Interview
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Präsident von Adipositas-Stiftung im Interview

«Was Katie Hopkins sagt, ist Schwachsinn. Sie hat nur einen Ausflug ins Dicksein gemacht»

Die britische Kolumnistin Katie Hopkins sorgt für Aufregung: Um zu beweisen, dass dicke Menschen selbst schuld sind, nahm sie 20 Kilo zu und wieder ab. Heinrich von Grünigen von der Schweizerischen Adipositas-Stiftung hält wenig von ihren Thesen.

06.01.15, 17:23 07.01.15, 14:48

Heinrich von Grünigen ist der Präsident des Stiftungsrates «Schweizerische Adipositas-Stiftung SASP». Er selber kämpft seit Jahren mit seinem Gewicht, aktuell wiegt er 165 Kilo. Bild: zvg

Herr von Grünigen, Katie Hopkins behauptet, dass «fette Menschen selbst schuld sind, weil sie faul sind». Fühlen Sie sich angesprochen?
Heinrich von Grünigen: Nein, das ist Schwachsinn und ein weit verbreitetes Vorurteil, gegen das wir seit Jahren ankämpfen. Problematisch ist vor allem die Tatsache, dass ein Teil der Politik genauso denkt. Die Vertreter der Wirtschaft meinen, es braucht keine Lenkung, jeder muss auf sich selber schauen. Wenn es so einfach wäre, gäbe es keine dicken Menschen.

In Hopkins' Experiment hat es aber funktioniert – sie hat 20 Kilo zu- und wieder abgenommen. Warum hat sie dann Unrecht?
Sie war vorher sehr dünn und hat offenbar eine andere Veranlagung. Ausserdem war es nur ein «Ausflug ins Dicksein», wie manche Schauspieler, die für eine einzige Rolle zu- und anschliessend wieder abnehmen. Es ist etwas völlig anderes, wenn man über die Jahre immer mehr zunimmt. Der Körper gewöhnt sich so an ganz andere Mengen Essen und schreit dann auch nach mehr.

Katie Hopkins lästert gegen Dicke Bild: Twitter

Das heisst, Diäten funktionieren einfach nicht?
Doch, abnehmen kann zunächst einmal jeder. Die Schwierigkeit ist viel mehr, das Gewicht zu halten. 95 Prozent der Menschen, die mal übergewichtig waren, schaffen es nicht, dauerhaft auf einem niedrigeren Gewichtsniveau zu bleiben. Fettgewebe ist praktisch ein eigenes Organ. Und wenn man sich das einmal zugelegt hat, beeinflusst es die Verdauung und holt sich, was es braucht.

«Ein Drittel der Bevölkerung kann essen, was es will.»

Diäten sind also überflüssig...
Sie helfen einfach in den seltensten Fällen dauerhaft. Eine Magenverkleinerung ist wahrscheinlich die einzige auf Dauer wirksame Lösung.

Sie sprachen eben das Thema «Veranlagung» an: Ist das nicht eine etwas einfache Ausrede?
Auf keinen Fall. Es ist schlicht so, dass rund ein Drittel der Bevölkerung den Vorteil hat, dass es essen kann, was es will. Diese Menschen haben einen höheren Anteil des braunen Körperfetts. Die funktionieren wie kleine Öfen: Nachts sind sie ganz warm und brauchen keine Decke, weil sie alle Kalorien abbauen. Säuglinge haben beispielsweise auch einen sehr hohen Anteil dieses braunen Körperfetts.

Und was ist mit den restlichen zwei Dritteln?
Die verlieren das braune Körperfett mit der Zeit. Am Ende bleiben noch zwischen 150-200 Gramm davon übrig, die lagern sich meist irgendwo am Rücken an. Der Rest ist weisses Körperfett. Und diese Menschen haben dann ganz grundsätzlich die ungünstigere Veranlagung. Wenn sie mehr Kalorien zufügen, als sie durch die tägliche Bewegung verbrennen, legen sie zu.

