Islam
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epa04822833 Two men demonstrative kiss each other in front of a group of Turkish riot police officers during a rally on the occasion of the 13th annual Gay Pride Parade in Istanbul, Turkey, 28 June 2015. Numerous LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transexual) activists and supporters were marching through downtown Istanbul to support rights for sexual minorities. Leaders of the 13th annual Istanbul LGBTI Pride Parade said police used force on the tens of thousands of people who had arrived at the city's central Taksim Square waving rainbow flags and holding placards.  EPA/TOLGA BOZOGLU

Homosexuellen-Aktivisten in Istanbul.
Bild: TOLGA BOZOGLU/EPA/KEYSTONE

Islam und Homosexualität: «Ich küsste ihn unaufhörlich auf seinen schneeweissen Mund»

Nach dem Attentat von Orlando behaupten sowohl Islamfeinde als auch radikale Muslime, Morde an Schwulen und Lesben liessen sich aus dem Koran ableiten. Das ist falsch. Früher konnten Homosexuelle in muslimischen Gesellschaften sogar freier leben als im Westen.

16.06.16, 15:14

Christoph Sydow / spiegel online



Ein Artikel von

«Als er dann endlich kam, führte ich ihn an einen Ort, den Augen der Verräter und Neider entzogen.

Ich gab ihm kleine Mengen Weins zu trinken. Als er genug vom Trinken hatte, legte er sich auf die Seite, um zu ruhen.

Ich stand auf, um seine Kleider zu lösen und seine Schenkel zu streicheln.

Danach umarmten wir einander: Ich küsste ihn unaufhörlich auf seinen schneeweissen Mund.

Als seine Verblendung vorüber war, stand er tiefbetrübt auf, mit heftigem Herzweh.»

Gut 1200 Jahre ist es her, seit der muslimische Dichter Abu Nuwas diese Zeilen schrieb. Er war Poet am Hofe des legendären Kalifen Harun al-Raschid und dessen Sohn al-Amin in Bagdad. Der Kalif, als Oberhaupt aller Muslime, protegierte einen Poeten, der homoerotische Literatur verfasste.

Abu Nuwas und seine Werke sind nur ein prominentes Beispiel für Abertausende Verse klassischer arabischer und persischer Liebeslyrik auf schöne junge Männer. Jahrhundertelang sind die islamischen Gesellschaften von Andalusien bis Indien tolerant mit homosexuellen Menschen umgegangen. Die inzwischen alltägliche Homophobie in der islamischen Welt ist ein modernes Phänomen und erst unter dem Einfluss der europäischen Kolonialherren entstanden. Besonders die prüden viktorianischen Briten brachten die Homosexuellenfeindlichkeit in den Nahen und Mittleren Osten.

Nach dem Anschlag von Orlando versuchen sowohl Islamfeinde als auch radikale Muslime eine Kontinuität nachzuweisen, die vom Koran direkt zu den Morden an Schwulen und Lesben im Pulse-Nachtklub führt. Doch diese Kontinuität gibt es nicht.

Jünglinge warten laut Koran im Paradies

Der Koran lässt offen, ob Homosexualität verboten ist oder nicht, von einer Bestrafung für Homosexualität ist jedenfalls keine Rede. In den Paradiesbeschreibungen des Korans werden sogar Jünglinge beschrieben, die «verborgenen Perlen» ähnelten und auf die männlichen Wiederauferstandenen warteten.

Überliefert ist auch das Erlebnis eines sudanesischen Scheichs aus dem frühen 18. Jahrhundert. Er beobachtete einen türkischen Pilger, der am Grab des Propheten Mohammed in Medina bitterlich weinte. Als der Scheich den Pilger nach dem Grund dafür fragte, antwortete dieser: «Gestern Nacht hatte ich Geschlechtsverkehr mit zwei jungen Männern.» Doch statt den jungen Pilger zu verurteilen, entgegnete der Scheich: «Dir sei vergeben. Nur, tue so etwas nicht noch einmal.»

Homophobe Muslime stützen sich daher auf Hadithe, also die mündlichen Überlieferungen von Aussagen und Handlungen des Propheten Mohammed, die erst Jahrhunderte nach dem Tod des Religionsstifters niedergeschrieben wurden. «Wenn du jemanden siehst, der das tut, was das Volk Lots getan hat, dann töte denjenigen, der es tut, und denjenigen, dem es angetan wird», soll der Prophet gesagt haben. Als Volk Lots werden im Islam die Bewohner Sodoms bezeichnet, die laut alttestamentarischer Überlieferung gleichgeschlechtlichen Sex gehabt haben sollen. Im Arabischen werden Schwule deshalb als «Loti» bezeichnet.

Unter anderem mit Verweis auf diesen Hadith begründen Staaten wie Iran, Saudi-Arabien, der Jemen und die Vereinigten Arabischen Emirate, dass sie die Todesstrafe für homosexuelle Handlungen verhängen.

Treffpunkt Hamam

Doch rund 1200 Jahre lang waren muslimische Herrscher weitaus weniger streng. Sie duldeten Homosexualität, solange sie im Verborgenen stattfand. Historiker vergleichen die Stellung von Schwulen in islamischen Gesellschaften über Jahrhunderte mit der Rolle der Frau. Ähnlich wie sich Frauen in der Öffentlichkeit zurückhalten und ihre Reize verhüllen sollten, mussten sich auch Homosexuelle verhalten. Was von der Öffentlichkeit verborgen hinter verschlossenen Türen stattfand, war eine andere Frage.

