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Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen einen Luftschlag in der Provinz Idlib, die vorwiegend von der islamistisch dominierten Dschaisch-al-Fatah-Allianz kontrolliert wird.<br data-editable="remove">
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen einen Luftschlag in der Provinz Idlib, die vorwiegend von der islamistisch dominierten Dschaisch-al-Fatah-Allianz kontrolliert wird.
Bild: AP/Russian Defense Ministry Press Service

Reuters-Analyse zeigt: Angeblich gilt nur jeder fünfte russische Luftschlag in Syrien dem IS

21.10.2015, 20:00
Mehr «Islamischer Staat (IS)»

Nur etwa jeder fünfte nachverfolgbare russische Luftangriff in Syrien gilt der IS-Terrormiliz. Zu diesem Ergebnis gelangt die Nachrichtenagentur Reuters nach einer Auswertung von Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau sowie eines Online-Archivs russischer Militärlandkarten.

Demnach hat Russland 64 Positionen konkret benannt, die seit den ersten Luftschlägen vor drei Wochen von seiner Luftwaffe angegriffen wurden. Davon befanden sich maximal 15 in Gebieten, die der Islamische Staat (IS) kontrolliert. Dies ergibt sich unter Heranziehung einer Zusammenstellung der Denkfabrik ISW von Standorten rivalisierender Gruppen in Syrien.

Russland weist westliche Vorwürfe zurück

Insgesamt hat die russische Luftwaffe seit dem 30. September über 780 Einsätze gegen fast 800 Ziele in Syrien geflogen. Die Reuters-Analyse bezieht sich nur auf Einsatzorte, die vom russischen Verteidigungsministerium als Ziele der Luftwaffe konkret namentlich ausgewiesen wurden. Seit Montag griffen die Kampfjets sechs benannte Stellungen an, von denen laut der Reuters-Analyse keine einzige in IS-kontrollierten Gebieten lag.

Russische Vertreter haben Vorwürfe zurückgewiesen, wonach mit dem Militäreinsatz in erster Linie Syriens Präsident Baschar al-Assad gestützt werden soll. Sie haben mehrfach betont, den IS ins Visier zu nehmen, aber auch andere Gruppen, die sie ebenfalls als islamistische Terroristen einstufen. (tat/sda/reu)

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