehrt betrachtet, aber auch keinen positiven Höcke-Effekt: Im AfD-Kernland Thüringen kam die AfD an diesem Wahlabend nicht über den ostdeutschen Schnitt hinaus: Auch in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Brandenburg war sie bei Wahlen schon vor der CDU gelandet, auch in Sachsen-Anhalt wurde sie zweitstärkste Kraft. Das AfD-Rekordwahlergebnis hält immer noch Sachsen mit 27.5 Prozent.

Auch sind Höckes persönliche Umfragewerte schlecht: In seinem Wahlkreis verfehlte er zudem das Direktmandat deutlich. Nur sechs Prozent der Thüringer können sich ihn als Ministerpräsidenten vorstellen, weit weniger als die Partei Stimmen erhielt. Selbst 26 Prozent der AfD-Wähler halten Ministerpräsident Ramelow für einen guten Regierungschef.

«Das hält die Leute aber nicht ab, die AfD zu wählen, weil sie wollen, dass bestimmte Themen wie Migration im Landtag thematisiert werden», sagt der Erfurter Politikwissenschaftler André Brodocz. «Dafür nehmen sie in Kauf, von Höcke vertreten zu werden.» Umfragen zeigen: AfD-Wähler nannten Zuwanderung, Innere Sicherheit und die Förderung von Ostdeutschland als wichtigste Themen.

Klar ist: Das Selbstbewusstsein der ostdeutschen AfD ist mit dem Thüringer Wahlabend weiter gestiegen. Auf dem Bundesparteitag der AfD Ende November wird ein neuer Bundesvorstand gewählt und die Ost-Landesverbände wollen dann einen Vertreter an die Parteispitze schicken. Im Gespräch als Co-Chef an der Seite des bisherigen AfD-Vorsitzenden Jörg Meuthen ist der Görlitzer Bundestagsabgeordnete Tino Chrupalla.

Selbstbewusstsein zeigt auch Höcke mit seinem Appell für ostdeutsche Verhältnisse in Westdeutschland. Dort Ergebnisse über 20 Prozent zu erreichen, dürfte schwer werden, denn zwischen Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg sind die Bindungen der Wähler an Parteien viel höher, für die AfD ist also weniger Platz. Zudem stösst der Nationalismus der Ost-AfD im Westen auf weniger Gegenliebe, wie die jüngsten Vorstandswahlen der AfD etwa in NRW und Hessen zeigten, wo Kandidaten des Flügels durchfielen.

Chrupalla kann der Kritik der Westdeutschen am Höcke-Flügel nichts abgewinnen: «Die West-Verbände sollten einsehen, dass auch Höcke und Kalbitz zur Partei gehören», sagt er in Erfurt. Zudem könnten sich die zerstrittenen westdeutschen Gliederungen an der Geschlossenheit der Ostdeutschen ein Beispiel nehmen und zunächst ihre interne Zerwürfnisse überwinden – in Bayern, NRW, Schleswig-Holstein oder Baden-Württemberg ringen verfeindete Lager um die Hoheit.

Dass solche Appelle im Westen verfangen, darf man bezweifeln. Denn vielen dort ist der Flügel suspekt, nicht nur wegen der Beobachtung durch den Verfassungsschutz. So hat etwa Höckes Landtagsfraktion 2018 ein Rentenkonzept verfasst, das deutsche Staatsbürger gegenüber zugewanderten Rentenbeitragszahlern bevorzugen würde – was nicht nur juristisch fragwürdig ist.

Sollte er damit bei dem für 2020 geplanten sozialpolitischen AfD-Bundesparteitag durchkommen, «dann treten wir alle aus», sagte jüngst ein hoher bundespolitischer Funktionär mit westdeutschen Wurzeln, der im Höcke-kritischen Lager verankert ist.

Ist der Flügel eine Konkurrenzorganisation zur AfD?

Zudem hat das Bundesschiedsgericht der AfD dem Flügel jüngst die Verantwortung für die rechtsextremistische Aussenwahrnehmung der Partei zugewiesen und Höckes Verein damit indirekt als parteischädlich eingestuft: Diese Bewertung findet sich in unüblicher Deutlichkeit in einem ZEIT ONLINE vorliegenden Urteil der Parteijuristen vom 22. Oktober, mit dem das Schiedsgericht den Parteiausschluss der früheren stellvertretenden thüringischen Landesvorsitzenden Steffi Brönner für unrechtmässig erklärte.

