Irak
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U.S. Secretary of State John Kerry delivers opening remarks at the

John Kerry sprach zuvor noch von der Möglichkeit einer militärischen Zusammenarbeit. Bild: Reuters

Krise im Irak

Pentagon schliesst militärische Kooperation mit Iran aus

Reden ja, kooperieren nein: Das US-Verteidigungsministerium hat eine militärische Zusammenarbeit mit Iran im Kampf gegen Isis ausgeschlossen. Das Pentagon widerspricht damit Aussenminister Kerry.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Washington – Das US-Verteidigungsministerium lehnt eine militärische Zusammenarbeit mit dem iranischen Regime im Kampf gegen die Terrorgruppe Isis ab.

«Es gibt überhaupt keine Absicht und keine Pläne, um Militäraktionen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran zu koordinieren», sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. «Es gibt auch keine Pläne für Konsultationen mit Iran über militärische Aktivitäten im Irak

Möglich seien jedoch allgemeine Gespräche mit Teheran über den Kampf gegen Isis. In dieser Woche treffen sich Vertreter der USA und Irans in Wien zu neuen Verhandlungen über das Atomprogramm der Islamischen Republik. «Es ist möglich, dass es am Rande dieser Gespräche Diskussionen um die Situation im Irak gibt», sagte Kirby. «Wir haben in der Vergangenheit mit Iran auch über Afghanistan debattiert.»

Das Pentagon distanziert sich damit von Aussagen des US-Verteidigungsministers John Kerry. «Ich würde nichts ausschliessen, was konstruktiv für den Irak ist», hatte Kerry in einem Interview mit «Yahoo News» auf die Frage nach einer militärischen Zusammenarbeit mit Teheran gesagt. «Lasst uns schauen, was Iran zu tun bereit ist, bevor wir weitere Ankündigungen machen. Aber wir sind bereit zu jedem konstruktiven Prozess, der die Gewalt beendet.»

Uno zieht Mitarbeiter aus Bagdad ab

«Wir prüfen sehr sorgfältig alle möglichen Optionen», sagte Kerry weiter. Auch Drohnenangriffe und Luftschläge mit bemannten Flugzeugen und Marschflugkörpern seien im Kampf gegen die Terrorgruppe denkbar. Oberstes Ziel sei es, den Zusammenhalt des irakischen Staates zu sichern.

Der Aufstieg der Isis-Dschihadisten sei eine «existenzielle Bedrohung für die ganze Region», sagte Kerry. Die Terrorgruppe gefährde nicht nur die Sicherheit des Irak und Syriens, sondern auch die Europas und der Vereinigten Staaten.

Er glaube jedoch nicht daran, dass die islamistischen Extremisten in der Lage seien, «in nächster Zeit» Bagdad einnehmen zu können. Zugleich äusserte sich der Aussenminister «absolut überzeugt», dass die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt ausreichend gesichert sei.

Dagegen haben die Vereinten Nationen begonnen, Mitarbeiter aus Bagdad abzuziehen. 58 Uno-Bedienstete seien inzwischen in die jordanische Hauptstadt Amman gebracht worden, teilte Organisation mit. Weitere Mitarbeiter sollten in den nächsten Tagen folgen.



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