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Carola Rackete, die Kapitänin des Flüchtlings-Rettungsschiffs

Kapitänin Carola Rackete. Bild: AP

7 Dinge, die du im Konflikt um Carola Rackete und die «Sea-Watch 3» wissen musst

Die Seenotretter sind in Italien angekommen. Kapitänin Carola Rackete wurde verhaftet, die Flüchtlinge konnten von Bord. Was passiert mit ihnen? Die wichtigsten Antworten

Alexandra Endres / Zeit Online



Ein Artikel von

Zeit Online

Was ist passiert?

An Italian Coast Guard boat patrols next to the Sea-Watch 3 vessel, in the Mediterranean Sea just off the coasts of the southern Italian island of Lampedusa, Thursday, June 27, 2019. Carola Rackete, the captain of the humanitarian rescue ship said that Italian law enforcement officials have told them that a resolution is near for 42 migrants rescued at sea that Italy’s populist government has so far refused to allow to disembark. (ANSA/Matteo Guidelli via AP)

Die Sea-Watch 3 links, eine italienisches Patrouillenboot rechts. Bild: AP

Am 12. Juni rettete die Sea-Watch 3 insgesamt 53 Menschen vor der Küste Libyens von einem Schlauchboot. Mehr als zwei Wochen lang wartete das Schiff vor der italienischen Insel Lampedusa auf eine Einfahrterlaubnis. Doch während sich die Zustände an Bord verschlechterten, hielt Italien seine Häfen für das Rettungsschiff geschlossen. Nach und nach wurden aus medizinischen Gründen 13 Geflüchtete vom Schiff an Land gebracht. Die restlichen 40 mussten an Bord bleiben.

Nachdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte einen Eilantrag der Sea-Watch 3 abgelehnt hatte, auch ohne Genehmigung anlegen zu dürfen, fuhr das Schiff ohne Erlaubnis der Behörden in italienische Gewässer ein. Zunächst wurde es von Booten der Finanzpolizei gestoppt. In der Nacht von Freitag auf Samstag legte die Sea-Watch 3 dann aber in Lampedusa an.

Kapitänin Carola Rackete begründete das mit unzumutbaren Zuständen an Bord. Sie habe lange auf eine Lösung gewartet, doch die habe sich nicht abgezeichnet. Laut ihrer Hilfsorganisation Sea-Watch sagte die Kapitänin: «Ich weiss, was ich riskiere, aber die Geretteten sind erschöpft. Ich bringe sie jetzt in Sicherheit.» Noch im Hafen wurde Rackete verhaftet, und die Behörden beschlagnahmten das Schiff.

Warum hat die Kapitänin kein anderes Land angesteuert?

epa07682241 A video grab shows the captain of the Sea Watch rescue ship Carola Rackete (back) while being arrested after entering the port of Lampedusa and ramming a patrol boat, in Lampedusa, Italy, 29 June 2019. According to reports, the captain Carola Rackete was arrested after violating orders from the Finance Police and entering the port of Lampedusa while ramming a patrol boat.  EPA/MATTEO GUIDELLI BEST QUALITY AVAILABLE

Rackete beim Verlassen des Schiffs in Lampedusa. Bild: EPA

Carola Rackete hatte nach Angaben des Sea-Watch-Sprechers Ruben Neugebauer andere Häfen um Einfahrerlaubnis gebeten. Malta habe die Einfahrt ebenfalls verweigert, Frankreich habe die Anfrage gar nicht beantwortet.

Nach Frankreich zu fahren wäre auch aus medizinischer Sicht riskant gewesen, da der Zustand einiger Passagiere kritisch gewesen sei, sagte Neugebauer. Im Falle eines medizinischen Notfalls wäre das Schiff dann unter Umständen nicht in Küstennähe gewesen und die Personen hätten nicht von Bord geholt werden können. Genau das war in der Nacht von Donnerstag auf Freitag passiert, zwei Personen durften das Schiff aus medizinischen Gründen verlassen und wurden unmittelbar nach Lampedusa gebracht.

Was geschieht jetzt mit den Geretteten?

epa07681981 Some of the 40 migrants who were on board the Sea Watch rescue ship disembark at the port of Lampedusa, Italy, 29 June 2019.  According to reports, the captain of the Sea Watch, Carola Rackete, was arrested after entering the port of Lampedusa and ramming a patrol boat.  EPA/ELIO DESIDERIO

Die Geflüchteten verlassen das Schiff in Lampedusa. Bild: EPA

Die 40 Geflüchteten, die noch auf der Sea-Watch 3 waren, wurden ins Auffanglager von Lampedusa gebracht. Dem deutschen Innenministerium zufolge wird derzeit auf europäischer Ebene geklärt, wie die Geretteten verteilt und aufgenommen werden.

Schon bevor das Schiff im Hafen von Lampedusa anlegte, hatten sich mehrere EU-Staaten bereit erklärt, die Menschen aufzunehmen, darunter auch Deutschland. Die anderen Staaten sollen Medienberichten zufolge Frankreich, Luxemburg, Finnland und Portugal sein.

Italiens rechtspopulistischer Innenminister Matteo Salvini von der Lega-Partei hatte angekündigt, die Migrantinnen und Migranten bei ihrer Ankunft nicht offiziell registrieren zu lassen, sondern sie direkt in andere europäische Länder weiterzuschicken. Das aber würde gegen das Dubliner Übereinkommen verstossen, dem zufolge Geflüchtete ihren Asylantrag immer in jenem EU-Staat stellen müssen, in den sie zuerst eingereist sind. Die EU hatte Italien für diesen Fall mit einem Strafverfahren gedroht.

Was droht Kapitänin Carola Rackete?

Derzeit steht Rackete auf Lampedusa unter Hausarrest. Gegen sie wird wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung und Verletzung des Seerechts ermittelt. Die Staatsanwaltschaft in Agrigent wirft ihr der Nachrichtenagentur Ansa zufolge auch Widerstand gegen die Staatsgewalt vor. Sie soll sich einem Kriegsschiff widersetzt haben, das sie am Anlegen hindern wollte. Wie Medien berichten, könnte das mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden.