Verantwortlich für die Einstufung der AfD als möglicherweise rechtsextremes Beobachtungsobjekt seien Parteimitglieder, die «durch Worte und Handlungen» die «Anlässe oder auch nur Vorwände» dafür gaben, heisst es darin – ein Vorwurf, der klar auf Höcke und die anderen AfD-Nationalisten zielt. Das dadurch in der Öffentlichkeit entstandene Bild von der Partei schrecke «breite Schichten von Bürgern» ab, sich in der AfD «aktiv zu engagieren oder sie auch nur zu wählen».

Schon einmal hatte es aus der Parteigerichtsbarkeit ein ähnliches Signal gegeben: Das Landesschiedsgericht Bayern hatte den Höcke-Flügel in einem anderen Parteiausschlussverfahren als mit der AfD konkurrierende Organisation eingestuft, was die interne Kritik an Höcke und seinen Unterstützern verstärkte.

Es gibt noch einen weiteren Umstand, der den AfD-Ergebnissen im Osten des Landes ihr Gewicht nimmt: Betrachtet man die absolute Zahl der Stimmen, zeigt sich: Die Resultate fussen auf einem sehr kleinen Anteil der Wähler. So beruhte das Thüringer Ergebnis der AfD zur Bundestagswahl 2017 auf 237'000 Stimmen der 2.1 Millionen Thüringer. Zum Vergleich: In NRW stimmten mehr als doppelt so viele Wähler für die AfD, sie kam prozentual trotzdem nur auf sieben Prozent.

Dieser Artikel wurde zuerst auf «Zeit Online» veröffentlicht. watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

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    Alle Leser-Kommentare
  • dasKorrektorat 28.10.2019 18:08
    Highlight Highlight Demokratie ist es schliesslich nur dann wenn gewinnt wer von Links erwünscht ist ;)
  • na ja 28.10.2019 16:37
    Highlight Highlight Und 90 Jahre später hat wieder so ein Schwafli (guet schnurre chaner!) eine Schar Jünger hinter sich, wo meint, dass es eine Herrenrasse gibt. Nach A kommt B... Bernd.
    Ich hoffte nicht, doch die Menschheit verblödet schneller als ich dachte.
  • Magnum44 28.10.2019 16:18
    Highlight Highlight Sorry Watson, aber der Mann heisst Bernd, bitte Untertitel und Artikel entsprechend korrigieren.
    • dasKorrektorat 28.10.2019 18:09
      Highlight Highlight Wow ein ganz neuer Witz.
  • Oigen 28.10.2019 15:54
    Highlight Highlight «Herr Höcke rückt die Partei nicht nach rechts, Herr Höcke ist die Mitte der Partei», sagte Gauland nach der Thüringen-Wahl.

    Einfach mal so als gegenargument zum Artikel.

    Mir grauts
    • Mr. Spock 28.10.2019 17:53
      Highlight Highlight Soweit wie die am rechten Rand sein müssen, sind die ja schon wieder links!?
  • PlayaGua 28.10.2019 15:34
    Highlight Highlight Leute, die abgehängt wurden, wollen einfache Lösungen und markige Worte. Damit werden sie von Bernd Höcke und Konsorten perfekt bedient. Hoffentlich erwachen einige wieder, wenn sie merken, dass die AFD nichts zustande bringt.
    • Mutzli 28.10.2019 15:58
      Highlight Highlight @PlayaGua

      Na ja, kommt immer darauf an, was man als "abgehängt" versteht.

      Aus einem Artikel Der Zeit:"Die meisten AfD-Wähler sind männlich, älter als 30 Jahre, durchschnittlich gebildet, und verdienen gut. [...] Die AfD wird vor allem von Menschen mit mittlerem bis gutem Einkommen gewählt: 38 Prozent der aktuellen AfD-Wähler verdienen 1.500 bis 3.000 Euro netto." https://bit.ly/2MQPKtE

      Ähnliches Bild bei den Europawahlen 2019, oder z.B. auch bei der USA Wahl 2016: Arme & "Abgehängte" wählten Clinton, nicht Trump. https://wapo.st/349VTa5

      Heisst nicht, dass die keine Sorgen haben, aber..
    • dasKorrektorat 28.10.2019 18:10
      Highlight Highlight Einfache Lösungen und markige Worte wie z.B."Abzockervermieter enteignen " (Die Linke) meinst du?
    • PlayaGua 28.10.2019 19:03
      Highlight Highlight @mutzli
      In den letzten 2 Jahren (Zeitartikel ist von 2017) hat sich die AFD massiv verändert und spricht auch ein anderes Publikum an. Damals waren noch Petry-Zeiten.
  • Jo Cienfuegos 28.10.2019 14:42
    Highlight Highlight Ich kann diesem Narrativ der bösen rechtsradikalen ostdeutschen AfD gegenüber der netten koservativen westdeutschen wenig abgewinnen und versteh nicht ganz wieso dieses die Berichterstattung plötzlich so dominiert.

