Islamischer Staat (IS)
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A Lebanese army soldier inspects a rifle at the Rafik Hariri International Airport in Beirut, Lebanon, Friday, Aug. 29, 2014. The United States has delivered the first shipment of weapons to Lebanon to help bolster its military as it faces a growing threat from Islamic militants amid the fallout from neighboring Syria's civil war. (AP Photo/Bilal Hussein)

Ein libanesischer Soldat begutachtet ein Gewehr, das die USA im August gegen die Terrormiliz Islamischer Staat geliefert haben. Neu sollen auch syrische Rebellen Waffen erhalten. Bild: Bilal Hussein/AP/KEYSTONE

Operation kann beginnen

US-Kongress erlaubt Bewaffnung und Ausbildung syrischer Rebellen

19.09.14, 02:07 19.09.14, 14:08

Der US-Kongress hat dem Militär genehmigt, die moderaten Rebellen in Syrien für den Kampf gegen die Terrormilz Islamischer Staat (IS) zu bewaffnen und auszubilden. Wie das Abgeordnetenhaus folgte am Donnerstag auch der Senat einem Ersuchen von Präsident Barack Obama.

78 Senatoren stimmten dafür, 22 dagegen. Damit kann Obama das Gesetz unterschreiben und in Kraft treten lassen. Dieser bedankte sich für den politischen Rückhalt und die zügige Abstimmung beider Kammern.

Zustimmung bei Republikanern

«Dies ist die letzte, beste Chance, die wir haben, um IS zurück in die Kiste zu tun, damit sie im Nahen Osten keinen verheerenden Schaden anrichten», sagte der Republikaner Lindsey Graham in der mehrstündigen Debatte, und bezeichnete den Schritt als überfällig. «Lieber zu spät als nie», sagte Senator Marco Rubio.

Die Trainingsmission des Militärs wird nach Angaben von Pentagonchef Chuck Hagel pro Jahr 500 Millionen Dollar kosten. Damit könnten jährlich 5000 oppositionelle Kräfte ausgebildet und bewaffnet werden. 

Zunächst wollen die USA kleinere Waffen, Fahrzeuge und einfache Ausrüstung liefern. Wenn sich die Rebellen im Kampf bewähren, sollen modernere Waffensysteme folgen. Das Geld soll durch Umschichtungen im Verteidigungshaushalt verfügbar gemacht werden.

Gegen IS und Assad

Die moderaten Rebellen kämpfen in Syrien zugleich gegen den IS und gegen die Truppen von Präsident Baschar al-Assad. Das Training soll nach Angaben der US-Regierung in Saudi-Arabien stattfinden.

«Dies wird nicht über Nacht geschehen», mahnte der Demokrat Robert Menendez, Vorsitzender im Aussenausschuss der Parlamentskammer. Doch im Kampf gegen IS gebe es neben der Zusammenarbeit mit den Rebellen nur die Alternative, US-Bodentruppen zu schicken, was ausgeschlossen sei. 

Die US-Regierung macht damit eine Kehrtwende. In den ersten drei Jahren des syrischen Bürgerkriegs stand sie Forderungen nach Waffenlieferungen für die Opposition sehr zurückhaltend gegenüber. Das Weisse Haus war besorgt, sich mit den falschen Kräften zu verbünden und dass Waffen in die falschen Hände fallen könnten.(trs/sda/dpa)



Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Danach willst du kotzen: So ist es auf der dunkelsten Seite des Planeten Internet

Suizidale Facebook-Reiniger in Manila, depressive Influencer in China, bedrohte Frauen in Amerika: Drei Dokfilme zeigen am ZFF, was sich hinter unseren virtuellen Spassfassaden verbirgt.

Ein Fehler, heisst es, kann ein Menschenleben vernichten. Oder mehrere. Oder einen ganzen Krieg auslösen. Weshalb die «Cleaner», die Facebook-Reiniger in Manila, keine Fehler machen dürfen. Oder fast keine. Ganze drei sind pro Monat gestattet. Ein Cleaner sichtet pro Tag 25'000 Facebook-Bilder. Entscheidet über «Ignore» und «Delete». Oft ist davon die Rede, dass sie «die Plattform» von «Sünden» befreien müssen.

Die Frauen und Männer, die auf den Philippinen für Facebook die Aufgabe einer …

Artikel lesen