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5 Fragen, über die wir noch heute rätseln: Zum Beispiel, litt Mona Lisa unter Zahnausfall?



Litt Mona Lisa unter Zahnausfall? Wurde Van Gogh von einem Mobber ermordet? Und warum prangt mitten auf einem berühmten Bild ein leerer Fleck? Fragen über Fragen, welche die Kunstwelt auch in Zukunft nicht loslassen werden.

1. Warum lächelt die Mona Lisa?

Heute gehört ein Lächeln meist dazu, wenn man fotografiert wird - aber jahrhundertelang wollte man unbedingt mit ernstem Gesicht porträtiert werden. Warum also lächelt die Mona Lisa? Lächelt sie überhaupt? Es gibt ungezählte Theorien, zum Beispiel: Die Dargestellte litt an Zahnausfall beziehungsweise an einer Gesichtslähmung. Oder: Leonardo da Vinci hat ihr die ganze Zeit Witze erzählt. Oder: Die vielleicht schönste Theorie: Als das Bild entstand, war Mona Lisa - die in Wirklichkeit ganz anders hiess - schon tot. Um ihren kleinen Sohn zu trösten, liess der Vater ein Bild von Mama anfertigen - zufrieden lächelnd. Auf ewig.

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«Mona Lisa» (eigentlich «La Joconde») von Leonardo da Vinci, 1503–1506: Der unter anderem in der Schweiz gebräuchliche Titel «Mona Lisa» beruht auf einem Rechtschreibfehler.
bild: wikipedia

2. Was soll der leere Fleck auf dem Gemälde?

Der englische Porträtist und Landschaftsmaler Thomas Gainsborough (1727-1788) schuf als junger Mann das beeindruckende Bildnis «Mr. und Mrs. Andrews». Das Merkwürdige: Auf dem Schoss von Mrs. Andrews prangt ein leerer Fleck. Sollte dort vielleicht ihr später geborenes Baby eingefügt werden? Ihr Schosshund? Ein erlegter Fasan? Aber warum geschah es dann nicht - Gainsborough hätte noch fast 40 Jahre Zeit gehabt, das Bild fertigzustellen. Das Seltsamste ist, dass die Auftraggeber das Bild mitsamt dem Fleck akzeptierten und offenbar schätzten, denn es blieb jahrhundertelang im Besitz der Familie.

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«Mr und Mrs Andrews» von Thomas Gainsborough, 1749/50: Was Mrs. Andrews in ihrem Schoss in den Händen halten sollte, bleibt der Phantasie der Interpreten überlassen. Auf dem Bild ist nur ein heller Fleck, die Malgrundierung, zu erkennen.
bild:  wikipedia

3. Wer stahl Rembrandts einziges Marinebild?

1990 entwendeten zwei als Polizisten verkleidete Männer 13 Meisterwerke aus dem Stewart Gardner Museum in Boston, darunter Rembrandts einziges Marine-Bild. Bis heute sind die Bilder nicht wieder aufgetaucht. Es ist der grösste unaufgeklärte Kunstraub überhaupt, der Gesamtwert wird auf eine halbe Milliarde Dollar geschätzt. Die Frage ist auch: Was wollten die Täter damit? Verkaufen lassen sich solche Ikonen nirgendwo.

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«Christus im Sturm auf dem See Genezareth» von Rembrandt van Rijn: Das bedeutendste Bild aus dem grössten Kunstraub der Geschichte.
bild: wikipedia

4. Wie verlor die Sphinx ihre Nase?

Asterix-Leser wissen: Es war Obelix, und es war keine Absicht. Archäologen wissen es besser: Es war volle Absicht! In Auftrag gegeben wurde die Verunstaltung nach Angaben eines mittelalterlichen arabischen Historikers der strenggläubige islamische Scheich Sajim al-Dahr - «der allzeit Fastende». Er soll Gesicht und Ohren der Sphinx 1378 nach Christus zerstört haben, weil er empört darüber war, dass die Statue von der Bevölkerung immer noch als Gottheit verehrt wurde. Dass Napoleons Soldaten während des Ägypten-Feldzugs die Statue mit einer Kanonenkugel demolierten, ist hingegen eine Legende: Die Nase war nachweislich schon früher ab.

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Grosse Sphinx von Gizeh.
bild: wikipedia / Berthold Werner

5. Wurde Van Gogh ermordet?

Ein paar Jugendliche hatten 1890 in dem kleinen Ort Auvers-sur-Oise bei Paris Spass daran, einen «irren Holländer» zu piesacken. Sie schütteten ihm Salz in den Kaffee und steckten ihm eine Grasschlange in seinen Malkasten. Der Namen des Rothaarigen mit verstümmeltem Ohr war damals gänzlich unbekannt: Vincent van Gogh. Als Rädelsführer der Mobber tat sich der 16 Jahre alte René Secrétan hervor. Manche Forscher verdächtigen ihn sogar, van Gogh - absichtlich oder unabsichtlich - die Schusswunde beigebracht zu haben, an der dieser kurz darauf starb. Zwar versicherte van Gogh auf dem Sterbebett mehrmals, er selbst habe sich umbringen wollen - doch die Mordtheorie ist nicht totzukriegen.

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Vincent van Gogh im Alter von 19 Jahren.
bild: wikipedia

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(sda)

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