Ähnlich ist es bis heute: In allen arabischen Grossstädten gibt es eine verborgene Schwulen- und Lesbenszene. Kontakte zu knüpfen ist nicht schwer, die Tarnung fällt relativ leicht. Es ist schliesslich Alltag, dass auch heterosexuelle Männer sich händchenhaltend in der Öffentlichkeit zeigen. Sie verabreden sich über das Internet zu Treffen in den Hinterzimmern von Cafés oder Untergrunddiscos. Bis heute ist auch das Hamam, das öffentliche Badehaus ein beliebter Treffpunkt. Das war schon zu Zeiten von Abu Nuwas so. «Wie trefflich ist das Bad unter den Orten, die alles deutlich zeigen. Auch wenn die Leute einem mit Handtüchern einen Teil der Annehmlichkeiten vergällen», dichtete der Poet vor 1200 Jahren.

Bis heute gehen in der islamischen Welt die Meinungen darüber weit auseinander, was überhaupt als homosexueller Sex angesehen wird. Noch immer ist es für junge Männer in islamischen Gesellschaften sehr schwierig, vor der Ehe sexuelle Kontakte zu Frauen zu knüpfen. Laut einer Studie aus Marokko hat deshalb ein grosser Teil der heranwachsenden Männer den ersten Geschlechtsverkehr mit einem anderen Jungen. Als homosexuell wird dabei nur der passive Partner angesehen.

Lies hier ein Interview mit dem schwulen Imam Mohamed Zahed.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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75
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    Alle Leser-Kommentare
  • atomschlaf 17.06.2016 16:13
    Highlight Grundsätzlich ein interessanter Artikel, aber als im Westen lebender Schwuler ist es für mich von sehr geringer Relevanz, wie tolerant und fortschrittlich die islamische Welt früher einmal war.
    Ich habe auch keine Lust, wegen zunehmendem moslemischen Einfluss meine Sexualität wieder verstecken zu müssen, wie ich dies in einer arabischen Stadt tun müsste.
    5 1 Melden
  • stiberium 17.06.2016 09:05
    Highlight Jeder sollte bei solch einem Thema in sich gehen und sich frage ob er/sie selbst nicht auch schon homoerotische Fantasien gehabt hat oder ob er/sie vielleicht auch schon einen Schritt weiter gegangen ist. Ich wage zu behaupten die Mehrheit hatte diese, denn es geht um Lust und die Befriedigung dieser und da nimmt das Tier Mensch was zur Verfügung steht wenn er es sich nicht selbst macht, was mit der Zeit langweilig wird. ;)
    8 4 Melden
  • dracului 17.06.2016 07:38
    Highlight Die islamischen Gesellschaften waren lange Zeit in allen Bereichen fortschrittlicher als das Abendland. In jeder Gesellschaft beginnt der Rückschritt, wenn die Zukunft als unsicher empfunden wird, konservative Kräfte übernehmen und versuchen die Erfolgsrezepte der Vergangenheit auf die Gegenwart anzuwenden. Gerne diskutieren wir den Islam und akzeptieren auf der anderen Seite, dass gewisse Politiker und Bischöfe hierzulande sogar öffentlich Schwule diffamieren können. Wir müssen hier wachsamer werden, wenn die Meinungsfreiheit zur Volksaufhetzung missbraucht wird.
    30 9 Melden
    • TurnOver87 17.06.2016 09:45
      Highlight Schön gsajt gopferdammi! :)
      3 6 Melden
  • Wilhelm Dingo 17.06.2016 06:58
    Highlight Nicht alle Muslime hassen schwule so wie nicht alle Christen Lesben lieben. Tatsache ist aber das sehr viele muslimisch geprägte Staaten Homosexualität hart verfolgen. Es ist heute nun mal eine Tatsache auch wenn es vor 1000 Jahren anders war. Es kommt auf die Menschen an welche eine Religion leben.
    17 3 Melden
  • Jasmine 17.06.2016 06:24
    Highlight Laut einer Studie aus Marokko hat deshalb ein grosser Teil der heranwachsenden Männer den ersten Geschlechtsverkehr mit einem anderen Jungen.

    Ist diese Aussage nicht auch eine Art Rassismus? Also wäre ich einer dieser jungen Männer würde ich eine Klage wegen DISKRIMINIERUNG einreichen.
    4 28 Melden
    • Der Beukelark 17.06.2016 09:39
      Highlight Naja. Falls dem wirklich so ist, dann nicht. Machen sie ja freiwillig und diskriminierend empfindet das nur, wer ein Problem mit gleichgeschlechtlichem Sex hat. Mich würde aber auch interessieren von wo die Behauptung stammt. Quellen?
      2 1 Melden
    • Fabio74 17.06.2016 12:55
      Highlight was haben Fakten aus einer Studie mit Diskriminierung zu tun? Und wer soll hier diskriminiert werden?
      Durch die Sexualmoral dort unten dürfen sie nicht mit Frauen. Die Lust ist halt trotz allem da. Also löst man das Problem.
      2 4 Melden
    • Jasmine 17.06.2016 13:18
      Highlight Fabio Danke für den Joke. Allerdings bin ich der Meinung das man über sowas keine Witze machen sollte. Oder war das gar kein Witz sondern Satire? Wenn ja, dann hast damit echt den Bock abgeschossen.
      2 2 Melden
  • Talli 17.06.2016 00:18
    Highlight Also lehnen die meisten muslime schwule nur ab, dulden sie im geheimen, bestenfalls, und wollen sie nicht gleich massakrieren? So oder so doof und rückschrittlich. Versteh diesen artikel nicht ganz. Was wollt ihr mir damit sagen?
    30 13 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.06.2016 02:04
      Highlight Tatsächlich, Talli, du verstehst diesen Artikel nicht ganz. Vielleicht musst du ihn einfach nochmals lesen.

