Justiz
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Millionen für nigerianische Fischer und Farmer

Shell zahlt wegen Ölkatastrophen

07.01.15, 06:58 07.01.15, 09:20

Die Schadenersatzzahlung betrifft zwei Katastrophen im Jahr 2008. Hier handelt es sich um Öl, das im vergangenen November aus einer Pipeline im Niger-Delta ausgelaufen ist. Bild: STAFF/REUTERS

Der Shell-Konzern zahlt rund 84 Millionen Franken Schadenersatz (55 Mio. Pfund) an 15'600 Fischer und Farmer für zwei Ölkatastrophen in Nigeria. Es ist der höchste aussergerichtliche Vergleich, der wegen einer Ölpest in Nigeria je ausgehandelt wurde.

Auf den Vergleich verständigten sich das Unternehmen mit der betroffenen Kommune Bodo im Nigerdelta, wie beide Seiten mitteilten. Damit endet ein seit drei Jahren schwelender Rechtsstreit vor Beginn des Gerichtsprozesses. Royal Dutch Shell hatte rund 45 Millionen Franken angeboten, die Geschädigten forderten mindestens das Zehnfache.

Anwälte der betroffenen Bauern und Fischer aus dem Ort Bodo bezeichneten es als «zutiefst enttäuschend», dass der Konzern das Ausmass des Schadens so lange nicht anerkannt habe. Es sei der erste Vergleich dieser Art und solle Shell als Vorlage dienen für künftige Fälle in Nigeria und anderen Ländern.

Die Katastrophen ereigneten sich im Jahr 2008. Aus zwei Pipelines traten nach Darstellung der Kläger insgesamt 500'000 Barrel Öl aus und verschmutzten die Umwelt. (trs/sda/reu/dpa)



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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