Der Hintergrund: Laut italienischen und deutschen Medienberichten haben Beamte der Küstenwache ihr Boot mehrfach in den Weg der Sea-Watch 3 manövriert, um Rackete am Anlegen zu hindern. Die Kapitänin habe die Boote dabei beinahe gerammt. Ein Video der Nachrichtenagentur Ansa zeigt den Zwischenfall. «Wir haben uns in den Weg gestellt (…), aber wenn wir dortgeblieben wären, hätte (die Sea-Watch 3) das Schnellboot zerstört», sagte ein Polizist. Salvini nannte Racketes Manöver «eine kriegerische Handlung».

Die Kapitänin soll sich nach ihrer Verhaftung dafür entschuldigt haben. Sie verteidigte auch ihre Entscheidung, unerlaubt in den Hafen von Lampedusa zu fahren. «Die Situation war hoffnungslos. Und mein Ziel war es lediglich, erschöpfte und verzweifelte Menschen an Land zu bringen», sagte die 31-jährige Deutsche über ihre Anwälte der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera. «Ich hatte Angst.» Sie habe Suizide befürchtet.

Ein Sea-Watch-Sprecher wies die Vorwürfe der italienischen Regierung zurück und erklärte, Rackete habe sich streng an internationales Recht gehalten.

Warum lässt Italien Rettungsschiffe nicht anlegen?

Italien fordert, dass Geflüchtete stärker innerhalb der EU verteilt werden – anders, als die Dubliner Prinzipien es vorsehen. Das Land hat die Seenotrettung auf dem Mittelmeer weitestgehend eingestellt. Erst vor wenigen Tagen sollen die italienische Küstenwache und die Finanzpolizei aber Berichten zufolge 80 Geflüchtete auf dem Mittelmeer gerettet und nach Lampedusa gebracht haben.

Die populistische Regierung in Rom, die seit einem Jahr im Amt ist, hat immer wieder private Rettungsmissionen blockiert, ihre Schiffe am Auslaufen gehindert, ihnen das Einlaufen in einen Hafen verwehrt oder ihre Schiffe nach dem Anlegen beschlagnahmt. Auch die Sea-Watch 3 war davon schon betroffen. Vergangene Woche hatte das italienische Kabinett zudem ein Dekret verabschiedet, wonach Hilfsorganisationen bei unerlaubter Einfahrt in einen Hafen Strafen zwischen 10'000 und 50'000 Euro riskieren.

Besonders umstritten ist, dass Italien und die EU die libysche Küstenwache darin unterstützen, Migranten zurück in das Bürgerkriegsland zu bringen – eine Praxis, die auch die Vereinten Nationen kritisieren.

Warum gibt es überhaupt private Rettungseinsätze?

Seit 2014 sind mehr als 12'000 Menschen bei dem Versuch gestorben, von Libyen über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR spricht von «der tödlichsten Meeresüberquerung der Welt». In den zwölf Monaten bis zum 11. Juni starben dort nach IOM-Angaben mehr als 1150 Menschen. In diesem Jahr seien es bereits mehr als 340 gewesen.

Früher entsandten auch die EU-Staaten Rettungsschiffe ins Mittelmeer. Doch das änderte sich vor einigen Jahren. Die staatlichen Schiffe, die derzeit dort patrouillieren, dienen eher der Grenzsicherung als der Seenotrettung. Private Hilfsorganisationen versuchen, die Lücke zu füllen. Auch kommerzielle Frachtschiffe begegnen auf ihren Fahrten immer wieder Menschen in Seenot und nehmen sie auf.

Das internationale Seerecht verpflichtet jeden Seemann dazu, Schiffbrüchige zu retten. Daran erinnerte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen anlässlich des Streits um den Einsatz der Sea-Watch 3. Die Pflicht beinhalte nicht nur die unmittelbare Rettung aus dem Meer, sondern auch, dass die Menschen sicher an Land gebracht würden.

Wie sind die Reaktionen auf Racketes Festnahme?

Italiens Innenminister Salvini nahm das Andockmanöver der Sea-Watch 3 im Hafen von Lampedusa zum Anlass für neue Angriffe auf die Seenotretter. Er nannte sie «Kriminelle» und warf ihnen vor, den Tod der italienischen Ordnungskräfte riskiert zu haben.

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas (SPD) hingegen kritisierte die Festnahme von Kapitänin Rackete. «Menschenleben zu retten ist eine humanitäre Verpflichtung», schrieb Maas auf Twitter. «Seenotrettung darf nicht kriminalisiert werden.» Es sei nun an der italienischen Justiz, die Vorwürfe gegen Rackete schnell zu klären.

Der deutsche Grünen-Chef Robert Habeck sagte: «Der eigentliche Skandal ist das Ertrinken im Mittelmeer, sind die fehlenden legalen Fluchtwege und ein fehlender Verteilmechanismus in Europa.» Die Europaabgeordnete der Linken, Özlem Demirel, erklärte: «Carola Rackete gehört nicht hinter Gitter, sondern verdient einen Orden für ihre Courage und Menschlichkeit.» Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) verurteilte die Festnahme Racketes. Sie mache ihn «traurig und zornig», sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm.

Der luxemburgische Aussenminister Jean Asselborn hat seinen italienischen Kollegen Enzo Moavero Milanesi aufgefordert, sich für die Freilassung Racketes einzusetzen. In einem über Facebook verbreiteten offenen Brief an Milanesi schrieb Asselborn, die Kapitänin habe sich «in der Pflicht befunden, 40 Migranten nach Lampedusa zu bringen». «Menschenleben zu retten ist eine Pflicht und sollte niemals ein Delikt oder ein Verbrechen sein», schrieb Asselborn.

Die Fernsehmoderatoren Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf sammeln Spenden für die Seenotretter der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch und die Kapitänin. Bis Montagmorgen waren gegen 700'000 Euro an Spenden zusammenkommen. Die Aktion soll bis Ende Juli laufen. Sea-Watch selbst hat einen Rechtshilfefonds aufgelegt, der helfen soll, juristische Kosten zu decken.