«Der Mensch ist ein Faulpelz und wenn er Pech hat, setzt er Speck an.»

Nur Unrecht scheint Frau Hopkins aber nicht zu haben. Sie schreiben in einem Blog-Beitrag selbst, dass ein gewisser Prozentsatz durchaus selbst schuld ist. Was verstehen Sie unter «selbst schuld»?
Der Mensch ist grundsätzlich sehr bequem. Durch mehr Bewegung könnten viele das Übergewicht vermeiden. Aber das steckt auch einfach nicht in unseren Instinkten: Wir wollen überleben und uns fortpflanzen. Sich zu verausgaben gehört nicht zu den Urinstinkten. Der Mensch ist ein Faulpelz und wenn er Pech hat, setzt er Speck an.

Erst schlank, dann füllig: Katie Hopkins. Bild: Twitter

Sie selber kämpfen seit Jahren mit Ihrem Gewicht. Wie schätzen sie das ein: Selbst schuld oder nicht?
Eine gewisse Schuld kann ich sicher nicht abstreiten. Meine Frau sagt immer: «Du könntest schon abnehmen». Klar, das geht schon, es ist mir ja auch schon mal gelungen. Aber es ist ein Auf und Ab. Es gibt eine Studie, die besagt, dass Menschen im Schnitt nach 28 Tagen vom Diätplan abweichen, dann folgt man wieder der Versuchung beziehungsweise dem gewohnten Trott und beginnt sich selbst zu beschummeln. Andere Studien sind noch pessimistischer. Da heisst es, dass schon nach 24 Stunden Schluss ist mit den guten Vorsätzen. In einer klinischen Studie ist es vielleicht möglich, so etwas durchzuziehen. Aber im normalen Alltag drohen überall Versuchungen.

«Die genetische Veranlagung lädt die Pistole und die Umwelt löst den Schuss aus.»

Die Hauptschuld sehen Sie trotzdem nicht bei den Betroffenen. Wer trägt dann die schuld?
Es sind mehrere Komponenten, die da zusammenkommen. Es gibt einen amerikanischen Ernährungswissenschaftler, der das so zusammenfasst: Die genetische Veranlagung lädt die Pistole und die Umwelt löst den Schuss aus.

Was meinen Sie mit «Umwelt»?
Das heutige Angebot an Lebensmitteln in der Schweiz ist so gross, dass pro Kopf pro Tag rund 6000 Kalorien zur Verfügung stehen. Dieses Angebot muss man natürlich nicht nutzen. Aber selbst wenn man sich ganz normal ernähren möchte, ist es sehr schwierig bei einem gesunden Wert von rund 2000 Kalorien zu bleiben. Personen, die extreme Diät-Versuche hinter sich haben, müssen teilweise sogar unter diesen 2000 Kalorien bleiben, weil ihr Grundumsatz so drastisch reduziert wurde.

Warum ist es so schwer, sich an die 2000 Kalorien zu halten?
Die Dichte an Kalorien ist in den heutigen Lebensmitteln viel zu hoch. Das hat sich massiv verändert. Um das Wettrennen um die günstigsten Preise zu gewinnen, werden billige Fette verwendet. Da wird ökonomisch, aber nicht gesundheitsbezogen gedacht. Und dann spielen natürlich die Möglichkeit – oder besser gesagt die fehlende Möglichkeit – zur Bewegung, der Tagesrhythmus und der Stress eine wichtige Rolle.

Das heisst?
Stress ist ein massiver Dickmacher und Leute, die zu wenig schlafen, nehmen auch eher zu. Heutzutage kommt aber niemand mehr auf sieben oder acht Stunden Schlaf. Im Alltag sind es vielleicht noch zwischen fünf und sechs Stunden.