    Natürlich sprechen die AfDler aus dem Osten eine deutlicherer Sprache, doch ich bezweifle, dass jene aus dem Westen lupenreine Demokraten sind. Nur schon das Beispiel Alice Weidel, als bekannteste Exponenten aus dem Westen spricht Bände.
    • Mutzli 28.10.2019 16:06
      Highlight Highlight @Jo Cienfuegos
      Auch Höcke ist ein Westler, auch wenn er Sachen rauslässt wie dafür "haben wir nicht die friedliche Revolution gemacht" (https://bit.ly/2NmvZsL). Scheint da selber ein bisschen verwirrt zu sein ;-)

      Aber generell ist die AFD im Osten schon...offener in Auftreten. Nach dem AFD-Vordenker Kubitschek:"Den Osten ins Horn stoßen lassen, den Westen mit feinen Flöten einstimmen. " (https://bit.ly/346fuIf) Alles zum Zweck der "Selbstverharmlosung".

      Auch Gauland z.B. tritt im Osten einiges markiger auf, um dann im Westen, ungeachtet von Videoaufnahmen etc., alles abzustreiten.
    • dasKorrektorat 28.10.2019 18:11
      Highlight Highlight Lupenreine Demokraten sind wohl am ehesten die, die Parteien verbieten wollen sobald nicht die eigenen Lieblinge gewinnen...
  • Denverclan 28.10.2019 14:19
    Highlight Highlight Afd wird gewählt weil viele Menschen nicht zufrieden sind. Hauptsache andere Gesichter und radikalere Versprechen. In der Verantwortung liegen die „falschen“ Politiker die an der Macht sind. Den einen gehts zu gut, den anderen zu schlecht, logisch dass das nicht gut kommen kann. Der Mensch braucht immer Schuldige und einen „Führer“. Nichts schlimmeres als Ohnmacht! Die Menschheit schreit förmlich nach einem grossen Knall...und dann nach einem Neubeginn! Der Druck im Kessel wird einfach zu gross und nach erfolgtem Knall das Gejammere auch, so man ihn überlebt! Herr lass sie, denn sie wissen....
  • Heinz Schmid 28.10.2019 13:56
    Highlight Highlight Treffend (wiki):
    "Björn (schwedisch und isländisch) sowie Bjørn (norwegisch und dänisch) bedeuten ‚der Bär‘ oder ‚Brauner‘"
    • Tjuck 28.10.2019 17:09
      Highlight Highlight Deshalb wohl behaupten viele, er heisse Bernd, und nicht Björn.
  • Tjuck 28.10.2019 13:52
    Highlight Highlight Bin ich der einzige, der den "Witz" mit seinem Namen nicht versteht?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.10.2019 14:37
      Highlight Highlight Björn, respektive Bjørn bedeutet "der Bär" oder "Braun".
      Was ein Seitenhieb auf Höckes Gesinnung ist.
    • Blutgrätscher 28.10.2019 15:06
      Highlight Highlight Dieser Redenausschnitt
      Play Icon
    • Tjuck 28.10.2019 17:07
      Highlight Highlight Offenbar war es umgekehrt. Wikipedia: "Im März 2015 gab die Thüringer Allgemeine Höckes Vornamen irrtümlich mit „Bernd“ an. Nachdem Höcke sich darüber öffentlich empört hatte, benutzte Oliver Welke in der heute-show absichtlich den falschen Vornamen. Andere Satiriker taten es ihm nach. Später benutzten auch Sprecher der Tagesschau, das heute-journal, B.Z., DWDL.de, FAZ, Neue Osnabrücker Zeitung, Nordwest-Zeitung, Spiegel TV, Hamburger Morgenpost, Huffpost, Münchner Merkur, Südwestrundfunk und weitere absichtlich oder versehentlich den falschen Vornamen."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Do not lie to mE 28.10.2019 13:00
    Highlight Highlight Laut "tagesspiegel.de" liegt die AfD in allen Altersgruppen bei den unter Sechzigjährigen vorn. Nur bei den über 60-Wählern hat die Linke die Wahl klar gewonnen. Die AfD liegt dabei mit 16 Prozent auf den 3 Platz. Bei den Jungwählern, siegte die AfD recht eindeutig. interessanterweise ereichen die Grünen in dieser Altersgruppe nur 11 Prozent.
    • dasKorrektorat 28.10.2019 18:14
      Highlight Highlight Die alten SEDler wählen halt die SED-Nachfolger? ;)
      Aber ja mal sehen wie die watsonianer die sonst allen ab 65 das Stimmrecht entziehen wollen (weil alte weisse Männer ja abgrundtief böse sind) in der Hoffnung dass mehr linksgrün gewählt werde mit dieser Erkenntniss umgehen ;)
  • Rabbi Jussuf 28.10.2019 12:28
    Highlight Highlight Das nenn ich mal eine saubere Analyse!