      Wo steht da, dass die meisten Muslime Schwule ablehnen? Ich habe keine entsprechende Textstelle gefunden. Wie kommst du also darauf?

      Da steht: "[Es] behaupten sowohl Islamfeinde als auch radikale Muslime, Morde an Schwulen und Lesben liessen sich aus dem Koran ableiten."

      Islamfeinde sind vermutliche gar keine Muslime. "Radikale Muslime" sind eine kleine Minderheit Islamisten, die den Islam missbrauchen, um Greueltaten zu rechtfertigen. Das sind keine richtige Muslime.
      18 25 Melden
    • Jasmine 17.06.2016 06:27
      Highlight Sie wollen dir damit sagen das der Islam eigentlich gut ist und das schlechte nur wegen der paar einzelnen Extremisten ist, die diese Religion missbrauchen.
      13 3 Melden
    • Asmodeus 17.06.2016 08:44
      Highlight @Talli
      Also genauso wie Christen.

      Oder unsere lieben SVPler. Oder "Mama Merkel"
      3 5 Melden
    • Jasmine 17.06.2016 08:59
      Highlight Nachtrag Und da freie Meinungsäusserung zu diesem speziellem Thema gegen die internen Regeln verstossen, wird halt nur gutes über den Islam geschrieben. Das schlechte behält man sich für die Fundis, und das Christentum im allgemeinen auf.
      11 8 Melden
    • Asmodeus 17.06.2016 09:49
      Highlight Genau Jasmine.

      Wer nicht blind gegen den Islam hetzt verfolgt eine hidden Agenda. *kopfschüttel*
      5 7 Melden
    • Fabio74 17.06.2016 12:58
      Highlight @Jasmine: DER Islam ist nicht böse. Aber jene Menschen die ihn für ihre Zwecke auslegen und missbrauchen. Faktisch gehts um Macht über andere.
      In Europa wars lange die Kirche. Jetzt ists der extreme Islam, die Saudis haben Öl sei dank genug Geld um den Extremismus zu fördern.
      4 2 Melden
    • Jasmine 17.06.2016 13:11
      Highlight Asmodeus Aber nicht zu lange schütteln, wir wollen ja nicht, das deine Frisur noch durcheinanderkommt. Wäre ja schade drum. Wo du dir doch so Mühe gibst.
      3 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.06.2016 13:38
      Highlight Jasmine: ich hoffe, du setzt dich bald mit dem in dir aufgestauten Hass auseinander, ganz nach DEINEM EIGENEM MOTTO:

      "Die schlimmen verlogenen doppelmoraligen Fundamentalisten jeglicher Coleur. Wie alle anderen Menschen nicht verlogen wären und keine Doppelmoral hätten. Dabei sind diese bekanntermassen noch viel schlimmer. "

      So wie du den Islam hasst und gegen ihn hetzt, hast du offensichtlich etwas zu verbergen/verdrängen und bist gemäss deiner eigenen Logik "bekanntermassen noch viel schlimmer" als diejenigen, gegen die du hetzst.

      Denk bitte darüber nach.
      2 2 Melden
    • atomschlaf 17.06.2016 16:17
      Highlight @Lorent Patron: Wie Moslems über Homosexuelle denken, kannst Du z.B. in untenstehendem Link nachlesen.
      52 Prozent der Moslems in UK, finden, dass Homosexualität strafbar sein sollte!
      http://www.welt.de/vermischtes/article154359076/So-denken-Muslime-in-Grossbritannien-wirklich.html
      5 2 Melden
    • Jasmine 17.06.2016 16:52
      Highlight LP Schön wie du versuchst mir Hass zu unterstellen und. Nein, denk bloss nicht nach, mach stattdessen deine Augen auf und sieh dir mal alle Brandherde in der Welt an. Vielleicht fällt dir da was auf. Etwas das fast alle gemeinsam haben... Und dann hast du die Wahl; entweder nachzudenken, oder lieber weiter den Phrasen deiner Genossen lauschen.
      4 2 Melden
    • Asmodeus 17.06.2016 17:42
      Highlight Etwas das ALLE gemeinsam haben. Gesellschaftsstrukturen in denen die Reichen auf Kosten der Armen leben und Minderheiten die Schuld an Allem in die Schuhe schieben können.
      2 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.06.2016 18:19
      Highlight Schon okay, atomschlaf und Jasmine. Ich habe euch schon längst verstanden! Beruhigt euch wieder.

