Islamischer Staat (IS)
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Familie Foley gründete eine Stiftung für Entführungsopfer und Krisenreporter.

Stiftung gegründet

Foleys Familie soll wegen Lösegeldsammlung von US-Behörden unter Druck gesetzt worden sein

Die Familie des von Dschihadisten in Syrien getöteten US-Journalisten James Foley hat eine Stiftung gegründet, um Entführungsopfer und US-Krisenreporter zu unterstützen. Den US-Behörden wirft sie Nötigung vor.

In ganzseitigen Zeitungsanzeigen und einer Website machte sie auf die Stiftung aufmerksam. Sie rief zu Spenden auf, um zu unterstützen, wofür sich ihr Sohn sein Leben lang eingesetzt habe. «Jim ist nicht umsonst gestorben. Bitte helfen Sie uns, auf seinem Vermächtnis etwas aufzubauen», schrieben die Eltern.

Sie wiederholten zudem ihre Kritik am Umgang der Regierung mit Geiselnahmen: Sie hätten wie die Familien vieler anderer US-Geiseln «die verheerenden Folgen einer inkonsistenten, undurchsichtigen und unverantwortlichen Politik von Regierungen bei Geiselnahmen erfahren», hiess es auf der Website. «Das muss sich ändern.»

US-Regierung weist Vorwürfe scharf zurück

Die US-Regierung wies die Vorwürfe der Familie indes zurück. Foleys Rückkehr und Befreiung sei bis zuletzt eine «Priorität» für Washington gewesen, sagte ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama am Freitag. Es sei konsequente US-Politik, kein Lösegeld zu zahlen, weil dadurch mehr Menschen in noch grössere Gefahr gerieten.

FILE - In this November 2012, file photo, posted on the website freejamesfoley.org, shows American journalist James Foley while covering the civil war in Aleppo, Syria. In a horrifying act of revenge for U.S. airstrikes in northern Iraq, militants with the Islamic State extremist group have beheaded Foley — and are threatening to kill another hostage, U.S. officials say. (AP Photo/freejamesfoley.org, Nicole Tung, File) NO SALES

Diese Aufnahme entstand im November 2012: James Foley berichtet über den Bürgerkrieg in Syrien aus Aleppo. Das war kurz vor seiner Entführung durch Dschihadisten. Bild: AP/freejamesfoley.org

Überdies habe Obama «jedes Mittel zu seiner Verfügung» genutzt, um den Journalisten zu befreien, darunter auch einen «hoch riskanten» Militäreinsatz, sagte er weiter. Im US-Sender CNN hatte Foleys Familie auch davon berichtet, dass sie vor juristischen Massnahmen gewarnt worden sei, sollte sie versuchen, Lösegeld aufzutreiben. Auch das wiesen die USA zurück.

Bewaffnete Männer hatten den 40-jährigen James Foley im November 2012 im Norden Syriens verschleppt. Auf einem im August ins Internet gestellten Video ist zu sehen, wie ein vermummter Kämpfer der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) Foley enthauptet. Der Journalist war für die Website «Globalpost», die Nachrichtenagentur AFP und andere Medien tätig. (oku/sda/afp)



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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • syknows 13.09.2014 19:32
    Highlight Highlight ups, da war mein Kommentar wohl zu lang.
    ... Ich zitiere Regierungssprecherin Bouthaina Shaaban wörtlich: "James Foley wurde von der Freien Syrischen Armee verhaftet und dann an ISIS verkauft. Sie können bei der UNO nachfragen... James Foley wurde vor einem Jahr getötet und nicht jetzt. Die Bilder sind erst jetzt veröffentlicht worden, aber er wurde vor einem Jahr getötet. Wir haben diese Informationen und die UNO hat diese Informationen genauso."
  • syknows 13.09.2014 10:16
    Highlight Highlight Syrischen Quellen zufolge wurde Foley bereits vor einem Jahr getötet. Experten zweifeln (gemäss Times und Telegraph) gar die Echtheit des Videos an. Diese Exekution wird aber gerne von den USA als Vorwand genommen, wieder im Irak aktiv zu werden und endlich (!) Syrien angreiffen zu können. Wenn auch nur mit Luftschlägen und bewaffnung der Oppositionellen. Die Brutkastenlüge ist noch nicht allzu lange fern...
    • Petar Marjanović 13.09.2014 12:29
      Highlight Highlight Können Sie mir die «syrischen Quellen» nennen?
    • syknows 13.09.2014 17:24
      Highlight Highlight @petar.marjanovic: Bitte entschuldigen sie die fehlende Quellenangabe; Ich war in Eile. Ich zitiere Regierungssprecherin Bouthaina Shaaban wörtlich: <<James Foley wurde von der Freien Syrischen Armee verhaftet und dann an ISIS verkauft. Sie können bei der UNO nachfragen... James Foley wurde vor einem Jahr getötet und nicht jetzt. Die Bilder sind erst jetzt veröffentlicht worden, aber er wurde vor einem Jahr getötet. Wir haben diese Informationen und die UNO hat diese Informationen genauso.>>

      http://www.infowars.com/syrian-government-james-foley-killed-a-year-ago/

       

      Times: http://www.thetimes.co.uk/tto/news/uk/article4186089.ece

      Telegraph : www.telegraph.co.uk/journalists/bill-gardner/11054488/Foley-murder-video-may-have-been-staged.html

       

      @Jaing: Welche Theorie ist gemeint? Die Brutkastenlüge ist erwiesen wie andere Lügen der US-Regierung ebenfalls (teils schwerwiegende: googeln sie doch mal,  was der Auslöser des Vietnam- und Irakkriegs war). Noch dazu mit offiziellen US-Dokumenten. Daran gibt es nichts zu rütteln. Nach Syrien Iran, so siehts leider aus meiner Meinung nach. Das ist eine Theorie, Ja. Und die bilde ich anhand der Fakten, die existieren.

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