Israel
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Der russische Oligarch Roman Abramowitsch erhält den israelischen Pass. Bild: EPA/KEYSTONE

Roman Abramowitsch wird Israeli – und avanciert sofort zum reichsten Mann des Landes

28.05.18, 22:14 29.05.18, 06:51


Der russische Oligarch Roman Abramowitsch hat die israelische Staatsbürgerschaft erhalten. Der 51-Jährige sei am Montag offiziell eingewandert, berichtete das israelische Fernsehen. Er werde damit der reichste Israeli.

Abramowitsch verfügt laut US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» über 10.8 Milliarden Dollar. Er steht damit im Milliardärs-Ranking von 2018 an 140. Stelle. Die Angaben basieren auf Schätzungen, für die «Forbes» Informationen zu Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien, Kunstobjekten oder Luxusgütern aus öffentlichen Quellen zusammenträgt.

Der Besitzer des britischen Fussballclubs Chelsea hatte nach Medienberichten zuletzt Probleme mit der Verlängerung seines Visums in Grossbritannien. Als Kind jüdischer Eltern hat er Anspruch auf einen israelischen Pass.

Abramowitsch steht aktuell in der Schweiz vor Gericht. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) hat ihn auf Rückzahlung eines Kredites samt Zinsen verklagt. Das Verfahren findet in Freiburg statt, weil die beklagte Abramowitsch-Firma dort registriert war.

Der Fall geht auf einen Kredit der Entwicklungsbank an eine russische Bank aus dem Jahr 1997 zurück. Die russische Bank ging pleite. Abramowitschs Firma Runicom, die Öl vermarktet, hatte Geschäftsbeziehungen mit diesem Geldinstitut und sollte die Schulden an die EBRD zurückzahlen.

Der Fall beschäftigt seit Jahren Gerichte in Russland und der Schweiz. Es soll sich um einen zweistelligen Millionenbetrag handeln. Abramowitschs Anwälte bestreiten, dass der Milliardär zahlungspflichtig ist. (cma/sda/dpa)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pladimir Wutin 29.05.2018 00:42
    Highlight 10.8 MILLIARDEN Vermögen.. und er streitet lieber über Jahre statt die, ka 20mio?, Strafe zu bezahlen um die Sache aus der Welt zu schaffen und der Wirtschaft das zurück zu geben was Ihr zusteht..
    32 13 Melden
    • Ökonometriker 29.05.2018 01:43
      Highlight @Pladimir: ich würde mich auch gegen eine meiner Meinung nach ungerechte Behandlung vom Staat wehren - selbst bei einer ungerechtfertigten Parkbusse. Ist das nicht sogar die Pflicht eines Bürgers? In unserer Verfassung steht ja beispielsweise dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht.
      25 9 Melden
    • Hierundjetzt 29.05.2018 07:07
      Highlight Nur musst Du für eine Parkbusse nicht 1‘000 km Reisen um persönlich vor Gericht auszusagen....
      1 1 Melden
  • Basswow 28.05.2018 23:43
    Highlight “Als Kind jüdischer Eltern hat er Anspruch auf einen israelischen Pass.”
    Lustige Formulierung, ginge es nicht einfacher? Z.B.:
    “Als Jude hat er Anspruch auf einen israelischen Pass.”
    ?
    14 28 Melden
    • Hayek1902 29.05.2018 04:33
      Highlight Kommt drauf an wie du Juden definierst. Heute ist eher die religiöse Zugehörigkeit gemeint als die zum jüdischen Volk. Und ich weiss nicht, ob er in Russland wirklich jüdisch aufgewachsen ist.
      23 3 Melden
    • Weberin 29.05.2018 06:01
      Highlight Ja, wäre einfacher. Aber vielleicht praktiziert er die jüdische Religion nicht. Aber einmal Jude, immer Jude. So steht’s geschrieben. Und das sage ich als Jüdin und auf gar keinen Fall antisemitisch gemeint. Shalom.
      22 2 Melden
    • AllknowingP 29.05.2018 06:39
      Highlight Ist jeder deren Eltern Christlichen Glaubens sind, selbst auch ein Christ ?
      26 3 Melden
    • lilie 29.05.2018 07:30
      Highlight Tatsächlich ist gemäss jüdischem Verständnis Jude, wenn die Mutter Jüdin ist. Ob er seine Religion praktiziert oder nichz, ist dabei nicht relevant.

      Allerdings verfolgt Israel eine sehr aggressive Einwanderungspolitik und versucht, so viele jüdische Einwanderer wie möglich zu gewinnen. Das Einwanderungsgesetz betrachtet deshalb auch Leute als Juden, welche nur eine jüdische Grossmutter haben:

      http://m.bpb.de/gesellschaft/migration/laenderprofile/57636/einwanderungspolitik

      5 1 Melden
    • Smeyers 29.05.2018 07:31
      Highlight @allknowing, grundsätzlich wird die Religion immer vererbt bei den Christen über die Väter bei den Juden durch die Mütter. Bei den Moslems ist jedes Neugeborene ein Moslem.
      1 2 Melden
    • lilie 29.05.2018 10:52
      Highlight @Smeyers: Nein, das ist nicht richtig. Nur die Juden vererben die Religion (zusammen mit der Volkszugehörigkeit). Christ ist nur, wer getauft ist (und je nach dem muss die Religion auch praktiziert werden).
      3 1 Melden
    • Basswow 29.05.2018 13:52
      Highlight Interessante Antworten.

      Dachte mir, dass wenn die Eltern jüdisch sind, man automatisch auch Jude ist.
      Bei den Christen dachte ich auch, dass sie Christen sind, wenn sie getauft werden (was ja generell alle werden) und Moslem sind alle von Geburt an.

      Also wäre die obige Formulierung (fast) überflüssig...

      Bin selber ein ungetauftes halbblut (Schweizer/Nordamerikanischer Ureinwohner)

      ...die Blitze versteh ich nicht. War ja nur ne Frage ;-)
      3 0 Melden
    • Smeyers 29.05.2018 21:06
      Highlight Stimmt war nur eine Frage; alle Religionen haben Rituale um die „geerbte“ Religion willentlich zu bestätigen. Christen, Juden, Moslems, etc. das weiss Lilie anscheinend nicht ;-)
      2 2 Melden
    • Saraina 31.05.2018 10:46
      Highlight Christsein erbt man nicht. Man wird es durch dienTaufe. Wenn Eltern ihr Kind nicht taufen lassen, ist es kein Christ. Gemäss der Definition Israels hingegen ist jeder Jude, dessen Mutter oder Grossmutter mütterlicherseits Jüdin war. Somit hat der Betreffende die israelische Staatsbürgerschaft als Jude zu Gute, auch wenn er/sie aus Russland stammt und seit Generationen nie praktiziert hat. Das hat damit zu tun, dass das Judentum als Volk definiert wird, im Gegensatz zum Christentum oder dem Islam, die alle Menschen zu ihrem Glauben aufrufen.
      0 0 Melden

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