      Ich find's einfach etwas problematisch , dass die intoleranten Menschen hier plötzlich so tun, als ob sie Homosexuelle lieben und als gleichwertig anerkennen, bloss um dadurch ihre Islamophobie zu kaschieren, wenn sie sich in homophilen Deckmäntelchen verkleiden, um gegen den Islam und Muslime generell zu hetzen, so wie ihr das meines Erachtens beispielhaft tut.

      Meine Meinung. Ich hoff, ihr könnt damit leben.
      2 2 Melden
    • atomschlaf 17.06.2016 20:35
      Highlight @Lorent: Als Schwuler muss ich mir bestimmt kein "homophiles Deckmäntelchen" umhängen!
      Da ist es verdammt noch mal mein gutes Recht, gegen den zunehmenden Einfluss einer Religion zu kämpfen, die für meinesgleichen die Todesstrafe vorsieht und ich werde mich deswegen bestimmt nicht mit nichtssagenden Kampfbegriffen wie "islamophob" etikettieren und diffamieren lassen.
      5 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.06.2016 21:42
      Highlight atomschlaf: allerdings wenn man als Schwuler pauschal gegen Muslims hetzt, dann macht man genau das, was solche Attentate erreichen wollen, nämlich hier die Schwulen gegen Muslims aufhetzen. Das passt einem wie dir natürlich gut ins Konzept. Und das passt auch gut ins Konzept der Daesh.

      Wenn Homophilie als Argument zur Hetze gegen Muslime benutzt wird, dann ist das letztlich schwulenfeindlich.

      Du bist genausowenig homphil, wie der Daesh muslimisch ist, bzw. du behauptest genauso homophil zu sein, wie Daesh behauptet, Muslimisch zu sein. Das ist in meinen Augen beides genau gleich verlogen.
      3 4 Melden
  • pamayer 16.06.2016 20:27
    Highlight Es wäre ja gelacht, wenn die muslimische tradition frei von homosexualität wäre, da diese ja nicht sozialisiert, sondern als solche einfach ist oder nicht ist. Nicht mehr und nicht weniger.
    29 1 Melden
  • Jasmine 16.06.2016 20:19
    Highlight Ja die schlimmen verlogenen doppelmoraligen Fundamentalisten jeglicher Coleur. Wie alle anderen Menschen nicht verlogen wären und keine Doppelmoral hätten. Dabei sind diese bekanntermassen noch viel schlimmer.
    9 16 Melden
    • axantas 16.06.2016 22:01
      Highlight und was willst du uns damit sagen? dass das ok ist, bzw. die fundamentalisten weniger schlimm als deine 'alle anderen'?
      16 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.06.2016 22:27
      Highlight axantas: Ich glaube, Jasmine meint es etwa so, wie es Freud ausgedrückt hat, "wer Homosexualität in Bausch und Bogen verdamme, bekämpfe damit nur seine eigenen homosexuellen Impulse".

      Überspitzt: Homophobe sind selber schwul.

      Oder generell: Wer mit der Moralkeule schwingt, der tut es oft, um sein eigenes unmoralisches Verhalten zu kaschieren.

      Für die Homophobie sehen Psychologen allerdings noch andere Ursachen, vorallem Ekel und Neid.

      http://www.welt.de/wissenschaft/article4946747/Psychologen-suchen-Gruende-fuer-Homophobie.html
      17 4 Melden
    • Too Scoop 17.06.2016 08:08
      Highlight Häufig ist es so, dass die, die am lautesten gegen etwas schreien, am meisten zu verbergen haben.
      9 1 Melden
    • Jasmine 17.06.2016 08:51
      Highlight LP Da hast du was falsch verstanden. JEDER Mensch ist verlogen und voller Doppelmoral. Am schlimmsten sind aber doch die, die mit Finger auf andere zeigen, in diesem Fall jene, die mit dem Finger auf Fundis zeigen.
      4 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.06.2016 13:00
      Highlight Jasmine: Ich habe dich schon richtig verstanden. Too Scoop bringt es m.E. auf den Punkt.

      Einerseits ist hier das Mass an Fingerzeig, bzw. die Lautstärke des "gegen etwas Schreien". Anderseits das Mass an Verlogenheit.

      Du behauptest: Je mehr das eine, umso mehr das andere. Immer!

      Too Scoop sagt nur: Häufig ist das so.

      Und du schlussfolgerst: Alle diejenigen, die Radikalen und Extremisten kritisieren und mit dem Finger auf sie zeigen, "sind bekanntermassen noch viel schlimmer".

      Ich hoffe, du bemerkst deinen Trugschluss.

      Häufig okay, aber "Alle" ist masslos übertrieben und einfach falsch.
      1 0 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 16.06.2016 19:18
    Highlight Es gibt auch sehr schöne homoerotische Liebesgeschichten zwischen Jungs in der Bibel.

    Zum Beispiel die Geschichte des Prinzen Jonatan und seiner leidenschaftlichen Freundschaft zum Hirtenjungen David.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Jonatan_%28Sohn_Sauls%29
    15 9 Melden
  • terribile 16.06.2016 18:31
    Highlight Leider ist es so, dass sich schwule Isamisten bedeckt halten und lieber heiraten als sich zu öffnen. Es gibt viele schwule Islam Gläubige - nur sind sie im Untergrund - oder erzählen sie seien Bisexuell - auch eine Schutzbehauptung. Begreiflich wenn man sieht was sich die sog. Imame erlauben.
    20 8 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.06.2016 19:08
      Highlight terrible: sei vorsichtig bei Begriffen.

