Justiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Millionen für nigerianische Fischer und Farmer

Shell zahlt wegen Ölkatastrophen

07.01.15, 06:58 07.01.15, 09:20
Crude oil flows at the banks of a river, after a Shell pipeline leaked, in the Oloma community in Nigeria's delta region November 27, 2014. Niger Delta fishermen are no strangers to seeing oil spill into their waters from leaky pipelines, but even they were shocked by the scale of the slick stretching for miles from a Shell facility across the swamps and into the ocean. Some 3,800 barrels spilled, according to an investigation by Shell and government officials. It ranks as one of the worst in Nigeria for years, local environmental activists said. Picture taken November 27. To match story SHELL-OILSPILL/ REUTERS/Tife Owolabi  (NIGERIA - Tags: ENVIRONMENT DISASTER ENERGY)

Die Schadenersatzzahlung betrifft zwei Katastrophen im Jahr 2008. Hier handelt es sich um Öl, das im vergangenen November aus einer Pipeline im Niger-Delta ausgelaufen ist. Bild: STAFF/REUTERS

Der Shell-Konzern zahlt rund 84 Millionen Franken Schadenersatz (55 Mio. Pfund) an 15'600 Fischer und Farmer für zwei Ölkatastrophen in Nigeria. Es ist der höchste aussergerichtliche Vergleich, der wegen einer Ölpest in Nigeria je ausgehandelt wurde.

Auf den Vergleich verständigten sich das Unternehmen mit der betroffenen Kommune Bodo im Nigerdelta, wie beide Seiten mitteilten. Damit endet ein seit drei Jahren schwelender Rechtsstreit vor Beginn des Gerichtsprozesses. Royal Dutch Shell hatte rund 45 Millionen Franken angeboten, die Geschädigten forderten mindestens das Zehnfache.

Anwälte der betroffenen Bauern und Fischer aus dem Ort Bodo bezeichneten es als «zutiefst enttäuschend», dass der Konzern das Ausmass des Schadens so lange nicht anerkannt habe. Es sei der erste Vergleich dieser Art und solle Shell als Vorlage dienen für künftige Fälle in Nigeria und anderen Ländern.

Die Katastrophen ereigneten sich im Jahr 2008. Aus zwei Pipelines traten nach Darstellung der Kläger insgesamt 500'000 Barrel Öl aus und verschmutzten die Umwelt. (trs/sda/reu/dpa)



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Zürcher Anwalt verteidigt Renate Senn: «Was das Gericht hier macht, ist extrem arrogant»

Renate Senn, die Verteidigerin von Vierfachmörder Thomas N. im Rupperswil-Prozess, wird von allen Seiten kritisiert. Vom Gericht, von einigen Anwaltskollegen und von den Medien. Sie selber will sich derzeit in der Öffentlichkeit nicht verteidigen. Von einigen prominenten Kollegen bekommt sie aber Unterstützung.

Nun haben zwölf Schweizer Strafverteidiger eine Stellungnahme verfasst, mit der sie sich hinter ihre Aargauer Kollegin stellen. Zu den Unterstützern zählen Matthias Fricker, der den Lucie-Mörder verteidigt hat, und der Basler Strafrechtsprofessor Niklaus Ruckstuhl. Als Sprecher der Gruppe tritt der Zürcher Thomas Fingerhuth auf, der die Kindermörderin von Horgen verteidigt hat oder den Kosovaren aus Pfäffikon, der seine Frau und die Sozialvorsteherin erschossen hatte.

Herr Fingerhuth, nach dem …

Artikel lesen