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US-Vizepräsident in der Türkei

USA kündigen Millionenhilfe für syrische Flüchtlinge an



US-Vizepräsident Joe Biden hat bei seinem Türkeibesuch eine weitere Millionenhilfe für die vom Bürgerkrieg betroffene syrische Bevölkerung angekündigt. Die Summe von 135 Millionen Dollar sei für Flüchtlinge im eigenen Land wie auch in Nachbarländern wie der Türkei bestimmt, teilte das Weisse Haus am Samstag in Washington mit.

Bei einem mehr als dreistündigen Treffen sprach Biden in Istanbul mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auch über die Lage in Syrien. Die USA wünschen sich von Ankara ein stärkeres Engagement im Kampf der internationalen Gemeinschaft gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Washington fordert unter anderem, dass die Türkei den Stützpunkt Incirlik für Luftangriffe gegen die Extremisten in Syrien und Irak zur Verfügung stellt. Ankara macht zur Bedingung für ein stärkeres militärisches Engagement, dass auch der Sturz von Syriens Machthaber Baschar al-Assad Ziel der Anti-IS-Koalition sein müsse. Die Türkei verlangt die Einrichtung von Flugverbots- und Sicherheitszonen in Syrien.

Über 900 Tote

Bei den internationalen Luftschlägen gegen islamische Extremisten in Syrien wurden nach Angaben von Aktivisten innerhalb von zwei Monaten mehr als 900 Menschen getötet. 

Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag erklärte, kamen seit Beginn der Luftschläge am 23. September innerhalb von 60 Tagen 785 meist ausländische Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und 72 Kämpfer der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front ums Leben. Getötet worden seien aber auch 52 kurdische Kämpfer oder Zivilisten – darunter auch acht Kinder

Die Zahl der toten IS-Anhänger könnte den Angaben nach noch deutlich höher sein, da der Zugang zu einigen der bombardierten Gebieten für die Informanten vor Ort schwierig sei. Die von den USA angeführte Koalition fliegt im Norden und Osten Syriens sowie im Irak Luftangriffe auf Dschihadisten. (dsc/sda/dpa)

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«Gewalt ist für mich kein Grund zu stoppen» – Schweizer Kriegsfotograf über den «IS»

Der Westschweizer Matthias Bruggmann war mehrmals in Syrien. Seine Bilder im Musée de l’Elysée in Lausanne zeugen von der Gewalt und von der Normalität in einem Land im Krieg. Vor dem Inhalt der Ausstellung wird gewarnt.

Am Eingang hängt ein Schild, das vor dem Inhalt der Ausstellung warnt. Junge oder unvorbereitete Personen könnten verstört werden. Dann folgt pro Wand ein Bild.

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