    Ist man sich aus Deutschland zu solchen Themen nicht mehr gewohnt.
  • sa5 28.10.2019 11:56
    Highlight Highlight Deja vu - Vor 100 Jahren prägte in Deutschland ein junger österreichischer Migrant den Begriff: Heute Deutschland und morgen die ganze Welt!

    Braun ist eine Farbe mit Zukunft. Und das nicht nur im Herbst.
    • Sophia 28.10.2019 17:45
      Highlight Highlight Ja, leider! Dem Menschen gehts wie dem IgE, wenn er sich zu nichts mehr nütze findet, dann erfindet er sich imaginäre Feinde. Hier Pollen statt Würmer, dort statt wilde Tiere Menschen, Juden, Grüne, Moslems, und beliebig so weiter.
      Da kann es ihm noch so gut gehen, er braucht Feinde und wenn's keine gibt, erschafft und erfindet er sich welche. "Wäre ja gelacht, wenn es mir gut ginge!"
  • Borki 28.10.2019 11:52
    Highlight Highlight Das würde ich Deutschland von Herzen gönnen: Die Aufspaltung der AfD in eine rechtspopulistische Volkspartei, die aber die Demokratie und die Menschenrechte grundsätzlich achtet (so à la SVP) und in einen Heil-Höcke-Fanclub, den man dann gezielt isolieren kann und als das benennen, was es ist: Ein tief-brauner Sumpf.
    • CuJo 28.10.2019 13:33
      Highlight Highlight Aus diesem Grund ist ja Frauke Petry aus der AfD ausgetreten oder ? Ich bin schon lange der Meinung, dass man der AfD die Möglichkeit geben sollte mitzuregieren, unter der Bedingung, dass die von Ihnen angesprochene Aufspaltung endlich Tatsache wird. Die faulen Äpfel sollten aussortiert werden, dann kann der Rest mal in die Verantwortung genommen werden.....aber eine mögliche Zusammenarbeit und die Stärke der Partei einfach immer wieder ignorieren, ist definitiv keine Lösung.
    • Makatitom 28.10.2019 14:29
      Highlight Highlight Hat ja 1933 auch so wunderbar geklappt mit "mitregieren".
    • Hans Jürg 28.10.2019 15:01
      Highlight Highlight Nun ja...
      Der Teil, der die Menschenrechte und die Demokratie achtet, ist so winzig klein. Da lohnt sich so eine Abspaltung nicht.

      Es wäre eher eine Aufspaltung in Rechtsextrem und extrem Rechtsextrem machbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 28.10.2019 11:50
    Highlight Highlight Jeder Anhänger dieser Bewegung ist einer zuviel.

    Ich habe kürzlich eine Dok gesehen mit dem Journalisten Niklas Frank. Er ist Sohn eines Nazi-Verbrechers und versucht gegen die wieder erwachte Gesinnung seines Vaters zu kämpfen. Die Anhänger der AfD reagieren wie Sektenmitglieder nach einer Hirnwäsche auf ihn. Ekelhaft.

    https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2019/Fast-wie-damals-Sohn-eines-NS-Verbrechers-ueber-die-AfD,afd2408.html
    • Rabbi Jussuf 28.10.2019 12:36
      Highlight Highlight Vecchia
      Der Mann trägt sicher auf eine Art ein schweres Los. Das berechtigt aber nicht, das nach aussen zu tragen und anderen überzustülpen, schon gar nicht in der fanatischen Weise wie er das tut. Siehe dazu Stern TV Frank und Meuthen, mit einem total überforderten und uninformierten Moderator.
    • Vecchia 28.10.2019 16:08
      Highlight Highlight "Das berechtigt aber nicht, das nach aussen zu tragen..."

      Ah? Sagt wer?

      Sie scheinen wohl zu jung zu sein um von Verwandten mitgekriegt zu haben, was da zwischen 1933 und 1945 abging.

