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Ägypten

Gericht verurteilt über 500 Muslimbrüder zum Tode



Ein ägyptisches Gericht hat 529 Mitglieder der Muslimbruderschaft zum Tode verurteilt. Das teilte ein Anwalt der Angeklagten am Montag mit. 

Die Anhänger des vom Militär abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi waren unter anderem wegen Mordes angeklagt. 16 seien freigesprochen worden. Unter den Angeklagten sind zahlreiche Führungsmitglieder der inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft, darunter auch ihr geistlicher Führer Mohammed Badi'e. 

Angaben aus Justizkreisen zufolge sind 153 der Verurteilten in Haft, die anderen auf der Flucht. Der Prozess gegen die Mursi-Anhänger hatte am Samstag in Minja südlich von Kairo begonnen. Die Staatsanwaltschaft hatte den Islamisten die Teilnahme an gewalttätigen Protesten vorgeworfen.

Über tausend Muslimbrüder waren beschuldigt worden, im vergangenen August zwei Polizeistationen in Adwa und Matay im Norden Ägyptens gestürmt zu haben. Bei dem Vorfall war der Polizist Mostafa Ragab El-Atar ums Leben gekommen. Vier weitere Beamte wurden verletzt. So zitierte das Nachrichtenportal «Ahram Online» den Staatsanwalt.

Die Angreifer sollen bei dem Übergriff auch die Waffen der Polizeistation geplündert und Gefangene freigelassen haben. Der Vorfall fand am 14. August statt, dem gleichen Tag, an dem zwei große proislamistische Demonstrationen in Kairo zerschlagen wurden. Bei den Kundgebungen starben Hunderte, Tausende wurden verletzt.  (sda/afp/reu/dpa) 

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