Was muss sich in der Schweiz ändern, um das Problem bekämpfen zu können?
Vor allem Kinder müssen lernen, wie man sich richtig ernährt, damit sie gar nicht erst in den Teufelskreis des Übergewichts geraten. Und schon da gibt es ein grosses Problem: Auf der einen Seite lanciert der Bund Programme, um gegen Krankheiten wie Herzkreislaufprobleme – die auf Übergewicht zurückzuführen sind – anzukämpfen, und auf der anderen Seite wird Kochen und Lebensmittelkunde vom Lehrplan gestrichen. Und auch die Sportstunden werden immer weniger. Wir reden hier von einem Generationsprozess – das Problem ist über mehrere Generationen gewachsen und lässt sich entsprechend auch nicht so schnell lösen.

Hopkins kritisiert auch, dass das Thema totgeschwiegen wird, indem man dicke Kinder nicht «dick» oder «fett» nennen darf, sondern von Babyspeck redet. Was halten Sie davon?
Da hat sie schon recht. Man muss die Dinge beim Namen nennen. Da widerspreche ich zwar einigen Leidensgenossen, aber ich sage immer: «Tu nicht dumm, wir sind einfach dick.» Ich bin kein Freund von politisch korrekten Begriffen wie «horizontal herausgefordert».

Wie ist das mit dem Totschweigen hier in der Schweiz?
Das Problem sehe ich nicht. Hier herrscht ein Bewusstsein darüber, dass Übergewicht ein Problem darstellt. Da ist die Schweiz wohl eher outspoken.

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So viel darf man für 200 Kalorien essen



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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60
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    Alle Leser-Kommentare
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 07.01.2015 17:51
    Highlight Kommts bekannt vor? :-)
    4 0 Melden
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 07.01.2015 09:21
    Highlight Bullshit! Die Veranlagung beeinflusst sicher den Grundumsatz, also wie viel oder wenig der Körper braucht und das Umfeld sorgt für Versuchungen, aber der Kucken ist bisher noch nie einfach so in den Mund geflogen. Zu sagen die meisten Dicken können nichts anderes tun, als ein Bypass ist nicht nur falsch, es ist auch daneben. Jeder kann abnehmen, indem er weniger isst.
    14 6 Melden
    • saukaibli 07.01.2015 13:46
      Highlight Theoretisch ja, aber so einfach ist es leider nicht. Es gibt z.B. Menschen, die von Natur aus eine geringe Dopaminausschüttung haben. Solche Menschen sind sehr anfällig für Drogenkonsum, weil dabei Dopamin ausgeschüttet wird und genau das passiert auch beim Verzehr von Zucker (weshalb Zucker ja süchtig macht). Zusätzlich will die Lebensmittelindustrie nicht das wir abnehmen, also machen sie immer schön Werbung für alles was fett macht, verkaufen uns Lebensmittel als "light", dabei stecken sie voller Zucker. Wer nicht genau hinsieht tappt schnell in die Falle.
      3 3 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 07.01.2015 16:28
      Highlight Niemand hat gesagt, dass es einfach ist die Zuckersucht zu überwinden. Aber schwierig und unmöglich sind zwei sehr verschiedene Sachen. Einmal nicht genau hinschauen macht nicht dick. Konsequent, über Monate und Jahre sein eigenes Gewicht nicht zu beachten und Blindlings seiner Zuckersucht zu fröhnen aber schon.
      4 0 Melden
  • P hilip 07.01.2015 01:30
    Highlight Hat zwar nichts mit dem Thema an sich zu tun, aber es soll gesagt sein:

    Ich finde die Antworten von, von Grünigen sind die besten die ich seit langem in einem Zeitungsinterview gelesen haben. Sympathisch, sachbezogen und nachvollziehbar.
    8 6 Melden
  • Gleis3Kasten9 06.01.2015 22:08
    Highlight Was für ein Riesenhaufen Selbstmitleid. "Hach, es gibt einfach so viele Sachen zu essen, wie kann man da nur nein sagen" scheint eine Kernaussagen zu sein. Seltsam, ich hab meinem Körper in den letzten Jahren 25 Kg Übergewicht wegtrainiert. Nicht mit Melodramatik sondern mit Disziplin und der Erkenntniss, dass ich mit 2000 Kalorien zwar viel weniger Süsskram aber viel mehr Gesundes kann essen. Auch wenn es ein täglicher Kampf ist, aber mir geht es da nicht anders als allen anderen Süchtigen. Denn sein wir ehrlich: Ein Teil ist Veranlagung, ein anderer pure Masslosigkeit.
    23 4 Melden
    • Jol Bear 06.01.2015 22:47
      Highlight Je weniger man sich im Alltag (der Grossteil davon ist die Arbeitszeit) bewegen muss, desto grösser ist das Risiko, bereits bei scheinbar moderater Nahrungszufuhr Übergewicht anzulegen. Und weil manche ihre Freizeit nicht in erster Linie für Sport nutzen wollen, wird der Effekt verstärkt. Deshalb gelingt es, wenn mal die Fettpolster da sind, nur jenen, wieder "Normalgewicht" zu erreichen, die einen ausgeprägten Willen und die zugehörige Ausdauer und Selbstdisziplin besitzen. Das "gesunde Mass" ist halt bei jemandem, der 9 Stunden draussen arbeitet nicht dasselbe, wie bei jenen, die din derselben Zeit ihre Arbeit auf dem Bürostuhl im geheizten Raum verrichten.
      9 3 Melden
  • Sark 06.01.2015 21:57
    Highlight Übergewicht ist ungesund, das ist unbestritten. Das Experiment scheint mir einfach nicht aussagekräftig. Wenn jemand Rauchen jahrelang verabscheut, sich dann für eine kurze Zeit zum Rauchen zwingt - nur um dann allen Kettenrauchern zu zeigen wie "einfach" es doch ist aufzuhören.. Das bringt doch nichts! Die Gewohnheit ist das Problem! Eine komplette Lebensumstellung ist nie einfach.
    35 4 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 07.01.2015 16:31
      Highlight Genau! Es ist eben wirklich das Verhalten, respektive die Gewohnheit ständig zu viel Essen in sich hineinzustopfen und nicht die genetische Veranlagung oder das Umfeld.
      1 1 Melden
  • smoe 06.01.2015 20:45
    Highlight Diese rechtfertigende, Verantwortung ablehnende Haltung ist aus meiner Sicht ein wichtiger Grund, warum viele Dicke nicht abnehmen können.

    Kein Wunder, funktioniert es nicht, wenn man sich einredet, dass man genetisch verdammt ist, statistisch gesehen kein Erfolg haben wird, oder der Industrie und ihren ungesunden Fertigprodukten die Schuld gibt. Wird diese Einstellung dann auch noch in solchen Vereinen und untereinander gepredigt, wird die Erfolglosigkeit zur Selbsterfüllenden Prophezeiung. Zumindest aus eigener Erfahrung ist starker Wille und viel viel Geduld massiv wichtiger als der Name der radikalen Wunderdiät des Monats.

    Natürlich gibt es biologische Unterschiede und für jeden Menschen ist das Abnehmen unterschiedlich schwer. Man muss aber eine Herausforderung zuerst mal annehmen, bevor man sie meistern kann.
    18 4 Melden
  • glüngi 06.01.2015 15:11
    Highlight kennt ihr diese quote aus «Big Lebowski»?
    58 3 Melden
  • blueberry muffin 06.01.2015 14:45
    Highlight Das Problem von "Mager Models" ist wohl eher das die Magersüchtig und nicht einfach "dünn" sind. Die Kokain und Heroin Abhängigkeit macht es auch nicht viel besser.

    Die Probleme von "Obesity" sind vielseitig, ein geringer Teil davon ist vermutlich Dick Aufgrund von Veranlagung und dann gibt es noch einen relativ grossen Teil der entweder an mangelnder Selbstdisziplin oder als Ventil für Depressionen Dick ist.