(Mit Agenturen: dpa, AFP, KNA)

Dieser Artikel wurde zuerst auf Zeit Online veröffentlicht. Watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

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253Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • njapedro 01.07.2019 17:06
    Highlight Highlight Bei allem Jubel über die gelungene Spendenaktion bei Promis und Politikerinnen hat auch diese Medaille 2 Seiten. Lest auch einmal diesen Artikel:
    https://www.nzz.ch/meinung/sea-watch-3-kapitaenin-rackete-steht-nicht-ueber-dem-gesetz-ld.1492805
    und es ist nicht alles so schwarz weiss wie es gerne gepostet wird.

    • Neuromancer 01.07.2019 18:25
      Highlight Highlight Exzellenter Kommentar der NZZ, trifft den Nagel auf den Kopf.
    • Rabbi Jussuf 01.07.2019 18:34
      Highlight Highlight Klar, das Ganze war ja auch eine riesige PR-Aktion um über lange Zeit in den Medien präsent sein zu können. Das generiert Spendengelder.
    • Sapere Aude 01.07.2019 18:47
      Highlight Highlight Sie hat sich an internationales Seerecht und die EMRK gehalten. Insofern stellt sie sich auch nicht über das Gesetz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 01.07.2019 15:28
    Highlight Highlight Das grösste Problem dieser Welt sind die Guten. Gäbe es sie nicht, wäre längst alles erledigt.
    • peeti 01.07.2019 18:14
      Highlight Highlight Stimmt, wir alle wären zusammen mit dem Planeten Erde erledigt.
  • hämpii 01.07.2019 15:17
    Highlight Highlight Salvini... Kannst du überhaupt kochen?
  • Perwoll 01.07.2019 14:46
    Highlight Highlight Wenn die Menschen vor der Küste Libyens gerettet wurden, wäre dann der Weg nach Libyen nicht näher gewesen? Dann wäre die Rettung ja auch geglückt. Fährt Sie aber nach Italien ist Sie ganz einfach eine Schlepperin.
    • Sapere Aude 01.07.2019 15:51
      Highlight Highlight Die Menschen wurden nicht direkt vor der Küste gerettet, sondern ausserhalb der libyschen Rettungszone. Die wird von den NGOs sowieso seit längerem gemieden.
    • Perwoll 01.07.2019 16:48
      Highlight Highlight Naja, sie wurden 20 Kilometer von der Küste weg aufgegriffen. Nach Lampedusa ist es ca. 10mal soweit.
    • peeti 01.07.2019 18:21
      Highlight Highlight Geglückte Rettung direkt in die Foltergefängnisse des failed state Libyen?
      Schöne Aussichten für die Männer, Frauen und Kinder an Bord der SeaWatch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sapere Aude 01.07.2019 14:23
    Highlight Highlight Die EU hat bezüglich Migrationspolitik versagt. Was es jetzt braucht, ist ein Verteilschlüssel für die Flüchtenden. Einführung des Botschaftsasyls und Öffnen legaler Fluchtrouten. Abschottung verstärkt lediglich die Krise und es profitieren am Ende lediglich die Schlepper. Ohne Hilfe vor Ort und Reduktion der Push Faktoren wird der Migrationsdruck zunehmen. Insbesondere mit der sich verschärfenden Klimakrise.
    • Anna Landmann 01.07.2019 14:50
      Highlight Highlight merci!
    • das Geflüster 01.07.2019 19:14
      Highlight Highlight Sapre

      Nein. Die Verteidigung ist unwichtig. Wir können nicht 100 Mio. Afrikanerin Europa verteilen.
      S,geht einfach nicht.

      Wir müssen einen anderen Weg finden.

      Hilfe zur Selbsthilfe und Familienplanung forcieren.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 01.07.2019 20:18
      Highlight Highlight @Das Geflüster
      Dann wäre es schlicht und ergreifend Zeit, dass wir aufhören Afrika auszubeuten.
      Aber dazu ist die heutige wohlstandsverwahrloste Gesellschaft überhaupt nicht bereit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fuegy 01.07.2019 14:13
    Highlight Highlight Ist es an der Zeit, dass sich die Welt militärisch in Libyen einsetzt, um einen Bürkerkrieg zu verhindern/unterdrücken?
    • Rabbi Jussuf 01.07.2019 18:16
      Highlight Highlight Das ist naiv. Das wurde schon einige Male versucht und ging fast jedes Mal schief.
    • peeti 01.07.2019 18:23
      Highlight Highlight Meinst du wie vor 8 Jahren?
    • fuegy 01.07.2019 20:07
      Highlight Highlight Einverstanden, aber welche Möglichkeiten gibt es denn sonst, wenn in einem Land sich "die Mächtigen" um die Brotkrumen des Vorgängers streiten? Hilfsleistungen können schlecht organisiert werden, in einem Land mit Bürgerkrieg. Massen an Geld schicken ist, wie sich die letzten Jahre gezeigt hat, nicht Zielführend. Und tausende in Europa aufnehmen mag kurzfristig einigen Menschen helfen, aber die ganz armen, welche sich keine Schlepper leisten können, bleiben auf der Strecke in den Flüchtlingslagern vor Ort. Wäre eine Schutztruppe da nicht eine Möglichkeit, um wenigstens vor Ort zu helfen?
  • Daniel Düsentrieb (1) 01.07.2019 13:21
    Highlight Highlight Bin ab manchen Kommentaren echt schockiert.... Angebot & Nachfrage? Verbote?
    Was viele mal grundsätzlich begreifen müssen: Niemand setzt seine Kinder oder sich auf solch ein Boot, solange dies nicht die sicherer ist als auf dem Land.
    Ist das so schwer zu begreiffen? Diese Menschen sind verzweifelt und sehen keinen anderen Ausweg mehr, so dass sie sogar den Tod in Kauf nehmen...
    Und ja, Europa ist am Schlamassel schuld wegen der Kolonialzeit.
    • poesie_vivante 01.07.2019 15:16
      Highlight Highlight Die wirklich Verzweifelten haben nicht 10'000 Dollar um Schlepper zu bezahlen. Die lassen wir einfach verhungern. Darüber redet – ausser vielleicht einmal Jean Ziegler – kein Mensch. Jede drei Sekunden verhungert auf diesem Planeten ein Kind. Das ist uns egal. Wenn aber die reichsten Leute Nigereas und Bangladeschs übers Meer zu uns migrieren wollen, empfangen wir sie mit offenen Armen. Das ist schizophren.
    • peeti 01.07.2019 18:28
      Highlight Highlight Ja genau, wie wenn wir dann anstatt die Bootsflüchtlinge die Ärmsten der Armen plötzlich retten würden (sinngemäss: nein, nicht die retten, es gibt im Ursprungsland noch ärmere?)

