Israel
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epa04264606 Israeli soldiers carry a computer case they confiscated during a search operation in Tapuah, west of Hebron, West Bank, 18 June 2014, as they continue looking for suspects or evidence in the 12 June kidnappings of three Israeli teenagers as they hitchhiked in the West bank, south of Jerusalem. Palestinian President Mahmoud Abbas spoke out strongly against the kidnappings as he attended an Organization of Islamic Cooperation (OIC) meeting in Jeddah saying, 'Those who kidnapped the three teenagers want to destroy us. We will hold them accountable.'  EPA/ABED AL HASHLAMOUN

Israelische Soldaten beschlagnahmen bei einer Razzia in Hebron einen Computer. Bild: ABED AL HASHLAMOUN/EPA/KEYSTONE

Übergriffe auf Palästinenser

43 israelische Elitesoldaten quittieren aus Protest ihren Dienst



Dutzende Reservisten einer Eliteeinheit des israelischen Militärgeheimdienstes wollen laut einem am Freitag veröffentlichten Brief künftig nicht mehr in der Einheit dienen. Grund seien die «Übergriffe» auf die Palästinenser, heisst es in dem Brief, der in Teilen von der israelischen Zeitung «Jediot Ahronot» veröffentlicht wurde.

Konkret richtet sich der Protest der 43 Reservisten gegen das Vorgehen des Militärgeheimdienstes in den besetzten Palästinensergebieten, darunter gezielte Tötungen und die bis in die Intimsphäre palästinensischer Zivilisten reichende Überwachung. 

Haftstrafen drohen

Sie wollten «nicht länger in diesem System dienen, das die Rechte von Millionen Menschen verletzt», schreiben die Reservisten dem Blatt zufolge in dem Brief. «Wir rufen alle Soldaten, die in der Einheit dienen oder dienen werden, und alle israelischen Bürger dazu auf, ihre Stimme gegen diese Verstösse zu erheben und diesen ein Ende zu setzen.»

Die Autoren des Briefes gehören demnach der Eliteeinheit 8'200 an, die eng mit den israelischen Sicherheitsdiensten zusammenarbeitet und oft mit dem US-Geheimdienst NSA verglichen wird. Die Reservisten kündigten in dem Brief an, ihrer jährlichen Einberufung nicht mehr nachzukommen, wodurch ihnen Haftstrafen drohen. Alle israelischen Männer müssen nach der Schulzeit drei Jahre Wehrdienst leisten, Frauen zwei Jahre. (whr/sda/afp) 

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    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 13.09.2014 09:34
    Highlight Highlight Ich finde Zivilcourage auch gut.

    Das Märchen eines sauberen Krieges ist und bleibt das was es ist.

    Trotzdem warte ich auf zurücktretende Hamas Terroristen, die sich der Grausamkeit menschlicher Bombenattentate, dem Abschiessen von Raketen auf israelische Zivilisten und dem Missbrauch menschlicher Schutzschilde endlich verweigern und somit ebenfalls Zivilcourage zeigen. ut (dp)
  • Romeo 13.09.2014 08:32
    Highlight Highlight Ein sehr gutes Zeichen. 43 Lemminge weniger. Schön, dass sie anfangen, selber zu denken und nicht einfach schlucken.
  • koala 12.09.2014 19:09
    Highlight Highlight Ganz starke Aktion! Schade, dass da nur 43 mitmachen..
    • ZooOm 13.09.2014 02:42
      Highlight Highlight Ja, BRAVO! Zivilcourage nennt man das. Die Friedensbewegung in Israel war einmal sehr stark, nur haben viele inzwischen resigniert. Auch wie jetzt eben, gab es immer wieder Verweigerungen, Widerstände u. deutliche Protestnoten v. Seiten des Militärs. Schon vor einigen Jahren verweigerten über ein Dutzend Kampfpiloten den Dienst. Ein Teil von ihnen landete im Gefängnis. Dem Allerdümmsten Israeli müsste es inzwischen klar sein, dass Israel diesen Hass eifrig gezüchtet hat, zwecks Durchführung der eigenen Politik, zwecks Förderung d. Nationalismus u. des Militärs u. um von eigenem fehlerhaften Regieren abzulenken. Über 2000 tote Zivilisten + 1000 verletzte Palästinenser sind der (ergebnislose) "Erfolg" des letzten hirnlosen Dreinhauens. Bei allen Fehlern der wenig belehrbaren Hamas: Israel hat aus eigener und ihrer Besatzungsgeschichte nichts gelernt, nicht die richtigen Schlüsse gezogen u. die falschen Politiker gewählt.
    • Romeo 13.09.2014 08:40
      Highlight Highlight An Zoom. Ja. Diese Meinung teile ich mit ihnen. Meine Cousine hat einen Israeli geheiratet. Leider muss ich feststellen, dass die Situation extrem festgefahren ist. Sie haben andere Perspektiven. Ich stellte auch fest, dass es wenig Sinn macht, mit ihnen darüber zu reden. Jeder beharrt auf seiner Meinung und rückt nicht ab. Es wurde so viel kaputt gemacht. Die Landkarten welche aus den Weltkriegen entstanden sind, helfen auch nicht. Es wird Zeit für einen klugen Mediator. Es gibt diplomatische Techniken, mit welchen man das Problem angehen könnte; Wille zur Besserung vorausgesetzt.

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