Israel
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epa04333492 The UN security council meets on the situation in the Middle East, at the United Nations headquarters in New York, USA, 28 July 2014. The UN Security Council calls for an immediate halt to fighting in Gaza to allow the delivery of humanitarian aid and also urges all parties to achieve 'a durable and fully respected ceasefire.'  EPA/JASON SZENES

Der UNO-Sicherheitsrat will ein Ende der Angriffe.  Bild: JASON SZENES/EPA/KEYSTONE

Gaza-Krieg 

UNO fordert sofortige Waffenruhe in Gaza – Israel winkt ab 

Der UNO-Sicherheitsrat hat die Konfliktparteien im Gazastreifen zu einer «sofortigen und bedingungslosen humanitären Waffenruhe» aufgerufen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen verabschiedete in der Nacht zum Montag eine entsprechende Resolution mit den Stimmen aller 15 Mitgliedsländer. 

«Der Sicherheitsrat fordert die vollständige Beachtung des internationalen Rechts, einschliesslich des Schutzes der Zivilisten, und wiederholt seine Forderung nach Schritten zum Wohlergehen der Zivilisten»

Die eilig einberufene Sondersitzung des Rates dauerte nur wenige Minuten. «Der Sicherheitsrat fordert die vollständige Beachtung des internationalen Rechts, einschliesslich des Schutzes der Zivilisten, und wiederholt seine Forderung nach Schritten zum Wohlergehen der Zivilisten», heisst es in dem Papier. 

Der Rat sei «tief besorgt» wegen der Verschärfung der Situation und des Todes von Zivilisten. Er unterstützte zugleich die Friedensbemühungen Ägyptens, des UNO-Generalsekretärs Ban Ki Moon und der USA. Israelis und Palästinenser sollen während des islamischen Fests Eid al-Fitr zum Ende des Fastenmonats Ramadan «und darüber hinaus» das Feuer einstellen. 

An Israeli soldier sleeps in the tent near the Israel and Gaza border, Sunday, July 27, 2014. Hamas on Sunday agreed to observe a 24-hour truce in Gaza after initially rejecting a similar Israeli offer, as fighting resumed and the two sides wrangled over the terms of a lull that international diplomats had hoped could be expanded into a more sustainable truce. Hamas spokesman Sami Abu Zuhri said the truce would go into effect at 2 p.m. (1100 GMT) Sunday. But shortly after the truce was to have started warning sirens wailed in southern Israel and the military said three rockets landed in the area, without causing casualties or damage. (AP Photo/Tsafrir Abayov)

Ein israelischer Soldat ruht sich aus. Bild: Tsafrir Abayov/AP/KEYSTONE

Die öffentlich übertragene Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats war bereits die zweite derartige Zusammenkunft wegen des Gaza-Konflikts innerhalb von zwei Wochen. Die jüngste Erklärung war nach Diplomatenangaben von Jordanien eingebracht worden, dem einzigen arabischen Mitgliedsland im Sicherheitsrat. 

«Eine dauerhafte Lösung kann nicht mit Waffen erreicht werden»

Kurz zuvor hatte China angesichts steigender Opferzahlen im Gazastreifen Israel und die Hamas zum Gewaltverzicht aufgerufen. «Eine dauerhafte Lösung kann nicht mit Waffen erreicht werden», sagte der chinesische Sondervermittler Wu Sike am Montag in Peking. Die Vereinten Nationen müssten eine entscheidende Rolle bei der Lösung des Konflikts spielen, forderte Wu. 

Er hatte während der vergangenen Tage bei Besuchen in Nahost Israels Militäreinsatz kritisiert und gleichzeitig die Hamas zum Stopp des Raketenbeschusses Israels aufgefordert. Nach einer Feuerpause zwischen Israel und der Hamas flammten die Kämpfe im Gazastreifen am Sonntag wieder auf. 

Israel gegen Feuerpause

epa04332681 Smoke rises after an air strike in eastern Gaza City, 27 July 2014. According media reports, Israel said it was resuming military operations in the Gaza Strip after Hamas rejected a ceasefire extension and launched rocket attacks. According to latest reports, Hamas has declared a 24-hour humanitarian truce.  EPA/MOHAMMED SABER

Bild: MOHAMMED SABER/EPA/KEYSTONE

Israel hat sich einem Medienbericht zufolge gegen eine neue Feuerpause im Gazastreifen ausgesprochen. «Es besteht kein Bedarf an weiteren Waffenruhen. Erst soll die Hamas aufhören zu schiessen», zitierte der Sender Radio Israel einen namentlich nicht genannten Regierungsvertreter. 

«Die Hamas hält sich noch nicht einmal an ihre eigene Feuerpause. Sie beschiessen uns sogar, während wir hier miteinander sprechen.» 

Am Sonntag hatte die Hamas eine 24-stündige Waffenruhe angeboten, was von Israel aber mit Skepsis aufgenommen wurde. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte dem US-Sender CNN: «Die Hamas hält sich noch nicht einmal an ihre eigene Feuerpause. Sie beschiessen uns sogar, während wir hier miteinander sprechen.» 

Am Samstag hatten nach knapp drei Wochen fast ununterbrochener Kämpfe erstmals die Waffen für längere Zeit geschwiegen. Die Bewohner des Gazastreifens nutzten die Atempause, um Tote zu bergen und Lebensmittel zu kaufen. 

Israel verlängerte die unter internationaler Vermittlung zustande gekommene und von beiden Seiten eingehaltene zwölfstündige Feuerpause einseitig bis Sonntagabend, doch als aus dem Gazastreifen wieder Raketen abgefeuert wurden, setzte die Armee ihre Offensive im Gazastreifen fort. Insgesamt flauten die Kämpfe über das Wochenende allerdings etwas ab. (aeg/rey/sda/afp/reu/dpa) 



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