      Es gibt Unterschiede zwischen Muslimen und Islamisten. Islamisten sind radikale Extremisten, die den Islam zur Rechtfertigung beliebiger Greueltaten missbrauchen. Es sind eben keine Muslime. Sie verhalten sich nicht nach den Regeln des Islams.

      Schwule/gläubige Muslime hadern mit ihrer Sexualität ganz ähnlich wie es schwule/gäubige Christen genau so tun. Es hängt letztlich vom Umfeld ab, vorallem dem familiären, wie einer mit seiner inneren Zerrissenheit umgehen kann oder darf, die ihm die äusseren Umstände aufzwingen.

      Mit Islam hat das wenig zu tun.
      34 18 Melden
    • Fabio74 16.06.2016 19:45
      Highlight Denke jeder Gläubige unabhängig der Religion hat ein Problem damit, und je nachdem wie die Familie "tickt" wirds fast unmöglich.
      19 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.06.2016 21:03
      Highlight Genau, Fabio74! Es geht nicht um Religion sondern wie das Umfeld "tickt". Das bringt's auf den Punkt. ;)

      Lässt man bei terribile die Religion weg, dann bleibt:

      "Leider ist es so, dass sich schwule (X) bedeckt halten und lieber heiraten als sich zu öffnen. Es gibt viele schwule (X) - nur sind sie im Untergrund - oder erzählen sie seien Bisexuell - auch eine Schutzbehauptung."

      Wie werden diese schwulen (X) innerhalb der LGBTQ-Gemeinden behandelt? Wird es respektiert, wenn jemand sich lieber bedeckt halten und ein Doppelspiel treiben will?

      Da wäre meines Erachtens ein Handlungsansatz.
      1 8 Melden
    • Ylene 16.06.2016 22:25
      Highlight Nennt mir nur 1 islamisches Land, dessen offizielle Rechtsgebung bez. Homosexualität Nordamerika oder Westeuropa ähnlich ist. Die LGBTs in sämtlichen islamischen Länder (und auch christlichen afrikanischen Ländern, Indien, etc) kommen nicht nur von ihrem direkten Umfeld unter die Räder, sondern auch von Gesetz wegen. Das ist Horror. Sowohl Koran inkl. Hadithen und Bibel sind so voller Widersprüche, dass damit alles von Mord bis Nächstenliebe gerechtfertigt werden kann in relig. Gesellschaften. Man muss nur selektiv Stellen auswählen und laut 'Ketzer' brüllen, wenn jemand was anderes sagt.
      20 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.06.2016 22:40
      Highlight Ylene: eigentlich wollte ich von diesem Religiösen wegkommen. ;)

      Ein islamisches Land mit mehr oder weniger Toleranz... hier: Indonesien.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_Indonesien

      Und zur Erinnerung, bis 1992 galten in der Schweiz homosexuelle Handlungen als "widernatürliche Unzucht" und waren für Unmündige (unter 20 Jahren!) verboten und wurden mit Gefängnis bestraft.

      Die Emanzipation ist auch in der Schweiz noch nicht lange her und auch noch lange nicht verwirklicht. Die anderen kritisieren ist einfach, aber evtl. nicht hilfreich, damit sie auch vorwärts machen.
      9 9 Melden
    • Mr. Kr 16.06.2016 22:57
      Highlight @Ylene, Kosovo ist ein islamisches Land und dort sind gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt.
      11 6 Melden
    • Ylene 16.06.2016 22:59
      Highlight @ Lorent: Besonders in islamischen Ländern bestimmt die Religion viel stärker den Alltag als bei uns, das kannst du nicht einfach ignorieren (wollen). In Indonesien (und auch der mal sehr toleranten Türkei) geht der Trend zur Akzeptanz aber leider wieder zurück und LGBTs werden wieder vermehrt angegriffen durch religiöse Spinner. Soll der Westen da einfach nichts sagen, weil wir auch erst relativ kürzlich tolerant geworden sind? Keine Toleranz gegenüber Intoleranz!
      9 2 Melden
    • Ylene 16.06.2016 23:04
      Highlight @ Mr. Kr: Auch nur auf dem Papier, google mal ein bisschen https://en.m.wikipedia.org/wiki/LGBT_rights_in_Kosovo
      7 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.06.2016 23:45
      Highlight Ylene: Die Intoleranz (nicht nur, aber auch gegen LGBTQs) nimmt weltweit zu, auch hier in der Schweiz! Völlig unabhängig von der Religion.

