Islamischer Staat (IS)
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Shamima Begum kann nicht zurück nach England. screenshot twitter/MartinDaubney

Britische Staatsbürgerschaft entzogen – doch jetzt soll die IS-Frau nach Holland



Ein niederländischer IS-Kämpfer, der in Syrien die Britin Shamima Begum geheiratet hat, will die junge Frau mit dem gemeinsamen Kind in die Niederlande bringen. Das sagte Yago Riedijk der britischen BBC in einem am Sonntag gesendeten Interview.

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Yago Riedijk Bild: screenshot twitter/Jamken22

Die britische Regierung hatte Begum zuvor die Staatsbürgerschaft aberkannt und damit ihre Bitte um Rückkehr nach Grossbritannien abgelehnt.

Die Frau und ihr Kind befinden sich in einem Flüchtlingslager in Nordostsyrien, Riedijk sitzt laut BBC in einem kurdischen Gefangenenlager in derselben Region. Der 27-Jährige muss wegen seines Einsatzes bei der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bei einer Rückkehr in die Niederlande mit einer Verurteilung zu einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen. Die IS-Miliz, die zeitweise grosse Teile Syriens und des Iraks kontrollierte, hat fast ihr gesamtes Territorium verloren.

Begum hatte sich im Alter von 15 Jahren gemeinsam mit Mitschülerinnen der IS-Terrormiliz in Syrien angeschlossen. Kurz darauf habe sie noch als Jugendliche Riedijk geheiratet. Vier Jahre später wollte sie heimkehren, um die Überlebenschancen ihres neugeborenen Kindes zu erhöhen. Es war unklar, ob die Heirat in Syrien in den Niederlanden anerkannt würde.

Der Anwalt der Familie in Grossbritannien, Tasnime Akunjee, hatte die Entscheidung der Regierung in London im Februar als «sehr enttäuschend» bezeichnet. Menschen dürften nicht durch eine solche Ablehnung staatenlos werden. Begum sei zwar in Bangladesch geboren, habe aber nur einen britischen Pass. (sda/dpa)

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Paul_Partisan 04.03.2019 10:29
    Highlight Highlight Der Entzug der britischen Staatsbürgerschaft ist schlussendlich ein Schlag ins Gesicht der Kurden. Europa entzieht sich der Verantwortung und lässt die Kurden alleine mit (auch europäischen) IS-Schergen. Es bräuchte nun dringend ein UN-Tribunal in dieser Sache. Und Europäische Staaten sollen Ihre Bürger zurücknehmen und die Strafen vollstrecken. Alles andere ist eine Zumutung für jene, die ihr Leben im Kampf gegen diese Monster riskiert haben.
    • SeboZh 04.03.2019 11:13
      Highlight Highlight Also Abschiebungen sollen mal toleriert werden? Aber nur nach Europa?
    • Rabbi Jussuf 04.03.2019 11:18
      Highlight Highlight Die beste Antwort wäre ein Tribunal vor Ort. Das müsste von der Staatengemeinschaft installiert werden.
      Die Zurücknahme in die Herkunftsländern ist mit zu vielen Problemen verbunden und nur als allerletztes Mittel zu betrachten.
    • Paul_Partisan 04.03.2019 13:39
      Highlight Highlight @Rabbi: bin grundsätzlich einverstanden. Ich sehe allerdings Probleme bei der Vollstreckung der Urteile. Es müsste das Ziel sein, die ehemaligen IS-Kämpfer zu sozialisieren und wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Sonst werden diese in einigen Jahren aus der Haft entlassen und plötzlich haben wir in Syrien wieder einige tausend, möglicherweise im Gefängnis zusätzlich radikalisierte, Islamisten auf freiem Fuss.
      Und ich bezweifle dass einerseits die finanziellen Mittel für eine solche Reintegration, noch der Wille dafür vorhanden ist.
      Und Hinrichtungen können keine Option sein.
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 04.03.2019 08:32
    Highlight Highlight Ja, Holland ist gut. Am besten gleich nach Den Haag ans Kriegsverbrechertribunal.
  • runner 04.03.2019 07:31
    Highlight Highlight Die niederländischen Steuerzahler werden sich bedanken für solche Migranten: Dort beträgt schon der niedrige Mehrwertsteuersatz (z.B. auf ale Lebensmittel) 9%, der hohe 21%!
  • Denk-mal 04.03.2019 07:13
    Highlight Highlight @Stratford-upon-Avon