      und nein, das sind nicht die Reichsten dieser Länder. Sondern oftmals die jungen Männer aus armen Familien, die sich für den Schlepperbetrag tief verschulden.
  • geissenpetrov 01.07.2019 13:15
    Highlight Highlight "Menschen, die aus existenzieller Not aus ihren Heimatländern fliehen, gehen die damit
    verbundenen Risiken nicht aus Naivität, sondern aufgrund der Alternativlosigkeit ein. Die
    Behauptung, dass die Präsenz ziviler Seenotrettung in den Herkunftsländern „Anreize“ zu
    einer gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer schaffe (Pull-Faktor), ist sachlich falsch und
    eine zynische Verdrehung von Fluchtursachen und -folgen."

    Quelle: https://bit.ly/2XHtLeS
    • Rabbi Jussuf 01.07.2019 18:18
      Highlight Highlight Es wird nicht wahrer, auch wenn du das noch 100x postest.
    • geissenpetrov 02.07.2019 00:55
      Highlight Highlight Lieber Rabbi. Diese Quelle hab ich hier zum ersten mal gepostet (ganz sicher).
      Das zeigt, dass die von mir abgesetze Fachliteratur zu diesem Thema nicht gelesen hast und deine Bereitschaft, eine andere Meinung zu hören offensichtlich gegen Null tendiert. Schade.
    • Rabbi Jussuf 02.07.2019 09:29
      Highlight Highlight geissen
      Das war eine von vielen "Quellen" von Dir, die aber aus verschiedenen Gründen, die dir schon aufgezeigt wurden, nix taugt. Ist ja sozusagen nur ein Statement der Seawatch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Forest 01.07.2019 13:01
    Highlight Highlight Ich habe selten solch einen Stuss gelesen wie die Kommentare zu diesem Artikel. Aktuell suechen viele Taucher, Boote und mehrere Organisationen nach einer verschwundenen Nati Spielerin während eine Person für die Rettung mehrere Menschenleben verurteilt wird, da sieht man was in unserer Gesellschaft Falsch läuft..
    • Vic Vega 01.07.2019 16:58
      Highlight Highlight Danke sehr, du bringst es auf den Punkt!
      Jedes Leben ist wichtig und wert gerettet zu werden ist leider nicht mehr zeitgemäss😔
    • fuegy 02.07.2019 00:37
      Highlight Highlight @Alias
      Wenn man die Geschichte betrachtet, war wohl nie jedes Leben wichtig, hat nichts mit Zeitgemäss zu tun. Gilt diese Regel auch für "schlechte" Menschen? Um ein krasses beispiel zu nennen, würden Sie einen Hitler, Stalin, Mao, Mansen retten? Soll keine Troll Frage sein, mich interessiert Ihr moralischer Kompass.
  • Daniel Caduff 01.07.2019 12:49
    Highlight Highlight Da der rechte bis rechtsextreme Rand sich stark in der Diskussion engagiert, biete ich hier eine Übersetzungshilfe für die gängigsten Phrasen an:

    Wir können nicht alle aufnehmen = Wir wollen überhaupt niemanden aufnehmen.

    Ohne private Rettungsschiffe wird niemand mehr ertrinken = Die Abschreckung ist noch nicht stark genug. Wir müssen noch ein paar mehr sterben lassen.

    Man könnte die Leute zurück nach Libyen bringen = Ist mir doch egal, ob da Krieg ist.

    Nach Italien bringen ist illegal = Salvini steht über der EMRK, Dublin und dem Seerecht.

    ...Lasst Euch nicht für blöd verkaufen!



    • Daniel Caduff 01.07.2019 13:11
      Highlight Highlight Noch ein paar weniger polemische Ergänzungen:

      Die Rechte verschärft das Asylrecht seit 30 Jahren. Lange vor den Rettungsschiffen. Es ging nie darum, die Fluchtrouten sicherer zu machen, sondern immer darum, die Anzahl Gesuchsteller zu reduzieren. Nicht das ursächliche Leid.

      Also hat man z.B. das Botschaftsasyl abgeschafft. Die sicherste Fluchtmöglichkeit überhaupt.

      Deswegen läuft der rechte Rand verbal Amok, wenn z.B. Sommaruga Menschen direkt einfliegen wollte.

      Deswegen träumt Salvini nun von einem Zaun zu Slowenien. Obwohl da niemand ertrinkt.

      ...Lasst Euch nicht für blöd verkaufen!
    • Eisvogel 01.07.2019 13:43
      Highlight Highlight Auf den Punkt gebracht, danke!
    • Heieiei 01.07.2019 15:57
      Highlight Highlight Klar und ihr habt sicher auch alle Flüchtlinge zuhause aufgenommen. Ah nein hier wird ja nach dem Gusto: Ich hans gseit aber gmacht hani nüüt. gelebt.

      Heuchleralarm bitte lasst euch nicht für dumm verkaufen wenn ihr denkt die linken wollen wirklich helfen ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dreamtraveller 01.07.2019 11:57
    Highlight Highlight "Menschen aber sehenden Auges ertrinken zu lassen, als abschreckendes Beispiel für andere, das ist keine Meinung. Es ist der erste Schritt in die Barbarei."

