Israel
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«Terror-Einrichtung» der Hamas beschossen

Israel bombardiert nach Raketenangriff erstmals wieder Ziele im Gazastreifen

Israelische Kampfflugzeuge haben erstmals seit dem Krieg im Sommer wieder ein Ziel im Gazastreifen beschossen. Nach israelischen Armeeangaben ist am Freitag eine «Terror-Einrichtung» der Hamas angegriffen worden. Zuvor war eine Rakete auf Israel abgefeuert worden.

Nach palästinensischen Angaben handelte es sich bei dem Ziel im Osten der südlichen Stadt Chan Junis um eine Übungsstätte des militärischen Hamas-Arms, den Al-Kassam-Brigaden. Verletzt wurde demnach niemand.

Vertreter der palästinensischen Sicherheitsbehörden sagten, vor dem Angriff am frühen Samstagmorgen seien mehrere Kampfflugzeuge über den Gazastreifen geflogen. Die Übungsstätte sei anschliessend von vier Raketen getroffen worden. Augenzeugen gaben an, mehrere Explosionen gehört zu haben.

Das israelische Militär bezeichnete den Angriff als Reaktion auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen auf Israel am Freitag. Dafür sei die Hamas «verantwortlich und haftbar». Der israelischen Polizei zufolge war das Geschoss auf einem Feld im Süden Israels eingeschlagen, es gab keine Schäden oder Verletzten. Bekannt hatte sich die Hamas nicht zu dem Angriff.

Dritter Angriff seit Kriegsende

Der Beschuss aus dem Gazastreifen war der dritte Angriff auf Israel aus dem Gebiet seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und den Palästinensern Ende August. Im September und Oktober feuerten militante Palästinenser jeweils eine Mörsergranate auf Israel ab.

Es war der erste israelische Luftangriff seit Ende des 50-tägigen Gaza-Kriegs am 26. August. Im 50-tägigen Krieg zwischen Israel und den Palästinensern waren mehr als 2100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis getötet worden.

Zwischenfall in Enklave

Am Freitagabend kam es zudem im Osten der Enklave zu Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden dabei sechs junge Palästinenser verletzt.

Augenzeugen zufolge versammelten sich Dutzende junge Palästinenser am Grenzzaun östlich der Stadt Dschabalia. Sie trugen demnach palästinensische Fahnen bei sich, riefen anti-israelische Sprüche und bewarfen israelische Soldaten mit Steinen. Letztere hätten Schüsse abgegeben, um die Menge auseinanderzutreiben. Dabei seien die sechs jungen Menschen verletzt worden.

An der Stelle treffen sich jeden Freitag Palästinenser, um gegen die Blockade des Gazastreifens durch Israel zu protestieren. (sda/dpa/afp)



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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 21.12.2014 16:37
    Highlight Highlight Für Israel zählt immer das Individuum, und das wird verteidigt und muss verteidigt werden, da jeder Israeli als legale Zielscheibe von der palästinensischen Führung akzeptiert wird. Wenn Israels Atommacht auch nicht in der Existenz besroht ist, seine Bevölkerung ist es aber. Denn hinter den Palästinensern stehen sehr viele andere Glaubensbrüder, die den Palästinensern das tödliche Gefühl einflüstern: macht es, wir sind auch noch da!

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