      Ich bin dankbar für jedes "wehret den Anfängen"
    • You will not be able to use your remote control. 28.10.2019 16:57
      Highlight Highlight https://causa.tagesspiegel.de/gesellschaft/wie-nuetzlich-ist-eine-leitkultur-debatte/leitkultur-verkommt-zum-klischee-des-deutschseins.html

      Findest du, dass dieser Artikel diese menschenverachtenden Formulierungen der AfD rechtfertigt?

      Warum kann man nicht auf den Inhalt eingehen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigu91 28.10.2019 11:25
    Highlight Highlight Er heisst Bernd Höcke
    • Shnoesi 28.10.2019 13:03
      Highlight Highlight Meine Güte, wirklich? 10 Sekunden googeln und du wüsstest, dass er Björn und nicht Bernd Höcke heisst
    • Scott 28.10.2019 13:18
      Highlight Highlight Manche lernen's nie. Aber wen wundert's?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nonkonformist 28.10.2019 10:39
    Highlight Highlight Jetzt wird wieder versucht das sensationelle Wahlergebnis von Höcke und der AfD schlecht zureden. Ist immer das Selbe. Der Artikel ist sehr schwach, er unterschätzt die Dynamik solcher Ergebnisse enorm. Die AfD wird weiter wachsen, in ganz Europa wachsen die rechten Kräfte immer mehr, um den Multikulti Horror der letzten Jahrzehnte endlich zu beenden.
    • geissenpetrov 28.10.2019 12:12
      Highlight Highlight "den Multikulti Horror der letzten Jahrzehnte endlich zu beenden."

      Kannst Du bitte etwas genauer ausführen, was dieser Multikulti Horror sein soll?
      Es ist mir wirklich ein Anliegen, zu verstehen, was in euren Köpfen genau vorgeht.
    • Rabbi Jussuf 28.10.2019 12:32
      Highlight Highlight Nee, diesmal muss man klar sagen, dass der Artikel nüchtern und neutral gehalten ist und eben mit Fakten aufwartet, nicht mit Behauptungen wie oft üblich.
    • petrolleis 28.10.2019 12:35
      Highlight Highlight Also back in die 30er jahre des letzten jahrhunderts? 🤔
      Zieh dir dokus dazu rein... das kann niemand wollen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 28.10.2019 10:35
    Highlight Highlight Ja bernd, die Sonne geht im Osten auf, und wandert den ganzen Tag, also ist sie ein böser Migrant...
    Der Stern von gröfatz bernd wird auch wieder untergehen... Seine lügen werden ihn einholen....
  • B0bblegum . 28.10.2019 10:33
    Highlight Highlight "Bernd" Höcke!
  • H.P. Liebling 28.10.2019 10:30
    Highlight Highlight Bei der Recherche gibt es Luft nach oben, liebes Watson-Team. Der Mann heisst Bernd ;-)
    • natalie74 28.10.2019 13:27
      Highlight Highlight Nein, tut er nicht – aber schön, fallen alle auf die heute-Show rein :-D
    • H.P. Liebling 28.10.2019 13:37
      Highlight Highlight @natalie74: Ach ja nein wirklich? Eine kleine Exkursion in den Smiley-Kosmos:

      "Meistens nutzt man den Smiley, welcher mit einem Auge zwinkert immer dann, wenn man jemanden mitteilen will, dass die Nachricht mit einem „Augen zwinkern“ zu sehen, also nicht ganz ernst zu nehmen ist."

      Von wegen, auf etwas hereinfallen. Mir gefällt es einfach besser, wenn man diese braune Nase Bernd nennt. Wie Bernd das Brot. Beide haben etwa gleich viel Substanz ;-)
    • natalie74 28.10.2019 13:50
      Highlight Highlight Danke für die Erklärung des Smileys, lieber Liebling! ;-)
  • Froggr 28.10.2019 10:22
    Highlight Highlight Doch sind sie. Und sie werden immer stärker werden ;-)

Wie eine Social-Media-Kampagne das wahre Gesicht der AfD aufzeigt

Letzte Woche ging die Facebook-Seite «Wir werden sie jagen» online. Was aussieht wie eine Wahlkampfseite der AfD, ist in Wahrheit das Gegenteil.

«Wir riefen Gastarbeiter, bekamen aber Gesindel». Dieses Zitat geistert seit einer Woche durch das Internet. Gesagt wurde dieser Satz von Nicolaus Fest, AfD-Politiker und Mitglied im Europaparlament. Die Aussage ist übrigens eine Abwandlung von Max Frisch, der 1965 schrieb: «Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen.»

Aufgetaucht ist das Zitat erstmals auf der Facebook-Seite «Wir werden sie jagen». Dort wurde ein Bild gepostet, Farbgebung und Schrift lassen vermuten, dass es sich dabei um …

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