    Problematischer für die Welt ist aber eher der abgemagerte IQ vieler Menschen und nicht ihr Körpergewicht.
    38 4 Melden
    • dnsd 06.01.2015 22:24
      Highlight Dick Aufgrund von Veranlagung... Die Masse kommt direkt aus dem Universum und materialisiert sich in den Körpern dieser Unschuldigen. Quasi wie ein umgekehrtes schwarzes Loch!
      9 9 Melden
  • hektor7 06.01.2015 14:11
    Highlight Eine gesunde und ausgewogene Lebensweise kann man sich aneignen. Somit ist jeder selber schuld, der es nicht tut. Und starkes Übergewicht ist nun mal ungesund. Soweit hat die Olle nicht ganz unrecht. Mit der abschätzigen Art und Weise, wie sie sich ausdrückt, disqualifiziert sie sich natürlich wieder selber (und dafür ist sie selber schuld).
    37 8 Melden
    • hektor7 06.01.2015 14:48
      Highlight Oder etwas anders ausgedrückt: Adipositas kommt in der freien Natur nicht vor (ausser bei Zwergantilopen mit Stoffwechselkrankheit, schon klar). Somit ist der Mensch durch seine Ess- und Bewegungsgewohnheiten selber dafür verantwortlich.
      32 3 Melden
  • danjl 06.01.2015 13:46
    Highlight Hopkins hat recht und Hopkins hat nicht recht. Wer abnehmen will, der kann das, wenn man den inneren Schweinehund bekämpft und sich zusammenreisst. Es ist nicht einfach, aber es klappt. Gesunde Ernährung und viel Sport und Bewegung sind wichtig. Jedoch gibt es auch Menschen, die nichts für ihr Übergewicht können. Daher finde ich es etwas übertrieben, was Hopkins sagt. Trotzdem: Sie provoziert und genau das soll uns doch die Augen öffnen. Es kann doch nicht sein, dass so viele Menschen so dick sind...Das kann sehr gefährlich werden...
    27 4 Melden
  • pun 06.01.2015 13:40
    Highlight 76 Kilo sind doch nicht "fett"! Körperlich ist die rundere Katie definitiv attraktiver als das sehnige Klappergestell daneben. In mager sieht sie auch aus wie 10 Jahre älter.
    21 59 Melden
    • The IT Guy 06.01.2015 14:40
      Highlight Nein, einfach nein.
      35 10 Melden
    • SeKu 06.01.2015 17:35
      Highlight Ach pun, was für ein lächerlicher Versuch. Trollen will gelernt sein!
      9 3 Melden
    • pun 06.01.2015 17:50
      Highlight neinnein seekuh, das meine ich wirklich so :)
      Natürlich inszeniert sich die Katie auf dem "Fett"-Foto besonder "hässlich" mit Bauchfalte und grimmigem Gesicht (und daneben als Kontrast mager und im Bikini und freudiger Ausstrahlung). Aber hey, so sieht nun mal eine normale Frau an die 40 einfach aus (besonders wenn sie einige Kinder geboren hat). Ergo ist das für mich definitv attraktiver als das "sehnige Klappergestell".
      Es geht doch nicht, dass eine normalrunde Frau sich als abschreckendes Fett-Beispiel inszeniert. Adipositas sieht anders aus!
      16 6 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 07.01.2015 14:03
      Highlight Zu sagen, es ist normal und deswegen gut, wenn eine 40 jährige Frau sich gehen lässt inklusive allen gesundheitlichen Risiken und lautem Schnaufen beim Treppensteigen finde ich daneben. In der Regel und aus eigener Erfahrung entwickeln aber Dicke gleichzeitig mit dem Übergewicht eine Fett-Logik mit der sie Begründen, weshalb alles in Ordnung ist und belügen sind konsequent selber.
      4 0 Melden
  • elduro 06.01.2015 13:30
    Highlight Die Bakterien in unserem Darm tragen auch eine gewisse Verantwortung für Fettleibigkeit. Hier ein Artikel dazu: http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2013-08/darmflora-bakterien-uebergewicht
    17 7 Melden
  • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 06.01.2015 13:17
    Highlight Die Aussagen mögen unsympathisch sein und einige vor den Kopf stossen, im Grundsatz hat sie aber recht, finde ich. Jeder ist selber schuld, wenn er übergewichtig ist (stimmt nicht ganz, kann krankheitsbedingt auch vorkommen). Wenn man zu faul ist, um etwas dagegen zu tun, soll man aber das auch so akzeptieren. Was mich aber beschäftigt, ist, ob diese Frau während diesen insgesamt 6 Monaten 100% berufstätig war oder nicht. Meiner Ansicht nach, ist es sehr einfach jeden Tag ins Fitnesscenter zu rennen, wenn man sonst nichts macht.
    20 19 Melden
  • Zeit_Genosse 06.01.2015 13:15
    Highlight Auch wenn sie Fett war, im Hirn bleibt sie mager.
    51 8 Melden
  • Michèle Seiler 06.01.2015 12:48
    Highlight Da scheint jemand zu sehr von sich selbst überzeugt zu sein ...

