Islam
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Fünf Verdächtige nach Massaker in Kenia festgenommen – Al-Shabaab droht mit einem «langen, schrecklichen Krieg»



Zwei Tage nach dem Massaker an einer Universität in Kenia hat die somalische Al-Shabaab-Miliz dem Land mit weiteren Anschlägen gedroht. In den Städten des ostafrikanischen Landes werde weiteres Blut fliessen, daran könnten keine Sicherheitsmassnahmen etwas ändern.

Die Bürger unterstützten die «gewaltsame Politik» ihrer Regierung. Den «Preis» dafür würden die Kenianer «mit Blut» bezahlen, hiess es in einer Erklärung der Miliz vom Samstag. Die Organisation mit Verbindungen zu Al-Kaida drohte mit einem «langen, schrecklichen Krieg.»

epa04689762 A Kenyan soldier stands on top of a tank in front of Garissa University in Garissa town, located near the border with Somalia, some 370km northeast of the capital Nairobi, Kenya, 02 April 2015. At least 15 people have been killed and some 60 were injured in an attack carried out by Somalia's Islamist militant group al-Shabab, according to local media reports.  EPA/DAI KUROKAWA

Die kenianische Armee sichert das Gelände um die Universität. Bild: DAI KUROKAWA/EPA/KEYSTONE

Behörden bestätigen fünf Festnahmen

Die kenianischen Behörden haben nach dem Massaker an einer Universität fünf Verdächtige festgenommen. Einer der Schützen wurde festgenommen, als er vom Tatort entkommen wollte. Drei weitere Verdächtige wurden auf der Flucht in Richtung Somali gefasst. 

Dies bestätigte Innenministeriumssprecher Mwenda Njoka am Samstag. Der Sender CNN hatte zunächst unter Berufung auf kenianische Medien die Festnahmen gemeldet. «Ich will keine weiteren Details nennen, denn die Bedrohung besteht weiterhin», sagte Njoka. «Eine Attacke dieser Grössenordnung ist viel komplexer, da sind mehr als nur zwei, drei oder fünf Leute daran beteiligt.»

epaselect epa04691137 A Kenyan forensics officer looks at a damaged wall and shattered windows caused by bullets inside the Garissa University compound, in Garissa, near the border with Somalia, some 370km northeast of the capital Nairobi, Kenya, 03 April 2015. Kenyans were struggling 03 April to come to terms with the terrorist attack of the Somali Islamist group al-Shabaab on the university campus in Garissa, that killed 147 people. The 16-hour siege in which the Islamist group was gunning down students who they identified as Christians because they were unable to recite verses from the Koran, ended with the killing of the four terrorists.  EPA/DANIEL IRUNGU

Beim Massaker an der kenianischen Universität starben 148 Menschen. Bild: DANIEL IRUNGU/EPA/KEYSTONE

Gezielt christliche Studenten getötet

Mindestens vier Kämpfer der islamistischen Miliz aus Somalia hatten am Donnerstag eine Universität im kenianischen Garissa gestürmt, 148 Menschen ermordet und sich anschliessend selbst getötet. Bei ihrem Massaker hatten die Extremisten gezielt christliche Studenten ums Leben gebracht. 

Ihr Angriff richtete sich gegen die Beteiligung Kenias an einer afrikanischen Friedenstruppe, die sich um eine Stabilisierung der Lage in Somalia bemüht. (lhr/sda/afp/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 04.04.2015 11:02
    Highlight Highlight Man muss sich auch in Afrika zusammentun um gemeinsam die Probleme zu lösen. Das kann nur von innen geschehen. Das Feindbild des ausbeutenden Westens sollte in produktives und eigenverantwortliches Handeln umgewandelt werden und die Kultur der ewigen Hilfebedürftigkeit ablösen. Die Religion des Islam hat ein Reformproblem und man kann nicht mehr sagen, der Islam hätte all den Gräueltaten nichts zu tun.
    Wenn ein Staat sich zur Abkehr von Staatsreligion bekennt sollte er die Weltgemeinschaft um Hilfe bitten können.
    5 0 Melden
    • zombie1969 04.04.2015 11:29
      Highlight Highlight Teil2) Die Staaten, die im Gestern verharren und ihre Macht hinter der Religion verbergen, müssen geächtet werden. Es sind die korrupten Regime, die die Menschen durch die Religion in Dummheit halten. Der Islamismus bietet zumindest die Chance den Fokus auf dieses Problem zu richten und Reformen in Gang zu setzen. Dies aber in den Ländern und nicht von aussen. Geschieht das nicht bald, wird die Flüchtlingswelle gen Westen Dimensionen annehmen, die nicht mehr beherrschbar sind. Europa sollte sich nicht als Insel sehen und seine Grenzen öffnen in Zeiten, wo die halbe Welt im Chaos versinkt.
      6 0 Melden

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