    https://sz-magazin.sueddeutsche.de/abschiedskolumne/der-untergang-85837?fbclid=IwAR2-wvwQgl0-M6M2f6-Wc45RM4MNmKk13ZkS3sc4HIJJaWFiN2D3hu3h7lo
  • Seb_astian 01.07.2019 11:49
    Highlight Highlight Zu 2.: Wieso kommen nur Malta, Italien und Frankreich in Frage? Aus Gründen der Seenotrettung macht es doch mehr Sinn, in Lybien an Land zu gehen wenn der Schiffbruch vor deren Küste dtattfindet.
    • max power 01.07.2019 15:23
      Highlight Highlight Weil Lybien ein Kriegsland ist.
    • Fritz N 01.07.2019 16:27
      Highlight Highlight In Libyen ist Krieg!!! Wie oft muss man das noch sagen *kopfschüttel*
  • Dreamtraveller 01.07.2019 11:42
    Highlight Highlight Ich kotze ab der Unmenschlichkeit meiner Mitbürger hier. Ich wünsche Euch und euren Kindern allen ein Schicksal eines hilflosen Flüchtlings. Früher oder später werdet ihr bestraft für eure Grausamkeit und für euer Egoismus. Das Karma wird euch einholen. Ihr die Werte wie Nächstenliebe, Humanismus und Empathis mit den Füssen tretet.
  • Lowend 01.07.2019 11:39
    Highlight Highlight Ich würde selbst einen Nazi retten, wenn er im Mittelmeer am absaufen ist, aber ich bin halt auch so ein linker Gutmensch und humanistischer Träumer.
  • WID 01.07.2019 11:33
    Highlight Highlight Warum wird unter Punkt 2. nicht ein einziges Nordafrikanisches Land genannt?
  • Dan Ka 01.07.2019 11:29
    Highlight Highlight Was hier in vielen Kommentaren abgeht, ist unglaublich ignorant, menschenverachtend und brutal. Schämt euch!

    Mir scheint, dass Gewisse sogar stolz sind ob ihrer Haltung. Zum Glück seid ihr wenige, die klägliche Minderheit.

    Rackete muss sich (leider) dem Recht beugen. Ich hoffe, dass ihr Fall nun politisch Druck macht, an die Quelle des Übels zu gehen. Den Stellvertreter-Kriegstreibern Druck machen, Schlepper verfolgen / bestrafen und die Registrierungsklausel anpassen. Es kann nicht sein, dass Italien für Europa das Auffangbecken macht.
  • CuJo 01.07.2019 11:18
    Highlight Highlight Im 1. Satz liegt doch der Hund begraben ! Da steht Folgendes: "Am 12. Juni rettete die Sea-Watch 3 insgesamt 53 Menschen VOR DER KÜSTE LYBIENS von einem Schlauchboot." Was die Medien jetzt veranstalten ist an Hetze nicht mehr zu überbieten. Es wird suggeriert, dass die gute Dame für das Retten von Menschen in den Knast muss. So ist es nun mal nicht ! Sie muss mit Knast rechnen, weil sie den Hafen Lampedusa ohne Erlaubnis ansteuerte und mit einem waghalsigen Manöver die Marine in Gefahr brachte. Sie hat die Leute vor der Küste Lybiens an Bord geholt und hätte sie dahin zurückbringen können.
    • äti 01.07.2019 15:20
      Highlight Highlight Verstehe dein Problem nicht. Was willst du jetzt suggerieren?
    • ingmarbergman 01.07.2019 16:52
      Highlight Highlight Dass das gegen das Seerecht (und noch zahlreiche andere internationale Abkommen) verstossen würde, wäre dir egal?

      Du versuchst deine ekligen Rassismus mit Scheinargumenten zu rechtfertigen. Pfui!
    • CuJo 02.07.2019 12:35
      Highlight Highlight Das sind keine Scheinargumente, das sind Gesetze !
      Hört mal auf bei jeder anderen Meinung die Rassismus- und Nazikeule zu schwingen, es nervt mich nur noch. Ich lass mir von Dir @ingmarbergman den Rassistenschuh nicht anziehen !
  • Fritz N 01.07.2019 11:13
    Highlight Highlight Hat watson.ch in ein rechtes Botnetz gestochen? :)

    Anyway: Mich schaudert ab der Unmenschlichkeit hier und hoffe, darum dass ein Teil davon Roboter sind
  • Lowend 01.07.2019 11:13
    Highlight Highlight Letzthin erklärte ein Bademeister, er habe den Jungen einfach absaufen lassen, weil er die anderen Kinder davon abhalten will, im tiefen Becken zu schwimmen.

    Dieser Bademeister bekäme sicher viel Applaus von der extremen Rechten und eine Auszeichnung von Salvini!
    • Frank Grimes 01.07.2019 15:29
      Highlight Highlight Vielleicht würde der Bademeister das Kind am nächsten Beckenrand aus dem Wasser ziehen. Vielleicht auch ein paar Meter weiter weg, da am näheren Rand andere Kinder warten, um ihm sein Schleckzeug zu stehlen.

      Vielleicht würde der Bademeister das Kind aber auch zu einem Beckenrand bringen, wo das Freibad 150km entfernt liegt, nur weil dort die Rutschen grösser und die Glacé besser sind.

      „Differenziertes Denken“ bzw. etwas weiter denken als bis zum eigenen Nasenspitz, welches das linke Spektrum doch immer wieder gerne in ihrem Volabular benutzt, dafür scheint es gerade etwas heiss zu sein.

    • Lowend 01.07.2019 17:39
      Highlight Highlight Note 1-2 für ihr Elaborat wegen mangelndem Textverständnis, Frank Grimes.

      Offenbar begreifen Sie die einfachsten Analogien nicht, aber mein Bademeister rettet das Kind ganz bewusst nicht! Er steht am Beckenrand und lässt es absaufen und tut noch so, als ob es einen guten Grund gibt, dass er nicht hilft.

      Genau so oder noch viel schlimmer scheint die Meinung des extrem rechten Mainstreams zu sein, denn die beschweren sich noch darüber, dass es eine Besucherin des Bades gewagt hat, die brutale Erziehungsmethode des Bademeisters durch ihr Eingreifen zu stören.

      Analogie begriffen? - Wohl kaum...
    • Ratatvisker 01.07.2019 18:41
      Highlight Highlight Einen Bürgerkrieg mit Gestohlenem Schleckzeug zu vergleichen ist an Zynismus kaum noch zu überbieten.
  • sturzendiego 01.07.2019 11:10
    Highlight Highlight Lasst euch das erst mal auf der Zunge zergehen: Eine deutsche Kapitänin lädt mehrere Dutzend Flüchtlinge vor der lybischen Küste auf, bringt sie eigenhändig übers Mittelmeer und erwartet von Italien, welches ohnehin schon total überfordert mit der Situation ist, ihre Passagiere ebenfalls gleich noch mitaufzunehmen. Und das Ganze ohne jegliche Erlaubnis.

