Justiz
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Bezirksgericht stimmt Anklage zu

31-jähriger Aargauer wegen versuchten Mordes zu zwanzig Jahren Gefängnis und Verwahrung verurteilt

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Wegen versuchten Mordes soll der 31-Jährige nun zwanzig Jahre hinter Gitter. bild: kapo aargau

Das Bezirksgericht Aarau hat am Mittwoch der Anklage gegen den 31-jährigen Schweizer zugestimmt. Der Mann hat im Juli 2012 einer Frau in den Kopf geschossen und wurde für den versuchten Mord zu zwanzig Jahren Gefängnis und Verwahrung verurteilt. 

Das ganze Drama spielte sich in Hirschthal AG ab. Der Angeklagte verfolgte die 18-jährige Frau mit einer Pistole und hat ihr aus nächster Nähe in den Hinterkopf geschossen. Sie überlebte nur, weil die abgefeuerte Pistolenpatrone defekt war.

Das Schussprojektil drang bei der Frau nur bis unter die Kopfhaut ein. Die Frau schrie und wehrte sich. Nach einem heftigen Abwehrkampf liess der Mann vom Opfer ab. Sie konnte nach Hause rennen, wo ihre Mutter die Polizei alarmierte. 

Die Polizei konnte dank der guten Beschreibung durch das Opfer den Mann in der Nähe des Tatortes festnehmen. Er war kurz nach der Schussabgabe noch einmal an den Tatort zurückgekehrt. Er wollte die beim Kampf verlorene Waffe holen. 

Täter geständig

Mord Hirschthal

Der Angeklagte vor dem Gericht in Aarau Bild: az/mbu

Der 31-Jährige war vor Gericht geständig und gab bei der ausführlichen Befragung ruhig und monoton Auskunft: Er bestätigte, dass er die Frau erschiessen und sich danach an ihrer Leiche sexuell vergehen wollte. Er wählte das Opfer zufällig aus. Offenbar fühlte er sich seit Jahren von Frauen und anderen Personen zurück- und abgewiesen. Deshalb sei er «manchmal wütend» gewesen. 

Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass er fremden Frauen nachgelaufen sei. Ausserdem besass der Verurteilte verbotene Pornografie und Fotos von minderjährigen Mädchen. Er wohnte bis zur Tat bei den Eltern. In seinem Zimmer fand die Polizei Frauenkleider

«Er hat mein Leben zerstört»

Am Prozess trafen der Täter und das Opfer erstmals nach dem Gewaltverbrechen wieder aufeinander. Die junge Frau wurde von ihren Eltern begleitet und sagte aus, dass der 31-Jährige ihr Leben zerstört habe. Sie fürchte sich seit dem Überbegriff vor der Dunkelheit und vor anderen Menschen. Sie habe sogar Mühe, alleine zu Hause zu sein. 

In der Tatnacht habe sie auf dem Nachhauseweg vom Bahnhof Hirschthal bemerkt, dass ihr jemand folge. Sie habe plötzlich einen Schlag auf den Hinterkopf verspürt. «Er sagte kein Wort.» Später im Spital stellte sich heraus, dass der Schlag in Wirklichkeit ein Schuss war, der in ihrem Hinterkopf steckte.

(rof/sda)



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