    Wie kommt sie darauf, dass sie deshalb jetzt über alle anderen übergewichtigen Menschen Bescheid weiß?

    Und weshalb ist SIE so aufs Gewicht fixiert? ;-)
    38 9 Melden
  • zeromg 06.01.2015 12:36
    Highlight Blödsinn, was ist mit den Menschen die eine Stoffwechselstörung haben? Unglaublich!!!!
    24 12 Melden
    • Pieter 06.01.2015 14:01
      Highlight Diese Leute hat sie wohl nicht gemeint!
      12 4 Melden
    • Liz 06.01.2015 14:53
      Highlight Und vor allem ist das ein Bruchteil der Dicken!
      16 5 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 07.01.2015 16:36
      Highlight Es gibt keine Stoffwechselstörungen, die aus nichts Fett produzieren. Das wäre keine Störung, sondern ein Wunder und der Weg zum Perpetuum Mobile. Wenn jemand einen tiefen Grundumsatz hat und schneller zunimmt als andere, und das ignoriert, ist er einfach dumm. Dabei könnte er ja einfach entsprechend weniger Essen und Geld und Zeit sparen.
      2 4 Melden
  • yukunda 06.01.2015 12:16
    Highlight Jaja, jetzt warten wir 3 Jahre und dann nimmt sie grad wieder zu. Sie hat die Jojo-Falle geöffnet! Der Körper vergisst nichts.
    19 8 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 07.01.2015 16:38
      Highlight Der Jojo Effekt ist, weil einige es einfach nicht in den Kopf kriegen, dass eine temporäre Massnahme auch nur eine temporäre Veränderung bietet. Der Körper ist nicht das Problem, sondern der Verstand. Der will nämlich nicht akzeptieren, dass es auch andere Mittel gibt mit Frust umzugehen, als Kuchen in den Rachen zu schieben.
      0 0 Melden
  • Liz 06.01.2015 12:12
    Highlight Ich finde ihre Aussagen ziemlich grenzwertig teilweise sogar idiotisch. In einem hat sie allerdings recht; es sind immer die Entschuldigungen welche die dicken Menschen nicht abnehmen "lassen". Einfach ist es sicher nicht, aber nach jedem Versuch aufzugeben ist auch nicht die Lösung. Es dauert halt ein Weilchen bis das ganze ins Rollen kommt und man am Körper Veränderungen wahrnimmt.
    21 2 Melden
  • EvilBetty 06.01.2015 11:44
    Highlight Aha... die fetten Menschen haben ihr das also angetan... sosooo... ob da jemand eine Entschuldigung für das eigene Sebstdarstellunsproblem sucht?
    30 4 Melden
  • saukaibli 06.01.2015 11:28
    Highlight Es gibt halt Menschen, die nehmen bei 2000kcal/Tag schon heftig zu (so wie ich leider), für die ist es halt mal schwieriger abzunehmen als für Menschen, die reinhauen können ohne Ende.
    Das was die Tussi da rauslässt ist nur dumm und arrogant. Es kann auch nicht jeder Mensch ein Informatik (oder sonst ein) Studium erfolgreich abschliessen. Es kommt halt bei vielem auf die körperlichen oder geistigen Eigenschaften eines Menschen an.
    24 10 Melden
    • Pieter 06.01.2015 14:04
      Highlight In der heutigen Zeit wo der Mensch nur im Sitzen arbeitet sind 2000kcl eindeutig zu viel
      6 5 Melden
    • hektor7 06.01.2015 14:44
      Highlight @Pieter: Dann sollte man vielleicht dafür sorgen, dass man zumindest in der Freizeit etwas in Bewegung kommt. Neben der Ernährung der zweite Faktor, den man selber beeinflussen kann.
      7 3 Melden
    • Liz 06.01.2015 14:59
      Highlight Mit viermal Sport (3xAusdauer 1xKraft) die Woche darf ich 2100 kcl essen. Da ist es kein Wunder wenn man bei nicht Bewegen und 2000kcl zu nimmt.