    Exakt.- Das Nichtwissen...., ja da kommt mir immer der Nürnbergerprozess in den Sinn, die obersten Angeklagten wussten damals auch von nichts.
    • malu 64 04.03.2019 12:40
      Highlight Highlight Aber die meisten Deutschen von damals ahnten etwas oder waren Mitwisser. Nach dem Krieg leiden alle an Gedächtnisschwund.
  • Stratford-upon-Avon 04.03.2019 00:59
    Highlight Highlight Die ISIS hat schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Anstatt Verständnis für «Ich wusste nichts davon, ich war Küchengehilfe»-Dschihadisten zu zeigen, sollten sich die Medien viel mehr für die zahlreichen Opfer dieser Monster interessieren.
    • redeye70 04.03.2019 12:33
      Highlight Highlight Starker Kommentar! Mir geht dieses wehleidige Klagen der IS-Anhänger gewaltig auf den Sack.
    • supremewash 04.03.2019 23:56
      Highlight Highlight Bin voll bei dir! ABER Europa ist dennoch verpflichtet, seine Staatsbürger zurückzunehmen und selbst zu bestrafen.


  • Neruda 04.03.2019 00:21
    Highlight Highlight Spielt immer noch keine Rolle, ob sie den bangladeschischen Pass hat oder nicht! Sie hat das Bürgerrecht und somit auch Anrecht auf einen Pass. So waren halt die Briten schneller als die Bangladeschis. Und die Hochzeit, welche von irgendwelchen Scharlatanen in der syrischen Wüste durchgeführt wurde, wird wohl kein anständiges Land anerkennen. Ich kann mich ja auch nicht auf einem isländischen Vulkan von irgendwelchen Naturgötteranbetern vermählen lassen und dann dass Gefühl haben, in der Schweiz muss das akzeptiert werden 😁
    • Baccaralette 04.03.2019 07:59
      Highlight Highlight ..zumal sie ja da noch nicht mal volljährig gewesen ist und dazu die Einverständniserklärung der Eltern vorliegen muss.
    • who cares? 04.03.2019 08:06
      Highlight Highlight Yay schieben wir unsere Probleme nach Bangladesh ab. Voll fair. Aus den Augen aus dem Sinn. Das Kind wird dort sicher auch super aufwachsen.
    • Oh Dae-su 04.03.2019 08:57
      Highlight Highlight Bangladesch bestreitet jedoch vehement, dass Begum das Bürgerrecht von Bangladesch besitzt. Man hat auch schon angekündigt, dass man sie nicht einreisen lassen werde, sollte sie versuchen, nach Bangladesch zu gehen.
      De facto ist Begum jetzt also staatenlos, was nach Britischem Recht illegal ist.
      Ich habe daher meine Zweifel, dass der Entzug der Staatsbürgerschaft vor den Gerichten Bestand haben wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • YoZeF 04.03.2019 00:10
    Highlight Highlight Auch wenn ich den IS verachte, keine 15 jährige weiss was sie tut.
    • azoui 04.03.2019 07:41
      Highlight Highlight @Yo, aber alsl jetzt 18-, oder 19 Jährige weiss sie, dass sie nichts bereute und es wieder tun würde.
    • Stratosurfer 04.03.2019 08:11
      Highlight Highlight Ich bitte um etwas mehr Empathie für die Opfer. Durch Ihre Ansicht nehmen Sie unbelehrbare Täter in Schutz. Die Frau ist heute volljährig und sagt „Ich bereue nichts“. Sie weiss also sehr genau was sie tat und erneut tun würde.
    • Xonco aka. The Muffin Man - Eingebünzelt 04.03.2019 08:48
      Highlight Highlight Die Opfer der 15 Jährigen?

      All das arme Gemüse & Fleisch das sie zubereiten musste.

      Ganz ehrlich, ob dieser Schandtat erreiche ich ein neues Level der Frustration.
    Weitere Antworten anzeigen
  • brudi 04.03.2019 00:03
    Highlight Highlight Beide Elternteile sollten, und werden , wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verurteilt werden. Sie will zurück und das Leben ihres Kindes zu schützen. Nicht weil sie die Gesinnung gewechselt hat. Das arme Kind würde radikalisiert werden. Wieder einmal ist das Kind der größte Verlierer.

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