Islamischer Staat (IS)
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Yazidis released by Islamic State group militants rest sitting by Kurdish soldiers as they arrive in Kirkuk, 180 miles (290 kilometers) north of Baghdad, Iraq, Wednesday, April 8, 2015. The Islamic State group released more than 200 Yazidis on Wednesday after holding them for eight months, an Iraqi Kurdish security official said, the latest mass release of captives by the extremists. (AP Photo)

Freigelassene Jesiden gut 200 Kilometer nördlich von Bagdad Bild: Uncredited/AP/KEYSTONE

IS lässt mehr als 200 Jesiden im Irak frei 



Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat offenbar mehr als 200 Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden Monate nach ihrer Verschleppung wieder freigelassen. Bei ihnen seien 227 Jesiden angekommen, darunter Frauen und Kinder, sagte ein kurdischer Kommandant in der nordirakischen Provinz Kirkuk am Mittwoch. 

Der IS hatte bei seiner Offensive im Nordirak im vergangenen Sommer tausende Jesiden getötet oder gefangengenommen. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden hunderte, wenn nicht tausende jesidische Frauen als Ehefrauen an Dschihadisten verkauft oder als Sexsklavinnen missbraucht. 

Laut einem im März veröffentlichten Bericht des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte hat der IS das Ziel, «die Jesiden als Gruppe zu zerstören». Die religiöse Minderheit hat einen eigenständigen monotheistischen Glauben. Die Jesiden leben vorwiegend im Nordirak und sind mehrheitlich ethnische Kurden. Von der IS-Miliz und anderen militanten Sunniten werden sie als «Teufelsanbeter» verfolgt.

epa04695697 Kurdish peshmerga soldiers help an elderly Yazidi man at the entrance of a checkpoint in Kirkuk after their release by the Islamic State (IS) militant group near Kirkuk, northern Iraq, 08 April 2015. According to reports, Islamic State extremist group in Iraq released 216 Yazidis who had been held captive since last year. The group released largely consisted of women, children and the elderly. The Islamic State group attacked the Yazidi minority last year, taking hundreds of people hostages, including women allegedly used as sex slaves.  EPA/STR

Kurdische Soldaten kümmern sich um einen älteren Mann Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Internationaler Strafgerichtshof kann nicht gegen IS ermitteln 

Der Internationale Strafgerichtshof kann derzeit keine Ermittlungen gegen die Terrormiliz IS aufnehmen. Das Gericht sei dazu nicht befugt, erklärte Chefanklägerin Fatou Bensouda am Mittwoch in Den Haag. 

Syrien und der Irak, wo die meisten Verbrechen begangen worden seien, seien keine Vertragsstaaten des Gerichts. «Daher sind zur Zeit die Aussichten begrenzt, gegen die Hauptverantwortlichen in der IS-Führung zu ermitteln und sie zu verfolgen», erklärte Bensouda. 

Das Weltstrafgericht hat nach Angaben der Anklägerin seit Sommer 2014 zahlreiche Informationen über Verbrechen von IS-Kämpfern erhalten. «Es sind Berichte über Verbrechen von unbeschreiblicher Grausamkeit», so Bensouda - etwa Massenhinrichtungen, sexuelle Versklavung, Vergewaltigung, Folter und Verstümmelung. 

Das Weltstrafgericht darf nach seinen Statuten nur Verbrechen verfolgen, die auf dem Boden eines Vertragsstaates beziehungsweise von einem Staatsbürger dieser Länder begangen wurden. Die meisten politischen und militärischen Führer des IS sind nach Angaben von Bensouda irakische oder syrische Staatsbürger. (jas/sda/dpa/afp) 

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

40 Prozent der Schweizer Dschihadisten leben von der Fürsorge

Rund 40 Prozent der 130 dschihadistisch radikalisierten Personen in der Schweiz beziehen Fürsorgeleistungen. Das zeigt eine am Mittwoch publizierte Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) .

Dschihadistische Radikalisierung betrifft in der Schweiz mehrheitlich junge Männer aus der Agglomeration mit tendenziell niedrigem Bildungsstand und geringer Arbeitsintegration. Einige von ihnen sind zudem mit sozialen und psychischen Problemen konfrontiert und hatten bereits vor …

Artikel lesen
Link zum Artikel