      Wenn ich die Berichterstattungen in den Medien und die Diskussionen in den Kommentarspalten verfolge, dann bekomme ich den Eindruck, dass die Religionen (insbesondere der Islam) den Alltag HIER (in der Schweiz!) viel stärker bestimmen, als zB. in der Türkei oder im Iran. Vermutlich ist auch dein Alltag stärker von Religion geprägt als der normale Alltag eines durchschnittlichen iranischen oder indonesischen Bürgers. Insofern stimme ich dir also nicht zu.
      5 6 Melden
    • Mr. Kr 17.06.2016 01:02
      Highlight @Ylene was soll das heissen auch nur auf dem Papier? Was soll ich googlen? Nach dem Gesetz dürfen gleichgeschlechtliche paare heiraten, sie werden weder verfolgt noch sonst was. Es gibt sehr viel Politiker die sich für die rechte dieser Menschen einsetzten. Es scheint als möchtest du einfach nur Hetze gegen den Islam betreiben.
      4 8 Melden
    • Ylene 17.06.2016 10:40
      Highlight @ Lorent: Du liest nebst CHer auch iranische und türkische Zeitungen / Kommentarspalten? Cool! Ich kann beim besten Willen kein Bsp. für deine Aussage finden, also Hopp. @ Mr. Kr: Möchtest du vielleicht im Anschluss noch ein wenig mit der Nazikeule rumwedeln? Nebst Wiki-Link oben guckst du hier http://www.slate.com/blogs/outward/2014/04/01/gay_in_kosovo_and_bosnia_herzegovina_laws_protect_lgbtq_people_but_they.html oder dann http://bfy.tw/6Jbp 😉 Und Indien sowie Christl. Afrikanische Länder habe ich oben auch erwähnt. Ich erwähne jetzt noch brav Kroatien als Negativ-Bsp. bez. Homo-Ehe. Happy?
      3 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.06.2016 12:40
      Highlight Ylene: Du scheinst sehr happy, wenn du dein eigenes hasserfülltes Weltbild verdängst, indem du überall sonst noch schlimmeres (als bei dir!) vermutest und auf allen anderen, nur nicht bei DIR, herumhackst. Das ist einfach plumpe Verdrängung. "Also Hopp!"

      Es läge an DIR, stichhaltige Beispiele zu nennen, weil du die unsinnigen Behauptungen in die Welt setzt.

      Wer derart wie du mit der Moralkeule um sich schwingt wie du, der hat mit sich selbst ein Problem.

      Und ja, ich konsumiere auch türkische, iranische und noch viele andere Medien. Das täte dir auch gut, um deine Vorurteile abzubauen.
      0 2 Melden
    • Fabio74 17.06.2016 13:02
      Highlight @Ylene zu beachten gilt, daas diese homophoben Gesetze in Indien, im Nahrn Osten und Afrika durch die ehemaligen Kolonialmächte gebracht wurden, die ihre Moral durchdrücken wollen
      2 0 Melden
    • Fabio74 17.06.2016 13:04
      Highlight @lorent: Toleranz gegenüber ungeouteten ist sicher vorhanden.Schwierig wirds mit einem ungeouteten eine Beziehung zu führen oder irgendwo in den Ausgang zu gehen,weil er nicht gesehen werden darf.
      Aber es gibt Anlaufstellen für solche Menschen
      2 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.06.2016 14:02
      Highlight Danke, Fabio74! Du verstehst mich. ;)

      Wer geht denn an solche "Anlaufstellen"? Der schwule (X) oder der Geoutete, dem dessen Doppelspiel zuwiderläuft, weil das sein Coming-Out praktisch rückgängig macht. Oder beide?

      Mir wäre eben lieber, wenn die LGBTQ-Gemeinden diese Probleme in der ganzen Breite diskutieren statt an "Anlaufstellen" auslagern würde.

      Die Ungeouteten gelten doch in den LGBTQ-Zirkeln eher als zweitklassig. Sie werden ständig zum Outing gedrängt. Oft werden Ungeoutete gegen ihren Willen von Geouteten "verraten". Die Toleranz gegenüber Ungeouteten scheint mir begrenzt.
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    • Ylene 17.06.2016 14:35
      Highlight @Fabio74: Ja, das ist leider so. Auch ein etwas aktuellerer tragischer Fall diesbezüglich ist Uganda, wo christliche Fundis wie Scott Lively die Rechtsgebung beeinflussen (diesbezüglich läuft aber in den USA ein Verfahren gegen ihn - hoffe, das setzt sich durch). @ Lorent: wenn ich deine Kommentare und meine vergleiche, bin ich einiges friedfertiger unterwegs u ich argumentiere auch besser. Du behauptest nur u machst persönliche Angriffe. Erlaube mir, dass ich jetzt auch persönlich werde - das ist schwach und einfach nur peinlich. Vielleicht wären die Kommentarspalten beim Blick was für dich?
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.06.2016 15:03
      Highlight Ylene, lenk bitte nicht mit Beleidigungen von deinem Irrtum ab. Du forderst: "Nennt mir nur 1 islamisches Land, dessen offizielle Rechtsgebung bez. Homosexualität Nordamerika oder Westeuropa ähnlich ist. "

      Ich habe dir Indonesien genannt, wo die meisten Muslime leben. Mr.K. nannte dir Kosovo. =2!

      Dann kommst du mit "Du behauptest nur und machst persönliche Angriffe". Sieh her!

      Ylenes falsche Behautpung/pers. Angriff:

      "Besonders in islamischen Ländern bestimmt die Religion viel stärker den Alltag als bei uns, das kannst du nicht einfach ignorieren (wollen)"

      Nimm dich selbst an der Nase!
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.06.2016 15:29
      Highlight Ylene, deine Behauptung:

      "Die LGBTs in sämtlichen islamischen Länder kommen nicht nur von ihrem direkten Umfeld unter die Räder, sondern auch von Gesetz wegen."

      Deine Behauptung mag für einige islamische Länder zutreffen, aber nicht "für sämtliche"! Gerade im muslimreichsten Land stimmt das nicht.