    Wenn dann deutsche Politiker wie Maas solche Reden schwingen, schlage ich doch vor, dass man die Flüchtlinge gleich nach Deutschland einfliegt. Italien ist ganz klar überfordert damit und hat genug. Deutschland hat offenbar noch Kapazität.
    • äti 01.07.2019 15:17
      Highlight Highlight Mut und Courage und Herz hat die Frau. Nervt natürlich manche Männer.
  • Do not lie to mE 01.07.2019 10:57
    Highlight Highlight Wen Menschenleben und Rettung mehr zählt als ein Politische- Spendenaktion. Die libysche Marine rettet in einem Tag 400 Menschen.
  • Dreamtraveller 01.07.2019 10:40
    Highlight Highlight Das Grundproblem ist ein ganz anderes. Die EU bringt es einfach nicht fertig, einen fairen Verteilschlüssel für alle EU-Staaten zu generieren und sichere Flüchtlingsrouten sicherzustellen. Das ist ein Armutszeugnis! So wären nämlich alle Probleme gelöst und das Mittelmeer wäre nicht das Massengrab das es jetzt ist. Rackete ist alles andere als eine Fanatikerin. Sie ist ein Mensch mit Herz, welche Menschenleben rettet und einfach nicht dabei zuschauen konnte wie Kinder aufgrund des unfähigen Europas einen qualvollen Tod erleiden.
    • The Destiny // Team Telegram 01.07.2019 10:49
      Highlight Highlight Was soll eine "sichere" Flüchtlingsroute sein?
    • dorfne 01.07.2019 11:04
      Highlight Highlight Genau.
    • das Geflüster 01.07.2019 11:07
      Highlight Highlight Dreamer

      Nein, der Verteilschlüssel ist eben nicht das Grundproblem.
      Das Grundproblem ist, dass diese illegal Migration die eigentliche Büchse der Pandora öffnet.
      Es sind hunderte Millionen Afrikaner, die nach Europa wollen. (lesen Sie den Artikel).

      Und diese können wir auch bei bester Verteilung nicht aufnehmen.

      https://www.google.ch/amp/s/amp.welt.de/print/die_welt/politik/article174822896/Die-zweite-Phase-der-Migration-hat-laengst-begonnen.html

      Es wäre der Kollaps dieses Kontinents.
    Weitere Antworten anzeigen
  • #Technium# 01.07.2019 10:34
    Highlight Highlight Indirekt klebt an den Händen dieser Flüchtlingshelfer Blut. Denn mit ihren Aktionen setzen sie noch mehr Anreize zur Flucht und somit für das grausame Schlepperwesen.
    • geissenpetrov 01.07.2019 10:44
      Highlight Highlight Das ist nachweislich falsch. Informiere Dich besser bevor Du schreibst.
    • sottosopra 01.07.2019 11:08
      Highlight Highlight Wieso werden solche Falschaussagen von Watson zugelassen? Ich mag mich gut an die frühen 90er Jahre erinnen, als die Mittelmeerroute von Flüchtlingen und Migranten aus Afrika für die Flucht nach Europa genutzt wurde (dies bevor es Flüchtlingshelfer gab). Paradoxerweise konntest du in den vergangenen Tagen auf den diversen Webcams vor Lampedusa verfolgen wie Flüchtlinge in besseren Gummibooten in den Hafen einliefen, während die Guardia di Finanza damit beschäftigt war, die Sea-Watch zu "blockieren". Die Leute kommen trotzdem, ob mit oder ohne Sea-Watch3.
    • das Geflüster 01.07.2019 11:09
      Highlight Highlight geissen
      Es nachweislich RICHTIG.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miau 01.07.2019 10:13
    Highlight Highlight Leute, lasst euch den öffentlichen Diskurs nicht von so abscheulichen Kommentaren diktieren. Geht auf Distanz zu Menschen, die Menschlichkeit nur für sich beanspruchen. Die winselnd nach der Rega rufen, wenn sie sich die Zehe gebrochen haben, weil sie sich unvorsichtigerweise in die Berge begeben haben. Die sich offensichtlich für höhere Wesen halten. Selber lassen sie sich nämlich jederzeit gerne retten. Für sie und nur für sie sollen die Rettungsmannschaften ausrücken. Denn sie sind die Krone der Schöpfung. Unfassbar, einfach unfassbar, was da aus Fingern in Tasten gekotzt wird.
    • dorfne 01.07.2019 10:50
      Highlight Highlight Ihre Unterstellungen und Killerphrasen verunmöglichen eine differenzierte Diskussion. Ich bin migrationskritisch. Aber wie oft müssen wir noch sagen, dass die Menschen gerettet werden müssen, weil niemand im Meer ertrinken darf. Und wir haben noch nie winselnd nach der Rega gerufen, obwohl wir "Gönner" sind. Der Unterschied ist übrigens: die Rega fliegt die Geretteten ins Spital und von dort gehen diese wieder zu sich nach hause, was man von den Migranten nicht sagen kann, übrigens fast nur adrette junge Männer. Welche Perspektiven sehen Sie für die in Europa?
    • ingmarbergman 01.07.2019 12:31
      Highlight Highlight „fast nur adrette junge Männer“ wieso verbreitest du hier Lügen?
      Du weisst genau, dass das nicht stimmt.

