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FILE - In this photo taken Monday, June 23, 2014, fighters from the Islamic State group parade in a commandeered Iraqi security forces armored vehicle down a main road at the northern city of Mosul, Iraq.  Islamic State militants have abducted at least 70 Assyrian Christians, including women and children, after overrunning a string of villages in northeastern Syria, two activist groups said Tuesday, Feb. 24, 2015. (AP Photo/File)

Juni 2014: IS-Kämpfer fahren durch eine Hauptstrasse in Mossul. Bild: UNCREDITED/AP/KEYSTONE

IS-Führer al-Bagdadi vor Ort

IS fürchtet Befreiung ihrer Hochburg Mossul und zieht Verteidigungs-Graben 



Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bereitet sich nach einem irakischen Medienbericht intensiv auf einen geplanten Angriff der Armee auf Mossul vor. Die Arbeiten zur Befestigung der nordirakischen Millionenstadt seien in vollem Gange.

So seien die Extremisten dabei, rund um Mossul einen Verteidigungsgraben zu ziehen, meldete die Nachrichtenseite Shafaaq News am Mittwoch unter Berufung auf Augenzeugen. Zudem hätten sie alle Zementmauern, die bisher Gebäude schützten, an die Einfahrtsstrassen gebracht.

Die Extremisten hatten Mossul im vergangenen Juni überrannt. Die Stadt rund 400 Kilometer nördlich von Bagdad gilt als wichtigste IS-Hochburg im Irak. Wegen ihrer Ölraffinerien ist sie von grosser strategischer Bedeutung. Laut Shafaaq News gibt es zudem Hinweise darauf, dass sich IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi in Mossul aufhält.

A man purported to be the reclusive leader of the militant Islamic State Abu Bakr al-Baghdadi has made what would be his first public appearance at a mosque in the centre of Iraq's second city, Mosul, according to a video recording posted on the Internet on July 5, 2014, in this still image taken from video. There had previously been reports on social media that Abu Bakr al-Baghdadi would make his first public appearance since his Islamic State in Iraq and the Levant (ISIL) changed its name to the Islamic State and declared him caliph. The Iraqi government denied that the video, which carried Friday's date, was credible. It was also not possible to immediately confirm the authenticity of the recording or the date when it was made. REUTERS/Social Media Website via Reuters TV (IRAQ - Tags: POLITICS) ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE CONTENT OF THIS VIDEO, WHICH HAS BEEN OBTAINED FROM A SOCIAL MEDIA WEBSITE

Der IS-Führer al-Bagdadi soll sich aktuell in Mossul aufhalten. Bild: REUTERS TV/REUTERS

Die irakische Armee bereitet sich derzeit auf eine Offensive vor, mit der sie Mossul befreien will. Sollte der IS die Stadt verlieren, wäre das ein entscheidender Rückschlag für die Extremisten. Ein Sprecher des US-Zentralkommandos hatte vor einigen Tagen erklärt, die Angriffe sollten im April oder Mai beginnen. Die irakische Regierung reagierte verärgert auf die Nennung dieses genauen Datums.

Peschmerga erobern Dörfer in Nordostsyrien

In der nordostsyrischen Provinz Hassaka, die an den Irak grenzt, waren derweil kurdische Milizen bei ihrer Offensive gegen den IS erfolgreich. Die Peschmerga-Kämpfer hätten seit Samstag 70 Dörfer in der Provinz erobert, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Mindestens 132 IS-Kämpfer seien getötet worden. 

Die Soldaten der kurdischen Peschmerga sorgen dafür, dass die Kurden-Region im Nordirak relativ sicher ist. Deshalb sind sie in der Bevölkerung Helden. Ein Mädchen hat sich in Erbil als Peschmerga-Kämpferin verkleidet.

Die Soldaten der kurdischen Peschmerga sorgen dafür, dass die Kurden-Region im Nordirak relativ sicher ist. Deshalb sind sie in der Bevölkerung Helden. Ein Mädchen hat sich in Erbil als Peschmerga-Kämpferin verkleidet.  Bild: PHILIPP SCHMIDLI | FOTOGRAFIE

Die Kurden hatten die Offensive in Hassaka am Wochenende begonnen. Unterstützt werden die Peschmerga von der US-Luftwaffe. Der Nordosten Syriens ist im Kampf gegen die IS von strategischer Bedeutung, weil die Region an irakisches Territorium grenzt, das die Extremisten ebenfalls kontrollieren. 

(sda/dpa/reu)

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