      Stur polterst du weiter: "Du liest auch iranische und türkische Zeitungen? Cool! Ich kann beim besten Willen kein Bsp. für deine Aussage finden, also Hopp."

      zB. da:

      http://www.hurriyetdailynews.com/so-gays-too-should-go-to-lab-to-check-their-turkishness.aspx?PageID=238&NID=100580&NewsCatID=398
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  • elco 16.06.2016 17:58
    Highlight Danke Watson für diesen gut recherchierten Beitrag. Daumen hoch! Es ist etwas vom interessantesten, wie sich das historisch entwickelt hat. Denn Homophobie ist ja letztlich etwas unnatürliches.
    36 8 Melden
    • The Host 16.06.2016 20:02
      Highlight Der Artikel ist vom Spiegel ;-)
      21 1 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 16.06.2016 15:51
    Highlight Schon an anderer Stelle war von "inkompatiblen Kreisen" die Rede. Es scheint mir aber törricht, sich auf den Islam zu fokussieren. Es gibt zB. auch viele LGBTQ- Jugendliche, die sich ebenso vom ICF angezogen fühlen.

    Aus einer Babtisten-Predigt: "Sind Sie traurig, dass heute 50 Pädophile gestorben sind? Oh, nein! Ich glaube, das ist grossartig. Ich glaube, das hilft der Gesellschaft. Ich glaube, Orlando/FL ist heute abend sicherer. Tragisch, dass nicht mehr von ihnen starben."

    http://sacramento.cbslocal.com/2016/06/13/sacramento-baptist-preacher-praises-orlando-gay-nightclub-attack/

    18 5 Melden
    • Citation Needed 16.06.2016 18:11
      Highlight Die 'inkompatiblen Kreise' hast Du wohl von mir.

      8-ung! Ich sage ja nicht, dass Islam, Christen, Republikaner, Moderne, Traditionalisten, etc. per se nicht miteinander können. Aber der Einzelne muss schon versuchen die Schnittstellen zu glätten, die in ihm zusammenlaufen.

      Das war auf den Orlando-Attentäter gemünzt, der es wahrscheinlich (viel wissen wir ja nicht) versäumt hatte, reinen Tisch zu machen und seine Widersprüche anzugehen..

      Gleichzeitig homophob sein und homosexuelle Neigungen verfolgen ist eine unmögliche Herausforderung..
      9 2 Melden
    • Citation Needed 16.06.2016 18:12
      Highlight PS: eigentlich geht es um die Verhärtung der Fundamentalisten jeder Couleur, die keine Kompromisse erlauben..
      6 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.06.2016 20:45
      Highlight genau, Citation Needed. Die "nicht miteinander kompatiblen Kreisen" habe ich von dir. Die Neutralität des Begriffs empfand ich angenehm. Die eher ungewollte Härte des Begriffs "Inkompatibilität" habe ich auch bemerkt.

      Es gibt in den LGBTQ-Gemeinden viele derart zerrissene Betroffene, weil sie unterschiedlichen Zirkeln angehören, mit unterschiedlichen, auf den ersten Blick unvereinbar erscheinenden Weltanschauungen.

      Ich meine, da sollten die LGBTQ-Gemeinde ansetzen: innerhalb der Gemeinden Brücken bauen. So eine Art Universeller Service Bus für ein heterogenes Netzwerk. ;)
      2 3 Melden
    • Citation Needed 16.06.2016 22:30
      Highlight Lorent.. überhaupt nicht ungewollt, angesichts dessen, was vorgefallen ist!!?
      Bin aber nach wie vor der Auffassung, dass Deine Kritik der Community in diesem Zus-Hang völlig deplaziert war. Homophobie ist bei der Mehrheitsgesellschaft ein grösseres Problem und nur weil jemand gewisse Neigungen verspürt ist er noch lange nicht NUR Interna. Die Verantwortung für Homophobie auch gleich noch den Homos anzulasten find ich schräg.
      5 2 Melden
    • Citation Needed 16.06.2016 22:35
      Highlight Fact is: die Zerrissenheit kommt aus der Unterdrückung, dagegen kämpft die Community nun wirklich an forderster Front.
      Lies mal die Kommentare anderswo (Watson ist heilig!!). Dauernd findet irgendwer, LGBTQ sei ein Angriff auf die Normalität, man solle gefälligst stillhalten, dann werde man auch geduldet. Zerrissen sind die durchaus auch von aussen her.
      Catch my drift?
      :-/
      7 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.06.2016 22:50
      Highlight Und wie ich das gecatcht habe, Citation Needed! ;) Es gibt auch gar nichts, was ich dir widersprechen will. Ich kann dir nur zustimmen. Ich habe mich vermutlich auch etwas missverständlich ausgedrückt.

      Ich mache nicht die Schwulen für die Homophobie verantwortlich, jedenfalls nicht mehr, als den Rest der "Mehrheitsgesellschaft".