      8 6 Melden
    • unFayemous 07.01.2015 09:01
      Highlight @Liz aha, gut, dass du genau Bescheid weisst wie viel Sport saukaibli macht. Ich sag jetz mal nichts dazu, dass das ungefähr die empfohlene Kalorienmenge ist (ein bischen mehr für Männer, ein bischen weniger für Frauen). Zudem gehörst du halt vielleicht auch einfach zu der Gruppe, die halt nicht einfach so frei essen kann.
      Auf jeden Fall hast du nicht gerade gezögert, irgendwelche Annahmen zu machen.
      1 0 Melden
    • Liz 07.01.2015 13:24
      Highlight @unFayemous: die Sporteinheiten sind auf mich bezogen. Dass sich die Kalorienmenge im "empfohlenen Rahmen" befindet kann ich auch nichts dafür, hab ich mir nicht ausgedacht. Und schlussendlich beruht hier alles auf Annahmen, schliesslich kenn ich die Menschen ja nicht persönlich. Aber für was ist den ein Kommentarfeld da, wenn mann nicht reinschreiben kann/darf was man denkt oder wie's für einem ist, ohne dafür grad dümmlich angemacht zu werden?!
      0 0 Melden
    • saukaibli 07.01.2015 15:01
      Highlight Es gibt nun mal Menschen, die nehmen nicht zu, auch wenn sie viel essen und keinen Sport treiben.
      Ich persönlich war jahrelang übergewichtig und habe es mit Sport und Ernährungsumstellung geschafft 30kg abzunehmen. Leider konnte ich aufgrund einer Verletzung (hatte danach ein zu viel Metall im Körper) seit letztem Frühling keinen Sport treiben und habe trotz immer noch gesunder Ernährung gleich mal wieder 10kg zugenommen.
      Auch andere Menschen haben gesundheitliche Probleme die sie am Sport hindern. Gerade bei stark übergewichtigen ist es schwierig Sport zu treiben ohne Überlastung.
      0 0 Melden
    • Liz 07.01.2015 15:20
      Highlight @saukaibli: gratuliere zu deiner Abnahme und ich stimme dir zu. Auch ich habe ohne Sport 30Kg abgenommen und erst danach mit dem Sport angefangen. Aus dem simplen Grund um mein Gewicht zu halten und den Körper "in Schuss" zu halten :-)
      0 0 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 07.01.2015 16:43
      Highlight Gratulation an euch! Ich habe 25kg abgebaut, ohne Sport, nur durch die Ernährung und es fühlt sich so gut an, nur noch Übergewichtig und nicht mehr Adipös zu sein! Auch ich, obwohl m, gross und ein bisschen aktiv, musste mich auch 1500 Kal/Tag beschränken um abzunehmen....
      1 0 Melden
    • unFayemous 08.01.2015 00:08
      Highlight @Liz ich habe das mit dem Sport auch nicht auf das aufgezählte Training bezogen, sondern auf die Tatsache, dass du gesagt hast "wenn man 2000 Kalorien isst ohne gross Bewegung" (ein bisschen paraphrasiert, sorry). Ist halt einfach so herüber gekommen, als würdest du sagen: wenn ich nicht darf, dann darfst du erst recht nicht.
      Gratuliere euch beiden (allen 3en?) trotzdem zu der Abnahme, kann mir gut vorstellen, dass 30kg einem verdammt viel Schweiss und Tränen abverlangen!
      0 0 Melden
  • ast1 06.01.2015 11:21
    Highlight Sie ist an das Projekt von Anfang an anders heran gegangen als eine übergewichtige Person. Das Aufnehmen von nährstoffreicher Nahrung löst in unseren Gehirnen eine Reaktion des Belohnungszentrums aus. Dies war früher von evolutionärem Vorteil, da man so mehr Nahrung zu sich nahm, wenn sie vorhanden war.