      Und falls nicht, informiere dich bitte genauer, bevor du solche Unwahrheiten verbreitest.
    • Miau 01.07.2019 15:11
      Highlight Highlight Ich hoffe, es übernimmt gerade eine neue Generation. Eine, wie Frau Rackete. Junge, gut ausgebildete Menschen, die nicht einfach zuschauen. Nicht noch ein bisschen "differenziert" diskutieren, während gleichzeitig hunderte Menschen ertrinken. @dorfne: Sie übernehmen gerade den Politiker-Slang. Den Slang von vergreisten, dummen Menschen, die jede Hoffnung aufgegeben haben. Der Hinweis auf das adrette Auftreten von Migranten ist so was von deplatziert. Sie sprechen damit den Migranten das Recht ab, dass sie auf ihr Äusseres schauen dürfen. Unglaublich!
    Weitere Antworten anzeigen
  • jaähä 01.07.2019 10:09
    Highlight Highlight Salvini wirft ihr also vor den Tod italienischer Ordnungskräfte in Kauf genommen zu haben umd anderen menschen das leben zu retten. Somit spricht er aus, wie diese rechtsextreme denken: ein menschenleben ist mehr wert als andere, nur weil es eine gewisse staatsangehörigkeit besitzt.
  • das Geflüster 01.07.2019 09:56
    Highlight Highlight Will man jetzt einen künstlichen Hype um diese Person erzeugen? Oder wieso lese ich hier jeden Tag von diesem peinlichen Vorfall?
    Und immer nur positiv-weinerliche Zeilen zu dieser Frau?
    Ich weiss noch, als ein paar Flüchtlingskritiker mit ihrem Boot eine Panne hatten. Wieviel Häme um Hetze hier über diese Leute ergossen wurde.
    Diese linkslastige Berichterstattung ist nervend.
    • ingmarbergman 01.07.2019 10:29
      Highlight Highlight Menschenleben retten ist also nervend.

      Schwierig wie du hier von unserem Wohlstand und unserer Freiheit profitierst, aber andere ersaufen lassen willst.
    • Lordwhitehead 01.07.2019 10:35
      Highlight Highlight In der Schweiz haben wir eine sehr breit gefächerte Medienlandschaft, du kannst also selber wählen, welche dieser du konsumieren willst und welche nicht. Lies doch Weltwoche wenns dir nicht passt...
    • geissenpetrov 01.07.2019 10:49
      Highlight Highlight das Geflüster: wenn Dir das ganze Thema zu nahe geht, kannst Du es auch einfach ausblenden. Machen viele Menschen so.

    Weitere Antworten anzeigen
  • H.P. Liebling 01.07.2019 09:48
    Highlight Highlight Der Bademeister so:
    "Sorry, ich musste Ihr Kind leider ertrinken lassen. Sonst kommen noch mehr Kinder auf die Idee, ins tiefe Becken zu springen."

    Na, merkt ihr was?
    • Frank Grimes 01.07.2019 10:44
      Highlight Highlight Zämehang wie 'ne Vorhang..
    • dorfne 01.07.2019 10:52
      Highlight Highlight Ein schwachsinniger Vergleich!
    • H.P. Liebling 01.07.2019 10:57
      Highlight Highlight Immerhin nicht menschenverachtend und absolut widerlich, wie der Grossteil der Kommentare hier. Wohlstand und Sicherheit in der Schweiz geniessen, aber sich noch halb freuen, wenn Menschen auf der Flucht ihr Leben lassen. Ekelhaft! Ich schäme mich für Leute wie euch!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dimmu 01.07.2019 09:48
    Highlight Highlight https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie
  • Lowend 01.07.2019 09:43
    Highlight Highlight Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Jedenfalls für jedes Wesen, dass noch Menschlichkeit und Würde besitzt!
    • Hillman 01.07.2019 10:50
      Highlight Highlight Treffender hätte ich es nicht formulieren können!
    • El Pepedente 01.07.2019 11:26
      Highlight Highlight ohne gesetzte geh es leide rnciht und käpft lieber juristisch als mit selbstjustiz die nie etwas bringt ausser die gegner uaf den plan :D sehe ich immer bie links recht^^ darum sind die rechten so gut vertretten weil: sie sich an die gesetzte meistens halten und juristisch kämpfen und nicht mit mimimis
    • wasylon 01.07.2019 12:10
      Highlight Highlight Wer meint seine Moral steht über dem Gesetz in einem Rechtstaat, ist ein Extremist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lina910 01.07.2019 09:41
    Highlight Highlight Diese Kommentare sind zum Kotzen. Nur zur Erinnerung: Ihr redet über Menschen!
    • El Pepedente 01.07.2019 11:27
      Highlight Highlight warum sich hier beklagen wenn sie sich politisch einsetzten können? weil ehrlich gesagt intressierts niemanden was hier steht weil eine politische agenda wird so nicht beeinflusst :D leiber aktiv werden und richtig kämpfen als nur mimimi aus der ecke
    • Dreamtraveller 01.07.2019 11:33
      Highlight Highlight Ich bin über die Grausamkeit der Menschen hier auch schockiert. Man stelle sich vor, ihre Angehörigen oder die Kritiker der Seenotrettung selbst wären in der Situation der Flüchtlinge. Aber Flüchtlinge sind ja nur Flüchtlinge, keine richtigen Menschen... Ich bin einfach nur fassungslos.
    • das Geflüster 01.07.2019 13:06
      Highlight Highlight Dreamer
      Emotionalität hat hier nichts zu suchen. Politik MUSS Vernuftssache sein.

      Sonst kommt die Katastrophe. .
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 01.07.2019 09:29
    Highlight Highlight Hat Salfini das Mafia-Problem (sein Wahlversprechen) schon gelöst? Schon angegangen? Nein, der grossartige Kampf gegen eine einzelne Kapitänin fordert ihn ganz oder liegt ihm mehr. Jaja, grosse mutige Männer braucht Italien dringendst auch.
  • Eskimo 01.07.2019 09:08
    Highlight Highlight Es ist nun mal ein Unterschied, ob man zufällig Menschen in Seenot antrifft und sie rettet, oder ob man gezielt die Arbeit der Schlepper vollendet und damit weiter fördert.
    • Fritz N 01.07.2019 09:54
      Highlight Highlight Und deshalb schlägst du vor die Menschen ertrinken zu lassen oder in einem Kriegsgebiet abzusetzen?
      Sehr human, moll
    • ingmarbergman 01.07.2019 10:28
      Highlight Highlight Ein Kind ertrinkt in einem See. Wenn ich also als freiwilliger Lebensretter am See bin da bin, dann soll ich das Kind nicht retten sollen. Sondern nur wenn ich zufällig am See vorbeispaziere.