      Ich "reklamiere" nur, dass innerhalb der LGBTQ-Gemeinde untereinander (!) auch häufig Ausgrenzungen und Diskriminierungen, und sogar Homophobie praktiziert werden, und die gleichen dreckigen Kommentare auftauchen, wie überall (ausser natürlich im heiligen Watson).
      3 1 Melden
    • Anam.Cara 17.06.2016 07:21
      Highlight zur Predigt dieses Baptisten...
      Die Bibel sagt: richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet.
      Keine Ahnung, was der Prediger ist. Christ scheint er auf jeden Fall nicht zu sein.
      3 0 Melden
    • Citation Needed 17.06.2016 07:23
      Highlight Ja dann! 🤓
      1 0 Melden
    • Citation Needed 17.06.2016 09:30
      Highlight Anam.Cara: fragt man sich wirklich.. Da stehen all diese schönen Dinge wie 'nur wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stei'n und 'Liebe Deinen nächsten' in der Bibel, aber diese Hassprediger suchen sich ein Sätzchen raus, das ihren Hass legitimiert und lassen all die andern Passagen, die ihn (den Hass) widerlegen, ja verurteilen würden, links liegen.
      5 0 Melden
    • Citation Needed 17.06.2016 09:35
      Highlight Lorent: mein 'nerdy-Klugscheisser'-Smiley wird hier scheinbar nicht unterstützt.. Wollte damit kundtun, dass diese Sache tricky ist und nur schwer zu umreissen, v.A. im Rahmen von 500 Zeichen nicht. Hab dich evtl. auch nicht ganz richtig verstanden im andern Thread..
      :-/
      2 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.06.2016 14:25
      Highlight Genau, Citation Needed. Die Sache ist tricky... ;)

      Ich behaupte, dass diese "inkompatiblen Kreise" auch innerhalb der LGBTQ-Community existieren (zB. ist Coming-Out unvereinbar mit Ungeoutet-Sein-Wollen).

      Ich plädiere dafür, dass die LGBTQ-Gemeinden natürlich auch Toleranz von der "Mehrheitsgesellschaft" einfordern, aber das sie in erster Linie die Intoleranz in ihren eigenen Reihen erkennen, und da versuchen, stabile Brücken zu bauen (die Schnittstellen zu glätten), um die Intoleranz in den eigenen Reihen abzubauen. Letztlich wäre das ein Vorbild (Prototyp) für die Mehrheitsgesellschaft.
      1 0 Melden
    • Citation Needed 17.06.2016 16:57
      Highlight Tja, da ist nichts zu machen, bin immernoch nicht einverstanden. Bzw. ich verstehe den Anspruch nicht..
      Natürlich gibt es innerhalb der Community inkompatible Kreise. Nur weil man gay ist, ist man ja nicht automatisch mit allen einig, die auch gay sind. Genauso gibt es heteros, die zu Nutten gehen und andere, die der eigenen Frau unbedingt treu sind. Die müssen sich ja auch nicht gegenseitig tolerieren. Wichtig ist, dass einer nicht Treue predigt und gleichzeitig rumhurt. Diese Abgrenzungsversuche funktionieren nicht, anhand eines Merkmals eine Gruppe annehmen.. tricky..
      1 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.06.2016 18:42
      Highlight Ich möchte es nicht als Anspruch verstanden wissen, Citation Needed, sondern nur als Vorschlag.

      Ghandi sagte einmal: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“

      Ich glaube eben, man kann die Welt ändern, wenn man bei sich selbst damit anfängt.

      Übertragen auf die LGBTQ-Bewegung, die mehr Toleranz wünscht, wäre es meines Erachtens angebracht, vorallem innerhalb der Gemeinden deutlich mehr Toleranz untereinander zu leben. Es scheint mir Erfolg versprechender, statt nur die Intoleranz in der "Mehrheitsgesellschaft" zu beklagen, sich zuerst um die eigene zu sorgen.
      1 0 Melden
    • Citation Needed 18.06.2016 13:52
      Highlight Ha, ich hab im Fall am selben Tag Geburtstag wie Ghandi! True fact, am 2. Oktober :-)
      Ja, den Splitter im Auge des andern beklagt man, den Balken im eigenen übersieht man; und soll jeder vor der eigenen Türe kehren, also bei sich anfangen. I fully agree.. Aber das gilt nun wirklich für alle.
      Ich versteh halt nicht, wieso man anlässlich dieses Attentats zum Abbau von Intoleranz in der Szene aufruft. War die in diesem Fall irgendwie ursächlich beteiligt? Aber ja, weniger Intoleranz ist immer gut..
      2 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 18.06.2016 21:57
      Highlight Ich werfe der Szene keine ursächliche Beteiligung vor, Citation Needed. Das ginge zuweit.

      Aber schau herum, es fällt doch auf:

      Wieviele Schwule aus der Szene hetzen gegen den Islam, ohne zu beachten, dass auch schwule Muslims unter ihnen sind? Die Szene würde ich dafür verantwortlich machen, denen zu erklären, dass "schwule" (LGBTQ-)Islamhetze letztlich schwulenfeindlich ist.

      Wieviele Christen, die noch nie als schwulenfreundlich aufgefallen sind, instrumentalisieren z.Z. den Kampf um LGBTQ-Rechte für ihre Islam-Hetze? Auch hier wäre m.E. die Szene verantwortlich, sich deutlich abzugrenzen.
      0 0 Melden
  • axantas 16.06.2016 15:49
    Highlight Immer wieder schockiert über die fundamentale Verlogenheit von Fundamentalisten jeglicher Couleur, die in der angesprochenen Religion ausgesprochen verbreitet ist und die unerträgliche Anmassung, jemanden sogar zu töten, der einer selbst zurechtgeschusterten Interpretation einer überlieferten Sage nicht genehm ist.
    34 1 Melden

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