    Heutzutage ist Essen rund um die Uhr verfügbar, und das in Mengen und so kalorienreich, wie es früher nie hätte existieren können. Unsere Gehirne haben sich daran aber noch nicht angepasst. Das menschliche Erbgut hat sich seit der Steinzeit kaum verändert.

    Bei stark Übergewichtigen ist das Belohnungszentrum so umprogrammiert, dass positive Gefühle mit dem Essen assoziiert sind. Dies löst eine Suchtreaktion ähnlich anderen Verhaltensstörungen aus. Und während dies seinen Beginn wahrscheinlich in ungesunder Nahrung hatte, so sind unsere Gehirne eben schon von Natur aus so programmiert, fett- und zuckerreiche Nahrung zu mögen.

    Solchen Personen kann meiner Meinung nach nicht die volle Schuld zugeschoben werden. Diese Umprogrammierung hat bei der erwähnten Kolumnistin nicht stattgefunden, deshalb hatte sie auch keine Entzugserscheinungen o. Ä. Die Motivation zum Abnehmen müssen natürlich weiterhin die Fettleibigen selber finden. Aber in Zeiten, in denen eine Magenverkleinerung eine halbe Stunde dauert, sollte dies auch nicht allzu schwierig sein.
    22 5 Melden
  • momo88 06.01.2015 10:56
    Highlight Wieso kopiert watson.ch diese Geschichte von den Britischen Medien? Wenn es nur so einfach ware, wie diese Frau es darstellt! Sie hat keine Ahnung und ist einfach nur sensationsgeil und dumm! Im Englischen TV hat sie auch allen Ernstes behauptet Kinder mit geografischen Vornamen, z.B. Morocco o.ä., seien weniger intelligent als Kinder mit klassischen Vornamen und hat selber ein Mädchen mit Namen India!
    74 13 Melden
    • unFayemous 07.01.2015 09:02
      Highlight Ach, das war die? Haha, das verlangt gleich nach einem Abstecher auf Youtube!
      1 0 Melden

«Die Verschwörungs-Szene wird grösser, aggressiver und beängstigender»

In der «Arena» ist Roger Schawinski auf Daniele Ganser gestossen und war schockiert: Er hat erkannt, dass sich auch in der Schweiz eine Verschwörungsszene gebildet hat, welche die Nato hasst, Putin verehrt und die Grenzen zwischen Alt-Stalinisten und Neo-Faschisten aufhebt. Seinen Schock hat Schawinski im Buch «Verschwörung!» verarbeitet. 

Das Buch heisst zwar «Verschwörung», aber eigentlich geht es um Daniele Ganser. Haben Sie ihn schon vor der legendären «Arena»-Sendung gekannt?Ich hatte von ihm gehört, persönlich gekannt hatte ich ihn nicht.

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Eine ungewohnte Rolle für Sie. Trotzdem wurde ich mit Protesten zugemüllt, wie andere …

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