      Dude, was läuft falsch mit deiner Moral!?
    • dorfne 01.07.2019 10:42
      Highlight Highlight Auf den Punkt gebracht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Burdleferin 01.07.2019 08:58
    Highlight Highlight Unglaubliche Geschichte...
    Rackete hat vielleicht zwei, drei kleine Fehler gemacht. Das kann sein. Im Grossen und Ganzen hat sie aber das Richtige gemacht.
    Tolle Frau!
    • Bruuslii 01.07.2019 13:24
      Highlight Highlight @blitzter: bitte argumentieren!
    • Cédric Wermutstropfen 01.07.2019 15:39
      Highlight Highlight „Das Richtige“ in Deinen Augen vielleicht. Viele sehen das aber anders.
  • inmi 01.07.2019 08:57
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • das Geflüster 01.07.2019 08:44
    Highlight Highlight Wieso ist es möglich, dass sich hier ein paar linksextreme ungebetene „Retter“ einfach selbst inszenieren dürfen, sich über geltendes Recht hinwegsetzen, dabei noch Applaus von von vielen Lesern erhalten?

    Leser die sonst notabene bei jeder Gelegenheit von Rechtsstaatlichkeit schwafeln.

    Flüchtlingspolitik gehört doch NICHT in die Hände von ein paar Fanatiker!
    • Heinzbond 01.07.2019 09:28
      Highlight Highlight Eben salvini, orban, gauland, alles Fanatiker die eigentlich Tag und Nacht betreut gehören...
    • äti 01.07.2019 09:31
      Highlight Highlight Welche Fanatiker?
    • Fritz N 01.07.2019 09:46
      Highlight Highlight Du bist also dafür, dass man Menschen ertrinken lässt... Schläfst du nachts?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Share 01.07.2019 08:40
    Highlight Highlight Ich wollte die drei Äpfel nur vor dem Verfaulen retten. Ehrlich.
    • Statler 01.07.2019 09:31
      Highlight Highlight Es sind MENSCHEN! Fühlende, atmende, lebendige Menschen!

      Wenn Dir der Unterschied nicht klar ist, sollte man Dir vielleicht einfach mal den Stiel abschnibbeln. Den braucht der gemeine Apfel ja so nicht, gell.

      Ich könnt grad' nur noch kotzen.
    • Heinzbond 01.07.2019 11:18
      Highlight Highlight Statler, versuche es nicht mit apellen an mitgefühl, anstand oder Menschlichkeit, bei derartig viel Egoismus ist es wie eiswürfel ins Feuer werfen, vergebene liebesmüh.
    • Share 01.07.2019 15:49
      Highlight Highlight @Statler
      Eimer?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hier Name einfügen 01.07.2019 08:39
    Highlight Highlight 10 Jahre Haft wären genau richtig. Diesen Schleppern muss endlich das Handwerk gelegt werden.
    • Heinzbond 01.07.2019 09:29
      Highlight Highlight Und lebenslänglich für hundertfach Mord und unterlassene hilfeleistung für salvini und Co....
    • äti 01.07.2019 09:31
      Highlight Highlight Schade, ist Hexenverbrennung nicht mehr üblich. War doch so simpel und einfach. :)
    • Statler 01.07.2019 09:33
      Highlight Highlight Sie hat Menschen aus Seenot gerettet, die dank der Schlepper erst in diese Lage geraten sind. I beg to differ!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beat_ 01.07.2019 08:36
    Highlight Highlight Gibt es nach Seerecht nicht auch ein Passus, dass Schiffe mit Menschen in Not den nächsten Hafen ansteuern müssen und die entsprechenden Behörden das Einlaufen gewähren müssen? Dann hat eigentlich vor allem Italien gegen inernationales Seerecht verstossen.
    Dazu ist es Fragwürdig, kleine, wendige Schiffe der Küstenwache vor ein grosses Schiff zu stellen und zu sagen, "die haben uns (fast) gerammt"...
    • Band 01.07.2019 08:53
      Highlight Highlight Der nächste Hafen wäre in Libyen gewesen...
    • andrew1 01.07.2019 08:55
      Highlight Highlight Ist halt immer die frage welches der nächste hafen ist. Wenn die leute vor der afrikanischen küste aufgeladen werden und dann weit nach europa geführt werden ist das zumindest in der grauzone.
    • Herr Ole 01.07.2019 09:29
      Highlight Highlight Nein, es bleibt dem Kapitän überlassen, welchen Hafen er ansteuert. Es muss nicht der nächste sein, das wäre in gewissen Situationen bescheuert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gonzolino_2017 01.07.2019 08:21
    Highlight Highlight Spannende Aussagen: Der EUGH lehnt Eilantrag ab, Malta verweigert ebenfalls und Frankreich hat gar nicht geantwortet - aber nur Italien steht jetzt in der Kritik!? Zieht endlich die Schlepperorganisationen aus dem Verkehr, dann ertrinken auch keine Flüchtlinge mehr! Und auch wenn Sea Watch rettet, indirekt werden Schlepper damit unterstützt und auch hier gilt es, Gesetze sind einzuhalten oder die Konsequenzen zu tragen!
    • äti 01.07.2019 09:20
      Highlight Highlight Salvini hat eben das grösste und lauteste Maul. Ohne ihn wäre alles in 1 Minute geregelt gewesen. Er bewirtschaftet diese Sache um von grossen eigenen Missständen abzulenken. Kennen wir doch.
      Auf einer einzelnen Frau rumhacken ist simpler als sich mit der Mafia anlegen.
    • Heinzbond 01.07.2019 09:27
      Highlight Highlight Nur sind einige der Gesetze grundlegend falsch....
    • Fritz N 01.07.2019 09:50
      Highlight Highlight Du bist auch eher Naiv! Genauso logisch könntest Du fordern das Wasser abzuschaffen, damit niemand mehr ertrinkt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • cille-chille 01.07.2019 08:09
    Highlight Highlight Und auch heute, blutet mein Herz.
    • dorfne 01.07.2019 11:03
      Highlight Highlight Mir blutet das Herz, wenn ich dran denke, dass immer neue Fluchtursachen enstehen, ohne dass Europa etwas dagegen tut. Es haben nicht alle das Geld um nach Europa zu kommen. Und die Zurückgebliebenen, meist Frauen und Kinder dürfen dann zuhause im Elend versinken. Das lässt mir das Herz bluten, nicht die schicken Jungs, die sich mehr und mehr in Europa breitmachen.

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