Irak
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Horror-Fund im Irak: 78 Jesidinnen in Massengrab entdeckt – sie wurden offenbar vom IS getötet

14.11.15, 20:35 15.11.15, 16:47


Im Norden des Iraks ist ein Massengrab entdeckt worden, in dem offenbar von der Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) ermordete Jesidinnen verscharrt sind. Das Grab befinde sich am Stadtrand von Sindschar, teilten die Behörden am Samstag mit.

Die strategisch und symbolisch wichtige Stadt war am Freitag von Kurdentruppen aus den Händen der Dschihadistenmiliz zurückerobert worden. An der Befreiung der Stadt hatten sich auch Jesiden-Kämpfer beteiligt.

Im Grab seien vermutlich die sterblichen Überreste von 78 Frauen im Alter zwischen 40 und 80 Jahren verscharrt, sagte Behördenvertreter Mijasir Hadschi. Diese Vermutung stütze sich auf Zeugenaussagen von überlebenden Jesidinnen. Diese seien vom IS versklavt worden und hätten die Hinrichtungen mit ansehen müssen, bevor ihnen die Flucht gelang.

Im Sommer vergangenen Jahres waren infolge einer IS-Blitzoffensive im Nordirak zehntausende Jesiden in die karge Bergregion rings um Sindschar geflohen, wo sie weder Wasser noch Essen hatten. Tausende Männer wurden getötet, Frauen und Kinder entführt und versklavt. Die Angehörigen der kleinen religiösen Minderheit werden von den Dschihadisten als Teufelsanbeter verfolgt. (sda/afp)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.

Zusammenfassung: In den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2015 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Hauptsächlich aufgrund der Attentate in Paris und Nizza stieg die Opferzahl zuletzt wieder auf rund 150 Menschen pro Jahr, sprich auf das Niveau der 80er-Jahre. Weltweit nimmt der Terrorismus seit 2005 zu …

Artikel lesen